Gewalt

Südmexiko-Newsletter Juni / Juli 2026

HINWEIS IN EIGENER SACHE

Veranstaltung am No Borders No Nations Festival in Bern am 21.08.26 um 19:30 – 21:00 Uhr

„el común“ – Organisierung und Widerstand im Süden Mexikos

Im Süden Mexikos wehrt sich die indigene Bevölkerung mit kollektiver Organisierung und dem Aufbau von gemeinschaftlichem Leben gegen den kapitalistischen Sturm. Gegen Zerstörung und Krise, mit dem Kampf für das Leben.
Der Widerstand gegen die kolonialistische und kapitalistische Ausbeutung in Chiapas, dem südlichsten Bundesstaat Mexikos, hat eine lange Geschichte. Seit dem Aufstand der Zapatist*innen 1994 haben sich viele globale Krisen zugespitzt und im Süden Mexikos treibt die neoliberale Regierung mit Megaprojekten die Zerstörung weiter voran. Dagegen wehrt sich die indigene Bevölkerung mit kollektiver Organisierung und dem Aufbau von gemeinschaftlichem Leben. „el común“ bezeichnet diese Vision, die in vielen indigenen Gemeinden in Chiapas täglich in die Praxis umgesetzt wird.
Nach einem kurzen Überblick über die aktuelle politische Lage im Süden Mexikos hören wir Berichte von Aktivist*innen, die diesen Frühling vor Ort waren und diskutieren im Anschluss gemeinsam über die Perspektive, die uns „el común“ bieten kann.
Infos: https://www.nbnn.ch/programm/

Am 03. und 25. Oktober 2026: Vorbereitungskurs für zivile Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas. Interessierte melden sich unter: bricos@chiapas.ch

CHIAPAS

Eine Klinik für alle im mexikanischen Regenwald
Gesundheit ist ein Menschenrecht – das für viele nicht gilt. Im mexikanischen Bundesstaat Chiapas werden indigene Gemeinden systematisch von der medizinischen Versorgung ausgeschlossen. Auch deshalb rebelliert dort seit 1994 die zapatistische Bewegung. Seither kämpfen sie für ein gutes Leben, Würde und Gerechtigkeit.
Nun haben die zapatistischen Gemeinden mitten im Regenwald mit dem Bau einer eigenen Klinik begonnen: Gynäkologie, Labor, zahnärztliche Versorgung – selbstverwaltet und offen für alle. Mit Unterstützung solidarischer Initiativen, auch von medico international, verteidigen sie das Recht auf Gesundheit dort, wo der Staat versagt.
Während uns angesichts der Lage der Welt vielerorts Ohnmacht und Lähmung begegnen, birgt die zapatistische Autonomie mehr als abstrakte Hoffnung. Unterstütze die gesundheitliche Selbstbestimmung in Chiapas.
Den Spendenaufruf, Interviews und Hintergrund sind hier zu finden: https://www.medico.de/klinik-fuer-alle

Serie von EZLN-Communiqués ab Mai 2026 unter anderem zum Gemeinschaftstraktor und KI (stochastischer Papagei) und Aufrufe:

Teil VII. – Betrachtungen des Oben. Die Ordnung ist die Ordnung von oben – 05.06.26
Teil VIII. – Fragen. (sowie neue Mail-Adressen, um sich zu registrieren) 14.06.26
Teil IX. und letzter Teil: Der seltsame, einzigartige Fall des verrückten Papageien und die vergessenen Superhelden. 17.06.26

20. Juli – 25. Juli 2026: Semillero [Saatfeld-Seminar]: Krieg gegen die Menschheit (Die Bevölkerungen und die Natur unter Belagerung). CIDECI-UniTierra [San Cristóbal de Las Casas, Chiapas].

Im August: Treffen der Kunst sowie des Widerstands und der Rebellion im August 2026.. ResignArte u OrganizArte – Resignieren oder Dich Organisieren. Daten und Orte. die Daten des Treffens der Künste sowie des Treffens der Widerstände und Rebellionen

Die Communiqués sind auf Spanisch oder in Deutscher Übersetzung zu finden auf: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/

OAXACA

San Dioniso Ocotepec kämpft um sein Wasser (10.07.26)
Seit Jahren kämpfen die Gemeinden im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca mit zunehmendem Wassermangel. Die durch die sich verschärfende Klimakrise verursachte andauernde Trockenheit lässt in vielen Orten die Grundwasserleiter versiegen, was die lokale Wasserversorgung gefährdet. Im Winter 2023/24 brach in vielen Gemeinden des südmexikanischen Bundesstaates Oaxaca die Wasserversorgung zusammen. Die nationale Wasserbehörde CONAGUA warnte vor akuter Wasserknappheit in der Hauptstadt Oaxaca de Juárez. Ursache: Aufgrund der Klimakrise kommt es zu mehr und längeren Dürreperioden. Wegen des fehlenden Regens versiegen Grundwasserleiter und trocknen Speicherbecken aus. Um dem etwas entgegenzusetzen, gründete sich das „Foro oaxaqueño del agua“ – das Wasserforum Oaxacas. Laut Projektkoordinator Mauricio del Villar gehören dem Wasserforum Behörden, Kommunen, Akademiker*innen und vor Ort lebende Menschen an, die auf regelmäßigen Treffen über das Thema Wasser diskutieren.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/san-dioniso-ocotepec-kaempft-um-sein-wasser/

MEXIKO

Die Gewalt überleben. Ein Podcast über die internationale Notlage in Mexiko. Übersetzt und eingesprochen vom NPLA

  • Die Brigadisten (06.07.26)

    Seit dem Aufstand der Zapatisten kommen internationale Freiwillige als Menschenrechts-Beobachter*innen nach Mexiko. Im Februar 1995 wurden im Menschenrechtszentrum „Fray Bartolomé de las Casas“ die BRICOS gegründet, die „Brigadas Civiles de Observación“, sog. zivile Beobachtungsbrigaden. Bis heute sind die Brigadisten in Süd-Mexiko präsent – ein Beleg dafür, dass sich die Lage in den letzten dreißig Jahren nicht verbessert, sondern verschlechtert hat.

    Weiterlesen und Podcast: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/die-brigadisten/
  • Die Menschenrechtsaktivistinnen (06.07.26)

    Können Sie sich vorstellen, dass Sie eines Tages ihr ganzes Leben in einen Koffer packen und von zuhause flüchten müssen, um Ihr Leben zu sichern? Menschenrechtsaktivistinnen wie Regina Zoé Magallón in Mexiko fürchten um ihr Leben und müssen ihr Land oft verlassen, ohne die Chance zurückzukehren. Mexiko hat sich zu einem der gefährlichsten Länder für Journalisten sowie Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger entwickelt.

    Weiterlesen und Podcast: https://www.npla.de/thema/feminismus-queer/die-menschenrechtsaktivistinnen/

Mexiko zeigt ICE nach 17 Todesfällen von Landsleuten an (11.07.26)
Die mexikanische Regierung hat angekündigt, dass sie in den USA Strafanzeige wegen des Todes von 17 mexikanischen Staatsangehörigen einreichen wird. Seit letztem Jahr starben 14 Mexikaner unter ungeklärten Umständen im Gewahrsam der Einwanderungsbehörde, drei weitere wurden während Einsätzen von ICE getötet. Der jüngste Fall ereignete sich am 7. Juli in Houston: Der Familienvater Lorenzo Salgado Araujo wurde auf dem Weg zur Arbeit erschossen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/07/288287/mexiko-klagt-gegen-ice

Nach dem gewaltsamen Tod von Lorenzo Salgado Araujo fordern Familie und Aktivisten eine unabhängige Untersuchung. Mexikanische Regierung kündigt Klagen gegen ICE an
Quelle: Channel Draw, Gianluca Costantini

Mexiko plant Ölexporte nach Kuba über Privatfirmen (29.06.26)
Die mexikanische Regierung plant, die Öllieferungen nach Kuba wieder aufzunehmen. Dies erklärte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum in einer Pressekonferenz in der vergangenen Woche. Laut der Präsidentin geht es dabei nicht um humanitäre Hilfe, sondern um einen Handelsaustausch, der die in Kuba beschlossenen neuen Reformen nutze und mexikanische Unternehmen mit einschließt. „Es handelt sich nicht um eine humanitäre, sondern um eine wirtschaftliche Frage. Mit den neuen, vom kubanischen Kongress und der Regierung genehmigten Bestimmungen können nun engere Handelsbeziehungen mit mexikanischen Unternehmen in Kuba aufgebaut werden.“
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/287379/mexiko-kuba-oel

Mexiko schickt Rettungsteams ins erdbebenbetroffene Venezuela (26.06.26)
Auch zivile Helfer und Material sollen in das Krisengebiet gebracht werden. Ziel ist die Suche nach Überlebenden

Die zivile Rettungsgruppe Los Topos de México kündigt in einer Solidaritätsbotschaft mit Venezuela ihren Rettungseinsatz an
Quelle: Brigada de Rescate Topos Tlaltelolco A.C.


Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela hat Mexiko Rettungsteams entsandt. Die erste Brigade besteht aus 250 Soldaten, fünf Suchhunden, vier Flugzeugen, einer Drohne, Ausrüstung für Such- und Rettungsmaßnahmen sowie medizinischer Versorgung. Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigte am Donnerstag an, dass diese Brigade noch am selben Tag nach Venezuela fliegen würde. Die amtierende venezolanische Präsidentin Delcy Rodríguez rief kurz nach den Beben der Stärke 7,2 und 7,5 auf der Richterskala den nationalen Notstand aus und bedankte sich ausdrücklich für die Solidarität Mexikos.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/287075/erdbeben-suchtrupps-venezuela

Mexiko führt kostenlose medizinische Grundversorgung für alle Kinder ein (16.06.26)
Es gibt sie: die guten Nachrichten, die positiven Veränderungen und Aufwärtstrends für Kinder und Familien. In einer Welt, die oft reflexartig auf das Negative schaut, berichten die SOS-Kinderdörfer in den Good News über das, was uns aufrichtet.
Mexiko führt ab 2027 eine flächendeckende, kostenlose Gesundheitsversorgung für Minderjährige und Erwachsene ein. Anders als bisher haben Kinder dann unabhängig vom Beschäftigungs- und Versicherungsstatus ihrer Eltern in jeder Gesundheitseinrichtung Anspruch auf Behandlung. Der sogenannte ,Servicio Universal de Salud‘, der allgemeine Gesundheitsdienst, soll zudem den Zugang zu Impfprogrammen und, vor allem in ländlichen Regionen, den Erhalt von Kindermedikamenten erleichtern.
Weiterlesen: https://www.sos-kinderdoerfer.de/informieren/aktuelles/news/gesundheit-von-mexikanischen-kindern

ANDERE REGIONEN MEXIKOS

SINALOA

Indigene Proteste stoppen deutsch-schweizerische Chemiefabrik in Mexiko (17.06.26)
Nach einer Demonstration blockieren Anwohner alle Zufahrten zum Werk in Topolobampo, Sinaloa. Umweltministerium prüft Schäden und Genehmigungen
Indigene Gemeinden der Mayo-Yoreme haben alle Zufahrtsstraßen zu einer im Bau befindlichen Chemiefabrik im nordmexikanischen Sinaloa blockiert. Sie verhindern damit den Transport von Baumaschinen und den Zugang von Personal zur Ammoniakfabrik in der Bucht von Ohuira, einem Naturschutzgebiet an der Pazifikküste. Der erzwungene Baustopp ist die jüngste Eskalation in einem jahrelangen Konflikt um das von der staatlichen deutschen KFW IPEX-Bank mit 860 Millionen Euro mitfinanzierte Großprojekt des schweizerisch-deutschen Konsortiums Proman.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/286486/indigene-gegen-chemiefabrik

MEXIKO-STADT

Ex-Pemex-Chef in Mexiko wegen häuslicher Gewalt festgenommen (10.07.26)
Ehefrau machte Aufnahmen der Misshandlung publik. Sheinbaums Regierung kündigt Strafe an
Der ehemalige Generaldirektor von Petróleos Mexicanos (Pemex) ist in Mexiko-Stadt wegen häuslicher Gewalt festgenommen worden. Die Verhaftung von Víctor Rodríguez Padilla erfolgte nach einer Anzeige seiner Ehefrau María Felicia Jiménez Lavie. In einem von ihr Anfang Juli veröffentlichten Überwachungsvideo ist zu sehen, wie Rodríguez sie in Anwesenheit der Kinder wiederholt schlägt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/07/288252/pemexdirektor-haeusliche-gewalt

VERACRUZ

In Córdoba prangerten Journalisten die Gewalt gegen ihre Kollegen an
Quelle: Presente Veracruz 0ficial

Neuer Mord an Journalisten in Mexiko (15.06.26)
Verbände verurteilen Serie von Attentaten. Anzeige gegen Polizisten einer der Ermittlungsansätze. Weitere Journalistin verschwunden
Der Journalist Luis Ángel López Valdez ist in der Stadt Poza Rica im mexikanischen Bundesstaat Veracruz von bewaffneten Männern erschossen worden. Der 33-Jährige war für die Zeitung Vanguardia de Veracruz tätig und leitete das digitale Nachrichtenmedium Reportaje Policiaco Veracruzano, wo er über die Kriminalität im Bundesstaat Veracruz berichtete.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/286367/journalist-mexiko-mord

ZUM THEMA FUSSBALLWELTMEISTERSCHAFT 2026

Vier Menschen sterben bei FIFA-WM-Feiern in Mexiko-Stadt (02.07.26)
Nach dem 2:0-Sieg Mexikos gegen Ecuador und dem Einzug ins Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft sind in Mexiko-Stadt mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Die Tragödie ereignete sich in der Nacht zum Dienstag während der Feiern am Ángel de la Independencia und am Paseo de la Reforma.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/07/287835/fifa-mexiko-tote

Kritik an Steuererlassen für die Fifa zur WM in Mexiko (29.06.26)
Soziale Organisationen aus Mexiko kritisieren im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft die Steuererlasse für die Fifa und die hohen sozialen Kosten für das lateinamerikanische Land. Mexiko gewährte der Fifa bereits im Bewerbungsprozess für die Fußball-Weltmeisterschaft umfangreichere Vergünstigungen als die Mitgastgeber USA und Kanada. Die steuerlichen Sonderregelungen gelten nicht nur für die Fifa, sondern auch für Auftragnehmer, Zulieferer und Dienstleister, die vertraglich an die Weltmeisterschaft gebunden sind.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/287009/beguenstigungen-fifa-mexiko-steuer

Fußball-WM in Mexiko: Impressionen der Proteste (13.06.26)
Zusammenstöße vor dem Stadion. Polizei stoppt viele Demozüge. Soziale Gruppen holen sich den Sport zurück
Die Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer hat vielen sozialen Gruppen eine Bühne für Proteste geboten. Laut den Behörden kam es in Mexiko-Stadt zu neun Demonstrationszügen, 26 Kundgebungen und zwei Fahrraddemos. Die Forderungen sind so divers wie die protestierenden Gruppierungen. Sie umfassen unter anderem höhere Löhne für Lehrkräfte, Maßnahmen gegen die Wasserknappheit und mehr staatliche Unterstützung bei der Suche nach gewaltsam Verschwundenen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/286280/mexiko-proteste-fifa-cdmx

Im Schatten der FIFA-WM: Angehörige von Verschwundenen demonstrieren in Mexiko (11.06.26)

Die Demonstrierenden zogen auf einer der Hauptverkehrachsen der Hauptstadt in Richtung des Aztekenstadtions
Quelle: Jasper Koch


Kollektive wehren sich gegen das Vergessen. Kundgebungen gegen Vertreibung, Wassermangel und steigende Militärpräsenz. Ein Bericht aus Mexiko-Stadt
Am Abend vor dem Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft der Männer haben Hunderte Menschen in Mexiko-Stadt gegen das gewaltsame Verschwinden im Land protestiert. Die Demonstrierenden gehören zu Kollektiven der „Madres buscadoras“ (Suchende Mütter). Zahlreiche Gruppen und Organisationen suchen nach den über 133.000 verschwundenen Menschen in Mexiko (amerika21 berichtete).
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/286176/wm-mexiko-demo-angehoerige-von-vermissten

HINWEISE

24. Juli: Ali Gua Gua Konzert ab 21.30 im Ziegel Zürich. Infos unter: https://ziegelohlac.ch/veranstaltung/ali-gua-gua-konzert-ab-21-30-im-ziegel/

07. – 09. August: Anarchistische Büchermesse, KuZeB Bremgarten / AG

 

Posted by Tamara Wagenbrenner in News

Südmexiko-Newsletter Mai / Juni 2026

HINWEIS IN EIGENER SACHE

Infoveranstaltung mit Carlos Beas aus Oaxaca über den Interozeanischen Korridor in Mexiko
am 4. Juli um 18:30 Uhr im Infoladen Kasama in Zürich mit mexikanischem Essen für alle und Vortrag um 19.30 Uhr. Die Veranstaltung findet auf Spanisch statt und wird auf Deutsch übersetzt. Organisiert von der Direkten Solidarität mit Chiapas.
Den Flyer und weitere Infos dazu findet ihr auf: https://chiapas.ch/2026/06/04/infoveranstaltung-mit-carlos-beas-ueber-den-interozeanischen-korridor-in-mexiko/

Interview mit Carlos Beas auf Spanisch (15 Min.):
El Corredor Interoceánico „no beneficia a las comunidades locales“, alerta activista mexicano
https://www.rfi.fr/es/programas/vida-en-el-planeta/20260601-el-corredor-interoce%C3%A1nico-no-beneficia-a-las-comunidades-locales-alerta-activista-mexicano?utm_slink=rfi.my%2FCkhh

CHIAPAS

Die betroffenen Gemeinden in Chiapas fordern wirksame Projekte für Sicherheit
Quelle: Diócesis De San Cristóbal de Las Casas

Tote bei Angriffen des organisierten Verbrechens in Chiapas (03.05.26)
Bewaffnete griffen Bewohner in Nicolás Ruíz und Venustiano Carranza an. Einwohner machen paramilitärische Gruppen und kriminelle Banden verantwortlich. Staatsanwaltschaft bestätigt vier Tote und acht Verletzte, zwei Menschen gelten als vermisst
Bei bewaffneten Auseinandersetzungen im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas sind mindestens vier Personen getötet und acht Personen verletzt worden. Eine bewaffnete Gruppe griff Bewohner der Landkreise Nicolás Ruíz und Venustiano Carranza an. Einwohner von Nicolás Ruíz, die in der Allianz für die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gebiete organisiert sind, machen für die Übergriffe am Freitag paramilitärische Gruppen und das organisierte Verbrechen verantwortlich.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285062/bewaffnete-konfrontation-mexiko

Serie von EZLN-Communiqués ab Mai 2026 unter anderem zum Gemeinschaftstraktor und KI (stochastischer Papagei).

Teil I. – Die Genealogie des Tamale. – 10.05.2026
Teil II. – Sie werden nicht können. – 17.05.2026
Teil III. – Lieben und Entlieben gemäß der Künstlichen Intelligenz. – 21.05.2026
Teil IV. – Lieben und Entlieben, dem Fußball gemäß. – 24.05.2026
Teil V. – Viele Modi, verschiedene Generationen und ein Feld … – 30.05.2026
Teil VI. – Wir leiden als Frauen … Männer … Frauen … Männer, die wir sind (oh, nun ja). – 02.06.2026

Die Communiqués sind auf Spanisch oder in Deutscher Übersetzung zu finden auf: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/

OAXACA

Mexiko treibt Industrieparks gegen Willen indigener Gemeinden voran (13.05.26)
Bis zu 100 Industrieparks im Rahmen des „Plan México“ geplant. Gerichtsentscheid schränkt Klagemöglichkeiten indigener Gemeinden ein. Organisationen im Widerstand
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat per Dekret den Weg für Investitionen im Umfang von 277 Milliarden US-Dollar im Rahmen des „Plan México“ geebnet. Konkret soll die Errichtung von bis zu 100 Industrieparks vorangetrieben werden. Die sogenannten Entwicklungszentren für Wohlbefinden (Podebis), eine staatliche Einrichtung, sehen in den Industrieparks „Entwicklungspole für Wohlstand“. Bisher stockte der Ausbau entlang der Route des Interozeanischen Korridors im Isthmus von Tehuantepec, auch wegen Widerstands indigener Gemeinschaften.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285276/verteidigung-des-territoriums

Oaxaca unter Jara: Menschenrechtsverteidiger*innen in Lebensgefahr (21.04.26)
Mehr als drei Jahre nach Amtsantritt von Gouverneur Salomón Jara warnen zivilgesellschaftliche Organisationen vor einer besorgniserregenden Menschenrechtslage in Oaxaca. Seit Beginn seiner Regierung wurden mindestens 33 Menschenrechtsverteidiger*innen ermordet. Zudem nehmen Fälle des Verschwindenlassens zu, während Aktivist*innen und Journalist*innen zunehmend Risiken ausgesetzt sind.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/oaxaca-unter-cruz-menschenrechtsverteidigerinnen-in-lebensgefahr/

GUERRERO

Mission meldet Gewalt und Flucht in Mexikos indigenen Dörfern (02.06.26)
Zivile Beobachter dokumentieren Angriffe im Bundesstaat Guerrero. Hinweise auf Drohnen und schwere Waffen. Behörden leiten nach Angaben der Delegation keine Ermittlungen ein
Mitglieder einer zivilen Beobachtungsmission dokumentieren die aktuelle Lage in den von der organisierten Kriminalität angegriffenen indigenen Dörfern in der Gemeinde Chilapa im Bundesstaat Guerrero. Eine Pressekonferenz zur Vorstellung ihres Berichts fand unter dem Titel „Kriminalisierung, Ausrottung und schwere Menschenrechtsverletzungen in den Dörfern der Montaña Baja in Guerrero“ am vergangenen Mittwoch statt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/285798/beobachtungsmission-guerrero

Indigene Gemeinden des CIPOG-EZ in Mexiko unter Beschuss (12.05.26)
Seit dem 6. Mai neue Gewalt im Bundesstaat Guerrero. Vier Mitglieder des CIPOG-EZ getötet, eine Frau verletzt. Bis zu 800 Menschen auf der Flucht.
Seit dem 6. Mai überrollt eine erneute Welle der Gewalt die indigenen Gemeinden des CIPOG-EZ (Indigener und Volksrat von Guerrero Emiliano Zapata) im mexikanischen Bundesstaat Guerrero. Betroffen sind vor allem Tula, Xicotlán, Acahehuetlán und Alconzacán. In Tula wurden vier Mitglieder des CIPOG-EZ ermordet. Am 8. Mai wurde eine Frau aus Xicotlán durch den Beschuss verletzt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285270/schwere-angriff-mexiko

MEXIKO

„Gold gegen Glasperlen“: Kritik an neuem Freihandelsabkommen EU-Mexiko (29.05.26)
Abkommen wurde neun Jahre verhandelt und braucht noch Ratifizierung. 72 Organisationen warnen vor einseitigen Vorteilen für Konzerne
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum haben in Mexikos Hauptstadt ein neues Freihandelsabkommen unterzeichnet. Im Rahmen der Unterzeichnungszeremonie kritisierten 72 Organisationen aus Lateinamerika und der EU das Abkommen, da in erster Linie die Privilegien für Konzerne ausgeweitet würden.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285688/freihandelsabkommen-eu-mexiko

IACHR: Menschenrechtskrise durch Verschwindenlassen in Mexiko (16.05.26)
IACHR präsentiert Bericht im Beisein von Familien und Behördenvertretern. Angehörige fordern Dialog

Präsentation des Berichts „Verschwundene Personen in Mexiko“
Quelle: Observatorio Crímenes LGBT


Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (IACHR) hat in einem Bericht das Verschwinden von Personen als „eine schwerwiegende Menschenrechtskrise in Mexiko“ bezeichnet. Viele der vom organisierten Verbrechen begangenen Verschleppungen würden „in enger Absprache und Koordination mit staatlichen Akteuren erfolgen“, warnte die Kommission.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285309/verschwundene-mexico

ANDERE REGIONEN MEXIKOS

Neues Factsheet: Wie frei ist Mexikos Presse? (29.04.26)
Anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai veröffentlicht die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko ein Factsheet mit Hintergrundinformationen zur Situation von Journalist*innen in Mexiko.
Weiterlesen: https://www.mexiko-koordination.de/2026/04/29/neues-factsheet-wie-frei-ist-mexikos-presse/?l=de

SINALOA

Indigene protestieren in Mexiko vor der deutschen Botschaft gegen Chemiewerk (06.06.26)
In Sinaloa entsteht ein Ammoniakwerk. Eigentümer ist das schweizerisch-deutsche Unternehmen Proman. Gegner nicht angehört
Umwelt- und Landrechtsaktivisten haben vor der deutschen Botschaft in Mexiko gegen den Bau einer Ammoniakfabrik demonstriert. Das deutsche Unternehmen Proman mit Hauptsitz in der Schweiz baut das Chemiewerk mit seiner Tochterfirma Gas y Petroquímica de Occidente (GPO) in der Bucht von Ohuira in Topolobampo, mitten auf indigenem Territorium im nördlichen Bundesstaat Sinaloa.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/285981/protest-deutsche-botschaft-mexiko

Die Yoreme-Aktivistin Melina Maldonado zusammen mit weiteren Umweltaktivisten vor der deutschen Botschaft in Mexiko
Quelle: Insurgencia Magisterial (Facebook)

Indigene stürmen Baubeginn von Trump-geförderter Methanolfabrik in Mexiko (27.04.26)
Vom weltweit größten geplanten Methanolwerk profitieren mehrere Konzerne. Fracking wird eingesetzt. Das Projekt gilt als Priorität für Trump
Mit einer Protestaktion haben indigene Umweltaktivisten die Grundsteinlegung für den Bau einer Methanolfabrik im Bundesstaat Sinaloa verhindert. Rund 100 Demonstranten stürmten die Veranstaltung im Hafen von Topolobampo und demontierten den Grundstein des Fabrikprojekts. Die Veranstaltung auf dem geplanten Fabrikgelände musste abgebrochen werden. Die anwesenden Unternehmer und Politiker, darunter auch der US-Botschafter in Mexiko, verlegten ihr Zusammentreffen kurzfristig in ein Hotel in der nahegelegenen Stadt Los Mochis.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/04/284930/indigene-gegen-methanolfabrik

MEXIKO-STADT

Antimonument in Mexiko ehrt getötete und verschwundene Reporter (04.06.26)
Angehörige und NGOs enthüllen in Mexiko-Stadt die Installation. Betroffene prangern mangelnden Schutz und Straflosigkeit an. Präsidentin Sheinbaum kündigt Verbesserungen an
Angehörige von ermordeten und verschwundenen Journalist:innen haben gemeinsam mit Presse- und Menschenrechtsorganisationen in Mexiko-Stadt ein neues Antimonument eingeweiht. Die Installation mit der Aufschrift „Aquí nadie olvida“ (Hier vergisst niemand) wurde am Paseo de la Reforma errichtet, einem zentralen Ort politischer Proteste und gesellschaftlicher Erinnerung in der Hauptstadt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/285917/mexiko-antimonument-journalisten

NAYARIT

Erfolgreiche Proteste in Mexiko gegen Strandprivatisierung durch Luxushotel (05.05.26)
Anwohner und Umweltgruppen an der Riviera Nayarit fordern freien Zugang zum Strand Las Cocinas. Zusammenstöße mit Polizei und Festnahmen. Regierung macht erste Zusagen.
Am Strand Las Cocinas in der mexikanischen Gemeinde Bahía de Banderas protestieren Umweltaktivisten seit Wochen gegen ein Immobilienprojekt. Dieses beabsichtigt die Privatisierung des Strandes auf der Halbinsel Punta de Mita. Die Protestierenden fordern das Bauunternehmen auf, den an den Strand angrenzenden 20 Meter breiten Landstreifen zu respektieren. Dieser gilt in Mexiko als unveräußerbar und öffentlich zugänglich.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285107/privatisierung-strand-mexiko

ZUM THEMA FUSSBALLWELTMEISTERSCHAFT 2026

Lehrergewerkschaft in Mexiko startet Streik vor der WM (03.06.26)
Polizei stoppt Marsch zum Zócalo in Mexiko-Stadt. Mehrere Verletzte. Lehrkräfte fordern Rücknahme der Rentenprivatisierung. Regierung signalisiert Dialog
Anlässlich eines Lehrerstreiks für das Ende neoliberaler Reformen ist es im Zentrum der Hauptstadt zu heftigen Auseinandersetzungen mit mehreren Verletzten gekommen. Die linke Gewerkschaftsströmung CNTE begann ihren Streik am 1. Juni mit einer Großdemonstration in Richtung des Hauptplatzes der Stadt, dem sogenannten Zócalo. Dort wollte sie ihr Protestcamp einrichten, doch die Regierung hatte den Platz weiträumig abgeriegelt, weil sie eine Fanzone für die Fußball-WM der Männer einrichten will, die am 11. Juni beginnt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/285895/protest-lehrergewerkschaft-vor-wm

Mexiko – WM im Schatten der Kartelle (03.06.26)
Mexiko bereitet sich auf die FIFA-Fußball-WM 2026 vor, doch die Macht der Drogenkartelle überschattet das Turnier. Während Regierung und FIFA Stabilität versprechen, warnen Experten vor massiven Sicherheitsrisiken in Austragungsorten wieGuadalajara. Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen: Zwischen Korruption, der Jagd auf Kartellbosse wie „El Mencho“ und dem Schicksal der „Buscadores“, die in Stadionnähe nach ihren verschwundenen Angehörigen suchen. Wie sicher ist die Weltmeisterschaft wirklich? Und was bedeutet das Mega-Event für die Menschen vor Ort?
Video: https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIzMjU0OTA

Rote Karte für Kindesmissbrauch (24.05.26)
Die WM 2026 steht vor der Tür, und bei internationalen Kinderschutzorganisationen läuten die Alarmglocken. Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF befürchtet die Zunahme der sexuellen Ausbeutung von Kindern angesichts des massiven Zustroms von Touristen in Mexiko.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/politik-gesellschaft/rote-karte-fuer-kindesmissbrauch/

HINWEISE

07. – 09. August: Anarchistische Büchermesse, KuZeB Bremgarten / AG

03. und 25. Oktober 2026: Vorbereitungskurs für zivile Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas. Interessierte melden sich unter: bricos@chiapas.ch

Posted by Tamara Wagenbrenner in News

Südmexiko-Newsletter März / April 2026

IN EIGENER SACHE UND VERANSTALTUNGSHINWEIS

Liebe Vereinsmitglieder, Freund:innen und Solidarische

«Blocchiamo tutto!» unter diesem Aufruf begegnen und organisieren wir uns am diesjährigen 1. Mai. Der Slogan erinnert an die italienischen Hafenarbeiter, die mit ihren Blockaden Kriegswaffen-
lieferungen an Israel blockiert haben. Er soll aber auch aufzeigen, dass friedliche, direkte Aktionen in Europa Auswirkungen auf das Kriegsgeschehen weltweit haben können und ist somit ganz in
unserem Sinne der Direkten Solidarität.

Das 1. Mai Fest in Zürich findet dieses Jahr vom 30. April bis 2. Mai im Kasernenareal statt.
Sei auch du dabei!

Unsere Präsenz rund um den 1. Mai:

Wir versorgen euch an der Demo wie immer mit frisch gebrühtem Café RebelDía. Unseren Bücher-
und Infotisch findet ihr während zwei Tagen auf dem Kasernenareal – wir freuen uns über euren
Besuch! Dieses Jahr bieten wir keine eigene Veranstaltung, empfehlen euch jedoch die
Veranstaltung unserer Partnerorganisation medico international schweiz:

Syrien & Rojava: Das Ende der Demokratie und Selbstbestimmung?
Wie kann Selbstbestimmung und die Frauenrevolution in Rojava unter diesen Bedingungen verteidigt werden – und welche Rolle spielt internationale Solidarität?
Mit Meral Çiçek, Kurdische Frauenbewegung Europa; Anita Starosta, Referentin für Syrien, Türkei
und Irak bei medico international Deutschland; Maja Hess, Ärztin, Präsidentin medico international
schweiz.
Freitag, 1. Mai, 17.00 Uhr, Glaspalast, Kasernenareal, 8004 Zürich
https://www.medicointernational.ch/veranstaltungen/syrien-rojava-das-ende-der-demokratie-und-selbstbestimmung.html

Genozid, Besatzung – Widerstand: Palästinensische und antizionistische israelische Perspektiven
Wir diskutieren, wie Leben unter Besatzung und struktureller Gewalt aussieht, welche Perspektiven für einen gerechten Frieden in Zeiten der Eskalation bleiben, und was internationale Solidarität
konkret bedeutet.
Mit Orly Noy, Journalistin & Aktivistin, B’Tselem, Israel; Dr. Mohamed Abu Mughaisib, Arzt und Psychodramatiker, Ärzte ohne Grenzen, Gaza/Irland; Moderation: Alice Froidevaux, medico international schweiz
Samstag, 2. Mai, 17:15 Uhr; Glaspalast, Kasernenareal, 8004 Zürich
https://www.medicointernational.ch/veranstaltungen/genozid-besatzung-widerstand.html

CHIAPAS

Reiseberichte aus Chiapas/Südmexiko
Im Februar war eine Aktivistin der Direkten Solidarität in Chiapas unterwegs und besuchte einerseits die Kaffeekooperativen (Café RebelDía), andererseits die zivilen Organisationen, die die Direkte Solidarität mit Chiapas unterstützt. Weiterlesen auf unserer Homepage: https://chiapas.ch/cafe_rebeldia/was-ist-cafe-rebeldia/aktuelles-zu-cafe-rebeldia/

Quelle: Chiapas.ch

Ebenfalls unterwegs waren compas aus Deutschland und Italien. Ihren Bericht könnt ihr hier lesen: https://www.aroma-zapatista.de/blog/tagebuch-unserer-reise-zu-den-zapatistischen-kaffeebauer-innen

USA: Indigener Mexikaner stirbt in ICE-Haft, Familie zweifelt an Suizid (09.04.26)
18 Jahre alter Mann starb in Haftzentrum in Florida. Leichnam in Chiapas beigesetzt
Die indigene Gemeinde von San Juan Chamula hat am 4. April den 18-jährigen Royer Pérez Jiménez beerdigt. Der junge Mann verstarb am 16. März in Gewahrsam der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) im Haftzentrum von Glades County in Florida. Als Todesursache gaben die US-Behörden Suizid an. Sein Leichnam wurde erst nach mehreren Tagen freigegeben und kam am 3. April im südmexikanischen Chiapas an.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/04/284440/indigener-ice-haft-verstorben

GUERRERO

Gewaltwelle in Mexiko: Menschenrechtsaktivist*innen unter Druck
Nach den gewaltsamen Reaktionen der organisierten Kriminalität auf die Tötung des mächtigsten Mafiabosses bei einer Militäraktion warnen mexikanische Menschenrechtsorganisationen vor einer wachsenden Gefährdung von Aktivist*innen. Der medico-Projektverantwortliche, Martin Hesse, war auf Projektreise in Mexiko und berichtet aus Acapulco im Bundesstaat Guerrero.
Der Tod von «El Mencho», dem Anführer eines Drogenkartells, am Sonntag, 22. Februar und der darauffolgende Gewaltausbruch in elf Bundesstaaten Mexikos wirkten sich auch auf den bekannten Ferienort Acapulco an der Pazifikküste aus. Die Stadt ist seit Jahren von einer extrem hohen Kriminalitätsrate geprägt. Bewaffnete setzten am Sonntagmorgen auch hier Fahrzeuge auf der Autobahn in Brand – nur wenige Kilometer vor der Hafenstadt.
Weiterlesen: https://www.medicointernational.ch/regionen-projekte/mexiko/hintergruende/gewaltwelle-in-mexiko-menschenrechtsaktivistinnen-unter-druck.html#jump

Angehörige von Verschwundenen bringen in Acapulco Vermisstenanzeigen an. Quelle: medico international schweiz

Mexiko nimmt linken Aktivisten nach Protesten zu Ayotzinapa fest (25.03.26)
Staatsanwaltschaft wirft ihm in Zusammenhang mit Protestaktion im Jahr 2014 schwere Delikte vor. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Kriminalisierung des sozialen Protests
Beamte der mexikanischen Bundespolizei haben am 18. März den 73-jährigen sozialen Aktivisten Ubaldo Segura Pantoja in seinem Heimatort Tlapa festgenommen. Der Vorsitzende der linken Organisation „Populäre Front von Montaña“ (FPM), die in der Region La Montaña im Bundesstaat Guerrero aktiv ist, wurde zuerst nach Puebla und anschließend in ein Hochsicherheitsgefängnis in Veracruz verlegt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/03/284024/aktivist-mexiko-festgenommen

TABASCO

Brand in Raffinerie Olmeca in Tabasco am Golf von Mexiko
Quelle: Voces de Paraíso

Folgen der Ölindustrie: Brand in Raffinerie in Mexiko fordert fünf Tote (19.03.26)
Unglück am Dienstagmorgen in der Anlage Olmeca in Paraíso, Tabasco. Pemex meldet fünf Tote und eine verletzte Person. Ermittlungen laufen, Starkregen als mögliche Ursache
Bei einem Brand am Dienstagmorgen in der neuen Raffinerie Olmeca sind laut Angaben des staatseigenen Betriebs Pemex fünf Menschen ums Leben gekommen, eine weitere Person ist verletzt worden. Die Opfer, darunter eine Frau, befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks in der Nähe des Lagerbereichs der Raffinerie in der Gemeinde Paraíso im Bundesstaat Tabasco. Vier der Opfer waren Arbeiter:innen eines externen Dienstleistungsunternehmens, als sie von den Flammen erfasst wurden, informierte Pemex.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/03/283869/brand-raffinerie-mexiko

MEXIKO

Lastwagenfahrer und Bauern in Mexiko: Blockaden bei Streik (16.04.26)
Verbände klagen über Gewalt auf Straßen und steigende Kosten. Ursprünglich unbefristeter Streik ausgesetzt. Gespräche mit der Regierung gescheitert
Die Gespräche zwischen Lkw-Fahrer:innen, Landwirt:innen und der Regierung in Mexiko sind am Mittwoch endgültig gescheitert. Grund für den Abbruch war ein zentraler Streitpunkt: Die Regierung machte die Fortsetzung des Dialogs davon abhängig, dass die Protestierenden zuvor die Straßenblockaden aufheben. Die beteiligten Organisationen lehnten dies ab und bestanden darauf, den Druck aufrechtzuerhalten. Nach dem Scheitern der Verhandlungen drohen sie nun mit neuen Blockaden auf wichtigen Verkehrsachsen im ganzen Land.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/04/284492/lkw-streik-mexiko

„Wo sind sie?“ Protestaktion in Mexiko
Quelle: Frayba Derechos Humanos

UN sieht in Verschwindenlassen in Mexiko Verbrechen gegen die Menschheit (08.04.26)
Ausschuss reicht entsprechenden Antrag an Generalversammlung der UN. Regierung von Sheinbaum weist den Bericht als „tendenziös“ zurück
Der Ausschuss der Vereinten Nationen gegen das Verschwindenlassen (CED) hat am vergangenen Donnerstag beschlossen, die Untersuchungen wegen des Verschwindenlassens in Mexiko an die Generalversammlung der Vereinten Nationen weiterzuleiten.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/04/284415/verschwundene-mexiko

Mexiko bringt Todesfälle in Haft in den USA vor die CIDH (07.04.26)
Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigt diplomatische Schritte an. Konsulate sollen Familien unterstützen und Haftanstalten stärker kontrollieren
Mexikos Präsidentin Sheinbaum hat am vergangenen Montag angekündigt, dass sie die Todesfälle aller Mexikaner:innen in den Vereinigten Staaten, die sich in Gewahrsam der Immigration and Customs Enforcement (ICE) befanden, vor die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) bringen werde. Am 25. März starb der 52-jährige Mexikaner José Guadalupe Ramos im ICE Processing Center Adelanto in Kalifornien. Er ist damit mindestens der 14. Mexikaner, der während der zweiten Amtszeit von Donald Trump in ICE-Haft starb.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/04/284381/todesfaelle-von-migranten-us-haft

Indigene Frauen und Rassismus im Justizsystem (19.03.26)
Gefängnisse und Kriminalisierung der indigenen Bevölkerung zeugen von einer kolonialen Kontinuität, die weiterhin die Erstbewohnenden ihrer Territorien beraubt und die verletzlichsten Teile dieser Gruppe vertreibt und einsperrt. Die Erfahrung indigener Frauen in einem nationalen Hochsicherheitsgefängnis in Mexiko zeigt das Kontinuum der Gewalt, das ihr Verhältnis zum Staat und seinem rassistischen und patriarchalen Justizsystem prägt. In einem Raum, der Konkurrenz und Misstrauen unter den Inhaftierten fördert, haben Frauen durch den Aufbau einer inneren Gemeinschaft Widerstandsstrategien entwickelt.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/indigene-frauen-und-rassismus-im-justizsystem/

Mexiko: Bewegung gegen die Fußball-WM (07.03.26)
Fünf Monate vor dem Turnier in Mexiko, USA und Kanada. Vorwürfe der Verdrängung und Wasserknappheit. Aktionen am Azteca-Stadion, Gespräche mit der Stadt stocken
Fünf Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft der FIFA in Mexiko, USA und Kanada nehmen die Gegenproteste zu. Bewohner:innen der Metropole Mexiko-Stadt beklagen, dass seit der Bekanntgabe der Austragungsorte eine unkontrollierbare Gentrifizierung stattfindet. Die unangemeldeten, gewaltsamen Vertreibungen aus Wohnhäusern vervielfachen sich.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/03/283495/proteste-gegen-gentrifizierung

ANDERE REGIONEN MEXIKOS

Vor WM in Mexiko: Masern-Epidemie mit Toten vor allem in indigenen Regionen (13.03.26)
Nordamerika erlebt den schwersten Masernausbruch seit 30 Jahren. Mexiko zählt 12.556 bestätigte Fälle und 34 Tote. Behörden warnen vor weiteren Wellen rund um die Fußball-WM
Nordamerika erlebt die schlimmste Masernepidemie seit über 30 Jahren. Insbesondere verarmte indigene Regionen in Mexiko kämpfen mit den Folgen der Erkrankung. Den ersten aus den USA eingeschleppten Fall meldete Mexiko bereits im Februar 2025. Ein Jahr danach zählt das Gesundheitsministerium 12.556 im Labor bestätigte Fälle, die Hälfte davon seit Beginn dieses Jahres.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/03/283599/masern-mexiko-vor-der-wm

SONORA

Wale gewinnen vor mexikanischem Gericht: Richterin verfügt Verbot für Gastanker (11.04.26)
Verfügung untersagt Schiffe über 300 Meter Länge im Golf von Kalifornien. LNG Exporte des Projekts Saguaro wären betroffen
Ein Richter im Bundesstaat Sonora hat eine einstweilige Verfügung zugunsten der Wale im Golf von Kalifornien erlassen. Diese soll verhindern, dass Tanker eines neuen Großprojekts namens Saguaro dieses Meer befahren und den Walbestand gefährden. Die Verfügung ist gültig, bis ein endgültiges Urteil gefällt wird.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/04/284494/wahle-gewinnen-gegen-tanker

SINALOA

Beschwerde in Deutschland gegen Chemiewerk in Mexiko (28.03.26)
Delegation aus Sinaloa wendet sich mit Eingabe an KfW IPEX. Promans Ammoniakprojekt in Ohuira liegt auf indigenem Boden und in geschütztem Gebiet
Eine Delegation von mexikanischen Aktivist:innen hat diese Woche in Deutschland eine Beschwerde gegen den Bau einer Chemiefabrik im Bundesstaat Sinaloa eingereicht. Das Projekt des schweizerisch-deutschen Konzerns Proman AG mit einer Tageskapazität von 2.200 Tonnen Ammoniak wird in der Bucht von Ohuira auf indigenem Territorium gebaut, mitten in einem Feuchtgebiet, das durch die Ramsar-Konvention geschützt ist. Diese 1971 im Iran unterzeichnete Konversation regelt global den Schutz von nachhaltigen Feuchtgebieten.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/03/284222/mexiko-beschwerde-deutsche-chemiefabrik

Umweltschützer*innen aus Mexiko protestieren gegen das mit deutschen Steuergeldern finanzierte Chemiewerk.
Quelle: Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko

NAYARIT

Umweltaktivist in Mexiko angeschossen
Opfer engagierte sich gegen touristische Großprojekte und leitete Alianza Jaguar. Verletzungen nicht lebensgefährlich
Im Bundesstaat Nayarit ist der mexikanische Umweltaktivist Erik Saracho Aguilar am Mittwochmorgen von Unbekannten angeschossen worden. Der Vorfall ereignete sich, nachdem Saracho seine Tochter zur Schule gebracht hatte. Laut Angaben von Sarachos Ehefrau, Gabriela Loreto Gay, erlitt ihr Mann bei dem direkt gegen ihn gerichteten Angriff in San Pancho keine lebensgefährlichen Verletzungen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/03/283731/mexiko-umweltaktivist-angeschossen

MORELOS

Proteste in Mexiko nach Mord an zwei Studentinnen in Morelos (08.03.26)
An der UAEM ruht der Lehrbetrieb. Tausende verlangen mehr Schutz auf dem Gelände
Kurz vor dem internationalen Frauentag sind im zentralmexikanischen Bundesstaat Morelos zwei Studentinnen der öffentlichen Hochschule ermordet worden. Die Opfer, beide 18 Jahre alt, studierten an der Autonomen Universität des Bundesstaates Morelos (UAEM). Unter dem Slogan „Wir sind hier, um zu studieren, nicht um verschleppt zu werden“, streiken nun die Studierenden und das Lehrpersonal. Sie verlangen Gerechtigkeit für die ermordeten Kommilitonen und Sicherheit auf dem Campus.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/03/283582/mexiko-femizid-studentinnen

 

 

 

Posted by Tamara Wagenbrenner in News

Südmexiko-Newsletter September / Oktober 2024

IN EIGENER SACHE – Ein Gruss aus Chiapas

Vom ersten Kaffee am Morgen bis in die Berge Chiapas‘ – Ein Kaffee für den täglichen Aufstand. Die Mehrheit von euch kennt den aromatischen Geschmack der zapatistischen Café Rebeldía, der seit kurz nach dem zapatistischen Aufstand 1994 das Aufstehen ein wenig lustvoller macht. Mitte August dieses Jahres trafen sich eine kleine Delegation aus Zürich mit Vertreterinnen der Zapatistas in San Cristobal de las Casas, um einen Teil des Erlöses des hiesigen Kaffeeverkaufs zu übergeben. Mit Nachdruck äusserte die zapatistische Compañera, wie ermutigend und bestärkend es sei, dass auf der anderen Seite des Atlantiks ihren Kämpfen gedenkt werde. Auch wenn Berge und Meere zwischen euch Kaffee-Trinkenden in der Schweiz und den kämpfenden Compas in Chiapas liegen, so verbindet uns ein kämpferisches Herz und der Glaube an eine Gesellschaft, die frei ist von kapitalistischer Ausbeutung von Mensch und Natur. Mit diesen Zeilen erfüllen wir den Wunsch der Zapatista, euch allen einen Dank in tiefer Solidarität auszurichten.

 

KRISENSITUATION IN CHIAPAS

ANGRIFF AUF ZAPATISTISCHE UNTERSTÜTZUNGSBASEN UND AUF PADRE MARCELO – Gleich zwei Angriffe erschüttern die Menschen in Chiapas

EZLN prangert Angriff Gruppe auf zapatistische Gemeinde an (20.10.24)

Bewaffnete in der Gemeinde Nueva Palestina haben nach Angaben der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) das zapatistische Dorf „6 de Octubre“ angegriffen; wie ie EZLN in eines in einem Communiqué anprangert. Sie drohen seit Wochen mit der gewaltsamen Vertreibung des seit über 30 Jahren bestehenden Dorfes im Lakandonischen Urwald.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/10/271996/ezln-warnt-vor-angriff-auf-gemeinde

Urgent Action
Aus diesem Grund rufen Frayba die mexikoweite und internationale Solidarität dazu auf, die Urgent Action zu unterzeichnen. Der Link dazu, sowie die Auflistung und Links der Communiqués sind wie folgt:

Frayba-Urgent Action vom 16.10.24: https://frayba.org.mx/actualizacion-denunciamos-el-riesgo-la-vida-seguridad-e-integridad-personal-de-los-habitantes-bases

Kriminelle erschiessen den Priester Marcelo Pérez (22. 10. 24)

Am 20. Oktober haben Unbekannte den Priester jTatik Marcelo Pérez Pérez erschossen, nachdem er eine Messe in der Stadt San Cristóbal de Las Casas in Chiapas gefeiert hatte. Im Stadtviertel Cuxtitali näherten sich zwei Männer auf einem Motorrad dem Auto des beliebten Geistlichen und gaben aus kurzer Distanz acht Schüsse auf ihn ab.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/10/272047/chiapas-marcelo-perez-ermordet

 

Weitere COMMUNIQUÉS DER EZLN

16.10.24 El EZLN denuncia agresiones y amenazas contra sus bases de apoyo / EZLN prangert öffentlich Aggressionen und Drohungen gegen ihre Unterstützungsbasen an

16.10.24 Sobre el tema: La Tormenta y el Día Después. Sexta Parte: Ciencias Aplicadas

15.10.24 Sobre el tema: La Tormenta y el Día Después. Quinta parte. La incógnita

14.10.24 Sobre el tema: La Tormenta y el Día Después. Postfacio. Cuarta Parte: Entre la paga y la imaginación.

13.10.24 Sobre el tema: La Tormenta y el Día Después. Postfacio. Tercera Parte: ¿Otras opciones? Cuando las palabras no son necesarias.

12.10.24 Sobre el tema: La Tormenta y el Día Después. Postfacio. Segunda Parte. ¿Cambio con continuidad? ¿De nuevo lo mismo?

11.10.24 Sobre el tema: La Tormenta y el Día Después. Postfacio. Primera Parte. La Hipótesis (¿o era la hipotenusa?)

10.10.24 Convocatoria a los Encuentros Internacionales de Rebeldías y Resistencias 2024-2025. Tema: La Tormenta y el Día Después

02.10.24 Hay personas así…

26.09.24 MEMORIA Y RABIA

17.09.24 UN MARATÓN EN LAS MONTAÑAS DEL SURESTE MEXICANO

04.09.24 Un Cuento. El Pájaro T´í

Die Communiqués findet ihr wie immer auf Spanisch oder übersetzt unter: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/

 

CHIAPAS

Gewalt in Chiapas: Komitee warnt vor Gefahren für schwangere Frauen (13.09.24)

Das Komitee zur Förderung der sicheren und freiwilligen Mutterschaft in Chiapas (Comité Promotor de una Maternidad Segura y Voluntaria en Chiapas) warnt, dass schwangere Frauen keine Möglichkeit haben, ihre Schwangerschaft zu überwachen und die Geburt zu begleiten zu lassen. Grund dafür ist die anhaltende Gewalt zwischen den bewaffneten Gruppen, die in Chiapas um ihr Territorium kämpfen. In den von der organisierten Kriminalität kontrollierten Gebieten sei die Überweisung von Frauen mit geburtshilflichen Notfällen „mit großen Risiken für ihre Sicherheit und ihr Leben verbunden“, warnt das die Organisation.

Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/feminismus-queer/gewalt-in-chiapas-komitee-warnt-vor-gefahren-fuer-schwangere-frauen/

 

Friedensmarsch in Mexiko fordert Ende des Terrors der organisierten Kriminalität (18.09.24)
Mehrere Tausend Personen haben am 14. September im mexikanischen Chiapas gegen die zunehmende Gewalt der organisierten Kriminalität demonstriert. Der Friedensmarsch in der Hauptstadt Tuxtla Gutiérrez, zu dem die katholische Kirche aufgerufen hatte, fand breites Echo. Die je nach Quelle zwischen 10.000 bis 30.000 Demonstranten aus dem ganzen Bundesstaat, zu denen auch die indigenen Maya-Völker der Tzotzil, Tzeltal, Tojolabal, Chol und Zoque gehörten, trugen weiße Fahnen als Friedenssymbol und Transparente mit Botschaften wie „Frieden für Chiapas“ und „Frieden ist ein Schrei, der es verdient, gehört zu werden“.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/09/271536/demo-gegen-organisierte-kriminalitaet

 

OAXACA UND GUERRERO

Hurrikan John hinterlässt Verwüstung an Mexikos Pazifikküste (29.09.24)
Der Hurrikan John hat mit tagelangen Starkregenfällen ganze Regionen verwüstet. In den ersten vier Tagen seit Beginn des Sturms sind 22 Menschen in Guerrero und Oaxaca dem Unwetter zum Opfer gefallen.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/09/271710/hurrikan-mexiko-pazifik

 

GUERRERO

Konsum der Droge Fentanyl zerrüttet die indigenen Gemeinden Mexikos (29.09.24)

In den Bergen von Guerrero stellt der zunehmende Konsum von Fentanyl und anderen synthetischen Drogen eine immense Herausforderung für die indigenen Gemeinden dar, warnt das Menschenrechtszentrum Tlachinollan. Die Abhängigen sind häufig Kinder und Jugendliche. Die Drogen würden auch in Süßigkeiten beigemischt, die von Gruppen der organisierten Kriminalität an Minderjährige verkauft werden, um sie süchtig zu machen. „In einigen Fällen hat dieser versehentliche Konsum bereits zu Todesfällen durch Überdosis geführt“, schreibt Tlachinollan.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/09/271663/drogenkonsum-fentanyl-indigene-mexiko

 

Ayotzinapa – ein Wendepunkt in der jüngeren Geschichte des Landes (25.09.24)

Die sofortige Veröffentlichung der 800 Militärakten über das Verschwinden der 43 Student*innen aus Ayotzinapa, die Beendigung der Medienhetze der Präsidentschaft gegen die Mütter und Väter der 43 und gegen Menschenrechtsorganisationen sowie die Wiederaufnahme der Ermittlungen in diesem Fall sind einige der Forderungen, die Hunderte von Aktivist*innen, Akademiker*innen und Künstler*innen wie Gael García Bernal, die Linguistin Yásnaya Aguilar, der Schriftsteller Juan Villoro, die Filmemacherin Ángeles Cruz, die Historikerin Alicia de Ríos und der Historiker Alicia de los Reyes stellen. In der Erklärung kritisieren die mehreren hundert Unterzeichner*innen, dass seit 2022 die Fortschritte bei den Ermittlungen im Fall Ayotzinapa „ins Gegenteil verkehrt“ worden seien, insbesondere, „als die Rolle des Militärs sichtbar wurde“.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/ayotzinapa-ein-wendepunkt-in-der-juengeren-geschichte-des-landes/

 

MEXIKO

9,5 Millionen weniger Menschen leben in Armut (08.10.24)

Verbesserungen bei den Einkommen der Beschäftigten und ein Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen haben zwischen 2018 und 2024 9,5 Millionen Mexikaner:innen aus der Armut geholt. Dies geht aus einem Bericht der Weltbank hervor. Es handle sich dabei um eine noch nie dagewesene Zahl für einen Zeitraum von sechs Jahren, so die Finanzinstitution. Neben der Steigerung von Arbeitsplätzen führt die mexikanische Regierung diesen sozialen Fortschritt auch auf ihre Sozialprogramme zurück.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/10/271670/95-millionen-weniger-arme-mexiko

 

Regierung von Mexiko beschließt Militarisierung der Nationalgarde (05.10.24)

Organisationen der Zivilgesellschaft warnen vor dem Einsatz militärischer Strukturen für Aufgaben der öffentlichen Sicherheit und Strafverfolgung
Mit 86 zu 42 Stimmen hat der mexikanische Senat dem Gesetzesvorhaben zugestimmt, das die Nationalgarde aus der zivilen Verwaltung herauslöst und dem Verteidigungsministerium unterstellt. Bei einer Reform 2019 war die Nationalgarde neu gegründet worden, die frühere Bundespolizei ging in ihr auf.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/10/271722/militarisierung-nationalgarde-mexiko

 

Historischer Tag: Mexikos erste Präsidentin tritt ihr Amt an (02.10.24)
Zehntausende bei Kundgebung. Sheinbaum verspricht weitere Sozialprogramme und „keine Rückkehr zum Neoliberialismus“. Große Herausforderungen bleiben.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/10/271756/mexiko-sheinbaum-ist-praesidentin

 

Kongress stärkt Rechte der Indigenen und Afros in Mexiko (26.09.24)

Kurz vor Ende der Legislaturperiode Ende September hat der mexikanische Kongress eine Verfassungsänderung zur Stärkung der Rechte der indigenen und afromexikanischen Bevölkerung verabschiedet. Knapp ein Fünftel der 126 Millionen Einwohner:innen des Landes definieren sich als Teil dieser Bevölkerung.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/09/271640/rechte-indigene-afros-mexiko

 

Justizreform in Kraft getreten (17.09.24)

Trotz scharfer Kritik aus dem In- und Ausland hat der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador am Sonntag (Ortszeit) die Justizreform in Kraft gesetzt.

Weiterlesen: https://www.jungewelt.de/artikel/483896.mexiko-justizreform-in-kraft.html

 

Angehörige Verschwundener im Krieg mit der Regierung (03.09.24)

An ersten September füllte der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador traditionsgemäß den Zócalo in Mexiko-Stadt, um seinen jüngsten, bereits sechsten Regierungsbericht zu präsentieren. Doch abseits des Rampenlichts und der politischen Reden zeigte sich ein anderes Gesicht: das der suchenden Mütter, die vom Staat die Erfüllung seiner unerfüllten Pflicht fordern. Mit ihrer Anwesenheit erinnerten sie daran, dass in Mexiko zwischen 2008 und 2023 durchschnittlich 18 Frauen pro Tag verschwanden.

Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/politik-gesellschaft/angehoerige-verschwundener-im-krieg-mit-der-regierung/

 

HINWEISE

 

Posted by Andrea Steinauer in Communiqués

Südmexiko-Newsletter Juli / August 2024

Im August erschienen folgende Kommuniqués der EZLN:

01.08.24 ¿RECOMENZAMOS?
02.08.24 Supongamos, sin conceder…
08.08.24 UN PICO Y UNA PALA. De la solidaridad, la empatía y la valentía
15.08.24 ADAGIOS
20.08.24 El Viaje
21.08.24 Una Idea Genial
22.08.24 ¿EL ALEPH MAYA?
27.08.24 Imágenes de Puentes Imposibles: I Un Rábano… (O una cebolla, depende del caso, o cosa, según)
28.08.24 Imágenes de Puentes Imposibles: II Un Libro
29.08.24 Imágenes de Puentes Imposibles: III Una Carta.

Die Kommuniqués findet ihr auf Spanisch oder übersetzt unter: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/

CHIAPAS

Indigene eröffnen „Friedenscamp“ für Flüchtlinge in Chiapas (12.08.24)

Eingang zum Friedenscamp der „Abejas de Acteal“
Quelle: acteal

Aufgrund der zunehmenden Gewalt in Chiapas hat die zivilgesellschaftliche Organisation „Abejas de Acteal“ am 6. August begonnen, ein Friedenscamp einzurichten. Damit wollen die Tzotzil-Indigenen mit gewaltfreien Methoden Frieden schaffen und „die Erinnerung und die Hoffnung lebendig halten“, schreiben sie in ihrem Bulletin.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/08/270886/mexiko-fluechtlingscamp-chiapas

 

IN EIGENER SACHE
Die nächste Vorbereitung zur Menschenrechtsbeobachtung (brico-Einsatz) in Chiapas findet am 2. UND 24. November in Zürich statt. Interessierte melden sich bitte über soli@chiapas.ch bei uns.

 

Ehemalige Zapatisten bilden Selbstverteidigungsgruppe, um sich gegen Angriffe des organisierten Verbrechens in Chenalhó zu wehren (10.08.24)
Tausend bewaffnete Jugendliche, darunter Dutzende von Frauen, haben sich als ehemalige Mitglieder der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) ausgegeben und sind am Donnerstag in der Region der Gemeinden von Chenalhó in Stellung gegangen.
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.chiapas.eu/news.php?id=12441
Weiterlesen auf Spanisch: https://www.chiapasparalelo.com/noticias/chiapas/2024/08/exzapatistas-forman-grupo-de-autodefensa-contra-agresiones-de-crimen-organizado-en-chenalho/

Aktivistin: Mehr Indigene durch Drogenbanden bedroht (13.08.24)
Immer mehr indigene Gemeinden in Mexiko sind in kriminelle Verflechtungen der Drogenbanden gefangen und leiden unter brutalster Gewalt, warnt Aktivistin Ofelia Medina.
Weiterlesen: https://www.evangelische-zeitung.de/aktivistin-indigene-in-mexiko-immer-mehr-durch-drogenbanden-bedroht

Die Büchse der Pandora in Chiapas (30.07.24)
Verschanzte guatemaltekische Spezialeinheiten, Kaibiles [Elitesoldaten der Streitkräfte Guatemalas] und Polizist:innen richten ihre Maschinengewehre auf die mexikanische Grenze. Über 100 Soldaten der 5. Infanteriebrigade Mariscal Gregorio verstärken ihr Gebiet im Departement Huehuetenango, Guatemala, um Angriffe der organisierten Kriminalität von mexikanischer Seite abzuwehren.
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.npla.de/thema/politik-gesellschaft/die-buechse-der-pandora-in-chiapas/
Weiterlesen auf Spanisch: https://www.jornada.com.mx/noticia/2024/07/30/opinion/la-caja-de-pandora-chiapaneca-4472

Bandenkrieg in Chiapas eskaliert, eine halbe Million Menschen betroffen (24.07.24)

Die Bevölkerung befinde sich „in unmittelbarer Gefahr“, warnen Menschenrechtsorganisationen
Quelle: RedTDT/X

Seit Mitte Juli ist der Bandenkrieg in Chiapas im Grenzgebiet zu Guatemala weiter eskaliert. Die Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppen der organisierten Kriminalität um die Vorherrschaft in der strategisch wichtigen Region haben sich auf alle 14 Gemeinden der Regionen Frailesca (250.000 Einwohner) und Fronteriza (400.000 Einwohner) ausgeweitet.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/07/270595/mexiko-bandenkrieg-chiapas-eskaliert

 

 

 

 

 

 

Weitere Zusammenstöße zwischen bewaffneten Gruppen in Chiapas (22.07.24)
In verschiedenen Gemeinden in den Bergen des südmexikanischen Bundesstaates Chiapas und an der Grenze zu Guatemala kam es am 22. Juli erneut zu Zusammenstößen zwischen Mitgliedern von Drogenbanden.
Anwohner:innen zufolge waren die Zusammenstöße die Schlimmsten, die es bislang in Siltepec gegeben habe. Ihren Angaben zufolge sei die Landstraße, die das gesamte Gebiet durchquert, aufgrund mehrerer Blockaden nicht befahrbar, außerdem hätten die Kriminellen in einigen Fällen die Stromversorgung und das Telefonsignal unterbrochen, so dass Hunderte von Familien von der Kommunikation abgeschnitten seien.
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/weitere-zusammenstoesse-zwischen-bewaffneten-gruppen-in-chiapas/
Weiterlesen auf Spanisch: https://www.jornada.com.mx/noticia/2024/07/22/estados/continuan-enfrentamientos-entre-grupos-armados-en-chiapas-3389

OAXACA

Oaxaca im Epizentrum des Wassernotstands (19.07.24)
In den letzten zehn Jahren hat sich das Dauerthema Klimawandel von theoretischen Warnungen zu handfesten Beweisen gewandelt. Die globalen Temperaturen erreichen Monat für Monat neue Rekordwerte, und die Prognosen treffen ein: 2024 wird das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung sein.
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/oaxaca-im-epizentrum-des-wassernotstands/
Weiterlesen auf Spanisch: https://www.educaoaxaca.org/vidas-en-sequia-oaxaca-en-el-epicentro-de-la-emergencia-hidrica-investigacion-periodistica/

Lokale Initiativen gegen Wasserknappheit und Klimakrise (14.07.24)
Die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels werden zunehmend spürbarer, vor allem in Lateinamerika. Mexiko leidet seit fast einem Jahr unter einer extremen Dürre. Mit am stärksten betroffen ist der südmexikanische Bundesstaat Oaxaca. In der Hauptstadt Oaxaca de Juárez kommt es zunehmend zu Engpässen bei der Wasserversorgung. Grund: das Versiegen von Grundwasserleitern und Austrocknen der Flüsse. Lokale Initiativen haben sich zur Aufgabe gemacht, dem etwas entgegenzusetzen und den einst majestätischen Río Atoyac zu retten – und so nicht nur die Wasserversorgung zu sichern, sondern auch das Klima in der Stadt zu verbessern.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/lokale-initiativen-gegen-wasserknappheit-und-klimakrise/

GUERRERO

„Weder Gerechtigkeit noch Wahrheit“ im Fall Ayotzinapa (08.07.24)
„Der Fall Ayotzinapa scheitert immer mehr. Die Staatsanwaltschaft ist zu nachsichtig“, beklagte das mexikanische Menschenrechtszentrum Miguel Agustín Pro Juárez (Centro Prodh), nachdem ein Bundesrichter den des organisierten Verbrechens angeklagten Brigadegeneral José Rodríguez Pérez im Zusammenhang mit dem Verschwinden von 43 Lehramtsstudenten unter Auflagen freigelassen hatte.
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.npla.de/thema/memoria-justicia/weder-gerechtigkeit-noch-wahrheit-im-fall-ayotzinapa/
Weiterlesen auf Spanisch: https://desinformemonos.org/el-caso-ayotzinapa-se-sigue-desmoronando-centro-prodh-tras-libertad-provisional-de-militar-implicado/

MICHOCÁN

Indigene Gemeinden in Mexiko widerstehen Angriffen der organisierten Kriminalität (12.07.24)
Im mexikanischen Bundesstaat Michoacán haben kriminelle Gruppierungen erneut indigene Dörfer angegriffen. Die lokalen Behörden von Santa María Ostula in der Gemeinde Aquila informierten, dass seit Beginn des Monats Juli mehrere bewaffnete Angriffe auf die Posten der Gemeindewachen verübt worden seien.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/07/270409/mexiko-angriffe-ok-gg-indigene-gemeinden

MEXIKO

An Justizreform in Mexiko scheiden sich die Geister (28.08.24)

Mit der Justizreform soll gegen Korruption und Vetternwirtschaft vorgegangen werden
Quelle: reformajudicial

Die Verfassungskommission des mexikanischen Parlaments hat am Dienstag eine Justizreform verabschiedet, die vorsieht, dass die Bundesrichter in Wahlen durch die Bevölkerung gewählt werden.
Während der Debatte befürwortete die Mehrheit der regierenden Morena-Partei und ihrer Verbündeten auch die Figur des „gesichtslosen Richters“, also einer Anonymisierung zum Schutz von Richtern, die in Fällen gegen das organisierte Verbrechen Urteile fällen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/08/271174/mexikos-justizreform-scheidet-geister

Präsident von Mexiko zu Trump: „Die Grenze wird nicht geschlossen werden“ (26.07.24)
Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador (Amlo) hat die Ankündigung des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump zurückgewiesen, nach seiner Wahl die Grenze zwischen beiden Ländern zu schließen. In seiner morgendlichen Pressekonferenz kündigte er an, seinem „Freund“ einen Brief zu schreiben.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/07/270639/mexiko-trump-mauer

Bayer zieht Klage gegen Verbot von Glyphosat und Genmais zurück (18.07.24)
Die mexikanischen Tochtergesellschaften des Agrarchemiekonzerns Bayer, Semillas y Agroproductos Monsanto und Monsanto Comercial, haben ihre Klage gegen das Präsidialdekret 2020 zurückgezogen. Damit sollen Glyphosat und gentechnisch veränderter Mais für den menschlichen Verzehr verboten werden. Dies berichtet das Nachrichtenportal Mexico News Daily.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/07/270519/mexiko-bayer-zieht-klage-zurueck

Teil des Kabinetts Sheinbaum steht (03.07.24)
Rund drei Wochen nach ihrer Wahl hat die designierte Präsidentin von Mexiko, Claudia Sheinbaum, bereits einen großen Teil der künftigen Minister:innen benannt. Dabei behalten nur wenige der derzeitigen Amtsträger:innen der Morena-Regierung unter Andrés Manuel López Obrador (Amlo) ihren Job.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/07/270294/mexiko-kabinett-sheinbaum

HINWEISE UND IN EIGENER SACHE

AUDIO: Segundo Episodio (podcast): Encuentros contra Extractivismos y Megaproyectos
https://alterritorios.net/podcast/segundo-episodio/

Bety und Jyri: Kunst gegen das Vergessen
Kunstwerke ehren die ermordeten Menschenrechtsverteidiger:innen Bety Cariño und Jyri Jaakola. 14 Jahre nach dem tödlichen Hinterhalt auf eine humanitäre Karawane bleibt das Verbrechen immer noch unaufgeklärt und straflos.
Ihr Vermächtnis jedoch ist lebendig – Künstler:innen aus Mexiko, Kanada, Deutschland und der Schweiz setzten sich mit dem lebensbejahenden Wirken und den Werten der beiden Aktivist:innen auseinander.
Die Ausstellung zum Gedenken an die beiden ist bis auf weiteres im Sous Le Pont in der Reitschule in Bern ausgestellt. Weitere Ausstellungsdaten werden auf chiapas.ch aktualisiert.

Sa, 14. Sept., Solilauf, Münsterplatz Bern; ab 14 Uhr. Infos: https://sanspapiersbern.ch/solilauf/

So, 15. Sept., ab 10 Uhr: 23. Lauf gegen Rassismus, Bäckeranlage Zürich

Do, 19. September und Di, 1. Oktober 2024: Kaffee und Winterthur – Die andere Stadtführung
Mitglieder der Regionalgruppe Public Eye Winterthur führen euch auf einem spannenden Rundgang durch die Stadt. Treffpunkt: Lindengutpark bei der Volière, 18.30. Dauer: ca. 90 min, Kollekte

Sa, 28. Sept.: DEMO – Zwischen uns keine Grenzen! Für eine offene Gesellschaft der vielen!
14 Uhr, Schützenmatte Bern. Organisiert von Solidarité sans frontières. Mehr Infos: https://sosf.ch/de/event/grosse-demo-bern

Posted by Tamara Wagenbrenner in News

Südmexiko-Newsletter August / September 2023

IN EIGENER SACHE

Espresso RebelDía in allen Grössen

Liebe RebelDía-Espressosüchtige und alle, die es noch werden wollen: Ab sofort ist Espresso RebelDía in allen Grössen wie Café RebelDía (Arabica) erhältlich.

Das heisst: 250 gemahlen, 500g gemahlen oder Bohnen, 1 kg Bohnen. Wir freuen uns auf Bestellungen!

Bestellbar momentan über gebana: https://www.gebana.com/ch-de/Shop/Getraenke/Kaffee.
Demnächst ist das auch über unsere Homepage möglich.

 

 

 

CHIAPAS

Immer wieder haben wir im Südmexiko-Newsletter über die verstärkten Aggressionen von paramilitärischen Gruppierungen gegenüber der zapatistischen Basis in Chiapas berichtet. Diese haben leider nicht abgenommen. In letzter Zeit häufen sich gewaltsame Ereignisse, hinter denen das organisierte Verbrechen steht und neu Kämpfe um territoriale Kontrolle zweier Drogenkartelle im Gange sind. So gibt es in den Lakandonen-Gemeinden (nicht autonomen Gemeinden) z.B. Strassenkontrollen (Schutzgelder), Einschüchterungen, gewaltsame Vertreibungen, Todesdrohungen von Exponenten der Gemeindestrukturen. Auch in San Cristóbal werden zunehmend mehr Schiessereien und gewaltsame Konflikte mit diesem Hintergrund gemeldet. 5.000 Lehrer*innen streiken in den Gemeinden der Sierra und der Grenzgebiete von Chiapas mit Guatemala und protestieren damit gegen die Gewalt der organisierten Kriminalität und die Untätigkeit der Regierung.

Der CNI hat nun am 12. Oktober (531 Jahre Widerstand der indigenen Bevölkerung) zu einem weltweiten Aktionstag aufgerufen.

Quelle: CNI

Eure Aktionen könnt ihr gerne melden (Mail im untenstehenden Link dazu).

Die EZLN hat bislang dazu geschwiegen. Gemäss dem Artikel „El silencio de los Caracoles y el riesgo de una nueva guerra en Chiapas“ (Link siehe weiter unten) sind die Caracoles für die Öffentlichkeit/Besuchende geschlossen.

Im November jährt sich bekanntlich der 40. Jahrestag der klandestinen Organisation. Eines ist klar: Der Kampf geht weiter!

 

 

12. Oktober: CNI ruft auf zum weltweiten Aktionstag – Stoppt den Krieg gegen die Pueblos Mexikos und der Welt, gegen die zapatistischen Pueblos und die Pueblos originarios in Mexiko (18. Sept.)
http://www.congresonacionalindigena.org/2023/09/18/convocatoria-alto-a-la-guerra-contra-los-pueblos-de-mexico-y-del-mundo-hacia-los-pueblos-zapatistas-y-hacia-los-pueblos-originarios-de-mexico/

 

Interview: Wie Indigene Gemeinschaften in Mexiko für Land und Klima kämpfen
Das Schanzenfest in Hamburg anfangs September fand dieses Jahr unter dem Motto „Für ein Klima der Revolte. Indigene Kämpfe verteidigen“ statt. In diesem Rahmen führte Esther Zaim für Perspektive Online ein Interview mit Amaydali vom “Congreso Nacional Indígena” (CNI) und Pedro von “Frayba” über ihre Kämpfe. Sie sind zurzeit in Europa unterwegs.
Weiterlesen: https://perspektive-online.net/2023/09/interview-fuer-ein-klima-der-revolte-wie-indigene-gemeinschaften-in-mexiko-fuer-land-und-klima-kaempfen/

 

„Chiapas… Hay alguien ahi afuera? – Zona Norte, Parte I“ – 40 minütige Reportage von Rompeviento zur aktuellen Situation in Chiapas
Anschauen (auf Spanisch): https://www.youtube.com/watch?v=Tr7tKeZsQ9o

Auf Spanisch: El narco en la Lacandona
https://www.jornada.com.mx/notas/2023/09/12/politica/el-narco-en-la-lacandona/

Auf Spanisch: Chiapas – nueva sangre, viejas guerras
https://elpais.com/mexico/2023-09-17/chiapas-nueva-sangre-viejas-guerras.html

Auf Spanisch: El silencio de los Caracoles y el riesgo de una nueva guerra en Chiapas
https://jacobinlat.com/2023/08/30/el-silencio-de-los-caracoles-y-el-riesgo-de-una-nueva-guerra-en-chiapas/

 

GUERRERO

Ayotzinapa: Unabhängige Expertengruppe stellt ihre Arbeit ein (30. Juli)
Die Unabhängige Expertengruppe (GIEI) beklagt Boykott der Streitkräfte bei Aufklärung. Alle Beteiligten manipulieren und vertuschen Informationen, so ihr Fazit.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/08/265134/mexiko-expertengruppe-gibt-auf

Die Angehörigen der Verschwundenen von Ayotzinapa fordern Gerechtigkeit. Quelle: CDHCMX

 

Neue Belege für die Verstrickung der Behörden von Mexiko im Fall Ayotzinapa (13.Sept.)
Neue Hinweise belegen, dass örtliche Militärs, Polizeieinheiten und Politiker:innen nicht nur gelegentlich für das Verbrecherkartell Guerreros Unidos gearbeitet haben, sondern praktisch deren Angestellte waren. Damit haben sie dem Kartell stärker als bislang bekannt dabei geholfen, die 43 Lehramtsstudenten spurlos verschwinden zu lassen. Das geht aus 23.000 Textnachrichten hervor, die die New York Times ausgewertet hat. Die Zeitung kommt zu dem Schluss: Funktionär:innen praktisch aller lokalen Behörden, vom Sanitäter über den Gerichtsmediziner bis hin zum Militärkommandanten, arbeiteten seit Monaten für das Drogenkartell, das damit sämtliche öffentliche Einrichtungen in seiner Hand hatte. Das Organisierte Verbrechen agierte in einem Klima totaler Straflosigkeit.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/09/265868/belege-staat-verstrickung-ayotzinapa

 

OAXACA

Windparks in Mexiko: Entwicklung für alle Menschen? (10. August)
Die Energiewende ist dringend notwendig, aber sie erfolgt weder nachhaltig noch sozial und ökologisch gerecht.
Der Isthmus von Tehuantepec in Oaxaca, der schmalste Teil des mexikanischen Territoriums, ist ein Gebiet, das aufgrund seiner strategischen Lage und seines biologischen Reichtums seit jeher vom transnationalen Kapital begehrt wird. Die Versuche, die Region zu kontrollieren und auszubeuten, können bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgt werden.
Weiterlesen: https://amerika21.de/analyse/264625/windparks-mexiko

 

 

QUINTANA ROO

Maya-Indigene wehren sich gegen Infrastrukturprojekt „Puerta al Mar“ (8. Sept.)
Das Projekt, das seit dem Beginn der Regierung von Lezama Espinosa von der regierenden Morena-Partei auf der Agenda steht, besteht darin, das Zentrum der Gemeinde Felipe Carrillo Puerto mit dem Meer zu verbinden, südlich von Tulum gelegen. Es wird ein 55-57 Kilometer langer Weg durch den Dschungel gebaut, der den schnellen Zugang zum Meer in Richtung der Gebiete Playón und Vigía Chico ermöglichen soll.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/09/265764/puerta-al-mar-tut-zum-meer-quintana-roo

 

MEXIKO

Wo Mexiko-Stadt den Dreck hinschafft – Mord an Umweltaktivisten Abisai Perez Romero
Weiterlesen: https://www.akweb.de/politik/wo-mexiko-stadt-den-dreck-hinschafft-mord-an-umweltaktivisten-abisai-perez-romero/

 

Sieg der Marea Verde – Abtreibung nun landesweit straffrei (6. Sept.)
„Die grüne Welle“ hat sich in den letzten Jahren in Mexiko von Bundesstaat zu Bundesstaat ausgebreitet. Nun endlich hat sie sich auch auf nationaler Ebene durchgesetzt: Am 6. September traf der Oberste Gerichtshof (SCJ) die historische Entscheidung, Abtreibungen im ganzen Land zu entkriminalisieren. Ab jetzt sollen Frauen wegen einer Abtreibung nicht mehr ins Gefängnis kommen, und nicht nur das: Alle Gesundheitseinrichtungen sind ab jetzt verpflichtet, den Wunsch einer Frau nach Schwangerschaftsabbruch zu respektieren und die Gesundheitsdienstleistung anzubieten.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/feminismus-queer/sieg-der-marea-verde-abtreibung-nun-landesweit-straffrei/

 

Zwei Frauen gehen ins Rennen um die Nachfolge von Präsident Lopez Obrador (12. Sept.)
Die beiden entscheidenden politischen Machtblöcke des Landes haben ihre Kandidat:innen für die Präsidentschaftswahl nächstes Jahr gekürt. Für Morena, die Mitte-links Partei des amtierenden Präsidenten Andrés Manuel López Obrador (Amlo), die mit der Grünen Partei und der Arbeitspartei paktiert, wird Claudia Sheinbaum Pardo antreten. Für die Frente Amplio, den Zusammenschluss der Parteien PAN, PRI und PRD, Xóchitl Gálvez Ruiz. Damit ist es quasi sicher, dass eine von beiden Präsidentin werden wird, die erste in der Geschichte des Landes.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/09/265858/nachfolge-mexiko-amlo

 

HINWEISE

Fr, 29. Sept.: critical mass. Gemeinsam Velofahren in vielen (Schweizer) Städten.
Mehr Infos: https://criticalmass-zh.ch/index.html

 

Sa, 30. Sept.: Nationale Klimademo, 14 Uhr Bollwerk Bern
Mehr Infos: https://klima-demo.ch/

 

Carea-Vorbereitungsseminar (D) zur Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas im Nov./Dez.:
Mehr Infos: https://www.chiapas.eu/news.php?id=12095

Vorbereitung in der Schweiz: Meldet euch bei Interesse. Genaue Termine geben wir noch bekannt.

Posted by Andrea Steinauer in Dokumentarfilme

Südmexiko-Newsletter März 2023

SAVE THE DATE

«Flügel und Wurzeln der sozialen Bewegungen in Oaxaca, Mexico»

Veranstaltung der Direkten Solidarität mit Chiapas:
Eine Reihe von Kurzdokus über soziale Bewegungen in Oaxaca zeigen die Geschichte, aktuelle Beispiele und die Zukunft von Widerstandsprozessen in Südmexiko.  Zwischen den Filmen werden Vertretende der NGO Codigo DH und Educa über die Entstehung dieser Dokumentarfilme und die aktuelle Situation der sozialen Bewegungen in Mexiko sprechen.

Daten:
Do, 27. April, 19 Uhr, Waisenhausplatz 30, Progr. (Stube), Bern. (im Rahmen der Tour de Lorraine)
Sa, 29. April, 19 Uhr, Kasernenareal Zürich (im Rahmen des 1.Mai-Festes)

 

CHIAPAS

CNI – Dritter Aufruf zum Internationalen Treffen: Der Süden widersteht 2023!
»Globaler Kapitalismus der Konzerne, weltweites Patriarchat, Autonomien in Rebellion«
6. und 7. Mai 2023 im CIDECI/ Caracol Jacinto Canek, San Cristóbal de las Casas,
Chiapas, Mexiko
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.chiapas.eu/news.php?id=11898
Weierlesen auf Spanisch (Original): http://www.congresonacionalindigena.org/2023/02/24/tercera-llamada-encuentro-internacional-el-sur-resiste-2023-capitalismo-corporativo-mundial-patriarcado-planetario-autonomias-en-rebeldia-6-y-7-de-mayo-2023-cideci-caracol-j/

  

GUERRERO

Aufklärung im Fall Ayotzinapa fehlgeschlagen

Das mexikanische Menschenrechtszentrum Tlachinollan hat einen weiteren Bericht zum Fall Ayotzinapa veröffentlicht. Bei der Präsentation dieses Berichts stellte der Anwalt der Familien der 43 Studenten von Ayotzinapa, Vidulfo Rosales Sierra, fest, dass der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador trotz aller Wahlversprechen nicht genug zur Aufklärung beigetragen hat. Am 26. September 2014 wurden 43 Lehramtsstudenten in Iguala, Guerrero, entführt und wurden seitdem nie wieder gesehen. Eine vollständige Aufklärung des Falles hat es bis heute nicht gegeben. Es gibt jedoch Hinweise, dass das mexikanische Militär in das Verschwindenlassen und die mutmaßliche Ermordung der jungen Männer verwickelt ist.

Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/memoria-justicia/aufklaerung-im-fall-ayotzinapa-fehlgeschlagen/

 

NUEVO LEON

US-Konzern Tesla baut seine „Gigafactory 5“ in Mexiko

Die Entscheidung ist gefallen: Elon Musk wird ein Tesla-Werk in Monterrey im mexikanischen Bundesstaat Nuevo León an der US-Grenze errichten. Dies gab Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador nach Gesprächen mit dem Geschäftsführer des US-Konzerns bekannt. Der Standort ist wegen Wassermangels in der Region umstritten. Bedenken sind laut Obrador nach Gesprächen mit Musk ausgeräumt.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/03/262910/mexiko-tesla-gigafactory-5

 

HIDALGO

Gewaltsamer Tod eines weiteren Umweltaktivisten in Hidalgo

Der junge Umweltaktivist und Journalist Abisaí Pérez Romero ist am 13. Februar außerhalb der Stadt Tula auf einer Schotterstraße neben seinem Fahrrad tot aufgefunden worden. Seine Familie meldete ihn seit dem Vortag als vermisst. Pérez Romero dokumentierte verschiedene Widerstandsprozesse der indigenen Gemeinden im zentralmexikanischen Bundesstaat Hidalgo.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/02/262811/mexiko-gewaltsamer-tod-umweltaktivist

 

MICHOACÁN

Waldschützer getötet, der sich gegen Ausbreitung der Avocado-Industrie wehrte

Alfredo Cisneros Madrigal, ein Waldschützer aus der indigenen Gemeinde Sicuicho, ist in der Nacht zum 21. Februar erschossen worden. Das teilte der Oberste Indigene  Rat von Michoacán (Consejo Supremo Indígena de Michoacán, CSIM) mit.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/02/262867/mexiko-waldschuetzer-getoetet-avocadoanbau

 

MEXIKO

Verbot von Genmais für menschlichen Konsum und von Glyphosat-Einsatz in Mexiko

Der mexikanische Präsident Andres Manuel López Obrador hat ein neues Dekret erlassen, das die Verwendung von gentechnisch verändertem Mais für den menschlichen Konsum und den Einsatz des Herbizids Glyphosat untersagt.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/02/262832/mexiko-verbot-genmais-glyphosat

 

Kein Gen-Mais mehr aus den USA für Mexiko?

Im nordamerikanischen Freihandelsabkommen USMCA knirscht es: Die USA gehen gegen das mexikanische Importverbot von gentechnisch verändertem US-Mais vor. Am Ende könnten Strafzölle stehen. Droht ein Handelsstreit?

Der Handelskonflikt zwischen den USA und Mexiko spitzt sich zu. Die US-Regierung von Präsident Joe Biden erklärte am Montag, sie werde erste Schritte unternehmen, um das von Mexiko verhängte Einfuhrverbot von gentechnisch verändertem Mais aus den Vereinigten Staaten anzufechten. Konkret bedeutet dies zunächst technische Konsultationen auf Regierungsebene.

Weiterlesen: https://www.dw.com/de/kein-gen-mais-mehr-aus-den-usa-f%C3%BCr-mexiko/a-64917368

 

Präsident von Mexiko verstaatlicht Lithium-Vorkommen

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador hat per Dekret die Lithium-Vorkommen des Landes zum Eigentum der mexikanischen Nation erklärt und dem Staat die exklusive Vollmacht für ihren Abbau erteilt. Außerdem bestimmte er 234.850 Hektar Land im nordmexikanischen Bundesstaat Sonora zu Lithium-Reservaten. Mineral hat strategische Bedeutung für die Produktion von Hochleistungsbatterien, etwa für Elektroautos

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/02/262833/mexiko-nationalisiert-lithium

 

Mexiko: MazahuaApp zum Erhalt indigener Sprache im Einsatz

Die MazahuaApp für Mobiltelefone, die dazu dienen soll, die indigene Sprache Mazahua vor dem Verschwinden zu bewahren, wird jetzt eingesetzt. Entwickelt hat die Anwendung César Cruz, ein ehemaliger Mechatronik-Student der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (Unam).

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/03/262963/handyapp-zum-erhalt-indigener-sprache

 

HINWEISE

Solidarität mit Vio.Me !

Am 16.03.2023 haben Solidarische das griechische Generalkonsulat in Zürich besucht, um ihre Solidarität mit den kämpfenden Arbeiter*innen der selbstverwalteten Fabrik VIO.ME in Thessaloniki kundzutun – dies auf Grund des Verkaufs von Vio.Me an eine südafrikanische Fonds-Gesellschaft, wonach Vio.Me zu einer Solidaritätswoche aufrief.

Weiterlesen: https://barrikade.info/article/5740

 

Posted by Soli Chiapas in Bergbau, Chiapas, Communiqués, News, Newsletter, Oaxaca, Schweizer Firmen

Chiapas-Newsletter November 2021

Moisés Gandhi: Autonome Schule der EZLN in Brand gesteckt

Im südlichsten Bundesstaat Mexikos hat die zapatistische Bewegung am 21. November erneut schwere Übergriffe auf ein Dorf namens Moisés Gandhi registriert. Die zapatistischen Bewohner:innen wurden mit Schusswaffen angegriffen. Dieselben Täter verübten einen Brandanschlag auf die dortige autonome Sekundarschule. Sie sind laut lokaler Berichte Mitglieder der Regionalen Organisation der Kaffeebauern von Ocosingo (Orcao), die sich seit über 20 Jahren im Konflikt mit der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) befindet.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2021/11/255657/mexiko-chiapas-zapatisten-brand

Anklage und Erklärung des Soli-Netzwerkes anlässlich der Gira Zapatista von diesem Jahr:

https://viajezapatista.eu/de/wir-prangern-den-bewaffneten-angriff-durch-die-paramilitaers-der-orcao-regionale-organisation-der-kaffeebauern-von-ocosingo-auf-der-unterstuetzungsbasis-der-ezln-baezln-aus-dem-caracol-10-moises/

 

Bitte unterschreibt die Urgent Action vom Red TDT (Todos los derechos para todas y todos / Alle Rechte für alle), auf Spanisch:  https://redtdt.org.mx/ataques-a-comunidad-autonoma-en-chiapas/

 

Posted by Andrea Steinauer in Chiapas, Urgent Action!

Südmexiko-Newsletter September 2021

CHIAPAS

Chiapas – am Rande eines Bürgerkriegs

Europäische Aktionswoche zur Unterstützung der Zapatistas:
20. – 24. September 2021

Do, 23. September, Bern, 12 Uhr
Dringende Mobilisierung vor der Mexikanischen Botschaft

Am 11. September wurden 2 Angehörige der indigenen zapatistischen Bewegung, José Antonio Sánchez Juárez und Sebastián Núñez Pérez, von Mitgliedern der ORCAO, eine mit der mexikanischen Regierung verbündeten Kaffee-Kooperative, entführt. Ein weiterer Zapatist wurde einen Tag später durch die Schüsse einer paramilitärischen Bande ermordet.

José und Sebastián wurden 8 Tage lang ihrer Freiheit beraubt und am 19. September befreit. Dass der Konflikt nicht zu einer Tragödie eskalierte, lag am Eingreifen der Pfarreien von San Cristóbal de las Casas und von Oxchuc, den Organisationen der Menschenrechtsverteidigung und den Mobilisierungen und öffentlichen Protesten, die in Mexiko und vor allem in Europa organisiert wurden.

Die EZLN und die zapatistische Bewegung kämpfen seit 40 Jahren dafür, autonome Gebiete auf- und auszubauen. Gebiete, die von den Prinzipien der Basis-orientierten Demokratie geleitet werden, fern der kapitalistischen Denkweise.

Unsere zapatistischen Compañeroas leisten Tag für Tag Widerstand gegen die Angriffe der paramilitärischen Banden, der Grossgrundbesitzer und der mexikanischen Regierung. Ihr Kampf ist auch unser Kampf und aller Völker der Welt und aller Menschen, die sich der neoliberalen Bestie widersetzen.

Aus diesem Grund wollen wir unsere Solidarität mit den Zapatistas und unsere Unterstützung ihres Projekts mit einer grossen, kämpferischen und militanten Mobilisierung in der Schweiz und in ganz Europa ausdrücken. Wir fordern von der mexikanischen Regierung, dass die Provokationen endlich eingestellt werden und sie den Todes-Kult, dem sie nachgehen, aufgeben.

Brüder, Schwestern, Geschwister im Kampf, wir brauchen eure Unterstützung und Solidarität:
Alle nach Bern am 23. September!

*Für die soziale Revolution! – Hoch die Internationale Solidarität! – Der Kampf geht weiter!

 

Zum Hintergrund: Zwei führende Zapatistas verschwunden, ein Basismitglied ermordet

Während sich zapatistische Delegierte in Europa aufhalten, führen bewaffnete Gruppierungen in Chiapas neue Angriffe auf die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) aus.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2021/09/254142/mexiko-fuehrende-zapatistas-verschwunden

 

Hier das aktuelle Communiqué vom 20. September: Chiapas – Am Rande eines Bürgerkriegs
Auf Deutsch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2021/09/20/chiapas-am-rande-eines-burgerkrieges/Weiterlesen auf Spanisch: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2021/09/19/chiapas-al-borde-de-la-guerra-civil/

 

 

GIRA POR LA VIDA

Quelle: zapalotta.org

„Reise für das Leben“: EZLN-Delegation in Wien eingetroffen
Der Escuadrón 421, der auch in Zürich Halt gemacht hat, ist wieder nach Mexiko zurückgekehrt. Am 15. September ist mit 24-stündiger Verspätung der noch fehlende Teil der zapatistischen Delegation mit dem Namen „Die Unzeitgemäßen“ (Extemporánea) in der österreichischen Hauptstadt eingetroffen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/blog/2021/09/254139/ezln-delegation-ist-wien-eingetroffen

EZLN: Rede von Subcomandante Moisés in Wien am 14. September 2021
Auf Deutsch: https://amerika21.de/dokument/254099/subcomandante-moises-wien-ezln
Audio: https://pozol.org/?p=19499

Gedanken aus Wien (wo ein grosser Teil der Zapatista-Delegation unterdessen angekommen ist):Weiterlesen: https://www.chiapas.eu/news.php?id=11330

 

Infos zu allfällig kommenden Anlässen in der Schweiz mit der zapatistischen Delegation findet ihr weiterhin auf https://chiapas.ch/.

 

Communiqué vom 12. September: 17 Jahre hinter sich (Die Gruppe der Milicianas Ixchel-Ramona)
Auf Deutsch: https://www.ya-basta-netz.org/comuncado-17-jahre-hinter-sich-die-gruppe-der-milicianas-ixchel-ramona/

Communiqué vom 10. September: Comando Popcorn
Auf Deutsch: https://www.chiapas.eu/news.php?id=11320

Communiqué vom 7. September: Für das Leben – Abfahrt von La Extemporánea nach Europa
Auf Deutsch: https://amerika21.de/dokument/253780/ezln-abfahrt-la-extemporanea-nach-europa

 

Weitere Infos zu den Anlässen in Wien, sowie auch die letzten Communiqués auf Deutsch (insofern wir sie nicht auf unserer Homepage verlinkt haben): https://www.zapalotta.org/, auf https://amerika21.de/geo/mexiko oder www.chiapas.eu.

 

 

MEXIKO

Das indigene Mexiko
2021 ist für Mexiko ein geschichtsträchtiges Jahr: Vor 700 Jahren wurde Tenochtitlán erbaut. Vor 500 Jahren nahm Hernán Cortés die Stadt ein, auf deren Gebiet die Spanier später Mexiko-Stadt gründeten. Und vor 200 Jahren wurden die spanischen Herrscher aus Mexiko vertrieben. In ihrer dritten Kolumne betont die diesjährige Südlink-Kolumnistin Roselia Chaca, dass indigener Widerstand auch nach 500 Jahren noch lebendig ist; hier befasst sie sich mit Oaxaca.
Weiterlesen: https://www.rosalux.de/news/id/44927/?pk_campaign=NewsletterLateinamerika&pk_medium=09%2f2021

 

 

HINWEISE

Fr-So, 24. – 26. September 2021: Anarchistische Buchmesse Bern
Samstag, 16-18 Uhr: Gelebte Utopie: 2 Arbeiter der besetzten Fabrik vio.me (Thessaloniki) erzählen von ihrem Kampf (deren Seifen die Soligruppe in der Schweiz verkauft).
Quartierzentrum im Tscharnergut (Waldmannstrasse 17a).
Infos und das ganze Programm: https://buechermesse.ch/?lang=de

Sa, 2. Oktober 2021: Freies und würdiges Leben für Geflüchtete – Demo gegen die Isolation, Zermürbung und Gewalt im Asylsystem
Bern, Schützenmatte, 14 Uhr. Weitere Infos: https://www.sosf.ch/de/news/index.html

 

 

Posted by Andrea Steinauer in Chiapas, News

Südmexiko-Newsletter Februar / März 2021

GIRA ZAPATISTA – ZAPATISTISCHE RUNDREISE

Feministisch und zapatistisch
Im Sommer wird eine Delegation der EZLN und weiterer indigener und widerständischer Organisationen aus Mexiko während einer dreimonatigen Reise Europa besuchen. 75 Prozent der 160 Personen sollen aus Frauen und dissidencias bestehen. Ein Text zur Wiedererinnerung an die zapatistische Bewegung und ein Ausblick in einen zapatistischen und feministischen Sommer – auch in Zürich.
Ein Artikel des encuentro feminista zapatista ZH/BS im vorwärts: https://www.vorwaerts.ch/international/feministisch-und-zapatistisch/

Einladung zur Gira zapatista

Das Virus der Rebellion geht auf Reisen
Ab Sommer 2021 will die Zapatistische Befreiungsbewegung EZLN eine Delegation aus Mexiko in die ganze Welt schicken. Mit ihrer neuen Initiative wollen die Zapatistas die Resignation durchbrechen, Hoffnung säen und den kapitalistischen Status quo wieder einmal erschüttern. Wie häufig in ihren Texten schließt ein kürzlich veröffentlichtes Communiqué humorvoll und gleichzeitig rebellisch: „Wir sind Zapatist*innen, Träger*innen des Virus des Widerstandes und der Rebellion. Als solche werden wir die fünf Kontinente bereisen.“
Weiterlesen: https://www.graswurzel.net/gwr/2021/02/das-virus-der-rebellion-geht-auf-reisen/

Spendenvideo aus Deutschland zur Rundreise
Anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=DJv_7IkOE7Q&t=40s

Die Rundreise in der Schweiz
Die Compañeras werden von Juni bis August in Europa sein. Die genauen Daten für die Schweiz sind noch nicht fix. Wie ihr dem oberen Spendenvideo entnehmen könnt: Partizipation ist erwünscht! In der Schweiz sind verschiedenen Sachen geplant. Wenn ihr Interesse habt in irgendeiner Form mitzumachen, dann meldet euch bei uns auf soli@chiapas.ch.
Genaueres erfahrt ihr an unserer Veranstaltung am 1.Mai (Details unten im Newsletter).
1.Mai-Bändeli zur Unterstützung der Gira hier bestellen: https://www.1mai.ch/2021/Solidaritat

 

CHIAPAS

Urgent Action: Erneute Angriffe auf die Gemeinden von Aldama
Das Menschenrechtszentrum FrayBa informiert, dass am 20. und 21. März von verschiedenen Orten aus mit scharfer Munition gegen Gemeinden Aldamas geschossen wurde. Innerhalb der zwei Tage wurden mehr als 40 Angriffe registriert. Die Angriffe gegen die indigene Tsotsil-Maya werden von einer paramilitärischen Gruppe von Santa Martha-Miguel Utrilla ausgeführt, welche von der kommunalen Regierung unterstützt wird. Das FrayBa hat mit einer Urgent Action (Spanisch), zur Unterstützung der Bevölkerung aufgerufen.
Unterschreiben unter: https://frayba.org.mx/se-registraron-mas-de-40-ataques-hacia-las-comunidades-de-aldama/

Foto Reportage über die Verletzten von Aldama
Anschauen: https://piedepagina.mx/cicatrices-de-una-guerra-de-baja-intensidad/

Bilder der zapatistischen Mobilisierung am Aktionstag des 20. Februar für das Leben, gegen die Mega-Projekte und für unseren Bruder Samir Flores.
Anschauen: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2021/02/21/bilder-der-zapatistischen-mobilisierung-am-aktionstag-fur-das-leben-gegen-die-mega-projekte-und-fur-unseren-bruder-samir-flores/

Erklärung der zapatistischen Frauen zum 8. März
Lesen: https://www.chiapas.eu/news.php?id=11070

 

OAXACA

Keine Gerechtigkeit für Fidel
Ein friedlicher, erfolgreicher Widerstand gegen Staudammprojekte in Oaxaca wird plötzlich von einem brutalen Mord überschattet. Der Menschenrechtler und Präsident des Dorflandrats von Paso de la Reyna, Fidel Heras Cruz, bezahlt seinen Einsatz für den Río Verde mit seinem Leben. Den lokalen Machthabern war der Organisierungsprozess der Gemeinden schon lange ein Dorn im Auge. Der Mord an Fidel am 23. Januar 2021 ist bisher straflos geblieben, und dieses Klima der Straflosigkeit begünstigt weitere Gewalt: Gleich vier weitere Morde sind seither in dem kleinen Dorf verübt worden.
Weiterlesen: https://lateinamerika-anders.org/mexiko-keine-gerechtigkeit-fuer-fidel/

Hören: Gerechtigkeit für Fidel Heras Cruz. https://www.freie-radios.net/107778

Kampagne: https://www.educaoaxaca.org/convocatoria-para-participar-en-la-campana-justicia-para-fidel-heras-cruz-rios-libres/

Aktualisierung: https://www.educaoaxaca.org/la-impunidad-sigue-matando-jaime-jimenez-el-quinto-asesinado-de-paso-de-la-reina-en-2021/

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Posted by Andrea Steinauer in Communiqués, Frauen im Widerstand