HINWEIS IN EIGENER SACHE
Infoveranstaltung mit Carlos Beas aus Oaxaca über den Interozeanischen Korridor in Mexiko
am 4. Juli um 18:30 Uhr im Infoladen Kasama in Zürich mit mexikanischem Essen für alle und Vortrag um 19.30 Uhr. Die Veranstaltung findet auf Spanisch statt und wird auf Deutsch übersetzt. Organisiert von der Direkten Solidarität mit Chiapas.
Den Flyer und weitere Infos dazu findet ihr auf: https://chiapas.ch/2026/06/04/infoveranstaltung-mit-carlos-beas-ueber-den-interozeanischen-korridor-in-mexiko/
Interview mit Carlos Beas auf Spanisch (15 Min.):
El Corredor Interoceánico „no beneficia a las comunidades locales“, alerta activista mexicano
https://www.rfi.fr/es/programas/vida-en-el-planeta/20260601-el-corredor-interoce%C3%A1nico-no-beneficia-a-las-comunidades-locales-alerta-activista-mexicano?utm_slink=rfi.my%2FCkhh
CHIAPAS

Quelle: Diócesis De San Cristóbal de Las Casas
Tote bei Angriffen des organisierten Verbrechens in Chiapas (03.05.26)
Bewaffnete griffen Bewohner in Nicolás Ruíz und Venustiano Carranza an. Einwohner machen paramilitärische Gruppen und kriminelle Banden verantwortlich. Staatsanwaltschaft bestätigt vier Tote und acht Verletzte, zwei Menschen gelten als vermisst
Bei bewaffneten Auseinandersetzungen im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas sind mindestens vier Personen getötet und acht Personen verletzt worden. Eine bewaffnete Gruppe griff Bewohner der Landkreise Nicolás Ruíz und Venustiano Carranza an. Einwohner von Nicolás Ruíz, die in der Allianz für die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gebiete organisiert sind, machen für die Übergriffe am Freitag paramilitärische Gruppen und das organisierte Verbrechen verantwortlich.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285062/bewaffnete-konfrontation-mexiko
Serie von EZLN-Communiqués ab Mai 2026 unter anderem zum Gemeinschaftstraktor und KI (stochastischer Papagei).
Teil I. – Die Genealogie des Tamale. – 10.05.2026
Teil II. – Sie werden nicht können. – 17.05.2026
Teil III. – Lieben und Entlieben gemäß der Künstlichen Intelligenz. – 21.05.2026
Teil IV. – Lieben und Entlieben, dem Fußball gemäß. – 24.05.2026
Teil V. – Viele Modi, verschiedene Generationen und ein Feld … – 30.05.2026
Teil VI. – Wir leiden als Frauen … Männer … Frauen … Männer, die wir sind (oh, nun ja). – 02.06.2026
Die Communiqués sind auf Spanisch oder in Deutscher Übersetzung zu finden auf: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/
OAXACA
Mexiko treibt Industrieparks gegen Willen indigener Gemeinden voran (13.05.26)
Bis zu 100 Industrieparks im Rahmen des „Plan México“ geplant. Gerichtsentscheid schränkt Klagemöglichkeiten indigener Gemeinden ein. Organisationen im Widerstand
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat per Dekret den Weg für Investitionen im Umfang von 277 Milliarden US-Dollar im Rahmen des „Plan México“ geebnet. Konkret soll die Errichtung von bis zu 100 Industrieparks vorangetrieben werden. Die sogenannten Entwicklungszentren für Wohlbefinden (Podebis), eine staatliche Einrichtung, sehen in den Industrieparks „Entwicklungspole für Wohlstand“. Bisher stockte der Ausbau entlang der Route des Interozeanischen Korridors im Isthmus von Tehuantepec, auch wegen Widerstands indigener Gemeinschaften.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285276/verteidigung-des-territoriums
Oaxaca unter Jara: Menschenrechtsverteidiger*innen in Lebensgefahr (21.04.26)
Mehr als drei Jahre nach Amtsantritt von Gouverneur Salomón Jara warnen zivilgesellschaftliche Organisationen vor einer besorgniserregenden Menschenrechtslage in Oaxaca. Seit Beginn seiner Regierung wurden mindestens 33 Menschenrechtsverteidiger*innen ermordet. Zudem nehmen Fälle des Verschwindenlassens zu, während Aktivist*innen und Journalist*innen zunehmend Risiken ausgesetzt sind.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/oaxaca-unter-cruz-menschenrechtsverteidigerinnen-in-lebensgefahr/
GUERRERO
Mission meldet Gewalt und Flucht in Mexikos indigenen Dörfern (02.06.26)
Zivile Beobachter dokumentieren Angriffe im Bundesstaat Guerrero. Hinweise auf Drohnen und schwere Waffen. Behörden leiten nach Angaben der Delegation keine Ermittlungen ein
Mitglieder einer zivilen Beobachtungsmission dokumentieren die aktuelle Lage in den von der organisierten Kriminalität angegriffenen indigenen Dörfern in der Gemeinde Chilapa im Bundesstaat Guerrero. Eine Pressekonferenz zur Vorstellung ihres Berichts fand unter dem Titel „Kriminalisierung, Ausrottung und schwere Menschenrechtsverletzungen in den Dörfern der Montaña Baja in Guerrero“ am vergangenen Mittwoch statt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/285798/beobachtungsmission-guerrero
Indigene Gemeinden des CIPOG-EZ in Mexiko unter Beschuss (12.05.26)
Seit dem 6. Mai neue Gewalt im Bundesstaat Guerrero. Vier Mitglieder des CIPOG-EZ getötet, eine Frau verletzt. Bis zu 800 Menschen auf der Flucht.
Seit dem 6. Mai überrollt eine erneute Welle der Gewalt die indigenen Gemeinden des CIPOG-EZ (Indigener und Volksrat von Guerrero Emiliano Zapata) im mexikanischen Bundesstaat Guerrero. Betroffen sind vor allem Tula, Xicotlán, Acahehuetlán und Alconzacán. In Tula wurden vier Mitglieder des CIPOG-EZ ermordet. Am 8. Mai wurde eine Frau aus Xicotlán durch den Beschuss verletzt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285270/schwere-angriff-mexiko
MEXIKO
„Gold gegen Glasperlen“: Kritik an neuem Freihandelsabkommen EU-Mexiko (29.05.26)
Abkommen wurde neun Jahre verhandelt und braucht noch Ratifizierung. 72 Organisationen warnen vor einseitigen Vorteilen für Konzerne
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum haben in Mexikos Hauptstadt ein neues Freihandelsabkommen unterzeichnet. Im Rahmen der Unterzeichnungszeremonie kritisierten 72 Organisationen aus Lateinamerika und der EU das Abkommen, da in erster Linie die Privilegien für Konzerne ausgeweitet würden.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285688/freihandelsabkommen-eu-mexiko
IACHR: Menschenrechtskrise durch Verschwindenlassen in Mexiko (16.05.26)
IACHR präsentiert Bericht im Beisein von Familien und Behördenvertretern. Angehörige fordern Dialog

Quelle: Observatorio Crímenes LGBT
Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (IACHR) hat in einem Bericht das Verschwinden von Personen als „eine schwerwiegende Menschenrechtskrise in Mexiko“ bezeichnet. Viele der vom organisierten Verbrechen begangenen Verschleppungen würden „in enger Absprache und Koordination mit staatlichen Akteuren erfolgen“, warnte die Kommission.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285309/verschwundene-mexico
ANDERE REGIONEN MEXIKOS
Neues Factsheet: Wie frei ist Mexikos Presse? (29.04.26)
Anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai veröffentlicht die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko ein Factsheet mit Hintergrundinformationen zur Situation von Journalist*innen in Mexiko.
Weiterlesen: https://www.mexiko-koordination.de/2026/04/29/neues-factsheet-wie-frei-ist-mexikos-presse/?l=de
SINALOA
Indigene protestieren in Mexiko vor der deutschen Botschaft gegen Chemiewerk (06.06.26)
In Sinaloa entsteht ein Ammoniakwerk. Eigentümer ist das schweizerisch-deutsche Unternehmen Proman. Gegner nicht angehört
Umwelt- und Landrechtsaktivisten haben vor der deutschen Botschaft in Mexiko gegen den Bau einer Ammoniakfabrik demonstriert. Das deutsche Unternehmen Proman mit Hauptsitz in der Schweiz baut das Chemiewerk mit seiner Tochterfirma Gas y Petroquímica de Occidente (GPO) in der Bucht von Ohuira in Topolobampo, mitten auf indigenem Territorium im nördlichen Bundesstaat Sinaloa.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/285981/protest-deutsche-botschaft-mexiko

Quelle: Insurgencia Magisterial (Facebook)
Indigene stürmen Baubeginn von Trump-geförderter Methanolfabrik in Mexiko (27.04.26)
Vom weltweit größten geplanten Methanolwerk profitieren mehrere Konzerne. Fracking wird eingesetzt. Das Projekt gilt als Priorität für Trump
Mit einer Protestaktion haben indigene Umweltaktivisten die Grundsteinlegung für den Bau einer Methanolfabrik im Bundesstaat Sinaloa verhindert. Rund 100 Demonstranten stürmten die Veranstaltung im Hafen von Topolobampo und demontierten den Grundstein des Fabrikprojekts. Die Veranstaltung auf dem geplanten Fabrikgelände musste abgebrochen werden. Die anwesenden Unternehmer und Politiker, darunter auch der US-Botschafter in Mexiko, verlegten ihr Zusammentreffen kurzfristig in ein Hotel in der nahegelegenen Stadt Los Mochis.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/04/284930/indigene-gegen-methanolfabrik
MEXIKO-STADT
Antimonument in Mexiko ehrt getötete und verschwundene Reporter (04.06.26)
Angehörige und NGOs enthüllen in Mexiko-Stadt die Installation. Betroffene prangern mangelnden Schutz und Straflosigkeit an. Präsidentin Sheinbaum kündigt Verbesserungen an
Angehörige von ermordeten und verschwundenen Journalist:innen haben gemeinsam mit Presse- und Menschenrechtsorganisationen in Mexiko-Stadt ein neues Antimonument eingeweiht. Die Installation mit der Aufschrift „Aquí nadie olvida“ (Hier vergisst niemand) wurde am Paseo de la Reforma errichtet, einem zentralen Ort politischer Proteste und gesellschaftlicher Erinnerung in der Hauptstadt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/285917/mexiko-antimonument-journalisten
NAYARIT
Erfolgreiche Proteste in Mexiko gegen Strandprivatisierung durch Luxushotel (05.05.26)
Anwohner und Umweltgruppen an der Riviera Nayarit fordern freien Zugang zum Strand Las Cocinas. Zusammenstöße mit Polizei und Festnahmen. Regierung macht erste Zusagen.
Am Strand Las Cocinas in der mexikanischen Gemeinde Bahía de Banderas protestieren Umweltaktivisten seit Wochen gegen ein Immobilienprojekt. Dieses beabsichtigt die Privatisierung des Strandes auf der Halbinsel Punta de Mita. Die Protestierenden fordern das Bauunternehmen auf, den an den Strand angrenzenden 20 Meter breiten Landstreifen zu respektieren. Dieser gilt in Mexiko als unveräußerbar und öffentlich zugänglich.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285107/privatisierung-strand-mexiko
ZUM THEMA FUSSBALLWELTMEISTERSCHAFT 2026
Lehrergewerkschaft in Mexiko startet Streik vor der WM (03.06.26)
Polizei stoppt Marsch zum Zócalo in Mexiko-Stadt. Mehrere Verletzte. Lehrkräfte fordern Rücknahme der Rentenprivatisierung. Regierung signalisiert Dialog
Anlässlich eines Lehrerstreiks für das Ende neoliberaler Reformen ist es im Zentrum der Hauptstadt zu heftigen Auseinandersetzungen mit mehreren Verletzten gekommen. Die linke Gewerkschaftsströmung CNTE begann ihren Streik am 1. Juni mit einer Großdemonstration in Richtung des Hauptplatzes der Stadt, dem sogenannten Zócalo. Dort wollte sie ihr Protestcamp einrichten, doch die Regierung hatte den Platz weiträumig abgeriegelt, weil sie eine Fanzone für die Fußball-WM der Männer einrichten will, die am 11. Juni beginnt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/285895/protest-lehrergewerkschaft-vor-wm
Mexiko – WM im Schatten der Kartelle (03.06.26)
Mexiko bereitet sich auf die FIFA-Fußball-WM 2026 vor, doch die Macht der Drogenkartelle überschattet das Turnier. Während Regierung und FIFA Stabilität versprechen, warnen Experten vor massiven Sicherheitsrisiken in Austragungsorten wieGuadalajara. Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen: Zwischen Korruption, der Jagd auf Kartellbosse wie „El Mencho“ und dem Schicksal der „Buscadores“, die in Stadionnähe nach ihren verschwundenen Angehörigen suchen. Wie sicher ist die Weltmeisterschaft wirklich? Und was bedeutet das Mega-Event für die Menschen vor Ort?
Video: https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIzMjU0OTA
Rote Karte für Kindesmissbrauch (24.05.26)
Die WM 2026 steht vor der Tür, und bei internationalen Kinderschutzorganisationen läuten die Alarmglocken. Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF befürchtet die Zunahme der sexuellen Ausbeutung von Kindern angesichts des massiven Zustroms von Touristen in Mexiko.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/politik-gesellschaft/rote-karte-fuer-kindesmissbrauch/
HINWEISE
07. – 09. August: Anarchistische Büchermesse, KuZeB Bremgarten / AG
03. und 25. Oktober 2026: Vorbereitungskurs für zivile Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas. Interessierte melden sich unter: bricos@chiapas.ch
