café Rebeldía Infos Hintergrund aktiv über uns links Bilder  
 

infos

 


News
Correos de las Americas
Articulos en español
Communiques (de | es)
Suche im Archiv

 
 

NEWS

 
12.4.2016
Südmexiko-Newsletter März/April 2016
15.2.2016
Südmexiko-Newsletter Januar/Februar 2016
23.12.2015
Südmexico Newsletter Oktober/November 2015
21.9.2015
Südmexiko-Newsletter September 2015
5.9.2015
"Grüne" Megaprojekte und die Gesundheit der indigenen Bevölkerung in Oaxaca, Mexiko
15.8.2015
Südmexiko-Newsletter Juli/August 2015
13.6.2015
Südmexiko-Newsletter Mai/Juni 2015
4.6.2015
Oaxaca - Urgent Action
8.4.2015
Südmexiko-Newsletter April 2015
21.2.2015
Südmexiko-Newsletter Februar 2015
 
| »

Südmexiko-Newsletter Mai / Juni 2016

--- Direkte Solidarität mit Chiapas ---
9. Juni 2016

In Mexiko brodelt es wie 1994 in Chiapas und 2006 in Oaxaca.
Die LehrerInnen-Gewerkschaft streikt, soziale Bewegungen schliessen sich ihnen an.

LehrerInnen-Proteste in ganz Mexiko

OAXACA

Aktualisiert
Die Repression gegen die Streikenden Lehrerinnen gipfelte am 19.6. in einem Massaker.
Bei der Räumung von Blockaden in Nochixtlan gab es 6 Tote.
Die Regierung will nun verhandeln, aber keine Eingeständnisse machen.
Eine Menschenrechtskomission der UNO befragt die Menschen in Nochixtlan.
Die Polizei behauptete erst, keine scharfen Waffen im Einsatz gehabt zu haben, gab es aber dann zu als zu viele Videos, die das Gegenteil zeigen, im Internet kursierten.

Comunique deutsch

Radiobeitrag deutsch

Beitrag Swiss Info, spanisch

Unterschriftenaktion

Artikel vom Sonntag, deutsch


In Mexiko wurde eine Bildungsreform verabschiedet, welche einer Privatisierung des Bildungssystems gleichkommt. Bereits haben 4200 LehrerInnen öffentlicher Schulen die Kündigung erhalten. Dagegen wird im ganzen Land protestiert. Die Familien solidarisieren sich mit den LehrerInnen. Die Polizei versucht, die Proteste brutal niederzuschlagen, da der LehrerInnen-Streik hohe Wellen schlägt und sich ihnen andere soziale Bewegungen anschliessen. Man sieht die Macht der PRI gefährdet.
Die Presse publiziert die kritischen Statements nicht und behauptet, dass 95% der LehrerInnen am arbeiten seien.

In Mexiko Stadt steht trotz mehrfacher Polizeiangriffe seit zwei Wochen ein Protestcamp der Lehrerinnen-Gewerkschaft.

In Tuxtla Gutierrez, Chiapas gab es grosse Demos sowie Tankstellenbesetzungen.

In Chiapas demonstrierte in mehr als der Hälfte der 120 Bezirke vom Bundesstaat die Bevölkerung mit den LehrerInnen, meist friedlich, aber wenn sie angegriffen wurden, vertrieben sie die Polizei:

In Michoacan, Chiapas und Jalisco wurden über 22 Gemeindeverwaltungen besetzt.

In Oaxaca fand am 28. Mai die wohl grösste Demo seit dem Aufstand 2006 statt:

Die EZLN stellt die Proteste in ihrem neusten Comunique „Zwischen Autoritarismus und Widerstand“ vom 31. Mai in Zusammenhang mit der Korruption und der Straflosigkeit im Land, benennt sie als Arbeits- und nicht als Bildungsreform und stellt klar, dass die Streikenden nicht für ihre Privilegien, sondern für ein Leben in Würde kämpfen.

Nationale Kampagne zur Verteidigung der Mutter Erde und des Territoriums lanciert

Die im April gestartete Kampagne soll sämtliche sozialen Bewegungen und Kämpfe in Mexiko sichtbarer machen, die Mächtigen, die unter dem Deckmäntelchen „Fortschritt und Entwicklung“ stecken, anklagen und Alternativen aufzeigen.
Artikel auf Spanisch

CHIAPAS

Schutzklausel zur Aufhebung der Autobahn San Cristóbal-Palenque
Das Gericht verordnete im April die Aufhebung des Baus der Autobahn auf dem Abschnitt San Cristóbal – Huixtan mittels des „amparo“ (Verfassungsbeschwerde). Dieser besagt, dass die Bevölkerung ein Recht habe, im Vorfeld darüber befragt zu werden, sowie über ausgeglichene Informationen zu verfügen, die Risiken wie auch Vorteile beinhalten. Die Ejidos Los Llanos und San José el Porvenir werden sich, trotz dieses Erfolgs, als indigene Gemeinde weiterhin gegen das Projekt wehren und berufen sich dabei auf die Vereinbarungen von San Andrés. Sie rufen die anderen betroffenen Gemeinden dazu auf, sich ebenfalls zu organisieren und sich nicht vertreiben zu lassen.
Artikel auf Spanisch

Paramilitärische Angriffe auf autonome Gemeinden sind weiterhin an der Tagesordnung:
San Isidoro Los Laureles

Angehörigen von Semilla Digna berichten, frühmorgens am 9. April seien Vermummte und Bewaffnete in rund 30 Fahrzeugen ins Dorf, eingedrungen, vertrieben die Bevölkerung mit Schüssen und Gaspetarden und verbrannten Häuser. San Isidoro wurde erst im Dezember 2015 von der zapatistischen Basis wieder besetzt.
Denuncia

Primero de Agosto
Am 7./8. April wurde die Gemeinde Primero de Agosto von Paramilitärs der CIOAC
gewaltsam angegriffen und vertrieben, wobei ein Teil ihres Landes, auf dem sie Tiere hielten, mit Stacheldraht umzäunt wurde.
Text auf Spanisch

EZLN und CNI verfassten ein gemeinsames Comuniqué bezüglich der Repression gegen das Dorf Chabelcal im Bundesstaat Yucatan:
Comuniqué

OAXACA

Fall Bety Cariño / Jyri Jaakola
Rund sechs Jahre der Straflosigkeit seit den Morden an den beiden MenschenrechtsaktivistInnen sind vergangen. Nun enthüllte das mexikanische Newsportal Aristegui Noticias, dass Polizeieinheiten, welche sich in der Nähe befanden und das Massaker hätten verhindern können, von der damaligen Bundesstaats-Regierung Ulises Ruiz zurückgepfiffen wurden.
Artikel auf Spanisch

Zur grünen Windenergie
Angriff auf die Gemeinde Alvaro Obregón, Juchitan.
Die Gemeinde organisiert sich gegen den Bau von Windparks auf ihrem Territorium. Eine Versammlung von ihnen wurde am 13.5. von Polizisten sowie Leibwächtern einer Gemeindepräsidentschafts-Kandidatin mit Schusswaffen angegriffen.
Comuniqué

Windparks verursachen Temperaturanstieg, vor allem in der Nacht.
Artikel dazu auf Spanisch

Guerrero

Expertinnen-Komission beendet die Untersuchung des Falles Ayotzinapa
Die Interdisziplinäre Expertinnengruppe GIEI, welche zur Aufklärung der Ereignisse von Iguala am 26. September 2014 hinzugezogen wurde, kommt zu demolierenden Ergebnissen. Die mexikanische Regierung behinderte die Arbeit des GIEI und lehnt die weitere Zusammenarbeit ab. Der Abschlussbericht des GIEI ist erschütternd, so zeigt er klar auf, wie die mexikanischen Behörden den Fall verschleppt, Fakten vertuscht und ignoriert, sowie Geständnisse unter Folter erpresst hat.
Als erste internationale Reaktion forderte das US-Aussenministerium Mexiko auf, die Weisungen des GIEI ernst zu nehmen.
Zurück bleibt Fassungslosigkeit und die Frage, warum die mexikanische Regierung bereit ist, mit derart offensichtlichem Dilettantismus ein Verbrechen zu vertuschen und sich damit harscher internationaler Kritik auszusetzen.

Zwei ausführliche Berichte dazu auf Deutsch:
boell
chiapas.eu

Mexiko

Massive Angriffe auf Soziale Bewegungen
Im Estado de Mexico reprimiert die Polizei die widerständigen Gemeinden von
Atenco und Xochiquautla. In Atenco soll der bis jetzt verhinderte Flughafen gebaut werden und in Xochiquautla wehrt sich die Bevölkerung gegen den Bau einer Autobahn.

Wenn aus Holzstücken Knochenreste werden
Freiwillige Suchbrigade findet geheime Gräber in Veracruz
Artikel auf npla

Von Sturmgewehren und Menschenrechten
Die Deutsche Bundesregierung will Mexikos Polizei und Militär noch enger als bisher unterstützen. Da mächtige Eigeninteressen betroffen sind, werden die Menschenrechte ignoriert.
Spannende Artikel auf deutsch:
amerika21
Mitarbeiter von H+K angeklagt

Veranstaltungen

So. 26 Juni: Mirar Morir-Dokfilm zur Rolle des Militärs bei den Vorfällen von Iguala, Ayotzinapa.
Als Internationale Aktion in verschiedenen europäischen Städten gleichzeitig.
Trailer
Flyer
Für Text und Flyer: runterscrowlen
Zürich: 19.30, an der Flüelastr. 54, 8047 Zürich im RAF-ASZ
Basel: 18.00, Neues Kino Basel, Klybeckstrasse 247
Luzern: 16.00, La Mesa, Obergrundstrasse 127
Lausanne: 18.00, Cinema Oblo, Avenue de France 9


So, 19. Juni "Menschenstrom gegen Atom"
"Jetzt Beznau stilllegen!, mit Schlusskundgebung beim Amphitheater Brugg/Windisch, mehr Infos

14.-17. Juli, 2. feministisch-antikapitalistisches Politwochenende
in Stallikon, bei Zürich
Infos/anmelden bis 24.Juni
Diesen Artikel drucken
Veranstaltungen