Carlos Beas Torres ist Aktivist der indigenen Bewegung in Mexiko und Mitgründer des Nationalen Indigenen Kongresses (CNI). Er koordiniert die Organisation UCIZONI in der Landenge von Tehuantepec in Oaxaca, die indigene Gebiete gegen Megaprojekte verteidigt. UCIZONI kämpft besonders gegen den Interozeanischen Korridor (CIIT), ein großes Industrie- und Logistikprojekt. Das Projekt bedeutet für die Menschen vor Ort Landenteignungen, Umweltzerstörung, Gewalt, Militarisierung und Verletzungen indigener Rechte. In den letzten Jahren gab es schwere Angriffe gegen UCIZONI, darunter mehrere Morde.
Auch Carlos wird bedroht. Er musste deshalb mit seiner Familie die Region verlassen. Im Rahmen einer Solidaritätsreise durch mehrere europäische Länder kommt Carlos Anfang Juli auch in die Schweiz. Ziel der Reise ist Schutz, internationale Aufmerksamkeit für die Verbrechen in Mexiko zu schaffen und den Austausch mit sozialen Bewegungen in Europa zu fördern. Dabei wird auch die Rolle europäischer Unternehmen in den Megaprojekten in Mexiko und damit auch unsere Verantwortung beleuchtet.
Kommt am 4. Juli um 18:30 Uhr zahlreich in den Infoladen Kasama zur Infoveranstaltung und feinem Essen für alle. Die Veranstaltung findet auf Spanisch statt und wird auf Deutsch übersetzt.
Informiert euch über die Situation in Südmexiko auf chiapas.ch und unterstützt die Arbeit von Solichiapas und Aktivist\*innen wie Carlos.
El Corredor Interoceánico „no beneficia a las comunidades locales“, alerta activista mexicano
Interview mit Carlos Beas auf Spanisch (15 Min.):
https://www.rfi.fr/es/programas/vida-en-el-planeta/20260601-el-corredor-interoce%C3%A1nico-no-beneficia-a-las-comunidades-locales-alerta-activista-mexicano?utm_slink=rfi.my%2FCkhh


