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16.11.2014
Südmexiko-Newsletter November 2014
13.10.2014
Veranstaltung 20./21.10.2014: Die vergessene Migration - Zur Situation der TagelöhnerInnen aus Guerrero in der Landwirtschaft Nordmexikos
13.10.2014
Das Massaker von Iguala
3.10.2014
Südmexiko-Newsletter September-Oktober 2014
11.9.2014
Veranstaltung 15.9.14: AGROMULTIS GEGEN BAUERN IN CHIAPAS/MEXIKO
13.8.2014
Soli-Newsletter August 2014
12.7.2014
Südmexiko-Newsletter Juni-Juli
19.5.2014
Solidaritäts Brief für La Realidad
19.5.2014
Südmexiko-Newsletter Mai
12.5.2014
Angriff auf das Caracol "La Realidad"
 
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Südmexiko-Newsletter Januar 2015

--- Direkte Solidarität mit Chiapas ---
6. Januar 2015

VERANSTALTUNGSHINWEIS

Do, 8. Januar 2015, Kernstr. 14, Zureich, 19 Uhr
Ayotzinapa 43 somos todos!
Info-Veranstaltung zu den im September verschwundenen Studenten von Ayotzinapa, Guerrero (Mexiko).
Die Gruppe Direkte Solidarität mit Chiapas informiert zu den aktuellen Ereignissen und zeigt Zusammenhänge zu anderen sozialen Bewegungen in Mexiko.


In diesem Newsletter:
Aufruf zur Unterstützung der zapatistischen Kaffeekooperativen:
Verheerende Auswirkungen der Pilzkrankheit «Roya» für Kaffeebauern in Chiapas

GUERRERO

Ayotzinapa – der Kampf um Gerechtigkeit geht weiter

Die Familien der verschwundenen Studenten in Mexiko setzten ihre Proteste auch über die Festtage fort. «Für uns gibt es keine Weihnachten oder Neujahr, es sind Tage des Kampfes», sagte Melitón Ortega, Vater eines der 43 vermissten Studenten. Die Hinterbliebenen kämpfen weiterhin für Gerechtigkeit. Drei Monate nach der Verschleppung nahmen Hunderte an einem Protestmarsch teil. Anfangs Dezember konnte der 19-jährige Alexander Mora Venancio als Erster der 43 verschwundenen Studenten von Ayotzinapa anhand eines verkohlten Knochens identifiziert werden.
Beim Angriff auf die Studenten waren deutsche Sturmgewehre von Heckler & Koch im Einsatz, für welche keine Exportgenehmigung nach Guerrero vorlag (schon mehrfach wurde über ihre Präsenz in Guerrero berichtet). Die Wochenzeitung Proceso berichtete Mitte Dezember, dass bei der Attacke vom 26. September 2014 eine Verstrickung der staatlichen Sicherheitskräfte vorliegt. Bis dahin versuchte die Regierung die Schuld der lokalen Polizei und dem Bürgermeisterehepaar zuzuschieben. Aufgrund der vorliegenden Videoanalysen ist klar, dass der Angriff «von der Bundespolizei orchestriert und ausgeführt wurde - mit der Komplizenschaft oder offenen Mitarbeit der Armee». Es handelt sich um eine Politik des mexikanischen Staates, in welcher Anführer sozialer Bewegungen gezielt ermordet und Proteste kriminalisiert werden mit dem Ziel, die sozialen Unruhen einzudämmen.

Jetzt unterschreiben: Keine Zusammenarbeit mit der mexikanischen Polizei (Aktion der deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko)
Zu den Protesten gegen die Waffenlieferungen aus Deutschland an Mexiko

Weitere Infos:
Die Spur führt nach Iguala
Ayotzinapa schmerzt
Papstbotschaft an die Eltern der verschwundenen Studenten
Hintergrundartikel im Proceso auf Spanisch

Mexikanischer Geheimdienst spioniert Menschenrechtler von Tlachinollan aus
Das vielerorts für seine engagierte Arbeit geschätzte Menschenrechtszentrum Tlachinollan/Guerrero wird vom mexikanischen Geheimdienst - wen wundert’s - als «gefährlich für die Regierbarkeit» eingestuft. Tlachinollan wird vorgeworfen, Kontakte zu subversiven und radikalen Gruppen in Guerrero zu haben. Die Mitarbeiter werden gezielt unter die Lupe genommen. In Bezug auf die Ereignisse von Ayotzinapa warf der Minister der Seestreitkräfte den Familienangehörigen vor, von «Gruppen und Einzelpersonen manipuliert worden zu sein» - mit dem klaren Hinweis auf das Menschenrechtszentrum Tlachinollan.
www.npla.de/de/poonal/4960-mexikanischer-geheimdienst-spioniert-menschenrechtler-von-tlachinollan-aus" class="textlinks" target="_blank">Weiterlesen

CHIAPAS

Erstes Weltfestival der Widerstände und Rebellionen gegen den Kapitalismus in Mexiko: «Wo die von oben zerstören, bauen wir von unten wieder auf»

Wie die EZLN und der Indigene Nationale Kongress (CNI) bereits vor längerer Zeit ankündigte, fand in Mexiko um die Jahreswende 2014/15 ein Festival des Widerstands statt. Es begann am 21. Dezember in Xochitcuautla (Estado de México), und ging dann weiter in Amilcingo (Morelos), in Mexiko City, in Monclova (Campeche), um am 31. Dezember im Caracol in Oventic (Chiapas) das Abschlussfest zu feiern. Am 2. und 3. Januar wurden im Plenum Vereinbarungen und Schlussfolgerungen zusammengetragen. Dazu eingeladen wurden die autochtonen Völker Mexikos, die Sexta von Mexiko sowie die Sexta Internacional.

Communiqué 1. Januar 2015: Worte der EZLN zum 21. Jahrestag des «Beginns des Krieges gegen das Vergessen» (Subcomandante Moisés), zurzeit nur auf Spanisch
Communiqué 19. Dez. 2014: Am Vortag des Festivals
Communiqué 14. Dez. 2014: Über Ayotzinapa, das Festival und über die Hysterie als Methode der Analyse und Anleitung für die Aktion (Subcomandante Moisés)
Offizielle Festivalseite (auf Spanisch)
Communiqués auf Spanisch


Drohende Vertreibung für die Zapatistas von San Sebastian Bachajón

Am 21.12.2014 kehrten die zapatistischen Bewohner von San Sebastian Bachajón auf ihr Land zurück, von dem sie im Februar 2011 vertrieben wurden. Einen Tag später wurden sie von bewaffneten Gruppen (rund 40 Personen) eingeschüchtert, die mittels Drohungen und Blockaden Druck auf die Regierung von Chiapas auszuüben versuchen, damit diese die Zapatistas gewaltsam vertreiben und festnehmen. (Stand 31.12.2014)
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Hintergründe auf Spanisch 21.12.14
Hintergründe auf Spanisch 31.12.14
Kurzes Video

Café RebelDía

Aufruf zur Unterstützung der zapatistischen Kaffeekooperativen:
Verheerende Auswirkungen der Pilzkrankheit «Roya» für Kaffeebauern in Chiapas


Die Pilzkrankheit «Roya» brach 2013 in Mittelamerika aus. Dieser Pilz wächst über mehrere Jahre, wenn die klimatischen Voraussetzungen gegeben sind. Letztes Jahr regnete es anders als sonst in Chiapas: Lang andauernde Regenfälle, dann wieder längere Trockenperioden statt abwechslungsweise Regen und Sonnentage. So blieb die Feuchtigkeit unter den Blättern der Kaffeepflanzen und der Pilz breitete sich aus.
Der Pilz bewirkt, dass die Blätter abfallen. Die Pflanze steckt ihre ganze Energie in den Blätterwuchs und nicht in die Kaffeekirschen. So wachsen keine Kirschen und die Blätter sterben ab. Viele Pflanzen gehen ganz ein.
Eine Pflanze trägt dreimal Kirschen in einer Ernte. In der letzten Ernte konnten die Bauern nur den ersten Zyklus abernten, die zweiten wuchsen nicht mehr. Das Abernten des ersten Zyklus war stressiger, weil ohne das Blätterkleid die Kaffeekirsche von der Sonne versengt wird.
Die Ausbreitung der «Roya» ist regional unterschiedlich. Höhere Lagen blieben länger verschont als tiefere. Nun hat die Roya unsere Kooperative Yachil Xojobal Chulchán erreicht. Sie hatten letztes Jahr einen kleinen Ernterückgang und dieses Jahr prognostizieren sie 50% der ursprünglichen Produktion. Einige Bauern haben alle ihre Pflanzen verloren.

Letztes Jahr schon haben die Agroökologen der Kooperative begonnen, zu erforschen, wie sie den Pilz am besten bekämpfen können. Dabei wird ein EM-Mikroorganismus angewendet, der selber gezüchtet wird und der in regelmässigen Abständen auf die befallenen Pflanzen appliziert werden muss. Ausserdem müssen neue Setzlinge gezogen werden. Es gibt Kaffeesorten wie z.B. die Garnica, die Roya-resistent sind. Befallen sind vor allem die Sorten Bourbon und Arábica. (Bourbon und Garnica sind auch Arábica). Die Qualität der Roya-resistenten Kaffeepflanzen unterscheidet sich jedoch von den klassischen Sorten.
Die zapatistischen Techniker eignen sich das Wissen selber an und es gibt Kurse im Caracol, an denen sie teilnehmen. Eine NGO aus San Cristóbal, DESMI, die Agroökologen im Team haben, haben im Herbst 2014 ein Projekt lanciert, um die Techniker der Kooperativen zu schulen, zu unterstützen und gemeinsam die Forschung zu betreiben.
Es profitieren noch nicht alle zapatistischen Kooperativen von diesem Projekt. Und es gibt sehr viele zapatistischen Kaffeebauern, die für den lokalen Markt produzieren und nicht in Kooperativen organisiert sind (oder nicht in legal anerkannten). Die Bauern haben mit ihren Pflanzen auch ihre finanzielle Existenz verloren und können nicht von der Kooperative unterstützt werden, da diese über zu wenig finanzielle Mittel verfügt. Sie müssen vom jeweiligen Caracol unterstützt werden.

Die zapatistischen Kaffeebauern brauchen deshalb Unterstützung!
Wir von der Direkten Solidarität mit Chiapas schicken eure Spenden an Projekte zur Roya-Bekämpfung nach Chiapas.
Herzlichen Dank für eine Spende auf folgendes Konto: Café RebelDía, Eglistr. 25, 8004 Zürich, PC 87-206172-3


WEITERE HINWEISE
Do-Sa, 21. - 24. Januar 2015, Bern, Lorraine
Tour de Lorraine
Workshops, Vorträge, Filme rund ums Thema «Geld und Alternativwährungen» sowie Konzerte. Mehr Infos
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