IN EIGENER SACHE UND VERANSTALTUNGSHINWEIS
Liebe Vereinsmitglieder, Freund:innen und Solidarische
«Blocchiamo tutto!» unter diesem Aufruf begegnen und organisieren wir uns am diesjährigen 1. Mai. Der Slogan erinnert an die italienischen Hafenarbeiter, die mit ihren Blockaden Kriegswaffen-
lieferungen an Israel blockiert haben. Er soll aber auch aufzeigen, dass friedliche, direkte Aktionen in Europa Auswirkungen auf das Kriegsgeschehen weltweit haben können und ist somit ganz in
unserem Sinne der Direkten Solidarität.
Das 1. Mai Fest in Zürich findet dieses Jahr vom 30. April bis 2. Mai im Kasernenareal statt.
Sei auch du dabei!
Unsere Präsenz rund um den 1. Mai:
Wir versorgen euch an der Demo wie immer mit frisch gebrühtem Café RebelDía. Unseren Bücher-
und Infotisch findet ihr während zwei Tagen auf dem Kasernenareal – wir freuen uns über euren
Besuch! Dieses Jahr bieten wir keine eigene Veranstaltung, empfehlen euch jedoch die
Veranstaltung unserer Partnerorganisation medico international schweiz:
Syrien & Rojava: Das Ende der Demokratie und Selbstbestimmung?
Wie kann Selbstbestimmung und die Frauenrevolution in Rojava unter diesen Bedingungen verteidigt werden – und welche Rolle spielt internationale Solidarität?
Mit Meral Çiçek, Kurdische Frauenbewegung Europa; Anita Starosta, Referentin für Syrien, Türkei
und Irak bei medico international Deutschland; Maja Hess, Ärztin, Präsidentin medico international
schweiz.
Freitag, 1. Mai, 17.00 Uhr, Glaspalast, Kasernenareal, 8004 Zürich
https://www.medicointernational.ch/veranstaltungen/syrien-rojava-das-ende-der-demokratie-und-selbstbestimmung.html
Genozid, Besatzung – Widerstand: Palästinensische und antizionistische israelische Perspektiven
Wir diskutieren, wie Leben unter Besatzung und struktureller Gewalt aussieht, welche Perspektiven für einen gerechten Frieden in Zeiten der Eskalation bleiben, und was internationale Solidarität
konkret bedeutet.
Mit Orly Noy, Journalistin & Aktivistin, B’Tselem, Israel; Dr. Mohamed Abu Mughaisib, Arzt und Psychodramatiker, Ärzte ohne Grenzen, Gaza/Irland; Moderation: Alice Froidevaux, medico international schweiz
Samstag, 2. Mai, 17:15 Uhr; Glaspalast, Kasernenareal, 8004 Zürich
https://www.medicointernational.ch/veranstaltungen/genozid-besatzung-widerstand.html
CHIAPAS
Reiseberichte aus Chiapas/Südmexiko
Im Februar war eine Aktivistin der Direkten Solidarität in Chiapas unterwegs und besuchte einerseits die Kaffeekooperativen (Café RebelDía), andererseits die zivilen Organisationen, die die Direkte Solidarität mit Chiapas unterstützt. Weiterlesen auf unserer Homepage: https://chiapas.ch/cafe_rebeldia/was-ist-cafe-rebeldia/aktuelles-zu-cafe-rebeldia/

Ebenfalls unterwegs waren compas aus Deutschland und Italien. Ihren Bericht könnt ihr hier lesen: https://www.aroma-zapatista.de/blog/tagebuch-unserer-reise-zu-den-zapatistischen-kaffeebauer-innen
USA: Indigener Mexikaner stirbt in ICE-Haft, Familie zweifelt an Suizid (09.04.26)
18 Jahre alter Mann starb in Haftzentrum in Florida. Leichnam in Chiapas beigesetzt
Die indigene Gemeinde von San Juan Chamula hat am 4. April den 18-jährigen Royer Pérez Jiménez beerdigt. Der junge Mann verstarb am 16. März in Gewahrsam der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) im Haftzentrum von Glades County in Florida. Als Todesursache gaben die US-Behörden Suizid an. Sein Leichnam wurde erst nach mehreren Tagen freigegeben und kam am 3. April im südmexikanischen Chiapas an.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/04/284440/indigener-ice-haft-verstorben
GUERRERO
Gewaltwelle in Mexiko: Menschenrechtsaktivist*innen unter Druck
Nach den gewaltsamen Reaktionen der organisierten Kriminalität auf die Tötung des mächtigsten Mafiabosses bei einer Militäraktion warnen mexikanische Menschenrechtsorganisationen vor einer wachsenden Gefährdung von Aktivist*innen. Der medico-Projektverantwortliche, Martin Hesse, war auf Projektreise in Mexiko und berichtet aus Acapulco im Bundesstaat Guerrero.
Der Tod von «El Mencho», dem Anführer eines Drogenkartells, am Sonntag, 22. Februar und der darauffolgende Gewaltausbruch in elf Bundesstaaten Mexikos wirkten sich auch auf den bekannten Ferienort Acapulco an der Pazifikküste aus. Die Stadt ist seit Jahren von einer extrem hohen Kriminalitätsrate geprägt. Bewaffnete setzten am Sonntagmorgen auch hier Fahrzeuge auf der Autobahn in Brand – nur wenige Kilometer vor der Hafenstadt.
Weiterlesen: https://www.medicointernational.ch/regionen-projekte/mexiko/hintergruende/gewaltwelle-in-mexiko-menschenrechtsaktivistinnen-unter-druck.html#jump

Mexiko nimmt linken Aktivisten nach Protesten zu Ayotzinapa fest (25.03.26)
Staatsanwaltschaft wirft ihm in Zusammenhang mit Protestaktion im Jahr 2014 schwere Delikte vor. Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Kriminalisierung des sozialen Protests
Beamte der mexikanischen Bundespolizei haben am 18. März den 73-jährigen sozialen Aktivisten Ubaldo Segura Pantoja in seinem Heimatort Tlapa festgenommen. Der Vorsitzende der linken Organisation „Populäre Front von Montaña“ (FPM), die in der Region La Montaña im Bundesstaat Guerrero aktiv ist, wurde zuerst nach Puebla und anschließend in ein Hochsicherheitsgefängnis in Veracruz verlegt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/03/284024/aktivist-mexiko-festgenommen
TABASCO

Quelle: Voces de Paraíso
Folgen der Ölindustrie: Brand in Raffinerie in Mexiko fordert fünf Tote (19.03.26)
Unglück am Dienstagmorgen in der Anlage Olmeca in Paraíso, Tabasco. Pemex meldet fünf Tote und eine verletzte Person. Ermittlungen laufen, Starkregen als mögliche Ursache
Bei einem Brand am Dienstagmorgen in der neuen Raffinerie Olmeca sind laut Angaben des staatseigenen Betriebs Pemex fünf Menschen ums Leben gekommen, eine weitere Person ist verletzt worden. Die Opfer, darunter eine Frau, befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks in der Nähe des Lagerbereichs der Raffinerie in der Gemeinde Paraíso im Bundesstaat Tabasco. Vier der Opfer waren Arbeiter:innen eines externen Dienstleistungsunternehmens, als sie von den Flammen erfasst wurden, informierte Pemex.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/03/283869/brand-raffinerie-mexiko
MEXIKO
Lastwagenfahrer und Bauern in Mexiko: Blockaden bei Streik (16.04.26)
Verbände klagen über Gewalt auf Straßen und steigende Kosten. Ursprünglich unbefristeter Streik ausgesetzt. Gespräche mit der Regierung gescheitert
Die Gespräche zwischen Lkw-Fahrer:innen, Landwirt:innen und der Regierung in Mexiko sind am Mittwoch endgültig gescheitert. Grund für den Abbruch war ein zentraler Streitpunkt: Die Regierung machte die Fortsetzung des Dialogs davon abhängig, dass die Protestierenden zuvor die Straßenblockaden aufheben. Die beteiligten Organisationen lehnten dies ab und bestanden darauf, den Druck aufrechtzuerhalten. Nach dem Scheitern der Verhandlungen drohen sie nun mit neuen Blockaden auf wichtigen Verkehrsachsen im ganzen Land.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/04/284492/lkw-streik-mexiko

Quelle: Frayba Derechos Humanos
UN sieht in Verschwindenlassen in Mexiko Verbrechen gegen die Menschheit (08.04.26)
Ausschuss reicht entsprechenden Antrag an Generalversammlung der UN. Regierung von Sheinbaum weist den Bericht als „tendenziös“ zurück
Der Ausschuss der Vereinten Nationen gegen das Verschwindenlassen (CED) hat am vergangenen Donnerstag beschlossen, die Untersuchungen wegen des Verschwindenlassens in Mexiko an die Generalversammlung der Vereinten Nationen weiterzuleiten.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/04/284415/verschwundene-mexiko
Mexiko bringt Todesfälle in Haft in den USA vor die CIDH (07.04.26)
Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigt diplomatische Schritte an. Konsulate sollen Familien unterstützen und Haftanstalten stärker kontrollieren
Mexikos Präsidentin Sheinbaum hat am vergangenen Montag angekündigt, dass sie die Todesfälle aller Mexikaner:innen in den Vereinigten Staaten, die sich in Gewahrsam der Immigration and Customs Enforcement (ICE) befanden, vor die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) bringen werde. Am 25. März starb der 52-jährige Mexikaner José Guadalupe Ramos im ICE Processing Center Adelanto in Kalifornien. Er ist damit mindestens der 14. Mexikaner, der während der zweiten Amtszeit von Donald Trump in ICE-Haft starb.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/04/284381/todesfaelle-von-migranten-us-haft
Indigene Frauen und Rassismus im Justizsystem (19.03.26)
Gefängnisse und Kriminalisierung der indigenen Bevölkerung zeugen von einer kolonialen Kontinuität, die weiterhin die Erstbewohnenden ihrer Territorien beraubt und die verletzlichsten Teile dieser Gruppe vertreibt und einsperrt. Die Erfahrung indigener Frauen in einem nationalen Hochsicherheitsgefängnis in Mexiko zeigt das Kontinuum der Gewalt, das ihr Verhältnis zum Staat und seinem rassistischen und patriarchalen Justizsystem prägt. In einem Raum, der Konkurrenz und Misstrauen unter den Inhaftierten fördert, haben Frauen durch den Aufbau einer inneren Gemeinschaft Widerstandsstrategien entwickelt.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/indigene-frauen-und-rassismus-im-justizsystem/
Mexiko: Bewegung gegen die Fußball-WM (07.03.26)
Fünf Monate vor dem Turnier in Mexiko, USA und Kanada. Vorwürfe der Verdrängung und Wasserknappheit. Aktionen am Azteca-Stadion, Gespräche mit der Stadt stocken
Fünf Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft der FIFA in Mexiko, USA und Kanada nehmen die Gegenproteste zu. Bewohner:innen der Metropole Mexiko-Stadt beklagen, dass seit der Bekanntgabe der Austragungsorte eine unkontrollierbare Gentrifizierung stattfindet. Die unangemeldeten, gewaltsamen Vertreibungen aus Wohnhäusern vervielfachen sich.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/03/283495/proteste-gegen-gentrifizierung
ANDERE REGIONEN MEXIKOS
Vor WM in Mexiko: Masern-Epidemie mit Toten vor allem in indigenen Regionen (13.03.26)
Nordamerika erlebt den schwersten Masernausbruch seit 30 Jahren. Mexiko zählt 12.556 bestätigte Fälle und 34 Tote. Behörden warnen vor weiteren Wellen rund um die Fußball-WM
Nordamerika erlebt die schlimmste Masernepidemie seit über 30 Jahren. Insbesondere verarmte indigene Regionen in Mexiko kämpfen mit den Folgen der Erkrankung. Den ersten aus den USA eingeschleppten Fall meldete Mexiko bereits im Februar 2025. Ein Jahr danach zählt das Gesundheitsministerium 12.556 im Labor bestätigte Fälle, die Hälfte davon seit Beginn dieses Jahres.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/03/283599/masern-mexiko-vor-der-wm
SONORA
Wale gewinnen vor mexikanischem Gericht: Richterin verfügt Verbot für Gastanker (11.04.26)
Verfügung untersagt Schiffe über 300 Meter Länge im Golf von Kalifornien. LNG Exporte des Projekts Saguaro wären betroffen
Ein Richter im Bundesstaat Sonora hat eine einstweilige Verfügung zugunsten der Wale im Golf von Kalifornien erlassen. Diese soll verhindern, dass Tanker eines neuen Großprojekts namens Saguaro dieses Meer befahren und den Walbestand gefährden. Die Verfügung ist gültig, bis ein endgültiges Urteil gefällt wird.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/04/284494/wahle-gewinnen-gegen-tanker
SINALOA
Beschwerde in Deutschland gegen Chemiewerk in Mexiko (28.03.26)
Delegation aus Sinaloa wendet sich mit Eingabe an KfW IPEX. Promans Ammoniakprojekt in Ohuira liegt auf indigenem Boden und in geschütztem Gebiet
Eine Delegation von mexikanischen Aktivist:innen hat diese Woche in Deutschland eine Beschwerde gegen den Bau einer Chemiefabrik im Bundesstaat Sinaloa eingereicht. Das Projekt des schweizerisch-deutschen Konzerns Proman AG mit einer Tageskapazität von 2.200 Tonnen Ammoniak wird in der Bucht von Ohuira auf indigenem Territorium gebaut, mitten in einem Feuchtgebiet, das durch die Ramsar-Konvention geschützt ist. Diese 1971 im Iran unterzeichnete Konversation regelt global den Schutz von nachhaltigen Feuchtgebieten.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/03/284222/mexiko-beschwerde-deutsche-chemiefabrik

Quelle: Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko
NAYARIT
Umweltaktivist in Mexiko angeschossen
Opfer engagierte sich gegen touristische Großprojekte und leitete Alianza Jaguar. Verletzungen nicht lebensgefährlich
Im Bundesstaat Nayarit ist der mexikanische Umweltaktivist Erik Saracho Aguilar am Mittwochmorgen von Unbekannten angeschossen worden. Der Vorfall ereignete sich, nachdem Saracho seine Tochter zur Schule gebracht hatte. Laut Angaben von Sarachos Ehefrau, Gabriela Loreto Gay, erlitt ihr Mann bei dem direkt gegen ihn gerichteten Angriff in San Pancho keine lebensgefährlichen Verletzungen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/03/283731/mexiko-umweltaktivist-angeschossen
MORELOS
Proteste in Mexiko nach Mord an zwei Studentinnen in Morelos (08.03.26)
An der UAEM ruht der Lehrbetrieb. Tausende verlangen mehr Schutz auf dem Gelände
Kurz vor dem internationalen Frauentag sind im zentralmexikanischen Bundesstaat Morelos zwei Studentinnen der öffentlichen Hochschule ermordet worden. Die Opfer, beide 18 Jahre alt, studierten an der Autonomen Universität des Bundesstaates Morelos (UAEM). Unter dem Slogan „Wir sind hier, um zu studieren, nicht um verschleppt zu werden“, streiken nun die Studierenden und das Lehrpersonal. Sie verlangen Gerechtigkeit für die ermordeten Kommilitonen und Sicherheit auf dem Campus.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/03/283582/mexiko-femizid-studentinnen
