IN EIGENER SACHE
Wir, die direkte Solidarität mit Chiapas, durften im 2025 unser 30 jähriges Jubiläum feiern und freuen uns, euch einen Artikel über das Bestehen unserer Gruppe zeigen zu können.
Als in Zürich ein Schloss knackte und in Chiapas der Aufstand begann

Vor 30 Jahren besetzten in Zürich Aktivist*innen ein leerstehendes Haus, zeitgleich erhoben sich in Chiapas die Zapatistas gegen die mexikanische Regierung. Zwei Bewegungen, weit voneinander entfernt, doch verbunden durch dieselbe Frage: Wie widersetzen wir uns dem Neoliberalismus?
Silvesternacht 1994. Während draussen Raketen in den Zürcher Nachthimmel steigen, knackt drinnen jemand ein Schloss. Eine Gruppe Aktivist*innen, unter ihnen Philipp Gerber, dringen in ein leerstehendes Haus am Steinwiesplatz. Kalte Atemwolken, nervöses Lachen. Die Besetzer*innen nutzen die Gunst der Stunde – die Wachleute feiern fröhlich ins neue Jahr.
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CHIAPAS
Zapatistas in Mexiko treffen sich mit Zivilgesellschaft (08.01.26)
Seminar in Chiapas zum Jahrestag des Aufstandes von 1994. 1.400 Teilnehmende. Fokus auf Gemeinschaftliches. Kritik an progressiven Regierungen in Lateinamerika
Im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas haben sich Ende Dezember Aktivist:innen, Akademiker:innen und zapatistische Unterstützungsbasen getroffen. Ziel des Seminars war der Austausch von Kapitalismus- und herrschaftskritischen Analysen, um Aktionen des Widerstandes und der Rebellion zu fördern. Eingeladen hatte die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) im Rahmen des 32. Jahrestages ihres Aufstandes. An den Aktivitäten in der Universidad de la Tierra – CIDECI beteiligten sich 500 indigene Unterstützungsbasen der EZLN und 900 Teilnehmer:innen aus 38 Ländern.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/01/280788/semillero-2025
Zapatistas in Mexiko rufen zur Solidarität mit Kuba auf (14.02.26)
Die Zapatistische Nationale Befreiungsarmee (EZLN) hat einen Aufruf zur Solidarität mit der kubanischen Bevölkerung veröffentlicht. Die Zapatistas, eine sozialrevolutionäre indigene Bewegung mit ihrer Basis im Süden von Mexiko, warnten vor einer Eskalation wirtschaftlicher, politischer und militärischer Aggressionen. Diese zielten darauf ab, „das kubanische Volk zu ersticken, um Investitionen und ‚Entwicklung‘ zu fördern“.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/02/282853/ezln-solidaritaet-kuba

Quelle: Enlace Zapatista
»Gerechtigkeit für Samir und Selbstbestimmung für die Pueblos«, 19.-22.2.2026
Aufruf zu nationalen und internationalen Aktionstagen
Vollständiger Aufruf: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2026/02/03/aufruf-zu-nationalen-und-internationalen-aktionstagen-gerechtigkeit-fur-samir-und-selbstbestimmung-fur-die-pueblos-gerechtigkeit-von-unten-kann-nur-mit-erinnerung-rebellion-und-organisation/
Bürgermeister und 156 Polizisten in Chiapas festgenommen (10.01.26)
Razzia der Nationalgarde in Chiapas. 156 Polizisten vorübergehend in Gewahrsam. Gegen elf Beamte werden Verfahren eröffnet
Im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas ist der Bürgermeister der Gemeinde Cintapala, Ernesto Díaz Cruz, wegen mutmaßlichen Machtmissbrauchs und Verbindungen zur organisierten Kriminalität festgenommen worden. Das hat die Generalstaatsanwaltschaft Mexikos (FGE) am 6. Januar bekannt gegeben.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/01/281260/festnahme-buergermeister-und-polizisten
OAXACA
13 Tote bei Zugunglück in Mexiko auf neuer Strecke (30.12.25)
108 Verletzte, 44 in Behandlung. Regierung kündigt Untersuchung an und warnt vor Spekulationen über Ursachen
Ein Zug mit 250 Personen an Bord ist auf der kurvenreichen Strecke des interozeanischen Korridors im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca entgleist. In den Wagen, die am Sonntag bei der Ortschaft Nizanda in eine Schlucht stürzten, starben 13 Personen, 108 weitere wurden verletzt. Am Tag nach dem Unglück befanden sich noch 44 Verletzte in stationärer Behandlung im Krankenhaus, informierte das für den Betrieb dieses Zuges zuständige Marineministerium gegenüber der Presse.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/12/279971/13-tote-bei-zugunglueck-mexiko
MEXIKO
Mexiko schickt Hilfsgüter nach Kuba (03.02.26)
Mexiko wird in dieser Woche humanitäre Hilfe nach Kuba senden. Das kündigte Präsidentin Claudia Sheinbaum am Sonntag bei einer öffentlichen Veranstaltung an. Die Lieferung umfasse Lebensmittel und andere grundlegende Versorgungsgüter, erklärte sie. Zugleich arbeite ihre Regierung auf diplomatischem Weg daran, „alles zu regeln, was mit der Lieferung von Öl aus humanitären Gründen zu tun hat“.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/02/282485/mexiko-hilfsgueter-kuba
Mexiko reagiert auf Zolldrohung der USA wegen Öl für Kuba (30.01.26)
Sheinbaum sendet Solidaritätssignal an Kuba. Sie warnt vor einer Notlage durch mögliche Zölle. Der Außenminister soll Details des Dekrets mit Washington klären
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat sich am Freitag zu den neuen Drohungen der US-Regierung geäußert, Importzölle gegen Länder zu erheben, die Kuba mit Öl versorgen. In ihrer täglichen Pressekonferenz verlas Sheinbaum eine Solidaritätsbotschaft mit Kuba. Darin bekräftigte Mexiko „das Prinzip der Souveränität und der freien Selbstbestimmung der Völker“.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/01/282392/sheinbaum-gegen-oelboykott
Mexikaner stirbt in ICE-Haft in USA, Mexiko fordert Aufklärung (18.01.26)
Der 34 Jahre alte Mann starb am 14. Januar in einer Einrichtung der Behörde ICE in Georgia. Das Konsulat in Atlanta bestätigte den Tod. Die Haftanstalt in Lovejoy wird vom privaten Konzern GEO Group betrieben

Bereits fünf Personen sind in der Haft der ICE-Behörde alleine im Januar 2026 gestorben
Quelle: Darío Castillejos
Das mexikanische Außenministerium hat nach dem Todesfall eines Mexikaners in Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörde (ICE) die Aufklärung des Sachverhalts gefordert. Das mexikanische Konsulat in Atlanta, Georgia, bestätigte auf X den Tod der migrantischen Person am 14. Januar. Der Vorfall geschah in der Haftanstalt Robert A. Deyton, einer von dem privaten Unternehmen GEO Group betriebenen Einrichtung in Lovejoy.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2026/01/281722/tod-ice-gewahrsam
HINWEISE
– KLIMACAFÉ: 20. Februar 2026 von 19:00 – 21:00 Uhr und 22. Februar (auf Englisch) von 17:00 – 19:30 Uhr. Der Abend wird organisiert und moderiert von Mitgliedern ‘Psychologists for Future Schweiz’.
Infos und Anmeldung über die Website: https://klimacafe.ch/

