EZLN

Südmexiko-Newsletter Juni / Juli 2026

HINWEIS IN EIGENER SACHE

Veranstaltung am No Borders No Nations Festival in Bern am 21.08.26 um 19:30 – 21:00 Uhr

„el común“ – Organisierung und Widerstand im Süden Mexikos

Im Süden Mexikos wehrt sich die indigene Bevölkerung mit kollektiver Organisierung und dem Aufbau von gemeinschaftlichem Leben gegen den kapitalistischen Sturm. Gegen Zerstörung und Krise, mit dem Kampf für das Leben.
Der Widerstand gegen die kolonialistische und kapitalistische Ausbeutung in Chiapas, dem südlichsten Bundesstaat Mexikos, hat eine lange Geschichte. Seit dem Aufstand der Zapatist*innen 1994 haben sich viele globale Krisen zugespitzt und im Süden Mexikos treibt die neoliberale Regierung mit Megaprojekten die Zerstörung weiter voran. Dagegen wehrt sich die indigene Bevölkerung mit kollektiver Organisierung und dem Aufbau von gemeinschaftlichem Leben. „el común“ bezeichnet diese Vision, die in vielen indigenen Gemeinden in Chiapas täglich in die Praxis umgesetzt wird.
Nach einem kurzen Überblick über die aktuelle politische Lage im Süden Mexikos hören wir Berichte von Aktivist*innen, die diesen Frühling vor Ort waren und diskutieren im Anschluss gemeinsam über die Perspektive, die uns „el común“ bieten kann.
Infos: https://www.nbnn.ch/programm/

Am 03. und 25. Oktober 2026: Vorbereitungskurs für zivile Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas. Interessierte melden sich unter: bricos@chiapas.ch

CHIAPAS

Eine Klinik für alle im mexikanischen Regenwald
Gesundheit ist ein Menschenrecht – das für viele nicht gilt. Im mexikanischen Bundesstaat Chiapas werden indigene Gemeinden systematisch von der medizinischen Versorgung ausgeschlossen. Auch deshalb rebelliert dort seit 1994 die zapatistische Bewegung. Seither kämpfen sie für ein gutes Leben, Würde und Gerechtigkeit.
Nun haben die zapatistischen Gemeinden mitten im Regenwald mit dem Bau einer eigenen Klinik begonnen: Gynäkologie, Labor, zahnärztliche Versorgung – selbstverwaltet und offen für alle. Mit Unterstützung solidarischer Initiativen, auch von medico international, verteidigen sie das Recht auf Gesundheit dort, wo der Staat versagt.
Während uns angesichts der Lage der Welt vielerorts Ohnmacht und Lähmung begegnen, birgt die zapatistische Autonomie mehr als abstrakte Hoffnung. Unterstütze die gesundheitliche Selbstbestimmung in Chiapas.
Den Spendenaufruf, Interviews und Hintergrund sind hier zu finden: https://www.medico.de/klinik-fuer-alle

Serie von EZLN-Communiqués ab Mai 2026 unter anderem zum Gemeinschaftstraktor und KI (stochastischer Papagei) und Aufrufe:

Teil VII. – Betrachtungen des Oben. Die Ordnung ist die Ordnung von oben – 05.06.26
Teil VIII. – Fragen. (sowie neue Mail-Adressen, um sich zu registrieren) 14.06.26
Teil IX. und letzter Teil: Der seltsame, einzigartige Fall des verrückten Papageien und die vergessenen Superhelden. 17.06.26

20. Juli – 25. Juli 2026: Semillero [Saatfeld-Seminar]: Krieg gegen die Menschheit (Die Bevölkerungen und die Natur unter Belagerung). CIDECI-UniTierra [San Cristóbal de Las Casas, Chiapas].

Im August: Treffen der Kunst sowie des Widerstands und der Rebellion im August 2026.. ResignArte u OrganizArte – Resignieren oder Dich Organisieren. Daten und Orte. die Daten des Treffens der Künste sowie des Treffens der Widerstände und Rebellionen

Die Communiqués sind auf Spanisch oder in Deutscher Übersetzung zu finden auf: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/

OAXACA

San Dioniso Ocotepec kämpft um sein Wasser (10.07.26)
Seit Jahren kämpfen die Gemeinden im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca mit zunehmendem Wassermangel. Die durch die sich verschärfende Klimakrise verursachte andauernde Trockenheit lässt in vielen Orten die Grundwasserleiter versiegen, was die lokale Wasserversorgung gefährdet. Im Winter 2023/24 brach in vielen Gemeinden des südmexikanischen Bundesstaates Oaxaca die Wasserversorgung zusammen. Die nationale Wasserbehörde CONAGUA warnte vor akuter Wasserknappheit in der Hauptstadt Oaxaca de Juárez. Ursache: Aufgrund der Klimakrise kommt es zu mehr und längeren Dürreperioden. Wegen des fehlenden Regens versiegen Grundwasserleiter und trocknen Speicherbecken aus. Um dem etwas entgegenzusetzen, gründete sich das „Foro oaxaqueño del agua“ – das Wasserforum Oaxacas. Laut Projektkoordinator Mauricio del Villar gehören dem Wasserforum Behörden, Kommunen, Akademiker*innen und vor Ort lebende Menschen an, die auf regelmäßigen Treffen über das Thema Wasser diskutieren.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/san-dioniso-ocotepec-kaempft-um-sein-wasser/

MEXIKO

Die Gewalt überleben. Ein Podcast über die internationale Notlage in Mexiko. Übersetzt und eingesprochen vom NPLA

  • Die Brigadisten (06.07.26)

    Seit dem Aufstand der Zapatisten kommen internationale Freiwillige als Menschenrechts-Beobachter*innen nach Mexiko. Im Februar 1995 wurden im Menschenrechtszentrum „Fray Bartolomé de las Casas“ die BRICOS gegründet, die „Brigadas Civiles de Observación“, sog. zivile Beobachtungsbrigaden. Bis heute sind die Brigadisten in Süd-Mexiko präsent – ein Beleg dafür, dass sich die Lage in den letzten dreißig Jahren nicht verbessert, sondern verschlechtert hat.

    Weiterlesen und Podcast: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/die-brigadisten/
  • Die Menschenrechtsaktivistinnen (06.07.26)

    Können Sie sich vorstellen, dass Sie eines Tages ihr ganzes Leben in einen Koffer packen und von zuhause flüchten müssen, um Ihr Leben zu sichern? Menschenrechtsaktivistinnen wie Regina Zoé Magallón in Mexiko fürchten um ihr Leben und müssen ihr Land oft verlassen, ohne die Chance zurückzukehren. Mexiko hat sich zu einem der gefährlichsten Länder für Journalisten sowie Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger entwickelt.

    Weiterlesen und Podcast: https://www.npla.de/thema/feminismus-queer/die-menschenrechtsaktivistinnen/

Mexiko zeigt ICE nach 17 Todesfällen von Landsleuten an (11.07.26)
Die mexikanische Regierung hat angekündigt, dass sie in den USA Strafanzeige wegen des Todes von 17 mexikanischen Staatsangehörigen einreichen wird. Seit letztem Jahr starben 14 Mexikaner unter ungeklärten Umständen im Gewahrsam der Einwanderungsbehörde, drei weitere wurden während Einsätzen von ICE getötet. Der jüngste Fall ereignete sich am 7. Juli in Houston: Der Familienvater Lorenzo Salgado Araujo wurde auf dem Weg zur Arbeit erschossen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/07/288287/mexiko-klagt-gegen-ice

Nach dem gewaltsamen Tod von Lorenzo Salgado Araujo fordern Familie und Aktivisten eine unabhängige Untersuchung. Mexikanische Regierung kündigt Klagen gegen ICE an
Quelle: Channel Draw, Gianluca Costantini

Mexiko plant Ölexporte nach Kuba über Privatfirmen (29.06.26)
Die mexikanische Regierung plant, die Öllieferungen nach Kuba wieder aufzunehmen. Dies erklärte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum in einer Pressekonferenz in der vergangenen Woche. Laut der Präsidentin geht es dabei nicht um humanitäre Hilfe, sondern um einen Handelsaustausch, der die in Kuba beschlossenen neuen Reformen nutze und mexikanische Unternehmen mit einschließt. „Es handelt sich nicht um eine humanitäre, sondern um eine wirtschaftliche Frage. Mit den neuen, vom kubanischen Kongress und der Regierung genehmigten Bestimmungen können nun engere Handelsbeziehungen mit mexikanischen Unternehmen in Kuba aufgebaut werden.“
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/287379/mexiko-kuba-oel

Mexiko schickt Rettungsteams ins erdbebenbetroffene Venezuela (26.06.26)
Auch zivile Helfer und Material sollen in das Krisengebiet gebracht werden. Ziel ist die Suche nach Überlebenden

Die zivile Rettungsgruppe Los Topos de México kündigt in einer Solidaritätsbotschaft mit Venezuela ihren Rettungseinsatz an
Quelle: Brigada de Rescate Topos Tlaltelolco A.C.


Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela hat Mexiko Rettungsteams entsandt. Die erste Brigade besteht aus 250 Soldaten, fünf Suchhunden, vier Flugzeugen, einer Drohne, Ausrüstung für Such- und Rettungsmaßnahmen sowie medizinischer Versorgung. Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigte am Donnerstag an, dass diese Brigade noch am selben Tag nach Venezuela fliegen würde. Die amtierende venezolanische Präsidentin Delcy Rodríguez rief kurz nach den Beben der Stärke 7,2 und 7,5 auf der Richterskala den nationalen Notstand aus und bedankte sich ausdrücklich für die Solidarität Mexikos.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/287075/erdbeben-suchtrupps-venezuela

Mexiko führt kostenlose medizinische Grundversorgung für alle Kinder ein (16.06.26)
Es gibt sie: die guten Nachrichten, die positiven Veränderungen und Aufwärtstrends für Kinder und Familien. In einer Welt, die oft reflexartig auf das Negative schaut, berichten die SOS-Kinderdörfer in den Good News über das, was uns aufrichtet.
Mexiko führt ab 2027 eine flächendeckende, kostenlose Gesundheitsversorgung für Minderjährige und Erwachsene ein. Anders als bisher haben Kinder dann unabhängig vom Beschäftigungs- und Versicherungsstatus ihrer Eltern in jeder Gesundheitseinrichtung Anspruch auf Behandlung. Der sogenannte ,Servicio Universal de Salud‘, der allgemeine Gesundheitsdienst, soll zudem den Zugang zu Impfprogrammen und, vor allem in ländlichen Regionen, den Erhalt von Kindermedikamenten erleichtern.
Weiterlesen: https://www.sos-kinderdoerfer.de/informieren/aktuelles/news/gesundheit-von-mexikanischen-kindern

ANDERE REGIONEN MEXIKOS

SINALOA

Indigene Proteste stoppen deutsch-schweizerische Chemiefabrik in Mexiko (17.06.26)
Nach einer Demonstration blockieren Anwohner alle Zufahrten zum Werk in Topolobampo, Sinaloa. Umweltministerium prüft Schäden und Genehmigungen
Indigene Gemeinden der Mayo-Yoreme haben alle Zufahrtsstraßen zu einer im Bau befindlichen Chemiefabrik im nordmexikanischen Sinaloa blockiert. Sie verhindern damit den Transport von Baumaschinen und den Zugang von Personal zur Ammoniakfabrik in der Bucht von Ohuira, einem Naturschutzgebiet an der Pazifikküste. Der erzwungene Baustopp ist die jüngste Eskalation in einem jahrelangen Konflikt um das von der staatlichen deutschen KFW IPEX-Bank mit 860 Millionen Euro mitfinanzierte Großprojekt des schweizerisch-deutschen Konsortiums Proman.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/286486/indigene-gegen-chemiefabrik

MEXIKO-STADT

Ex-Pemex-Chef in Mexiko wegen häuslicher Gewalt festgenommen (10.07.26)
Ehefrau machte Aufnahmen der Misshandlung publik. Sheinbaums Regierung kündigt Strafe an
Der ehemalige Generaldirektor von Petróleos Mexicanos (Pemex) ist in Mexiko-Stadt wegen häuslicher Gewalt festgenommen worden. Die Verhaftung von Víctor Rodríguez Padilla erfolgte nach einer Anzeige seiner Ehefrau María Felicia Jiménez Lavie. In einem von ihr Anfang Juli veröffentlichten Überwachungsvideo ist zu sehen, wie Rodríguez sie in Anwesenheit der Kinder wiederholt schlägt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/07/288252/pemexdirektor-haeusliche-gewalt

VERACRUZ

In Córdoba prangerten Journalisten die Gewalt gegen ihre Kollegen an
Quelle: Presente Veracruz 0ficial

Neuer Mord an Journalisten in Mexiko (15.06.26)
Verbände verurteilen Serie von Attentaten. Anzeige gegen Polizisten einer der Ermittlungsansätze. Weitere Journalistin verschwunden
Der Journalist Luis Ángel López Valdez ist in der Stadt Poza Rica im mexikanischen Bundesstaat Veracruz von bewaffneten Männern erschossen worden. Der 33-Jährige war für die Zeitung Vanguardia de Veracruz tätig und leitete das digitale Nachrichtenmedium Reportaje Policiaco Veracruzano, wo er über die Kriminalität im Bundesstaat Veracruz berichtete.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/286367/journalist-mexiko-mord

ZUM THEMA FUSSBALLWELTMEISTERSCHAFT 2026

Vier Menschen sterben bei FIFA-WM-Feiern in Mexiko-Stadt (02.07.26)
Nach dem 2:0-Sieg Mexikos gegen Ecuador und dem Einzug ins Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft sind in Mexiko-Stadt mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Die Tragödie ereignete sich in der Nacht zum Dienstag während der Feiern am Ángel de la Independencia und am Paseo de la Reforma.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/07/287835/fifa-mexiko-tote

Kritik an Steuererlassen für die Fifa zur WM in Mexiko (29.06.26)
Soziale Organisationen aus Mexiko kritisieren im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft die Steuererlasse für die Fifa und die hohen sozialen Kosten für das lateinamerikanische Land. Mexiko gewährte der Fifa bereits im Bewerbungsprozess für die Fußball-Weltmeisterschaft umfangreichere Vergünstigungen als die Mitgastgeber USA und Kanada. Die steuerlichen Sonderregelungen gelten nicht nur für die Fifa, sondern auch für Auftragnehmer, Zulieferer und Dienstleister, die vertraglich an die Weltmeisterschaft gebunden sind.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/287009/beguenstigungen-fifa-mexiko-steuer

Fußball-WM in Mexiko: Impressionen der Proteste (13.06.26)
Zusammenstöße vor dem Stadion. Polizei stoppt viele Demozüge. Soziale Gruppen holen sich den Sport zurück
Die Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer hat vielen sozialen Gruppen eine Bühne für Proteste geboten. Laut den Behörden kam es in Mexiko-Stadt zu neun Demonstrationszügen, 26 Kundgebungen und zwei Fahrraddemos. Die Forderungen sind so divers wie die protestierenden Gruppierungen. Sie umfassen unter anderem höhere Löhne für Lehrkräfte, Maßnahmen gegen die Wasserknappheit und mehr staatliche Unterstützung bei der Suche nach gewaltsam Verschwundenen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/286280/mexiko-proteste-fifa-cdmx

Im Schatten der FIFA-WM: Angehörige von Verschwundenen demonstrieren in Mexiko (11.06.26)

Die Demonstrierenden zogen auf einer der Hauptverkehrachsen der Hauptstadt in Richtung des Aztekenstadtions
Quelle: Jasper Koch


Kollektive wehren sich gegen das Vergessen. Kundgebungen gegen Vertreibung, Wassermangel und steigende Militärpräsenz. Ein Bericht aus Mexiko-Stadt
Am Abend vor dem Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft der Männer haben Hunderte Menschen in Mexiko-Stadt gegen das gewaltsame Verschwinden im Land protestiert. Die Demonstrierenden gehören zu Kollektiven der „Madres buscadoras“ (Suchende Mütter). Zahlreiche Gruppen und Organisationen suchen nach den über 133.000 verschwundenen Menschen in Mexiko (amerika21 berichtete).
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/286176/wm-mexiko-demo-angehoerige-von-vermissten

HINWEISE

24. Juli: Ali Gua Gua Konzert ab 21.30 im Ziegel Zürich. Infos unter: https://ziegelohlac.ch/veranstaltung/ali-gua-gua-konzert-ab-21-30-im-ziegel/

07. – 09. August: Anarchistische Büchermesse, KuZeB Bremgarten / AG

 

Posted by Tamara Wagenbrenner in News

Südmexiko-Newsletter Mai / Juni 2026

HINWEIS IN EIGENER SACHE

Infoveranstaltung mit Carlos Beas aus Oaxaca über den Interozeanischen Korridor in Mexiko
am 4. Juli um 18:30 Uhr im Infoladen Kasama in Zürich mit mexikanischem Essen für alle und Vortrag um 19.30 Uhr. Die Veranstaltung findet auf Spanisch statt und wird auf Deutsch übersetzt. Organisiert von der Direkten Solidarität mit Chiapas.
Den Flyer und weitere Infos dazu findet ihr auf: https://chiapas.ch/2026/06/04/infoveranstaltung-mit-carlos-beas-ueber-den-interozeanischen-korridor-in-mexiko/

Interview mit Carlos Beas auf Spanisch (15 Min.):
El Corredor Interoceánico „no beneficia a las comunidades locales“, alerta activista mexicano
https://www.rfi.fr/es/programas/vida-en-el-planeta/20260601-el-corredor-interoce%C3%A1nico-no-beneficia-a-las-comunidades-locales-alerta-activista-mexicano?utm_slink=rfi.my%2FCkhh

CHIAPAS

Die betroffenen Gemeinden in Chiapas fordern wirksame Projekte für Sicherheit
Quelle: Diócesis De San Cristóbal de Las Casas

Tote bei Angriffen des organisierten Verbrechens in Chiapas (03.05.26)
Bewaffnete griffen Bewohner in Nicolás Ruíz und Venustiano Carranza an. Einwohner machen paramilitärische Gruppen und kriminelle Banden verantwortlich. Staatsanwaltschaft bestätigt vier Tote und acht Verletzte, zwei Menschen gelten als vermisst
Bei bewaffneten Auseinandersetzungen im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas sind mindestens vier Personen getötet und acht Personen verletzt worden. Eine bewaffnete Gruppe griff Bewohner der Landkreise Nicolás Ruíz und Venustiano Carranza an. Einwohner von Nicolás Ruíz, die in der Allianz für die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gebiete organisiert sind, machen für die Übergriffe am Freitag paramilitärische Gruppen und das organisierte Verbrechen verantwortlich.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285062/bewaffnete-konfrontation-mexiko

Serie von EZLN-Communiqués ab Mai 2026 unter anderem zum Gemeinschaftstraktor und KI (stochastischer Papagei).

Teil I. – Die Genealogie des Tamale. – 10.05.2026
Teil II. – Sie werden nicht können. – 17.05.2026
Teil III. – Lieben und Entlieben gemäß der Künstlichen Intelligenz. – 21.05.2026
Teil IV. – Lieben und Entlieben, dem Fußball gemäß. – 24.05.2026
Teil V. – Viele Modi, verschiedene Generationen und ein Feld … – 30.05.2026
Teil VI. – Wir leiden als Frauen … Männer … Frauen … Männer, die wir sind (oh, nun ja). – 02.06.2026

Die Communiqués sind auf Spanisch oder in Deutscher Übersetzung zu finden auf: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/

OAXACA

Mexiko treibt Industrieparks gegen Willen indigener Gemeinden voran (13.05.26)
Bis zu 100 Industrieparks im Rahmen des „Plan México“ geplant. Gerichtsentscheid schränkt Klagemöglichkeiten indigener Gemeinden ein. Organisationen im Widerstand
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat per Dekret den Weg für Investitionen im Umfang von 277 Milliarden US-Dollar im Rahmen des „Plan México“ geebnet. Konkret soll die Errichtung von bis zu 100 Industrieparks vorangetrieben werden. Die sogenannten Entwicklungszentren für Wohlbefinden (Podebis), eine staatliche Einrichtung, sehen in den Industrieparks „Entwicklungspole für Wohlstand“. Bisher stockte der Ausbau entlang der Route des Interozeanischen Korridors im Isthmus von Tehuantepec, auch wegen Widerstands indigener Gemeinschaften.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285276/verteidigung-des-territoriums

Oaxaca unter Jara: Menschenrechtsverteidiger*innen in Lebensgefahr (21.04.26)
Mehr als drei Jahre nach Amtsantritt von Gouverneur Salomón Jara warnen zivilgesellschaftliche Organisationen vor einer besorgniserregenden Menschenrechtslage in Oaxaca. Seit Beginn seiner Regierung wurden mindestens 33 Menschenrechtsverteidiger*innen ermordet. Zudem nehmen Fälle des Verschwindenlassens zu, während Aktivist*innen und Journalist*innen zunehmend Risiken ausgesetzt sind.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/oaxaca-unter-cruz-menschenrechtsverteidigerinnen-in-lebensgefahr/

GUERRERO

Mission meldet Gewalt und Flucht in Mexikos indigenen Dörfern (02.06.26)
Zivile Beobachter dokumentieren Angriffe im Bundesstaat Guerrero. Hinweise auf Drohnen und schwere Waffen. Behörden leiten nach Angaben der Delegation keine Ermittlungen ein
Mitglieder einer zivilen Beobachtungsmission dokumentieren die aktuelle Lage in den von der organisierten Kriminalität angegriffenen indigenen Dörfern in der Gemeinde Chilapa im Bundesstaat Guerrero. Eine Pressekonferenz zur Vorstellung ihres Berichts fand unter dem Titel „Kriminalisierung, Ausrottung und schwere Menschenrechtsverletzungen in den Dörfern der Montaña Baja in Guerrero“ am vergangenen Mittwoch statt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/285798/beobachtungsmission-guerrero

Indigene Gemeinden des CIPOG-EZ in Mexiko unter Beschuss (12.05.26)
Seit dem 6. Mai neue Gewalt im Bundesstaat Guerrero. Vier Mitglieder des CIPOG-EZ getötet, eine Frau verletzt. Bis zu 800 Menschen auf der Flucht.
Seit dem 6. Mai überrollt eine erneute Welle der Gewalt die indigenen Gemeinden des CIPOG-EZ (Indigener und Volksrat von Guerrero Emiliano Zapata) im mexikanischen Bundesstaat Guerrero. Betroffen sind vor allem Tula, Xicotlán, Acahehuetlán und Alconzacán. In Tula wurden vier Mitglieder des CIPOG-EZ ermordet. Am 8. Mai wurde eine Frau aus Xicotlán durch den Beschuss verletzt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285270/schwere-angriff-mexiko

MEXIKO

„Gold gegen Glasperlen“: Kritik an neuem Freihandelsabkommen EU-Mexiko (29.05.26)
Abkommen wurde neun Jahre verhandelt und braucht noch Ratifizierung. 72 Organisationen warnen vor einseitigen Vorteilen für Konzerne
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum haben in Mexikos Hauptstadt ein neues Freihandelsabkommen unterzeichnet. Im Rahmen der Unterzeichnungszeremonie kritisierten 72 Organisationen aus Lateinamerika und der EU das Abkommen, da in erster Linie die Privilegien für Konzerne ausgeweitet würden.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285688/freihandelsabkommen-eu-mexiko

IACHR: Menschenrechtskrise durch Verschwindenlassen in Mexiko (16.05.26)
IACHR präsentiert Bericht im Beisein von Familien und Behördenvertretern. Angehörige fordern Dialog

Präsentation des Berichts „Verschwundene Personen in Mexiko“
Quelle: Observatorio Crímenes LGBT


Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (IACHR) hat in einem Bericht das Verschwinden von Personen als „eine schwerwiegende Menschenrechtskrise in Mexiko“ bezeichnet. Viele der vom organisierten Verbrechen begangenen Verschleppungen würden „in enger Absprache und Koordination mit staatlichen Akteuren erfolgen“, warnte die Kommission.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285309/verschwundene-mexico

ANDERE REGIONEN MEXIKOS

Neues Factsheet: Wie frei ist Mexikos Presse? (29.04.26)
Anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai veröffentlicht die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko ein Factsheet mit Hintergrundinformationen zur Situation von Journalist*innen in Mexiko.
Weiterlesen: https://www.mexiko-koordination.de/2026/04/29/neues-factsheet-wie-frei-ist-mexikos-presse/?l=de

SINALOA

Indigene protestieren in Mexiko vor der deutschen Botschaft gegen Chemiewerk (06.06.26)
In Sinaloa entsteht ein Ammoniakwerk. Eigentümer ist das schweizerisch-deutsche Unternehmen Proman. Gegner nicht angehört
Umwelt- und Landrechtsaktivisten haben vor der deutschen Botschaft in Mexiko gegen den Bau einer Ammoniakfabrik demonstriert. Das deutsche Unternehmen Proman mit Hauptsitz in der Schweiz baut das Chemiewerk mit seiner Tochterfirma Gas y Petroquímica de Occidente (GPO) in der Bucht von Ohuira in Topolobampo, mitten auf indigenem Territorium im nördlichen Bundesstaat Sinaloa.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/285981/protest-deutsche-botschaft-mexiko

Die Yoreme-Aktivistin Melina Maldonado zusammen mit weiteren Umweltaktivisten vor der deutschen Botschaft in Mexiko
Quelle: Insurgencia Magisterial (Facebook)

Indigene stürmen Baubeginn von Trump-geförderter Methanolfabrik in Mexiko (27.04.26)
Vom weltweit größten geplanten Methanolwerk profitieren mehrere Konzerne. Fracking wird eingesetzt. Das Projekt gilt als Priorität für Trump
Mit einer Protestaktion haben indigene Umweltaktivisten die Grundsteinlegung für den Bau einer Methanolfabrik im Bundesstaat Sinaloa verhindert. Rund 100 Demonstranten stürmten die Veranstaltung im Hafen von Topolobampo und demontierten den Grundstein des Fabrikprojekts. Die Veranstaltung auf dem geplanten Fabrikgelände musste abgebrochen werden. Die anwesenden Unternehmer und Politiker, darunter auch der US-Botschafter in Mexiko, verlegten ihr Zusammentreffen kurzfristig in ein Hotel in der nahegelegenen Stadt Los Mochis.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/04/284930/indigene-gegen-methanolfabrik

MEXIKO-STADT

Antimonument in Mexiko ehrt getötete und verschwundene Reporter (04.06.26)
Angehörige und NGOs enthüllen in Mexiko-Stadt die Installation. Betroffene prangern mangelnden Schutz und Straflosigkeit an. Präsidentin Sheinbaum kündigt Verbesserungen an
Angehörige von ermordeten und verschwundenen Journalist:innen haben gemeinsam mit Presse- und Menschenrechtsorganisationen in Mexiko-Stadt ein neues Antimonument eingeweiht. Die Installation mit der Aufschrift „Aquí nadie olvida“ (Hier vergisst niemand) wurde am Paseo de la Reforma errichtet, einem zentralen Ort politischer Proteste und gesellschaftlicher Erinnerung in der Hauptstadt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/285917/mexiko-antimonument-journalisten

NAYARIT

Erfolgreiche Proteste in Mexiko gegen Strandprivatisierung durch Luxushotel (05.05.26)
Anwohner und Umweltgruppen an der Riviera Nayarit fordern freien Zugang zum Strand Las Cocinas. Zusammenstöße mit Polizei und Festnahmen. Regierung macht erste Zusagen.
Am Strand Las Cocinas in der mexikanischen Gemeinde Bahía de Banderas protestieren Umweltaktivisten seit Wochen gegen ein Immobilienprojekt. Dieses beabsichtigt die Privatisierung des Strandes auf der Halbinsel Punta de Mita. Die Protestierenden fordern das Bauunternehmen auf, den an den Strand angrenzenden 20 Meter breiten Landstreifen zu respektieren. Dieser gilt in Mexiko als unveräußerbar und öffentlich zugänglich.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/05/285107/privatisierung-strand-mexiko

ZUM THEMA FUSSBALLWELTMEISTERSCHAFT 2026

Lehrergewerkschaft in Mexiko startet Streik vor der WM (03.06.26)
Polizei stoppt Marsch zum Zócalo in Mexiko-Stadt. Mehrere Verletzte. Lehrkräfte fordern Rücknahme der Rentenprivatisierung. Regierung signalisiert Dialog
Anlässlich eines Lehrerstreiks für das Ende neoliberaler Reformen ist es im Zentrum der Hauptstadt zu heftigen Auseinandersetzungen mit mehreren Verletzten gekommen. Die linke Gewerkschaftsströmung CNTE begann ihren Streik am 1. Juni mit einer Großdemonstration in Richtung des Hauptplatzes der Stadt, dem sogenannten Zócalo. Dort wollte sie ihr Protestcamp einrichten, doch die Regierung hatte den Platz weiträumig abgeriegelt, weil sie eine Fanzone für die Fußball-WM der Männer einrichten will, die am 11. Juni beginnt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/06/285895/protest-lehrergewerkschaft-vor-wm

Mexiko – WM im Schatten der Kartelle (03.06.26)
Mexiko bereitet sich auf die FIFA-Fußball-WM 2026 vor, doch die Macht der Drogenkartelle überschattet das Turnier. Während Regierung und FIFA Stabilität versprechen, warnen Experten vor massiven Sicherheitsrisiken in Austragungsorten wieGuadalajara. Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen: Zwischen Korruption, der Jagd auf Kartellbosse wie „El Mencho“ und dem Schicksal der „Buscadores“, die in Stadionnähe nach ihren verschwundenen Angehörigen suchen. Wie sicher ist die Weltmeisterschaft wirklich? Und was bedeutet das Mega-Event für die Menschen vor Ort?
Video: https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIzMjU0OTA

Rote Karte für Kindesmissbrauch (24.05.26)
Die WM 2026 steht vor der Tür, und bei internationalen Kinderschutzorganisationen läuten die Alarmglocken. Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF befürchtet die Zunahme der sexuellen Ausbeutung von Kindern angesichts des massiven Zustroms von Touristen in Mexiko.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/politik-gesellschaft/rote-karte-fuer-kindesmissbrauch/

HINWEISE

07. – 09. August: Anarchistische Büchermesse, KuZeB Bremgarten / AG

03. und 25. Oktober 2026: Vorbereitungskurs für zivile Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas. Interessierte melden sich unter: bricos@chiapas.ch

Posted by Tamara Wagenbrenner in News

Südmexiko-Newsletter Januar / Februar 2026

IN EIGENER SACHE

Wir, die direkte Solidarität mit Chiapas, durften im 2025 unser 30 jähriges Jubiläum feiern und freuen uns, euch einen Artikel über das Bestehen unserer Gruppe zeigen zu können.

Als in Zürich ein Schloss knackte und in Chiapas der Aufstand begann

Demokratie, Gerechtigkeit, Freiheit – ein Mural in Chiapas. (Bild: Solidarität mit Chiapas)


Vor 30 Jahren besetzten in Zürich Aktivist*innen ein leerstehendes Haus, zeitgleich erhoben sich in Chiapas die Zapatistas gegen die mexikanische Regierung. Zwei Bewegungen, weit voneinander entfernt, doch verbunden durch dieselbe Frage: Wie widersetzen wir uns dem Neoliberalismus?
Silvesternacht 1994. Während draussen Raketen in den Zürcher Nachthimmel steigen, knackt drinnen jemand ein Schloss. Eine Gruppe Aktivist*innen, unter ihnen Philipp Gerber, dringen in ein leerstehendes Haus am Steinwiesplatz. Kalte Atemwolken, nervöses Lachen. Die Besetzer*innen nutzen die Gunst der Stunde – die Wachleute feiern fröhlich ins neue Jahr.
Weiterlesen: https://daslamm.ch/als-in-zuerich-ein-schloss-knackte-und-in-chiapas-der-aufstand-begann/

CHIAPAS

Zapatistas in Mexiko treffen sich mit Zivilgesellschaft (08.01.26)
Seminar in Chiapas zum Jahrestag des Aufstandes von 1994. 1.400 Teilnehmende. Fokus auf Gemeinschaftliches. Kritik an progressiven Regierungen in Lateinamerika
Im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas haben sich Ende Dezember Aktivist:innen, Akademiker:innen und zapatistische Unterstützungsbasen getroffen. Ziel des Seminars war der Austausch von Kapitalismus- und herrschaftskritischen Analysen, um Aktionen des Widerstandes und der Rebellion zu fördern. Eingeladen hatte die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) im Rahmen des 32. Jahrestages ihres Aufstandes. An den Aktivitäten in der Universidad de la Tierra – CIDECI beteiligten sich 500 indigene Unterstützungsbasen der EZLN und 900 Teilnehmer:innen aus 38 Ländern.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/01/280788/semillero-2025

Zapatistas in Mexiko rufen zur Solidarität mit Kuba auf (14.02.26)

Die Zapatistische Nationale Befreiungsarmee (EZLN) hat einen Aufruf zur Solidarität mit der kubanischen Bevölkerung veröffentlicht. Die Zapatistas, eine sozialrevolutionäre indigene Bewegung mit ihrer Basis im Süden von Mexiko, warnten vor einer Eskalation wirtschaftlicher, politischer und militärischer Aggressionen. Diese zielten darauf ab, „das kubanische Volk zu ersticken, um Investitionen und ‚Entwicklung‘ zu fördern“.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/02/282853/ezln-solidaritaet-kuba

Die Zapatistas und Unterstützerkollektive rufen zur Solidarität mit der kubanischen Bevölkerung auf
Quelle: Enlace Zapatista

»Gerechtigkeit für Samir und Selbstbestimmung für die Pueblos«, 19.-22.2.2026
Aufruf zu nationalen und internationalen Aktionstagen
Vollständiger Aufruf: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2026/02/03/aufruf-zu-nationalen-und-internationalen-aktionstagen-gerechtigkeit-fur-samir-und-selbstbestimmung-fur-die-pueblos-gerechtigkeit-von-unten-kann-nur-mit-erinnerung-rebellion-und-organisation/

Bürgermeister und 156 Polizisten in Chiapas festgenommen (10.01.26)
Razzia der Nationalgarde in Chiapas. 156 Polizisten vorübergehend in Gewahrsam. Gegen elf Beamte werden Verfahren eröffnet
Im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas ist der Bürgermeister der Gemeinde Cintapala, Ernesto Díaz Cruz, wegen mutmaßlichen Machtmissbrauchs und Verbindungen zur organisierten Kriminalität festgenommen worden. Das hat die Generalstaatsanwaltschaft Mexikos (FGE) am 6. Januar bekannt gegeben.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/01/281260/festnahme-buergermeister-und-polizisten

OAXACA

13 Tote bei Zugunglück in Mexiko auf neuer Strecke (30.12.25)
108 Verletzte, 44 in Behandlung. Regierung kündigt Untersuchung an und warnt vor Spekulationen über Ursachen
Ein Zug mit 250 Personen an Bord ist auf der kurvenreichen Strecke des interozeanischen Korridors im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca entgleist. In den Wagen, die am Sonntag bei der Ortschaft Nizanda in eine Schlucht stürzten, starben 13 Personen, 108 weitere wurden verletzt. Am Tag nach dem Unglück befanden sich noch 44 Verletzte in stationärer Behandlung im Krankenhaus, informierte das für den Betrieb dieses Zuges zuständige Marineministerium gegenüber der Presse.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/12/279971/13-tote-bei-zugunglueck-mexiko

MEXIKO

Mexiko schickt Hilfsgüter nach Kuba (03.02.26)
Mexiko wird in dieser Woche humanitäre Hilfe nach Kuba senden. Das kündigte Präsidentin Claudia Sheinbaum am Sonntag bei einer öffentlichen Veranstaltung an. Die Lieferung umfasse Lebensmittel und andere grundlegende Versorgungsgüter, erklärte sie. Zugleich arbeite ihre Regierung auf diplomatischem Weg daran, „alles zu regeln, was mit der Lieferung von Öl aus humanitären Gründen zu tun hat“.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/02/282485/mexiko-hilfsgueter-kuba

Mexiko reagiert auf Zolldrohung der USA wegen Öl für Kuba (30.01.26)
Sheinbaum sendet Solidaritätssignal an Kuba. Sie warnt vor einer Notlage durch mögliche Zölle. Der Außenminister soll Details des Dekrets mit Washington klären
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat sich am Freitag zu den neuen Drohungen der US-Regierung geäußert, Importzölle gegen Länder zu erheben, die Kuba mit Öl versorgen. In ihrer täglichen Pressekonferenz verlas Sheinbaum eine Solidaritätsbotschaft mit Kuba. Darin bekräftigte Mexiko „das Prinzip der Souveränität und der freien Selbstbestimmung der Völker“.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/01/282392/sheinbaum-gegen-oelboykott

Mexikaner stirbt in ICE-Haft in USA, Mexiko fordert Aufklärung (18.01.26)
Der 34 Jahre alte Mann starb am 14. Januar in einer Einrichtung der Behörde ICE in Georgia. Das Konsulat in Atlanta bestätigte den Tod. Die Haftanstalt in Lovejoy wird vom privaten Konzern GEO Group betrieben


Bereits fünf Personen sind in der Haft der ICE-Behörde alleine im Januar 2026 gestorben
Quelle: Darío Castillejos


Das mexikanische Außenministerium hat nach dem Todesfall eines Mexikaners in Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörde (ICE) die Aufklärung des Sachverhalts gefordert. Das mexikanische Konsulat in Atlanta, Georgia, bestätigte auf X den Tod der migrantischen Person am 14. Januar. Der Vorfall geschah in der Haftanstalt Robert A. Deyton, einer von dem privaten Unternehmen GEO Group betriebenen Einrichtung in Lovejoy.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/01/281722/tod-ice-gewahrsam

HINWEISE

KLIMACAFÉ: 20. Februar 2026 von 19:00 – 21:00 Uhr und 22. Februar (auf Englisch) von 17:00 – 19:30 Uhr. Der Abend wird organisiert und moderiert von Mitgliedern ‘Psychologists for Future Schweiz’.
Infos und Anmeldung über die Website: https://klimacafe.ch/

Posted by Tamara Wagenbrenner in News

Südmexiko-Newsletter Mai / Juni 2025

CHIAPAS

Aufruf zum Treffen der Widerstände und der Rebellionen »Einige Teile des Ganzen«.
Die zapatistischen Comunidades mit Maya-Wurzeln – via ihre Lokalen Autonomen Regierungen (GAL), Kollektive der Autonomen Regierungen (CGAZ), Vollversammlungen der Kollektive der Autonomen Regierungen (AGCAZ), INTERZONE und der EZLN – richten sich an Euch und:
rufen die Personen, Gruppen, Kollektive, Bewegungen, Organisationen – die in den verschiedenen Winkeln der Welt gegen eine oder alle Köpfe der kapitalistischen Hydra widerstehen und rebellieren und die eine Praxis haben zum [miteinander] Teilen – dazu auf, dass sie ihre Geschichte in einem Treffen mit den zapatistischen Comunidades erzählen.
Das vollständige Communique der Zapatistas auf Deutsch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2025/06/03/aufruf-zum-treffen-der-widerstande-und-der-rebellionen-einige-teile-des-ganzen/
Auf Spanisch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2025/06/02/convocatoria-al-encuentro-de-resistencias-y-rebeldias-algunas-partes-del-todo/

Unschuldig – sagen die Unterstützer:innen und jetzt auch das Gericht Quelle: educa

Mitglieder der EZLN-Unterstützungsbasis freigelassen (07.05.25)
Freilassung aufgrund öffentlichen Drucks. Bei Festnahme wurden Gegenstände gestohlen. Zapatistas ermittelten. Menschenrechte in Gefahr
Zwei Mitglieder der zapatistischen Unterstützungsbasis aus der Gemeinde Aldama sind seit dem 2. Mai wieder auf freiem Fuß, berichtet die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN). José Baldemar Sántiz Sántiz (45) und Andrés Manuel Sántiz Gómez (21) befanden sich neun Tage lang in Untersuchungshaft (siehe folgender Artikel).
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/05/275106/mexiko-ezln-freigelassen

 

Zwei Mitglieder der EZLN-Unterstützungsbasis in Chiapas verhaftet (01.05.25)
Zwei Männer der zapatistischen Basis aus der Gemeinde Aldama sind am 1. Mai verhaftet worden und galten während 55 Stunden als verschwunden, wie das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas (Frayba) berichtet hat. Die beiden Unterstützer der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) wurden am Sonntag einem Gericht von San Cristóbal de Las Casas vorgeführt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/05/274981/mexiko-ezln-unterstuetzer-verhaftet

BAJA CALIFORNIA SUR

Sieg für die Umwelt: Mexiko annulliert Konzession für Unterwasserbergbau (08.05.25)
Die mexikanische Regierung hat die Konzession für ein Unterwasserbergbauprojekt endgültig annulliert. Aktivist:innen machten bekannt, dass das Unternehmen Odyssey Marine Exploration in einem Bericht vom 31. März darauf hinwies, dass die Bergbaukonzessionen seiner Tochtergesellschaft Exploraciones Oceánicas (ExO) vom mexikanischen Wirtschaftsministerium im Juni und August 2024 als „rechtswidrig“ gekündigt worden seien. Die Aktivist:innen bezeichneten die Entscheidung als einen „Sieg für die Umwelt und die Küstengemeinden“ am Golf von Ulloa im Bundesstaat Baja California Sur.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/05/275115/mexiko-unterwasserbergbau

VERACRUZ

Veracruz erlebt blutbefleckten Kommunalwahlkampf (23.05.25)
Im mexikanischen Bundesstaat Veracruz werden am 1. Juni die Lokalbehörden in allen 212 Gemeinden neu gewählt. Mit dem Näherrücken des Wahltermins nimmt die politische Gewalt markant zu. Schon in der Vorwahlzeit wurden 15 Angriffe gegen Kandidatinnen und Kandidaten registriert, mehrere traten wegen Drohungen von ihren politischen Ambitionen zurück.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/05/275319/mexiko-veracruz-blutiger-wahlkampf

MEXIKO

Konzert von Fermín Muguruza durch Polizei und Militär beendet (04.06.24)
Organisationen der Zivilgesellschaft haben den Einsatz mehrerer Militäreinheiten während eines Konzerts des baskischen Protestsängers Fermín Muguruza verurteilt. Dieser fand am vergangenen Freitag im alternativen Foro Alicia in Mexiko-Stadt im zentralen Stadtteil Cuauhtémoc statt und musste daraufhin abgebrochen werden.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/06/275508/mexiko-konzert-muguruza-razzia

Ximena Guzmán und José Muñoz fielen dem Doppelmord zum Opfer Quelle: Clara Brugada

Ermittlungen nach Doppelmord an Regierungsangestellten (28.05.25)
Mexikanische Behörden ermitteln weiterhin im Fall des Doppelmordes an Ximena Guzmán und José Muñoz in der mexikanischen Hauptstadt. Bei beiden handelt es sich um hochrangige Angestellte aus dem engsten Kreis der Regierungschefin von Mexiko-Stadt, Clara Brugada.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/05/275395/mexiko-doppelmord-ermittlungen

Neue interaktive Karte zur Landnutzung (26.05.25)
Das mexikanische Kollektiv GeoComunes hat eine neue interaktive Landkarte bereitgestellt, mit der landesweit Datenbanken zur Agrarsituation in Mexiko abgerufen und heruntergeladen werden können. Damit will die NGO dazu beitragen, die umfassenden regionalen Analysen der Veränderungen zu ergänzen, die sich im Bereich des gemeinschaftlichen Landbesitzsystems vollziehen, also bei Ejidos, indigenen Gemeinden, Agrargemeinschaften.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/allgemein/neue-interaktive-karte-zur-landnutzung/

Televisa Leaks: Skandal um grössten Medienkonzern in Mexiko (20.05.25)
Whistleblower enthüllt „Schmutzkampagnen“ des Unternehmens. Angriffe gegen konkurrierende Unternehmen und investigativen Nachrichtenkanal
Der mexikanische Medienkonzern Televisa soll über Jahre hinweg in einer klandestinen Abteilung Attacken gegen politische Gegner gesteuert haben. Darauf weisen die Daten eines Whistleblowers hin, die dem renommierten Nachrichtenmagazin zugespielt wurden. Auch der Oberste Gerichtshof des Landes, SCJN, soll in den Skandal verwickelt sein.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/05/275299/mexiko-skandal-medienkonzern

„Einfach Kind zu sein war nicht möglich“ (12.05.25)
In Mexiko arbeiten derzeit über 30.000 Kinder für das organisierte Verbrechen. Sobald sie in den Drogenhandel einsteigen, leben sie in Durchschnitt noch zwischen einem und drei Jahren. Diese alarmierenden Zahlen präsentierte die Organisation Reinserta bei der Vorführung ihres Kurzfilms „Nunca fuimos niños“ („Die verlorene Kindheit“), einem Film, der auf die ernste Krise der Anwerbung von Kindern in Mexiko aufmerksam machen will. Die Produktion von The Maestros in Zusammenarbeit mit Rainbow Lobster basiert auf einer Idee der MADE-Gruppe. Der Film ist nur vier Minuten lang, schafft es aber, die Realität von Tausenden von Kindern, denen das organisierte Verbrechen die Kindheit raubt, auf schonungslose und eindringliche Weise einzufangen.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/politik-gesellschaft/einfach-kind-zu-sein-war-nicht-moeglich/

Staat mitverantwortlich für humanitäre Krise (06.05.25)
Internationale Organisationen und Menschenrechtskollektive werfen dem mexikanischen Staat eine Verwicklung in das gewaltsame Verschwindenlassen von Personen vor. Die Nichtregierungsorganisation Amnesty International veröffentlichte am 29. April ihren aktuellen Jahresbericht zur weltweiten Lage der Menschenrechte. Für die Länder Lateinamerikas zeigt sich darin besonders für Mexiko eine alarmierende Situation hinsichtlich der Verantwortung staatlicher Institutionen für das gewaltsame Verschwindenlassen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/05/275091/mexiko-humanitaere-krise

Mord an Menschenrechtlern nach 15 Jahren noch immer ungestraft (04.05.25)
Fünfzehn Jahre nach der Ermordung zweier bekannter Menschenrechtsaktivisten hat der Nationale Indigene Kongress (CNI) Mexikos Gerechtigkeit gefordert. Die Mexikanerin Bety Cariño und der Finne Jyri Jaakkola hatten sich am 27. April 2010 an einer humanitären Karawane in die Gemeinde San Juan Copala im Bundesstaat Oaxaca beteiligt, um indigene Bewohner zu unterstützen, die dort von einer paramilitärisch organisierten Gruppe terrorisiert wurden. Bevor die Karawane das Dorf erreichte, geriet sie in einen Hinterhalt. Cariño und Jaakkola wurden erschossen, mehrere weitere Menschen verletzt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/05/275030/mexiko-ermordung-ungestrafft

Präsidentin Sheinbaum kündigt Programme zum Schutz von Frauen an (03.05.25)
Die Zahlen zur Gewalt an Frauen sind in Mexiko weiterhin hoch. Dem Innenministerium zufolge wurden zwischen Januar 2024 und Januar 2025 413 Frauen ermordet, 179 von ihnen aus geschlechtsspezifischen Motiven. In diesem Fall sprechen die Behörden von einem Feminizid.
Claudia Sheinbaum, die seit rund einem halben Jahr als Präsidentin im Amt ist, will mit mehreren gross angelegten Programmen den Schutz von Frauen weiter stärken und Strategien für eine zukünftige Politik entwickeln. Sie gehört wie ihr Amtsvorgänger Andrés Manuel López Obrador der progressiven Partei Morena (Bewegung der Nationalen Erneuerung) an.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/05/274982/mexiko-programme-schutz-fuer-frauen

 

HINWEISE

Sa, 5. Juli: Kick für Toleranz. Mit Politprogramm, Essen, Konzerten u.a. Ab 12 Uhr. Auf dem Viehmarkt/Helvti, Winterthur

Mo, 7. Juli: KUZEB Gourmet – mit Loteria. Para todos todo, para nosotros nada.
Ab 19 Uhr. Weitere Infos: https://www.kuzeb.ch/events. Kulturzentrum Bremgarten.

Aus allen Ecken Stimmen der Solidarität und des Widerstands!
Einladung zu einem dringenden Gespräch: Menschenrechte
und Sicherheit in Chiapas
Datum: Mittwoch, 9. Juli 2025
Uhrzeit: 10:30 Uhr (Ortszeit Mexiko) | 18:30 Uhr (Deutschland / MESZ)
Ort: Online (Vorherige Anmeldung erforderlich.)
Weitere Infos: https://www.oeku-buero.de/details/Menschenrechte-und-Sicherheit-in-Chiapas.html

Quelle: Oeku-Buero

Posted by Tamara Wagenbrenner in News

Südmexiko-Newsletter April 2025

HINWEISE UND IN EIGENER SACHE

Heraus zum 1.Mai!

In Zürich: Gemeinsam gegen Krieg und Faschismus!
Kommt mit uns an die 1. Mai-Demo in Zürich und setzt ein Zeichen: «Gemeinsam gegen Krieg und Faschismus!»
Wir spazieren mit unseren Kaffeewagen mit und stärken euch mit rebellischem Kaffee. Besucht uns
auf dem Kasernenareal bei unserem Bücher- und Infotisch am 1., 2. und 3. Mai. Dort könnt ihr auch
direkt unseren «Café RebelDía» kaufen.

DEMO in Zürich
Der 1.-Mai-Umzug besammelt sich ab 10:00 Uhr auf dem Ni-una-menos-Platz (ehem. Helvetiaplatz). Ab 10:30 Uhr startet die traditionelle Demonstration durch die Innenstadt. Die Abschlusskundgebung mit Festwirtschaft findet auf dem Sechseläutenplatz statt.
Weitere Infos: https://www.1mai.ch/info

DEMO in Bern
Heraus zur revolutionären 1. Mai-Demo 2025 in Bern | 18.30 Uhr | Rosengarten
Fight the Rich, not their Wars!
Weitere Infos: https://www.1-mai-bern.ch/home/1.-mai-2025/

 

CHIAPAS

Es erscheinen fortlaufend COMMUNIQUÉS DER EZLN.
Die Communiqués findet ihr auf Spanisch oder übersetzt unter: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/

 

REBEL y REVEL (ARTE)
Vom 13.-19. April organisierten die Zapatistas das Festival der Kunst, der Rebellion und des Widerstands REBEL y REVEL (ARTE). Davon gibt es zahlreiche Videos, alle auch zu sehen auf https://enlacezapatista.ezln.org.mx/ oder https://www.chiapas.eu/news_aktuell.php?start=0.
Zu erwähnen ist u.a. ein Theaterstück «Die Natur enthüllt und rebelliert» von zapatistischen Jugendlichen: https://www.chiapas.eu/news.php?id=12693

 

Quelle: frayba

Sicherheits- und Militärkräfte lassen zwei Unterstützer der Zapatistas verschwinden (26.04.25)
Ein Konvoi mit 39 Fahrzeugen von diversen Sicherheits- und Militärkräften führte am 24. April in San Pedro Cotzilnam (Bezirk Aldama) ohne richterlichen Beschluss Hausdurchsuchungen von Familien der zapatistischen Unterstützungsbasis durch. Dabei brachen sie gewaltsam ein, entwendeten zahlreiche Gegenstände und nahmen dabei auch 2 Personen fest. Diese tauchten inzwischen wieder auf; sie werden vor Gericht geführt, allerdings ist zur Zeit unklar, warum, berichtete das Frayba.
Weiterlesen: https://www.chiapas.eu/news.php?id=12695

 

OAXACA

Attentat auf Aktivist offenbart Schwächen des staatlichen Schutzprogramms (25.04.25)


Soziale Bewegungen in Oaxaca fordern nach dem Attentat Ermittlungen gegen die materiellen und intellektuellen Täter
Quelle: educaoaxaca

Der bekannte mexikanische Aktivist Marco Antonio Suástegui ist bei einem Attentat am 18. April in Acapulco verletzt worden. Suástegui ist der Sprecher des Rates der Gemeinden gegen den Staudamm von La Parota (Cecop). Zudem sucht er seinen gewaltsam verschwundenen Bruder Vicente. Da er im Tourismusbereich arbeitet, ist er auch Vertreter der Tourismusarbeiter, die den Strand von Icacos in Acapulco gegen Großprojekte verteidigen. Die Redaktion erfuhr mittlerweile, dass Suástegui am 25. April seinen Verletzungen erlag.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/04/274912/mexiko-attentat-schwaeche-schutzprogramm

JALISCO

Aktivistin für Verschwundene in Guadalajara ermordet (04.04.25)
Das Kollektiv „Licht der Hoffnung für die Verschwundenen“ im Bundesstaat Jalisco hat bekanntgegeben, dass ihr Mitglied Teresa González Murillo nach einem Attentat verstorben ist.
Am 27. März versuchten drei bewaffnete Männer, die Aktivistin aus ihrem Haus in Guadalajara zu verschleppen. Als ihnen dies nicht gelang, schossen sie mehrfach auf sie und verletzten sie am Kopf. González Murillo wurde fünf Tage lang auf der Intensivstation eines Krankenhauses behandelt, bis sie am 2. April ihren Verletzungen erlag.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/04/274607/aktivistin-fuer-verschwundene-ermordert

 

MEXIKO

Förderung von Kleinbauern soll die Ernährungssouveränität stärken (11.04.25)
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat den Start des neuen staatlichen Programms „Souveränität ernten“ (Cosechando Soberanía) verkündet, das die Selbstversorgung des Landes mit Grundnahrungsmitteln verbessern soll.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/04/274697/mexiko-foerdert-kleinbauern

 

Regierung will biometrische Datenbanken vereinheitlichen (11.04.25)
Die mexikanische Regierung unter der Leitung von Präsidentin Claudia Sheinbaum hat dem Kongress einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem eine einheitliche Identitätsplattform geschaffen werden soll, um die Suche nach vermissten Personen im Land zu erleichtern.
Das Problem des Verschwindens von Personen ist in Mexiko nicht neu, hat aber in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Das Thema erhielt im März zusätzliche Aktualität, als eine organisierte Gruppe von Angehörigen von Verschwundenen eine Farm im Bundesstaat Jalisco, die Ranch Izaguirre, betrat, wo sie Spuren eines Rekrutierungs- und Vernichtungszentrums des Jalisco-Kartell Neue Generation (JCNG) fanden.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/politik-gesellschaft/biometrische-datenbanken-sollen-vereinheitlicht-werden/

 

Netzwerk will Arbeitsrechte von Frauen stärken (10.04.25)
In Mexiko ist das Netzwerk „Unidas“ (Gemeinsam) von mehreren Stiftungen und NGO gegründet worden und will vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Textilindustrie, Hausarbeit und Arbeit für digitale Plattformen tätig werden. Hintergrund ist die immer noch geringe Beteiligung von Frauen am formellen Arbeitsmarkt im Land.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/04/274655/mexiko-arbeitsrechte-frauen

 

Kleidungsreste und Knochenteile (10.04.25)

Vom Gipfel des Cerro Guerrero aus sieht man die beleuchteten Jacaranda-Bäume, den Kabelbus und eine Umgehungsstraße, die den Norden von Mexiko-Stadt modernisiert hat. Es gibt einige halb vertrocknete Sträucher mit kleinen gelben Blüten, die wie Schwämme aussehen, und bereits verblühte Nopales, aber die Szenerie ist düster: denn hier graben drei Familien in einer Müllhalde auf der Suche nach den Überresten ihrer Söhne und Brüder.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/memoria-justicia/kleidungsreste-und-knochenteile/

 

Weltwassertag in Mexiko: Die Wasserknappheit hält an (29.03.25)
Das Thema Wasserkrise steht in Mexiko im Zentrum der Berichterstattung über den Weltwassertag.
Bereits im Januar dieses Jahres hatte das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit eine Studie veröffentlicht, die die Auswirkungen von Wasser- und Nahrungsmittelknappheit auf die psychische Gesundheit untersucht hatte. Besonders alarmierend sei dabei der Zusammenhang zwischen diesen Faktoren und der Zunahme von Depressionen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/03/274520/weltwassertag-mexiko-knappheit

Posted by Tamara Wagenbrenner in News

Südmexiko-Newsletter November / Dezember 2024

Es sind folgende weitere COMMUNIQUÉS DER EZLN erschienen:

03.12.24 PROGRAMA DE LA PRIMERA SESIÓN DE LOS ENCUENTROS INTERNACIONALES DE RESISTENCIAS Y REBELDÍAS. Mesas y Ponentes
30.11.24 Encuentros Internacionales de Rebeldías y Resistencias 2024-2025. FECHAS Y SEDES DE LA PRIMERA SESIÓN DICIEMBRE 2024 a ENERO 2025
30.11.24 Sobre el tema: La Tormenta y el Día Después. Undécima parte: ¿Otroas en el día después?
29.11.24 Sobre el tema: La Tormenta y el Día Después. Décima parte: LA SALUD SEGÚN LA DOÑA JUANITA
28.11.24 Sobre el tema: La Tormenta y el Día Después. Novena parte: Primeros Auxilios para el Día Después
27.11.24 Sobre el tema: La Tormenta y el Día Después. Octava Parte: Otro día después
26.11.24 Sobre el tema: La Tormenta y el Día Después. Séptima Parte: Hasta encontrarnos

Die Communiqués findet ihr auf Spanisch oder übersetzt unter: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/

CHIAPAS

Interamerikanischer Gerichtshof verurteilt Mexiko wegen verschwundenem Zapatisten (20.12.24)

Der CorteIDH sprach ein Urteil im Fall Antonio Gonzáles Méndez gegen den Staat Mexiko Quelle: @CdhFrayba

Der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte (Corte IDH) hat den mexikanischen Staat für das gewaltsame Verschwinden von Antonio González Méndez verurteilt. Der Sympathisant der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) wurde letztmals am 18. Januar 1999 in Sabanilla, im Norden von Chiapas lebend gesehen. Die Region wurde seinerzeit von paramilitärischen Gruppen kontrolliert.

Die interamerikanische Menschenrechtsinstanz stellte nun zu dem 25 Jahre zurückliegenden Fall fest, dass die paramilitärische Organisation „Entwicklung, Frieden und Gerechtigkeit“ direkt in das Verschwinden von González Méndez verwickelt ist. Diese Organisation gehörte zu den Gruppen, die „mit Unterstützung oder Duldung des Staates operierten, mit dem Ziel, Organisationen zu neutralisieren, die als Feinde betrachtet wurden, wie die EZLN“, so der Corte IDH.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/12/272992/corte-idh-verurteilt-mexiko

 

 

Mit Chiapas legalisiert der 16. Bundesstaat den Schwangerschaftsabbruch (04.12.24)
Der Schwangerschaftsabbruch ist nun auch im südlichsten mexikanischen Bundesstaat Chiapas erlaubt. Der Kongress votierte mit 33 zu einer Stimme dafür, die Abtreibung aus dem Strafgesetzbuch zu entfernen. Damit ist sie nun in der Hälfte der mexikanischen Bundesstaaten legal.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/12/272720/mexiko-chiapas-abort

Soziale Bewegungen aus Mesoamerika stärken Vernetzung (13.11.24)
Mehr als 160 Delegierte tauschen sich über Alternativen und Strategien zur kapitalistischen Krise aus
Am 7. und 8. November hat in Acteal das zweite mesoamerikanische Treffen sozialer Bewegungen stattgefunden. Unter dem Motto „Wiederbegegnung im Widerstand und in den Alternativen“ versammelten sich Vertreter von 40 sozialen Organisationen aus Mexiko und Mittelamerika, um sich über ihre Kämpfe auszutauschen, Gemeinsamkeiten und Alternativen aufzuzeigen und die Vernetzung zwischen den beteiligten Organisationen weiter auszubauen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/11/272382/soziale-bewegungen-vernetzung

Chiapas im Schockzustand (05.11.24)
Padre Marcelo, der mutigste Friedensprediger, ist ermordet worden
Am frühen Sonntagmorgen des 20. Oktober erschossen Unbekannte den Priester Marcelo Pérez, nachdem er eine Messe abgehalten hatte. Der Mord an einem Priester, mitten in der Stadt San Cristóbal, erinnert an das Attentat auf Bischof Oscar Romero, der in El Salvador während des Bürgerkriegs ermordet wurde. Marcelo, immer mit einer Che-Guevara-Mütze auf dem Schopf, trug oft ein T-Shirt des verehrten »San Romero«. Nun teilt er dessen Schicksal.
Weiterlesen: https://www.ila-web.de/ausgaben/480/chiapas-im-schockzustand

Kriminelle erschießen den Priester Marcelo Pérez (22.10.24)


Befreiungstheologe und Friedensaktivist in Mexiko ermordet
Quelle: frayba

Am 20. Oktober haben Unbekannte den Priester jTatik Marcelo Pérez Pérez erschossen, nachdem er eine Messe in der Stadt San Cristóbal de Las Casas in Chiapas gefeiert hatte. Im Stadtviertel Cuxtitali näherten sich zwei Männer auf einem Motorrad dem Auto des beliebten Geistlichen und gaben aus kurzer Distanz acht Schüsse auf ihn ab.

Der indigene Pfarrer der Tsotsil-Gemeinde Simojovel erhielt schon in den letzten Jahren immer wieder Morddrohungen, da er gegen den Verkauf von Alkohol und Drogen kämpfte. Die Drohungen gegen Padre Marcelo nahmen seit dem Aufstand in der benachbarten Gemeinde Pantelhó zu. Im Juli 2021, kurz nach der Ermordung des Katecheten und Pazifisten Simón Pedro Pérez López, war die Selbstverteidigungsgruppe „El Machete“ in Erscheinung getreten und stellte die Macht der Kaziken-Familie Herrera in Frage.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/10/272047/chiapas-marcelo-perez-ermordet

EZLN prangert Angriff bewaffneter Gruppe auf zapatistische Gemeinde an (20.10.24)
Bewaffnete in der Gemeinde Nueva Palestina haben nach Angaben der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) das zapatistische Dorf „6 de Octubre“ angegriffen. Sie drohen seit Wochen mit der gewaltsamen Vertreibung des seit über 30 Jahren bestehenden Dorfes im Lakandonischen Urwald.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/10/271996/ezln-warnt-vor-angriff-auf-gemeinde

OAXACA

Protest gegen Femizide in Oaxaca (26.11.24)
Am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen, haben Aktivistinnen eine Barrikade im Zentrum von Oaxaca-Stadt in Südmexiko errichtet. Mitglieder der Frauengruppe Red de Mujeres Tejiendo Comunidad verlangten damit Gerechtigkeit für die Opfer von Feminiziden und Verschwindenlassen.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/feminismus-queer/protest-gegen-femizide-in-oaxaca/

Internationaler Gegengipfel zur Klima- und Biodiversitätskrise (18.11.24)
Im Vorfeld der 29. Weltklimakonferenz in Baku in Aserbaidschan haben Bewegungen für Umwelt- und Klimagerechtigkeit auf Einladung indigener Organisationen im mexikanischen Oaxaca einen Gegengipfel veranstaltet. Menschen aus 45 Nationen aller fünf Kontinente nahmen daran teil.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/11/272495/mexiko-anti-cop-2024-gegengipfel

SINALOA

Tote bei Militäreinsatz gegen Sinaloa–Kartell (29.10.24)
Im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa hält die Gewaltwelle nach der Verhaftung des Drogenbosses Ismael „El Mayo“ Zambada im Juli an. Vergangene Woche wurden 19 Menschen am Stadtrand von Culiacán bei einem Militäreinsatz der Nationalgarde getötet, wie das mexikanische Verteidigungsministerium bestätigte. Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft prüft den Einsatz nun auf Militärverbrechen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/10/272135/mexiko-sinaloa-militaereinsatz

YUCATAN

Mayas fordern sozio-ökologischen Notstand auf Yucatán (10.10.24)
Vertreter:innen der Maya-Völker haben bei den Bundesbehörden einen Antrag auf Ausrufung des sozio-ökologischen Notstands auf der Halbinsel Yucatan gestellt. Damit könnten dringende Maßnahmen ergriffen werden, um „die schwerwiegenden Schäden zu stoppen, die durch ein Entwicklungsmodell verursacht werden, das durch Megaprojekte wie den Tren Maya [ein Infrastrukturprojekt zweier Eisenbahnstrecken im Süden Mexikos], die Agrarindustrie und die Ausweitung des Immobilienmarktes zu erheblichen Verlusten an Land und Ökosystemen in der Region geführt hat“.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/mayas-fordern-sozio-oekologischen-notstand-auf-yucatan/

MEXIKO

Reform gegen den Verkauf und Konsum synthetischer Drogen in Mexiko (07.12.24)
Die mexikanische Abgeordnetenkammer hat am Dienstag mit 327 gegen 118 Stimmen für die Änderung der Verfassungsartikel 4 und 5 gestimmt. Durch die Reform soll die Produktion, Verteilung und der Verkauf von giftigen Substanzen und chemischen Ausgangsstoffen sowie der illegale Gebrauch von Fentanyl und anderen nicht zugelassenen synthetischen Drogen bestraft werden. Zudem soll der Verkauf von elektronischen Zigaretten und Vaporizern in Mexiko verboten werden.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/12/272803/reform-drogen-mexiko

Mexiko erklärt Wasser und Nachhaltigkeit zum nationalen Menschenrecht (30.11.24)
In Mexiko ist das Nationale Abkommen für das Menschenrecht auf Wasser und Nachhaltigkeit unterzeichnet worden. Es bildet die Grundlage für den Nationalen Wasserplan der Regierung, der die nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen und deren verantwortungsvolle Bewirtschaftung fördern soll.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/11/272678/mexiko-wasser-nationales-menschenrecht

Präsidentin von Mexiko zu Trump: Drohungen und Zölle sind keine Lösung (29.11.24)
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat am Mittwoch mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump gesprochen. Am Dienstag hatte sie bereits einen Brief an ihn geschrieben.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/12/272683/mexiko-sheinbaum-trump-drohungen-zoelle

Donald Trumps geplante Migrationspolitik in den USA: Unsicherheit für Millionen (20.11.24)
Sorge vor Abschiebungen und Grenzschließungen. Menschenhandel und kriminelle Banden könnten profitieren
Die erneute Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA hat Millionen von Migrant:innen weltweit in Unruhe versetzt. Wie wird die Zukunft unter einer Regierung aussehen, die verspricht, Migration radikal einzudämmen und Millionen von Menschen abzuschieben?
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/11/272484/trump-unsicherheit-migration

Staatsanwaltschaften für mehr als 40 Prozent der Folterfälle verantwortlich (16.11.24)
Die Beobachtungsstelle gegen Folter (Observatorio Contra la Tortura) stellte in ihrem jüngsten Bericht 2023, der am 14. November im Menschenrechtszentrum Miguel Agustín Pro Juárez (Centro Prodh) vorgestellt wurde, fest, dass die mexikanischen Staatsanwaltschaften in 44 Prozent der Folterfälle in Mexiko selbst zu den beteiligten Behörden gehören.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/memoria-justicia/staatsanwaltschaften-fuer-mehr-als-40-prozent-der-folterfaelle-verantwortlich/

Oberster Gerichtshof bestätigt umstrittene Justizreform (07.11.24)
In einer knappen Entscheidung haben die Richter:innen des Obersten Gerichtshofs der Nation (SCJN) in Mexiko am Dienstag die Klagen gegen die Justizreform als unzulässig erklärt. Mit diesem Urteil könnte ein monatelanger Konflikt zwischen der Regierungspartei und der Justiz beigelegt werden.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/11/272315/mexiko-oberster-gerichtshof-justizreform

Regierung überführt Öl- und Energieunternehmen in Staatseigentum (11.11.24)
Linke Regierungspartei Morena setzt mit der Verstaatlichung im Energiesektor Ziele ihrer Energiepolitik um
Die Bevölkerung in Mexiko erhält das Energieunternehmen Petróleos Mexicanos (Pemex) und die Föderale Elektrizitätskommission (CFE) zurück. Am 30. Oktober unterschrieb Präsidentin Claudia Sheinbaum ein Dekret für eine Verfassungsreform zur Wiederverstaatlichung der Unternehmen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/11/272373/mexiko-erdoel-ernergie-staatseigentum

 

HINWEISE

9. – 12. Jan. 25: NO WEF Winterquartier Bern
Genaues Programm: https://nowef-winterquartier.info/?page_id=177

SAVE THE DATE: 5. April 2025: Wohndemo Zürich

Posted by Tamara Wagenbrenner in News

Südmexiko-Newsletter Juli / August 2024

Im August erschienen folgende Kommuniqués der EZLN:

01.08.24 ¿RECOMENZAMOS?
02.08.24 Supongamos, sin conceder…
08.08.24 UN PICO Y UNA PALA. De la solidaridad, la empatía y la valentía
15.08.24 ADAGIOS
20.08.24 El Viaje
21.08.24 Una Idea Genial
22.08.24 ¿EL ALEPH MAYA?
27.08.24 Imágenes de Puentes Imposibles: I Un Rábano… (O una cebolla, depende del caso, o cosa, según)
28.08.24 Imágenes de Puentes Imposibles: II Un Libro
29.08.24 Imágenes de Puentes Imposibles: III Una Carta.

Die Kommuniqués findet ihr auf Spanisch oder übersetzt unter: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/

CHIAPAS

Indigene eröffnen „Friedenscamp“ für Flüchtlinge in Chiapas (12.08.24)

Eingang zum Friedenscamp der „Abejas de Acteal“
Quelle: acteal

Aufgrund der zunehmenden Gewalt in Chiapas hat die zivilgesellschaftliche Organisation „Abejas de Acteal“ am 6. August begonnen, ein Friedenscamp einzurichten. Damit wollen die Tzotzil-Indigenen mit gewaltfreien Methoden Frieden schaffen und „die Erinnerung und die Hoffnung lebendig halten“, schreiben sie in ihrem Bulletin.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/08/270886/mexiko-fluechtlingscamp-chiapas

 

IN EIGENER SACHE
Die nächste Vorbereitung zur Menschenrechtsbeobachtung (brico-Einsatz) in Chiapas findet am 2. UND 24. November in Zürich statt. Interessierte melden sich bitte über soli@chiapas.ch bei uns.

 

Ehemalige Zapatisten bilden Selbstverteidigungsgruppe, um sich gegen Angriffe des organisierten Verbrechens in Chenalhó zu wehren (10.08.24)
Tausend bewaffnete Jugendliche, darunter Dutzende von Frauen, haben sich als ehemalige Mitglieder der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) ausgegeben und sind am Donnerstag in der Region der Gemeinden von Chenalhó in Stellung gegangen.
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.chiapas.eu/news.php?id=12441
Weiterlesen auf Spanisch: https://www.chiapasparalelo.com/noticias/chiapas/2024/08/exzapatistas-forman-grupo-de-autodefensa-contra-agresiones-de-crimen-organizado-en-chenalho/

Aktivistin: Mehr Indigene durch Drogenbanden bedroht (13.08.24)
Immer mehr indigene Gemeinden in Mexiko sind in kriminelle Verflechtungen der Drogenbanden gefangen und leiden unter brutalster Gewalt, warnt Aktivistin Ofelia Medina.
Weiterlesen: https://www.evangelische-zeitung.de/aktivistin-indigene-in-mexiko-immer-mehr-durch-drogenbanden-bedroht

Die Büchse der Pandora in Chiapas (30.07.24)
Verschanzte guatemaltekische Spezialeinheiten, Kaibiles [Elitesoldaten der Streitkräfte Guatemalas] und Polizist:innen richten ihre Maschinengewehre auf die mexikanische Grenze. Über 100 Soldaten der 5. Infanteriebrigade Mariscal Gregorio verstärken ihr Gebiet im Departement Huehuetenango, Guatemala, um Angriffe der organisierten Kriminalität von mexikanischer Seite abzuwehren.
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.npla.de/thema/politik-gesellschaft/die-buechse-der-pandora-in-chiapas/
Weiterlesen auf Spanisch: https://www.jornada.com.mx/noticia/2024/07/30/opinion/la-caja-de-pandora-chiapaneca-4472

Bandenkrieg in Chiapas eskaliert, eine halbe Million Menschen betroffen (24.07.24)

Die Bevölkerung befinde sich „in unmittelbarer Gefahr“, warnen Menschenrechtsorganisationen
Quelle: RedTDT/X

Seit Mitte Juli ist der Bandenkrieg in Chiapas im Grenzgebiet zu Guatemala weiter eskaliert. Die Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppen der organisierten Kriminalität um die Vorherrschaft in der strategisch wichtigen Region haben sich auf alle 14 Gemeinden der Regionen Frailesca (250.000 Einwohner) und Fronteriza (400.000 Einwohner) ausgeweitet.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/07/270595/mexiko-bandenkrieg-chiapas-eskaliert

 

 

 

 

 

 

Weitere Zusammenstöße zwischen bewaffneten Gruppen in Chiapas (22.07.24)
In verschiedenen Gemeinden in den Bergen des südmexikanischen Bundesstaates Chiapas und an der Grenze zu Guatemala kam es am 22. Juli erneut zu Zusammenstößen zwischen Mitgliedern von Drogenbanden.
Anwohner:innen zufolge waren die Zusammenstöße die Schlimmsten, die es bislang in Siltepec gegeben habe. Ihren Angaben zufolge sei die Landstraße, die das gesamte Gebiet durchquert, aufgrund mehrerer Blockaden nicht befahrbar, außerdem hätten die Kriminellen in einigen Fällen die Stromversorgung und das Telefonsignal unterbrochen, so dass Hunderte von Familien von der Kommunikation abgeschnitten seien.
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/weitere-zusammenstoesse-zwischen-bewaffneten-gruppen-in-chiapas/
Weiterlesen auf Spanisch: https://www.jornada.com.mx/noticia/2024/07/22/estados/continuan-enfrentamientos-entre-grupos-armados-en-chiapas-3389

OAXACA

Oaxaca im Epizentrum des Wassernotstands (19.07.24)
In den letzten zehn Jahren hat sich das Dauerthema Klimawandel von theoretischen Warnungen zu handfesten Beweisen gewandelt. Die globalen Temperaturen erreichen Monat für Monat neue Rekordwerte, und die Prognosen treffen ein: 2024 wird das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung sein.
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/oaxaca-im-epizentrum-des-wassernotstands/
Weiterlesen auf Spanisch: https://www.educaoaxaca.org/vidas-en-sequia-oaxaca-en-el-epicentro-de-la-emergencia-hidrica-investigacion-periodistica/

Lokale Initiativen gegen Wasserknappheit und Klimakrise (14.07.24)
Die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels werden zunehmend spürbarer, vor allem in Lateinamerika. Mexiko leidet seit fast einem Jahr unter einer extremen Dürre. Mit am stärksten betroffen ist der südmexikanische Bundesstaat Oaxaca. In der Hauptstadt Oaxaca de Juárez kommt es zunehmend zu Engpässen bei der Wasserversorgung. Grund: das Versiegen von Grundwasserleitern und Austrocknen der Flüsse. Lokale Initiativen haben sich zur Aufgabe gemacht, dem etwas entgegenzusetzen und den einst majestätischen Río Atoyac zu retten – und so nicht nur die Wasserversorgung zu sichern, sondern auch das Klima in der Stadt zu verbessern.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/lokale-initiativen-gegen-wasserknappheit-und-klimakrise/

GUERRERO

„Weder Gerechtigkeit noch Wahrheit“ im Fall Ayotzinapa (08.07.24)
„Der Fall Ayotzinapa scheitert immer mehr. Die Staatsanwaltschaft ist zu nachsichtig“, beklagte das mexikanische Menschenrechtszentrum Miguel Agustín Pro Juárez (Centro Prodh), nachdem ein Bundesrichter den des organisierten Verbrechens angeklagten Brigadegeneral José Rodríguez Pérez im Zusammenhang mit dem Verschwinden von 43 Lehramtsstudenten unter Auflagen freigelassen hatte.
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.npla.de/thema/memoria-justicia/weder-gerechtigkeit-noch-wahrheit-im-fall-ayotzinapa/
Weiterlesen auf Spanisch: https://desinformemonos.org/el-caso-ayotzinapa-se-sigue-desmoronando-centro-prodh-tras-libertad-provisional-de-militar-implicado/

MICHOCÁN

Indigene Gemeinden in Mexiko widerstehen Angriffen der organisierten Kriminalität (12.07.24)
Im mexikanischen Bundesstaat Michoacán haben kriminelle Gruppierungen erneut indigene Dörfer angegriffen. Die lokalen Behörden von Santa María Ostula in der Gemeinde Aquila informierten, dass seit Beginn des Monats Juli mehrere bewaffnete Angriffe auf die Posten der Gemeindewachen verübt worden seien.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/07/270409/mexiko-angriffe-ok-gg-indigene-gemeinden

MEXIKO

An Justizreform in Mexiko scheiden sich die Geister (28.08.24)

Mit der Justizreform soll gegen Korruption und Vetternwirtschaft vorgegangen werden
Quelle: reformajudicial

Die Verfassungskommission des mexikanischen Parlaments hat am Dienstag eine Justizreform verabschiedet, die vorsieht, dass die Bundesrichter in Wahlen durch die Bevölkerung gewählt werden.
Während der Debatte befürwortete die Mehrheit der regierenden Morena-Partei und ihrer Verbündeten auch die Figur des „gesichtslosen Richters“, also einer Anonymisierung zum Schutz von Richtern, die in Fällen gegen das organisierte Verbrechen Urteile fällen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/08/271174/mexikos-justizreform-scheidet-geister

Präsident von Mexiko zu Trump: „Die Grenze wird nicht geschlossen werden“ (26.07.24)
Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador (Amlo) hat die Ankündigung des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump zurückgewiesen, nach seiner Wahl die Grenze zwischen beiden Ländern zu schließen. In seiner morgendlichen Pressekonferenz kündigte er an, seinem „Freund“ einen Brief zu schreiben.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/07/270639/mexiko-trump-mauer

Bayer zieht Klage gegen Verbot von Glyphosat und Genmais zurück (18.07.24)
Die mexikanischen Tochtergesellschaften des Agrarchemiekonzerns Bayer, Semillas y Agroproductos Monsanto und Monsanto Comercial, haben ihre Klage gegen das Präsidialdekret 2020 zurückgezogen. Damit sollen Glyphosat und gentechnisch veränderter Mais für den menschlichen Verzehr verboten werden. Dies berichtet das Nachrichtenportal Mexico News Daily.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/07/270519/mexiko-bayer-zieht-klage-zurueck

Teil des Kabinetts Sheinbaum steht (03.07.24)
Rund drei Wochen nach ihrer Wahl hat die designierte Präsidentin von Mexiko, Claudia Sheinbaum, bereits einen großen Teil der künftigen Minister:innen benannt. Dabei behalten nur wenige der derzeitigen Amtsträger:innen der Morena-Regierung unter Andrés Manuel López Obrador (Amlo) ihren Job.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/07/270294/mexiko-kabinett-sheinbaum

HINWEISE UND IN EIGENER SACHE

AUDIO: Segundo Episodio (podcast): Encuentros contra Extractivismos y Megaproyectos
https://alterritorios.net/podcast/segundo-episodio/

Bety und Jyri: Kunst gegen das Vergessen
Kunstwerke ehren die ermordeten Menschenrechtsverteidiger:innen Bety Cariño und Jyri Jaakola. 14 Jahre nach dem tödlichen Hinterhalt auf eine humanitäre Karawane bleibt das Verbrechen immer noch unaufgeklärt und straflos.
Ihr Vermächtnis jedoch ist lebendig – Künstler:innen aus Mexiko, Kanada, Deutschland und der Schweiz setzten sich mit dem lebensbejahenden Wirken und den Werten der beiden Aktivist:innen auseinander.
Die Ausstellung zum Gedenken an die beiden ist bis auf weiteres im Sous Le Pont in der Reitschule in Bern ausgestellt. Weitere Ausstellungsdaten werden auf chiapas.ch aktualisiert.

Sa, 14. Sept., Solilauf, Münsterplatz Bern; ab 14 Uhr. Infos: https://sanspapiersbern.ch/solilauf/

So, 15. Sept., ab 10 Uhr: 23. Lauf gegen Rassismus, Bäckeranlage Zürich

Do, 19. September und Di, 1. Oktober 2024: Kaffee und Winterthur – Die andere Stadtführung
Mitglieder der Regionalgruppe Public Eye Winterthur führen euch auf einem spannenden Rundgang durch die Stadt. Treffpunkt: Lindengutpark bei der Volière, 18.30. Dauer: ca. 90 min, Kollekte

Sa, 28. Sept.: DEMO – Zwischen uns keine Grenzen! Für eine offene Gesellschaft der vielen!
14 Uhr, Schützenmatte Bern. Organisiert von Solidarité sans frontières. Mehr Infos: https://sosf.ch/de/event/grosse-demo-bern

Posted by Tamara Wagenbrenner in News

Südmexiko-Newsletter Februar/März 2024

CHIAPAS

José Díaz, Unterstützer der EZLN, ist weiterhin Geisel des Staates (24.01.24)

José Díaz –
Quelle: https://frayba.org.mx/1-anio-rehen-jose-diaz

  • Er hat bereits mehr als ein Jahr in informeller Untersuchungshaft verbracht.
  • Sein Fall reiht sich ein in das Muster der Fabrikation von Schuldigen und der
    Kriminalisierung von Verteidigern, die in Chiapas tätig sind.

Am vergangenen 25. November jährte sich die willkürliche Verhaftung von José Díaz Gómez, Unterstützer der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN), zum ersten Mal und es ist daher dringend notwendig, dass die Behörden von Chiapas ihn sofort freilassen und seine Unschuld anerkennen.

 

Weiterlesen auf Deutsch: https://www.ya-basta-netz.org/jose-diaz-unterstuetzer-der-ezln-ist-weiterhin-geisel-des-staates/

Weiterlesen auf Spanisch (Original): https://frayba.org.mx/1-anio-rehen-jose-diaz

 

„In Chiapas herrscht Krieg“ (29.01.24)

Der südmexikanische Bundesstaat Chiapas ist Heimat der EZLN und Sehnsuchtsort für zehntausende Menschen, die für eine andere, bessere Welt kämpfen. Doch seit einigen Jahren hat die Gewalt, die andere Landesteile Mexikos überzieht, auch Chiapas erreicht. Am 12. Januar 2024 wurde etwa das Mitglied des Nationalen Indigenen Rates CNI, Carmen López Lugo, in Tila im Norden von Chiapas erschossen. Täter sollen eine Gruppe bewaffneter Nachbar*innen sein, denen von Seiten der Gemeinde auch weitere Morde angelastet werden. Drei Tage später, am 15. Januar 2024, kam es in den Gemeinden Chicomuselo, Socoltenango und La Concordia zu Gefechten zwischen den Drogenkartellen Jalisco Nueva Generación und dem Sinaloa-Kartell. Einen Tag später tauchten Einheiten der Nationalgarde und der Armee auf – und beschuldigten die Bewohner*innen, einem der Kartelle anzugehören. Daraufhin flüchteten über 2.000 Menschen aus ihren Häusern.

Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/in-chiapas-herrscht-krieg/

 

Bewohner aus zapatistischem Dorf in Chiapas gewaltsam vertrieben (10.02.24)


Das Menschenrechtsnetzwerk RED TDT ruft zu einer Eilaktion für die Betroffenen der Vertreibung in der Zapatistischen Region Moisés y Gandhi auf
Quelle: @Red TDT

Eine bewaffnete Gruppierung hat Bewohner des kleinen zapatistischen Dorfes La Resistencia in der Gemeinde Ocosingo vertrieben. Dies gab Menschenrechtswerk Red TDT bekannt. Bei diesem Angriff am 19. Januar mussten 28 Personen fliehen, darunter auch zehn Kinder. Die gewaltsame Aktion wurde von rund 40 Mitgliedern der Regionalen Organisation der Kaffeebauern von Ocosingo (Orcao) begangen, die Schusswaffen, Macheten und Stöcke mit sich führten.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/02/268100/chiapas-vertreibungen

 

 

 

 

 

 

Tausende fliehen vor Kämpfen zwischen Kartellen in Chiapas (24.01.24)

Im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas sind tausende Menschen auf der Flucht. Sie fliehen vor gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen dem Sinaloa-Kartell und dem Kartell Jalisco Nueva Generación (CJNG) sowie zwischen den beiden Kartellen und den mexikanischen Sicherheitskräften.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/01/267861/mexiko-chiapas-flucht-kartelle

 

Gewaltsame Vertreibung durch Organisierte Kriminalität (14.02.24)

Das mexikanische UN-Menschenrechtsbüro hat bestätigt, dass Aktionen des Organisierten Verbrechens im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas zu gewaltsamen Vertreibungen führen und rief dazu auf, die Menschenrechte zu garantieren.

Demnach sind von Juni 2021 bis jetzt über 10.000 Menschen aus der chiapanekischen Grenzregion zu Guatemala gewaltsam vertrieben worden. Zu der von Drogenbanden ausgeübten Gewalt gehören Morde, Verschwindenlassen, Schutzgelderpressung, Zwangsrekrutierung und die allgemeine Kontrolle über das Gebiet.

Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/flucht-migration/chiapas-gewaltsame-vertreibung-durch-organisierte-kriminalitaet/

 

OAXACA

Autonome Kommunale Universität von Oaxaca gesetzlich anerkannt (29.02.24)

Das Parlament von Oaxaca hat am 21. Februar das Gesetz der ersten indigenen Hochschule Mexikos angenommen. Der Abstimmung gingen Proteste voraus, da die Regierung Oaxacas unter Gouverneur Salomon Jara Cruz die Autonomie der Universidad Autónoma Comunal de Oaxaca (UACO) beschneiden wollte.

Nach den Protesten verabschiedeten die Parlamentarier die organisationsrechtlichen Regelungen unverändert und ließen somit die Autonomie der Universität intakt. Dies sorgte bei den Lehrkräften und Direktoren der UACO im Plenarsaal für Jubel. Die UACO hatte seit Dezember 2023 abgelehnt, dass die Behörden und Beamten versuchen, ihre Verfassung zu ändern.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/02/268348/mexiko-universitaet-autonomie-oaxaca

 

Radfahrer*innen fordern mehr Verkehrssicherheit (23.02.24)

Oaxaca präsentiert sich der Welt als eines der beliebtesten Reiseziele; erst letzten Monat feierte der Tourismusminister die Stadt als wichtigsten Urlaubsort Mexikos. Die Realität vor Ort spricht zwar eine andere Sprache, die desolate Menschenrechtslage beeinträchtigt jedoch vor allem das Leben der Einheimischen, nicht die Beliebtheit Oaxacas vor allem bei ausländischen Reisenden. In der Ausübung ihres Rechts auf Straßennutzung konkurrieren nicht nur Auto- und Motorradfahrer*innen. Auch Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Menschen mit Behinderungen sind täglich auf den Straßen unterwegs und machen von ihrem derzeit ohnehin stark gefährdeten Recht auf öffentlichen Raum Gebrauch, denn auch in Oaxaca sind längst die Folgen der zunehmenden Gentrifizierung spürbar. Die Radwege sind nicht selten zugeparkt von PKWs und befinden sich in schlechtem Zustand; die Infrastruktur des Straßennetzes bietet zu wenig Sicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen und macht die Straßennutzung für sie lebensgefährlich.

Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/politik-gesellschaft/radfahrerinnen-fordern-mehr-verkehrssicherheit/

 

Das halbe Land leidet unter Dürre (23.01.24)

Ende 2023 herrschte laut dem Dürre-Monitor der mexikanischen Wasserbehörde CONAGUA in 76 Prozent der Regionen Mexikos eine extreme Trockenheit, wobei 54 Prozent des Landes von einer mehr oder weniger schweren Dürre betroffen waren. Im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca stieg der Anteil der von Dürre betroffenen Gemeinden im Dezember 2023 um fünf Prozent auf 293 an, von denen 48 unter extremer Dürre litten. Das hat vor allem Produktionseinbrüche in der Landwirtschaft, aber auch ein erhöhtes Risiko von Waldbränden und Einschränkungen bei der Bereitstellung von Trink- und Brauchwasser zur Folge. In Oaxacas Hauptstadt ist die öffentliche Wasserversorgung bereits seit Monaten stark eingeschränkt und in Teilen der Stadt gar nicht mehr gewährleistet.

Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/das-halbe-land-leidet-unter-duerre/

 

YUCATÁN

Gericht in Mexiko stoppt Bauarbeiten von Teilstrecke des Tren Maya (27.02.24)

Ein Gericht im mexikanischen Bundesstaat Yucatán hat die Einstellung der Bauarbeiten im Abschnitt 5 Süd des Tren Maya angeordnet.

Diese Anordnung muss befolgt werden, bis die mexikanische Regierung Belege über durchgeführte Umweltstudien zu den möglichen Auswirkungen der Bauaktivitäten der Zuglinie vorlegt. Dies betrifft vor allem die Cenoten und unterirdischen Höhlen. Cenoten sind natürliche Brunnen in einem Kalkgestein auf der Halbinsel Yucatán. Diese spielten im Leben der Maya in der Region eine wichtige Rolle.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/02/268324/maya-zug-mexiko

 

GUERRERO

Neue Haftbefehle gegen Militärs im Fall Ayotzinapa erlassen (05.02.24)

Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft (FGR) hat neue Haftbefehle gegen die acht Soldaten erlassen, die beschuldigt werden, in das Verschwinden der 43 Studenten aus Ayotzinapa verwickelt zu sein und im Januar aus der Haft entlassen wurden.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/02/268043/mexiko-neue-haftbefehle-ayotzinapa

 

Freilassung von Militärs im Fall der verschwundenen Studenten (29.01.24)

Im Fall Ayotzinapa hat ein Gericht in Mexiko-Stadt am 20. Januar zugunsten von acht Militärs entschieden und sie freigelassen.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/01/267937/ayotzinapa-festnahme-militaer

 

MEXIKO

Durchbruch: Mexiko kann Waffenhersteller in den USA verklagen (06.02.24)

Ein wegweisendes Urteil hat Mexiko das Recht zugesprochen, Waffenhersteller in den USA zu verklagen.

Das Land versucht seit Jahren, die übermäßige Gewalt, die durch den illegalen Waffenhandel aus den USA zusätzlich befeuert wird, einzudämmen.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/02/268073/usa-mexiko-waffenhersteller

 

Aktivistin in Mexiko getötet (10.02.24)

In Mexiko ist die Aktivistin Angélica León, die sich für die Suche nach Vermissten eingesetzt hatte, von Unbekannten erschossen worden.

Weiterlesen: https://www.jungewelt.de/artikel/469020.aktivistin-in-mexiko-get%C3%B6tet.html

 

Posted by Tamara Wagenbrenner in News

Südmexiko-Newsletter Januar 2024

IN EIGENER SACHE

Infoveranstaltung zum Zapatismus und der EZLN: Zur Umstrukturierung der Zapatistas
Fr, 16. Feb., Infoladen Kasama, 8004 Zürich. 19 Uhr Küfa, 20 Uhr Input und Diskussion.
Mit Büchertisch und Infomaterial. Organisierte Autonomie Zürich & Direkte Solidarität mit Chiapas

 

CHIAPAS

Für alle, die über Neujahr nicht in Chiapas waren – hier gibt es viel Lesestoff….

Zapatistas in Mexiko feiern 30 Jahre bewaffneter Aufstand (11.01.24)
Dolores Hidalgo, Chiapas. Die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) hat mit mehreren tausend Teilnehmenden den 30. Jahrestag ihres bewaffneten Aufstandes vom 1. Januar 1994 gefeiert.

Die Zapatistas präsentierten den Gästen in der chiapanekischen Ortschaft Dolores Hidalgo die Geschichte ihrer Bewegung und ihr politisches Selbstverständnis. Im Zentrum der Gedichte, Tänze und Lieder stand das Thema der Gemeingüter, also der Ländereien der Großgrundbesitzer, welche die indigene Aufstandsbewegung besetzte und bewirtschaftet.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/01/267680/zapatistas-mexiko-feiern-30-jahre

Milizionäre der EZLN exerzierten mit hölzernen Schlagstöcken zum Rhythmus von Cumbia. Quelle: privat

 

Luz Kerkeling: Zapatisten feiern 30 Jahre Rebellion

Im mexikanischen Chiapas findet Treffen der Gemeinschaftlichkeit statt (03.01.24)

Es ist sonnig und heiß, als wir am 31. Dezember nach der Durchquerung von Nebelfeldern mittags das Caracol (dt.: Schneckenhaus) von Dolores Hidalgo, einem der zwölf autonomen Verwaltungssitze der Basis der linksgerichteten EZLN (Zapatistische Armee zur nationalen Befreiung), erreichen. Das große Gelände besteht hauptsächlich aus einem weitreichenden flachen Platz, der von beeindruckenden Bergzügen umgeben ist. Die Atmosphäre ist freudig-ausgelassen. Alle Ankömmlinge, die sich zuvor in San Cristóbal in der pro-zapatistischen »Universität der Erde« (CIDECI) aus Sicherheitsgründen registrieren sollten, werden sehr freundlich begrüßt.
Weiterlesen: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1178922.mexiko-zapatisten-feiern-jahre-rebellion.html

 

Gloria Muñoz Ramírez: 30 Jahre Zapatistas (07.01.24)
„Wir versuchen nicht, ein Museum der Erinnerung an uns zu schaffen“, so Subkommandant Moisés, Sprecher und Befehlshaber der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung EZLN (Ejército Zapatista de Liberación Nacional). In der Rede am 30. Jahrestag des bewaffneten Aufstandes der Mayavölker im Südosten Mexikos erklärt Moisés auch die aktuelle Absicht einer kraftvollen Bewegung: „Eigentum muss dem Volk gehören und der Gemeinschaft. Das Volk muss sich selbst regieren, wir brauchen die da oben nicht.“
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/dreissig-jahre-zapatistas/

Quelle: Ricardo Trabulsi/desinformémonos

 

Daliri Oropeza: EZLN celebra 30 años con alegría en común (03.01.24)
El EZLN celebra el 30 aniversario del levantamiento con miles de personas que atestiguan el modo en que la organización se fortalece.
Weiterlesen auf Spanisch: https://piedepagina.mx/ezln-celebra-30-anos-con-alegria-en-comun/

 

Feier der Zapatistas: Eine Politik des widerständigen Lebens (17.01.24)
Die EZLN hat zum 30. Jahrestag ihres bewaffneten Aufstandes nach Chiapas eingeladen. Es gab zapatistische Poesie, Stärke und eine neue Initiative.
Weiterlesen: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1179279.chiapas-feier-der-zapatistas-eine-politik-des-widerstaendigen-lebens.html

 

¡Viva el Común!

Ein Bericht aus dem mexikanischen Chiapas zum 30. Jubiläum des Aufstands der Zapatistas (16.01.24)
Hintergrund: Drei Jahrzehnte Rebellion

Am 1. Januar 1994, mit Inkrafttreten des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) zwischen Kanada, den USA und Mexiko, haben die Zapatistas dem mexikanischen Staat den Krieg erklärt, um sich gegen die damit einhergehende neoliberale Landnahme zu wehren. Nach einem zwölftägigen Aufstand im Bundesstaat Chiapas wurden die Gemeinden San Cristóbal de las Casas und sechs weitere Provinzstädte im Südosten Mexikos zu autonomen Gebieten erklärt. Der Konflikt endete schnell in einem Waffenstillstand, mit dem die an Guatemala grenzenden zapatistischen Gemeinden eine weitgehende Autonomie erlangten. Doch der Frieden war stets brüchig. Die Gebiete werden von der Bundesregierung nicht offiziell anerkannt und sind regelmäßig Angriffen von Paramilitärs, Gangs und Kartellen ausgesetzt.

Mit den Karawanen der Tausenden Migranten, die sich aus Südamerika in Richtung USA aufmachen, verändert sich auch die Sicherheitslage in dem an Guatemala grenzenden Gebiet. Schleusertum und Menschenhandel nehmen zu.
Weiterlesen: https://www.jungewelt.de/artikel/467237.ezln-viva-el-com%C3%BAn.html

 

Facebook-Übertragung der Rede des Subcomandante Insurgente Moisés vom 01.01.24:

https://www.facebook.com/CdhFrayba

Übersetzung auf Deutsch: https://www.chiapas.eu/news.php?id=12234

 

MEXIKO

Mexiko und Venezuela koordinieren Repatriierung von Migranten (04.01.24)
Mexiko und Venezuela haben die Wiederaufnahme von Rückführungsflügen für venezolanische Migranten in Mexiko bekannt gegeben. Beide Länder haben ihre Zusammenarbeit in Fragen der Migration verstärkt und Maßnahmen vereinbart, um mit dem Ansturm von Menschen umzugehen, die durch Mexiko in die USA reisen wollen. Das Engagement soll insbesondere der Bekämpfung der strukturellen Ursachen für die irreguläre Migration in der Region gelten.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/01/267563/mexiko-venezuela-massnahmen-migration

 

Welle tödlicher Gewalt gegen Transgender-Personen in Mexiko (20.01.24)
Die bekannte mexikanische Transgender-Aktivistin Samantha Gómez Fonseca ist am 14. Januar im Süden von Mexiko-Stadt erschossen worden. Sie ist die fünfte Transfrau, die seit Jahresbeginn in Mexiko gewaltsam ums Leben kam.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/01/267797/mexiko-gewalt-gegen-transgender

 

HINWEISE

Sa, 3. Feb: Roji Negro. 31. Solidaritäts-Preisjassen. 13-20 Uhr, mit Verpflegung. Türöffnung und Anmeldung: ab 12.15 Uhr. Kulturmarkt, Ämtlerstr. 23, Zürich.
Mehr Infos: https://www.rojinegro-jassen.ch/

Sa, 16. März und 6. April: Nächste Vorbereitung zur Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas. Anmeldung bei uns bis 15. Februar: soli@chiapas.ch.

 

Posted by Andrea Steinauer in Newsletter

Spezial-Südmexiko-Newsletter zum 17. November 2023

30 Jahre nach dem Aufstand organisieren sich die Zapatistas neu

Am 17. November 2023 feiert die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) ihr 40-jähriges Bestehen. Knapp 30 Jahre ist es her, seit die EZLN im Januar 1994 mit einem bewaffneten «Aufstand der Würde» weltweit Aufmerksamkeit erregte. Heute suchen die Zapatistas angesichts der zunehmenden Gewalt und der Präsenz krimineller Organisationen im Bundesstaat Chiapas neue adäquate Formen, um ihre Gemeinden autonom zu regieren.

Von Alice Froidevaux und Philipp Gerber

Quelle: www.medicointernational.ch

Chiapas, der südlichste Bundesstaat Mexikos, in dem die indigenen Gemeinden am 1. Januar 1994 einen bewaffneten Aufstand wagten, befindet sich heute in einer Gewaltspirale. Gruppen der organisierten Kriminalität mischen sich mit den paramilitärischen Strukturen, welche in den 90er-Jahren zur Aufstandsbekämpfung eingesetzt wurden. Sie terrorisieren die Bevölkerung insbesondere an der Grenze zu Guatemala.

Nun haben die Zapatistas in einer Reihe von Communiqués bekanntgegeben, wie sie auf die neuen Herausforderungen reagieren werden. In der Erklärung «Novena Parte: La Nueva Estructura de la Autonomía Zapatista» bekräftigen sie, dass sie in Zukunft die indigene Autonomie noch stärker auf die Gemeinden fokussieren: «Jede lokale Selbstverwaltung kontrolliert ihre autonomen organisatorischen Ressourcen (wie Schulen und Kliniken) und die Beziehungen zu den benachbarten nicht-zapatistischen Gemeinden».

Auch der Aufbau und die Organisation der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) wurden reorganisiert. Dies mit dem Ziel, die Verteidigung und Sicherheit der Dörfer und der Mutter Erde im Falle von Aggressionen und Angriffen zu erhöhen. Zu den akuten Gefahren zählen die Zapatistas globale Kriege, die Militarisierung der Region, die Invasion durch Unternehmen, die die Natur zerstören, und die Klimakrise. Mesoamerika ist vermehrt von Dürren und ungewöhnlich starken Hurrikans betroffen, wie kürzlich der Hurrikan Otis im Bundesstaat Guerrero gezeigt hat.

Die Neuorganisation der autonomen Strukturen sei das Resultat einer zehnjährigen, selbstkritischen Reflexion und die Umsetzung brauche Geduld. «Wir haben uns darauf vorbereitet, dass unsere Völker überleben», betont die EZLN. Sie denken dabei in langen Zeiträumen und wollen die Existenz der Gemeinden für die nächsten Generationen sichern: «Nur wenn wir weit zurück und nach vorne blicken, können wir den jetzigen Schritt verstehen». Mit dem Slogan «Más de 500, 40, 30, 20, 10 años después» erinnert die zapatistische Bewegung auch an die vorherigen Schritte in ihrer Geschichte: Vor 20 Jahren gründeten die Zapatistas die bisherige Autonomiestruktur, vor 30 Jahren überraschte der zapatistische Aufstand die Welt, vor 40 Jahren, am 17. November 1983, gründete eine kleine Gruppe von Guerrilleros die EZLN im lakandonischen Urwald, und seit über 500 Jahren befinden sich die indigenen Völker Lateinamerikas im Widerstand!

Autonome Basisgesundheit

Seit vielen Jahren unterstützt die Direkte Solidarität mit Chiapas über die medico-Partnerorganisation Salud y Desarrollo Comunidario (SADEC) die Zapatistas in der Stärkung der selbstorganisierten Gesundheitsversorgung. Sie bieten Aus- und Weiterbildungskurse für indigene Gesundheitsverantwortliche und Hebammen an, koordinieren und begleiten ein Programm von jungen Ärzt*innen, die ihren Sozialdienst in zapatistischen Landkliniken absolvieren, und ermöglichen den Zapatistas einen vergünstigten Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten. Auch wenn direkte Spitalüberweisungen aus ländlichen Gemeinden notwendig sind, funktioniert SADEC als unterstützende Schnittstelle zwischen den autonomen zapatistischen Gemeinden und staatlichen Gesundheitsinstitutionen.

Quelle: www.medicointernational.ch

Auch für SADEC bringt die neue Gewalt in Chiapas zusätzliche Herausforderungen und fordert eine laufende Reevaluation von Strategien und Arbeitsformen. Zum Jahrestag des EZLN und zum Jubiläum des zapatistischen Aufstandes ist das Team von SADEC dankbar, Teil dieses gemeinsamen Lernweges zu sein:

Desde Sadec saludamos este 30 aniversario zapatista con el respeto que la lucha digna merece, desde la palabra que teje, que da forma y crea; la mirada que va un paso más allá, la rebeldía que hace posible el caminar, el dolor que fortalece, la alegría que da vida y por la oportunidad de caminar y aprender de esta lucha. Entre otros, desde la otra salud se ha trazado una ruta de aprendizaje colectivo; desde otros dolores, otros sentires, otras prácticas, otros modos; sumando saberes y conocimientos, modos y formas; ampliando la mirada más allá de la enfermedad, semilla que ha quedado en decenas de jóvenes médicas y médicos que han tenido la oportunidad de caminar esta experiencia. Saludamos esta nueva etapa de lucha por la vida, aunque con muchos retos, llena de la experiencia acumulada. Un privilegio estar en este momento histórico. SADEC, noviembre 2023

Wir von SADEC feiern diesen 30. zapatistischen Jahrestag mit dem Respekt, den der würdige Kampf verdient. Ein Kampf, der auf dem Wort beruht, das webt, das formt und schafft; auf dem Blick, der einen Schritt weiter geht, auf der Rebellion, die das Gehen ermöglicht, auf dem Schmerz, der stärkt, auf der Freude, die Leben schenkt, und auf der Möglichkeit, diesen Kampf zu gehen und daraus zu lernen. Unter anderem über «die andere Gesundheit» haben wir einen kollektiven Lernweg beschritten; geprägt von anderen Schmerzen, anderen Gefühlen, anderen Praktiken, anderen Wegen; gegründet auf dem Zusammenbringen von Wissen, von Wegen und Formen; auf dem Erweitern des Blicks über die Krankheit hinaus. Ein Samen, der in Dutzenden von jungen Ärzt*innen gepflanzt wurde, die die Gelegenheit hatten, diese Erfahrung zu machen. Wir freuen uns auf diese neue Etappe im Kampf um das Leben, die zwar viele Herausforderungen mit sich bringt, aber auch auf eine Fülle von Erfahrungen zurückgreifen kann. Es ist ein Privileg, an diesem historischen Moment teilzuhaben. SADEC, November 2023

Alle bisherigen Communiqués finden sich (u.a. auf Deutsch und auf Spanisch) hier: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/

Quelle: https://www.medicointernational.ch/regionen-projekte/mexiko/hintergruende/chiapas-die-zapatistas-organisieren-sich-neu.html

Posted by Andrea Steinauer in News