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4.6.2015
Oaxaca - Urgent Action
8.4.2015
Südmexiko-Newsletter April 2015
21.2.2015
Südmexiko-Newsletter Februar 2015
6.1.2015
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16.11.2014
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13.10.2014
Veranstaltung 20./21.10.2014: Die vergessene Migration - Zur Situation der TagelöhnerInnen aus Guerrero in der Landwirtschaft Nordmexikos
13.10.2014
Das Massaker von Iguala
3.10.2014
Südmexiko-Newsletter September-Oktober 2014
11.9.2014
Veranstaltung 15.9.14: AGROMULTIS GEGEN BAUERN IN CHIAPAS/MEXIKO
13.8.2014
Soli-Newsletter August 2014
 
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Südmexiko-Newsletter Mai/Juni 2015

--- Direkte Solidarität mit Chiapas ---
13. Juni 2015

OAXACA

Urgent Action. Fünf Jahre Straflosigkeit im Fall Jyri Jaakola und Bety Cariño -
Witwer von Bety erhält Morddrohungen

Fünf Jahre sind verstrichen seit dem Überfall auf die Menschenrechtskarawane, die in das von Paramilitärs belagerte San Juan Copala fahren wollte, um Nahrung und Medizin zu bringen sowie um die Geschehnisse zu dokumentieren. Auf dem Weg dahin wurden die MenschenrechtsaktivistInnen Bety Cariño aus Oaxaca und Jyri Jaakola aus Finnland von Paramilitärs der Gruppe UBISORT erschossen.

Omar Esparza, der Witwer von Bety, kämpft seither für Gerechtigkeit. Obwohl der Fall von der Nationalen Assoziation der Demokratischen Anwälte gut dokumentiert wurde und die Täter identifiziert sind, befinden sich erst drei von ihnen in Haft. 10 Strafbefehle sind noch ausstehend.

Seit kurzem haben sich die Bedrohungen gegen Omar Esparza massiv verstärkt. Nach einer Serie von Einschüchterungsversuchen hat er Informationen über seine geplante Exekution erhalten. Darum hat er Amnesty International um Hilfe gebeten.
Weiterlesen auf unserer Homepage

Urgent Action für die Sicherheit von Omar - hier unterschreiben (auf Spanisch)
Urgent Action von Amnesty International (Englisch)

WAHLEN IN SÜDMEXIKO UNTER MILITÄRSTIEFELN

Trotz einem riesigen Sicherheitsdispositiv mit tausenden von Soldaten und Bundespolizisten ist es am Wahltag, 7. Juni, zu heftigen Protesten gekommen, sowohl in Guerrero wie auch in Oaxaca und Chiapas. Insbesondere die Angehörigen von Ayotzinapa wie auch die Lehreropposition (CNTE) demonstrierten mit aktivem Wahlboykott gegen die „demokratische Normalität“ des Wahlgangs, mit dem das mexikanische Parlament und einige Lokalregierungen erneuert wurden. In über 600 Wahllokalen (von insgesamt 150'000) wurden Unregelmässigkeiten gemeldet, insbesondere in Oaxaca konnten viele nicht eingerichtet werden oder die Urnen wurden verbrannt. In Tlapa, Guerrero, wurde ein junger Lehrer bei einer Polizeiaktion am Abend des Wahltags erschossen. Ein Interview, ein Video und zwei Artikel:

Interview mit Philipp Gerber: Mexiko vor den Wahlen (9 min)
Lehrer drängen Militärs in Huajuapan (Oaxaca) zurück (1 min.)
Militäraufgebot und Unruhen bei Wahlen in Mexiko, PRI siegt
Lage in Mexiko eskaliert unmittelbar vor Wahlen

CHIAPAS

Tagung: Kritisches Denken im Angesicht der kapitalistischen Hydra (3.-9.Mai)
An der von der EZLN organisierten Tagung, an der mehr als 1500 Personen teilnahmen, diskutierten AktivistInnen, linke Intellektuelle, die Zivilbevölkerung und Zapatisten über die Auswirkungen des kapitalistischen Systems und darüber, wie dieses überwunden werden kann. Unter den ReferentInnen waren nebst Mitgliedern der zapatistischen autonomen Gebiete auch Eltern der verschwundenen Lehramtsstudenten aus Ayotzinapa und bekannte Intellektuelle wie John Halloway, Adolfo Gilly, Raul Zibechi, Luis Villoro, Silvia Federici und Sylvia Marcos und viele andere.
Die Reden von Seiten der EZLN sind auf enlacezapatista zu lesen, diese werden laufend in andere Sprachen übersetzt: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/

Hervorheben möchten wir an dieser Stelle die Rede von Comandanta Miriam und anderen Zapatistas:
Der Kampf der Frauen, die wir sind, auf Deutsch: Hier lesen und von Subcomandante Moises: Politische Ökonomie aus Sicht der Comunidades Teil I; Auf Deutsch und Teil II: Vorerst auf Spanisch
Bericht auf Deutsch zur Tagung


La Garrucha
Das Caracol La Garrucha beschreibt in seiner Anzeige, wie die zapatistische Basis in Rosario von bewaffneten Paramilitärs aus der Region ständig bedroht und schikaniert werden. Ihr Hauptziel: die zapatistische Basis zu vertreiben. Die konkreten Ereignisse, die in dieser Anzeige beispielhaft geschildert werden, fanden am 10./11. Mai statt.
Die Anzeige auf Deutsch
Die Anzeige auf Spanisch

GUERRERO

Kommandantin der Gemeindepolizei Guerreros im Hungerstreik
Nestora Salgado, Koordinatorin der Gemeindepolizei Olinalá, verweigerte nach 21 Tagen Hungerstreik auch die Flüssigkeit. Sie befand sich in einem Hochsicherheitsgefängnis in Nayarit, zwei Tagesreisen von ihrem Zuhause entfernt. Den Durststreik brach sie nach fünf Tagen wieder ab. Am 30. Mai wurde sie endlich in den Spitaltrakt eines Gefängnisses in Mexiko Stadt verlegt, wo sie auch mehr Besuche der Familie und der Verteidigung erhält. Auf Wunsch ihrer Familie beendete sie den Hungerstreik nach 31 Tagen. Nestora und 13 andere befinden sich seit August 2013 unschuldig in Haft. Sie kämpften mit ihrer autonomen Gemeinde-Polizei gegen das organisierte Verbrechen.

Weiterlesen auf Deutsch
Weitere Infos
Auf Spanisch


Euro-Caravana 43 zu den verschwundenen Studenten aus Ayotzinapa
Ein überlebender Student, der Vater eines verschwundenen Studenten und ein Mitarbeiter des Menschenrechtszentrums Tlachinollan in Guerrero bereisten von Mitte April bis Mitte Mai Europa. Sie besuchten dreizehn europäische Städte, um über die 43 verschwundenen Studenten und die Manipulationsversuche des mexikanischen Staates zu berichten, der statt den Fall aufzuklären ihn für abgeschlossen erklärt. Sie rufen die EuropäerInnen dazu auf, die internationale Aufmerksamkeit aufrecht zu halten und informiert zu bleiben. Vor allem die Repression des mexikanischen Staates gegen die Bewegung um die Lehramtstudenten soll weiter beobachtet werden.
Am 1. Mai machten sie in Zürich Halt, wo sie sich am Demonstrationszug anschlossen und abends aus erster Hand die „Nicht-Regierungsversion“ der Ereignisse in Ayotzinapa erzählten.

Das Communiqué der Euro-Caravana 43

Medienbericht in der Aargauer Zeitung
Ayotzinapa/Mexiko: Dokumentation und Analyse eines Menschenverbrechens

Dossier auf Spanisch
Video-Interview auf Spanisch



MEXIKO
Im Kampf um Ernährungssouveränität: Die Kollektivklage der Maismenschen
Hier weiterlesen

HINWEISE

medico international schweiz: PraktikantIn Öffentlichkeitsarbeit gesucht
Mehr Infos hier


Sa, 27. Juni 2015 Demo „Grenzenlose Solidarität – jetzt!“
Achtung neue Zeit! Zürich, 16.30 Uhr Helvetiaplatz

9.-12. Juli 2015 Feministisches Politikwochenende
Infos und Anmeldung

Sa, 12. Sept. 2015 Solilauf Bern
Organisiert vom Verein Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers, Bern Münsterplatz
Infos und Anmeldung
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