Newsletter

Südmexiko-Newsletter November / Dezember 2025

Liebe Südmexiko-Interessierte
Wir wünschen euch allen ein gutes neues Jahr und weisen gern auf die Spendenaktion des Infoportals amerika21 am Ende des Newsletters hin, ohne dessen Arbeit wir den Newsletter nicht so verfassen könnten… Bleibt dran!
Die Solicrew der Direkten Solidarität mit Chiapas

CHIAPAS

Fünf indigene Aktivisten in Mexiko nach mehr als drei Jahren frei (25.11.25)
Ursprüngliches Verfahren wies schwere Mängel auf. Inhaftierung laut UN willkürlich. Menschenrechtsorganisationen feiern Freilassung

Vier der fünf indigenen Menschenrechtsverteidiger nach ihrer Freilassung
Quelle: @CdhFrayba

Nach mehr als drei Jahren Haft sind am 21. November 2025 die fünf indigenen Tzeltal-Menschenrechtsverteidiger aus San Juan Cancuc im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas freigelassen worden. Manuel Sántiz Cruz, Agustín Pérez Domínguez, Juan Velasco Aguilar, Martín Pérez Domínguez und Agustín Pérez Velasco waren zwischen dem 29. Mai und dem 1. Juni 2022 festgenommen worden. Menschenrechtsorganisationen kritisierten das Verfahren von Beginn an als willkürliche, diskriminierende Strafverfolgung und als Beispiel für die Kriminalisierung indigener Verteidiger:innen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/11/278595/mexiko-freilassung-tzeltal-aktivisten

MEXIKO

Mexiko plant die 40-Stunden-Woche bis 2030 (06.12.25)
Arbeitsministerium legt dem Parlament Vorlage zur schrittweisen Arbeitszeitkürzung vor. „Front für die 40-Stunden-Woche“ kritisiert das Tempo und kündigt weitere Proteste an
Nach jahrelangen Protesten hat das mexikanische Arbeitsministerium dem Parlament eine Gesetzesinitiative zur schrittweisen Verkürzung der Arbeitszeit von heute 48 auf 40 Stunden pro Woche vorgelegt. Die Initiative soll laut Präsidentin Claudia Sheinbaum am 1. Mai 2026 in Kraft treten.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/12/278928/mexiko-reduziert-wochenarbeitszeit


Demonstration der Nationalen Front für die 40-Stunden-Woche am 23. November 2025 in Mexiko Stadt
Quelle: Nationale Front für die 40-Stunden-Woche

Armut in Lateinamerika auf niedrigstem Stand seit Aufzeichnung (02.12.25)
Mexiko und Brasilien Vorreiter. Weiterhin bestehen massive Armut und Herausforderungen für soziale Gerechtigkeit
25,5 Prozent der Bevölkerung Lateinamerikas (rund 162 Mio. Menschen) haben 2024 in Einkommensarmut gelebt, ein Rückgang zum Vorjahr von 2,2 Prozent. Dies ist der niedrigste Stand seit Beginn der Datenerhebung, wie aus einem Bericht der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal) vom 26. November hervorgeht.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/12/278801/niedrigere-armut-mexiko

Spanien erkennt Unrecht der Kolonialzeit in Mexiko an (12.11.25)
Die Aussage fällt bei einer Ausstellung in Madrid. Bezug auf Leid indigener Gemeinschaften in Mexiko. Sheinbaum spricht von einem ersten Schritt zur Vergebung
Bei der Eröffnung der Ausstellung „La mitad del mundo. La mujer en el México indígena“ hat Spaniens Außenminister José Manuel Albares öffentlich das Unrecht anerkannt, das während der Eroberung und der Kolonialzeit an den indigenen Völkern Mexikos begangen wurde.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/11/277964/spanien-erkennt-unrecht

Mexikos ermordete Journalisten
Wer aufdeckt, lebt gefährlich (16.12.25)
In der „Jahresbilanz der Pressefreiheit“ von Reporter ohne Grenzen hält Mexiko den zweiten Platz an getöteten Journalist*innen – hinter einem Kriegsgebiet.
Wieder Mexiko. Wieder steht das Land ganz oben auf der Liste der getöteten Medienschaffenden. Neun Journalist*innen wurden laut Reporter ohne Grenzen (ROG) im Jahr 2025 schon ermordet. So steht es in der neuesten „Jahresbilanz der Pressefreiheit“ der Organisation. ROG zufolge belegt Mexiko damit den zweiten Platz hinter dem Gazastreifen, einem Kriegsgebiet.
Weiterlesen: https://taz.de/Mexikos-ermordete-Journalisten/!6138692/

Neues Factsheet: Gefährliches Engagement − Menschenrechtsverteidiger*innen in Mexiko (09.12.25)
Zum Internationalen Tag der Menschenrechtsverteidiger*innen (9. Dezember) veröffentlicht die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko ein Factsheet mit Hintergrundinformationen und politischen Handlungsempfehlungen für einen besseren Schutz der Aktivist*innen
In einem Land mit einer der höchsten Gewaltraten weltweit leisten Mexikos Menschenrechts-verteidiger*innen eine unverzichtbare Arbeit: Sie setzen sich dafür ein, dass die Suche nach über 130.000 Verschwundenen vorankommt, prangern Verstrickungen zwischen Politik und organisiertem Verbrechen an oder bringen schwere Menschenrechtsverletzungen ans Licht, über die die breite Öffentlichkeit sonst womöglich nie etwas erfahren hätte.
Weiterlesen: https://www.chiapas.eu/news.php?id=12886

Wirbelstürme und Hurrikans sorgen für gefüllte Wasserspeicher (28.12.2025)
Die Tropensturmsaison, die am 30. November endete, hat sich positiv auf das Dürreproblem des Landes ausgewirkt. Aktuell sind nach Angaben des Nationalen Wetterdiensts SMN nur noch 10,6 Prozent des Staatsgebiets vom Wassermangel betroffen. Wie SMN-Koordinator Fabian Vázquez Romaña berichtet, hatten zu Beginn der Sturmsaison am 15. Mai rund 50 Prozent der Landefläche mit Dürreproblemen zu kämpfen. Das bedeutet einen Rückgang um 39 Prozent. Bereits seit Ende September habe in mehr als 77 Prozent des Landes keine Dürre mehr geherrscht, was seit 2022 nicht mehr der Fall war, so der Sprecher des metereologischen Diensts.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/wirbelstuerme-und-hurrikans-sorgen-fuer-gefuellte-wasserspeicher/

ANDERE REGIONEN MEXIKOS

JALISCO

Massengräber nahe WM-Stadion entdeckt (22.12.25)
Über 16.000 Personen werden in Jalisco vermisst. Angehörige beklagen mangelnde staatliche Unterstützung. Aktivisten kritisieren, Regierung wolle vor Weltmeisterschaft „Ordnung schaffen“
In den vergangenen Monaten haben Kollektive rund um das Akron-StadionZapopan, Jalisco, mehr als 500 Müllsäcke mit menschlichen Überresten entdeckt. Das Stadion ist einer der geplanten Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2026.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/12/279820/mexiko-massengraeber-jalisco

Indigene fordern Gerechtigkeit nach Mord in Jalisco (12.12.25)
Organisationen von Indigenen verurteilen den Angriff. Menschenrechtsgruppen warnen vor weiterer Gewalt in Jalisco


Mahnwache von Vertretern der Gemeinde Azqueltán und sozialen Organisationen vor der Buchmesse in Guadalajara
Quelle: IMDEC A.C.

Nach einem tödlichen Angriff hat das indigene Dorf San Lorenzo Azqueltán zu landesweiten Unterstützungsaktionen in Mexiko aufgerufen. Marcos Aguilar Rojas, Agrarvorstand der indigenen Gemeinschaft im Bundesstaat Jalisco, war am 26. November erschossen worden. Bei dem Angriff wurde auch sein Bruder, Gabriel Aguilar Rojas, Delegierter des Nationalen Indigenen Kongresses (CNI), schwer verletzt. Das Attentat geschah, als Gabriel und Marcos versuchten, Vieh zurückzutreiben, das auf ein umstrittenes Grundstück der Gemeinde eingedrungen war.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/12/279112/indigene-fordern-gerechtigkeit-nach-mord

PUEBLA

Die Gewalt überleben (08.12.25)
Juan de Dios Ñunez Barojas verschwand im Alter von 23 Jahren im Bundesstaat Puebla. Seine Mutter María Luisa suchte jahrelang allein nach ihm, bis sie Hinweise darauf fand, wo ihr Sohn sein könnte. Die forensische Krise, mit der Mexiko konfrontiert ist – 52.000 nicht identifizierte menschliche Überreste – verhinderte jedoch, dass María Luisa erst anderthalb Jahre später Gewissheit darüber erlangte, ob es sich um ihren Sohn handelte oder nicht.
Weiterlesen und Podcast: https://www.npla.de/thema/memoria-justicia/die-gewalt-ueberleben/

VERACRUZ

Interamerikanischer Gerichtshof verurteilt Mexiko wegen Mordes (21.12.25)
Soldaten vergewaltigten, folterten und töteten Indigene. Tat blieb 19 Jahre ungesühnt. Regierung will Urteil umsetzen


Der CIDH macht den mexikanischen Staat für die Vergewaltigung, Folter und den Tod von Ernestina Ascencio verantwortlich
Quelle: jornada

Der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte (CIDH) hat den mexikanischen Staat für die Ermordung einer Nahua-Indigenen durch mexikanische Soldaten schuldig gesprochen. „Mexiko ist verantwortlich für die Vergewaltigung, die Folterung und den Tod von Ernestina Ascencio Rosario“, titelte der CIDH sein Pressebulletin über das lang erwartete Urteil. Zudem hätten die Angehörigen der im Bundesstaat Veracruz ermordeten Nahua-Indigenen keinen Zugang zur Justiz gehabt. Die Taten gegen eine Zivilperson wurden nicht vor einem Zivilgericht untersucht und verurteilt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/12/279746/fall-ernestina-ascencio-vor-coidh

HINWEISE

Spenden Sie, damit amerika21 auch 2026 unabhängig über und aus Lateinamerika berichten kann – amerika21 startet Spendenkampagne zum Jahresende
Liebe Leserinnen und Leser (auch dieses Newsletters)
zum Ende des Jahres hoffen wir wieder auf Ihre Spendenbereitschaft, mit der Sie für ein weiteres Jahr unsere unabhängige wie zuverlässige Berichterstattung über Lateinamerika und die Karibik sichern können.
Auch der Südmexiko-Newsletter profitiert in hohem Mass von der Berichterstattung von amerika 21 – herzlichen Dank für eure Spenden!

Zum Aufruf: https://amerika21.de/spenden/aufruf

16. & 17. Januar 26 im Volkshaus Zürich: das andere Davos 2026 – From Resistance to Liberation. Weitere Infos: https://sozialismus.ch/das-andere-davos/

17. & 18. Januar 26: Strike Wef – Potestwanderung nach Davos.
Weitere Infos: https://strikewef.org/de/

Solifond unterstützt Bergbau-Widerstand in Oaxaca

Indigene Gemeinschaften wehren sich gegen Bergbau auf ihrem Territorium

In den Tälern des mexikanischen Bundesstaats Oaxaca wurden 80’000 Hektaren Land in Konzession für Bergbau vergeben – ohne Konsultation der betroffenenindigenen Gemeinschaften.
Gesamter Bericht lesbar im Jahresbericht 2025 von Solidaritätsfonds für soziale Befreiungskämpfe in der Dritten Welt: https://static1.squarespace.com/static/5c1b8be445776e1be787b459/t/692d8c2effc0332dfc4da400/1764592686557/2025-JB-d-web.pdf

Posted by Tamara Wagenbrenner in Chiapas, News, Newsletter

Südmexiko-Newsletter Januar 2024

IN EIGENER SACHE

Infoveranstaltung zum Zapatismus und der EZLN: Zur Umstrukturierung der Zapatistas
Fr, 16. Feb., Infoladen Kasama, 8004 Zürich. 19 Uhr Küfa, 20 Uhr Input und Diskussion.
Mit Büchertisch und Infomaterial. Organisierte Autonomie Zürich & Direkte Solidarität mit Chiapas

 

CHIAPAS

Für alle, die über Neujahr nicht in Chiapas waren – hier gibt es viel Lesestoff….

Zapatistas in Mexiko feiern 30 Jahre bewaffneter Aufstand (11.01.24)
Dolores Hidalgo, Chiapas. Die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) hat mit mehreren tausend Teilnehmenden den 30. Jahrestag ihres bewaffneten Aufstandes vom 1. Januar 1994 gefeiert.

Die Zapatistas präsentierten den Gästen in der chiapanekischen Ortschaft Dolores Hidalgo die Geschichte ihrer Bewegung und ihr politisches Selbstverständnis. Im Zentrum der Gedichte, Tänze und Lieder stand das Thema der Gemeingüter, also der Ländereien der Großgrundbesitzer, welche die indigene Aufstandsbewegung besetzte und bewirtschaftet.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/01/267680/zapatistas-mexiko-feiern-30-jahre

Milizionäre der EZLN exerzierten mit hölzernen Schlagstöcken zum Rhythmus von Cumbia. Quelle: privat

 

Luz Kerkeling: Zapatisten feiern 30 Jahre Rebellion

Im mexikanischen Chiapas findet Treffen der Gemeinschaftlichkeit statt (03.01.24)

Es ist sonnig und heiß, als wir am 31. Dezember nach der Durchquerung von Nebelfeldern mittags das Caracol (dt.: Schneckenhaus) von Dolores Hidalgo, einem der zwölf autonomen Verwaltungssitze der Basis der linksgerichteten EZLN (Zapatistische Armee zur nationalen Befreiung), erreichen. Das große Gelände besteht hauptsächlich aus einem weitreichenden flachen Platz, der von beeindruckenden Bergzügen umgeben ist. Die Atmosphäre ist freudig-ausgelassen. Alle Ankömmlinge, die sich zuvor in San Cristóbal in der pro-zapatistischen »Universität der Erde« (CIDECI) aus Sicherheitsgründen registrieren sollten, werden sehr freundlich begrüßt.
Weiterlesen: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1178922.mexiko-zapatisten-feiern-jahre-rebellion.html

 

Gloria Muñoz Ramírez: 30 Jahre Zapatistas (07.01.24)
„Wir versuchen nicht, ein Museum der Erinnerung an uns zu schaffen“, so Subkommandant Moisés, Sprecher und Befehlshaber der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung EZLN (Ejército Zapatista de Liberación Nacional). In der Rede am 30. Jahrestag des bewaffneten Aufstandes der Mayavölker im Südosten Mexikos erklärt Moisés auch die aktuelle Absicht einer kraftvollen Bewegung: „Eigentum muss dem Volk gehören und der Gemeinschaft. Das Volk muss sich selbst regieren, wir brauchen die da oben nicht.“
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/dreissig-jahre-zapatistas/

Quelle: Ricardo Trabulsi/desinformémonos

 

Daliri Oropeza: EZLN celebra 30 años con alegría en común (03.01.24)
El EZLN celebra el 30 aniversario del levantamiento con miles de personas que atestiguan el modo en que la organización se fortalece.
Weiterlesen auf Spanisch: https://piedepagina.mx/ezln-celebra-30-anos-con-alegria-en-comun/

 

Feier der Zapatistas: Eine Politik des widerständigen Lebens (17.01.24)
Die EZLN hat zum 30. Jahrestag ihres bewaffneten Aufstandes nach Chiapas eingeladen. Es gab zapatistische Poesie, Stärke und eine neue Initiative.
Weiterlesen: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1179279.chiapas-feier-der-zapatistas-eine-politik-des-widerstaendigen-lebens.html

 

¡Viva el Común!

Ein Bericht aus dem mexikanischen Chiapas zum 30. Jubiläum des Aufstands der Zapatistas (16.01.24)
Hintergrund: Drei Jahrzehnte Rebellion

Am 1. Januar 1994, mit Inkrafttreten des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) zwischen Kanada, den USA und Mexiko, haben die Zapatistas dem mexikanischen Staat den Krieg erklärt, um sich gegen die damit einhergehende neoliberale Landnahme zu wehren. Nach einem zwölftägigen Aufstand im Bundesstaat Chiapas wurden die Gemeinden San Cristóbal de las Casas und sechs weitere Provinzstädte im Südosten Mexikos zu autonomen Gebieten erklärt. Der Konflikt endete schnell in einem Waffenstillstand, mit dem die an Guatemala grenzenden zapatistischen Gemeinden eine weitgehende Autonomie erlangten. Doch der Frieden war stets brüchig. Die Gebiete werden von der Bundesregierung nicht offiziell anerkannt und sind regelmäßig Angriffen von Paramilitärs, Gangs und Kartellen ausgesetzt.

Mit den Karawanen der Tausenden Migranten, die sich aus Südamerika in Richtung USA aufmachen, verändert sich auch die Sicherheitslage in dem an Guatemala grenzenden Gebiet. Schleusertum und Menschenhandel nehmen zu.
Weiterlesen: https://www.jungewelt.de/artikel/467237.ezln-viva-el-com%C3%BAn.html

 

Facebook-Übertragung der Rede des Subcomandante Insurgente Moisés vom 01.01.24:

https://www.facebook.com/CdhFrayba

Übersetzung auf Deutsch: https://www.chiapas.eu/news.php?id=12234

 

MEXIKO

Mexiko und Venezuela koordinieren Repatriierung von Migranten (04.01.24)
Mexiko und Venezuela haben die Wiederaufnahme von Rückführungsflügen für venezolanische Migranten in Mexiko bekannt gegeben. Beide Länder haben ihre Zusammenarbeit in Fragen der Migration verstärkt und Maßnahmen vereinbart, um mit dem Ansturm von Menschen umzugehen, die durch Mexiko in die USA reisen wollen. Das Engagement soll insbesondere der Bekämpfung der strukturellen Ursachen für die irreguläre Migration in der Region gelten.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/01/267563/mexiko-venezuela-massnahmen-migration

 

Welle tödlicher Gewalt gegen Transgender-Personen in Mexiko (20.01.24)
Die bekannte mexikanische Transgender-Aktivistin Samantha Gómez Fonseca ist am 14. Januar im Süden von Mexiko-Stadt erschossen worden. Sie ist die fünfte Transfrau, die seit Jahresbeginn in Mexiko gewaltsam ums Leben kam.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2024/01/267797/mexiko-gewalt-gegen-transgender

 

HINWEISE

Sa, 3. Feb: Roji Negro. 31. Solidaritäts-Preisjassen. 13-20 Uhr, mit Verpflegung. Türöffnung und Anmeldung: ab 12.15 Uhr. Kulturmarkt, Ämtlerstr. 23, Zürich.
Mehr Infos: https://www.rojinegro-jassen.ch/

Sa, 16. März und 6. April: Nächste Vorbereitung zur Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas. Anmeldung bei uns bis 15. Februar: soli@chiapas.ch.

 

Posted by Andrea Steinauer in Newsletter

Südmexiko-Newsletter November 2023

CHIAPAS

Communiqué-Serie der EZLN
Mit dem Communiqué «Vom Säen und Ernten» von Mitte Oktober begann eine Reihe von Communiqués, dies nach mehreren Monaten Schweigen. Im neusten Communiqué erklärt Moises, dass die zapatistischen Landkreise (MAREZ) und die Räte der Guten Regierung (JBGs) nicht mehr weiterexistieren. Die Gründe dafür und der Weg, der zu dieser Entscheidung führte, werden noch erläutert. Gleichzeitig laden die Zapatisten alle Solidarischen zum 30 jährigen Bestehen des zapatistischen Aufstands Ende Dezember/anfangs Januar ein – mit eben einer Warnung..

 

Cuarta Parte – Varias Muertes Necesarias – Subcomandante Insurgente Moisés – Noviembre de 2023 – Quelle: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/wp-content/uploads/2023/11/4aparte.jpg

Vierter Teil und erste Warnung, sich zu nähern:

 

Verschiedene notwendige Tode
(Subcomandante Insurgente Moises, 5. November 2023)

An die Menschen, die die Erklärung für das Leben unterzeichnet haben.
Wir teilen Euch folgendes mit:
ERSTENS.– Seit einigen Monaten – nach einer langen und tiefgründigen, kritischen und selbstkritischen Analyse – und nachdem sich mit allen zapatistischen Pueblos beraten wurde – wurde das Ableben der Zapatistischen Rebellischen Autonomen Landkreise (MAREZ) und der Räte der Guten Regierung beschlossen.

Weiterlesen in Deutsch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2023/11/06/vierter-teil-und-erste-warnung-sich-zu-nahern-verschiedene-notwendige-tode/
Weiterlesen in Spanisch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2023/11/05/cuarta-parte-y-primera-alerta-de-aproximacion-varias-muertes-necesarias/

 

Dritter Teil:

D e n í

(El Capitán, 3. November 2023)

Der verstorbene SupMarcos meinte, die Gründe für den Aufstand [vom 1. Januar 1994] können nicht begriffen werden, ohne zuvor die Geschichte von Paticha zu kennen. Paticha, ein Mädchen jünger als 5 Jahre, welches ihm in den Armen starb, weil es keine Tablette gegen Fieber gab. Und heute sage ich euch: Ihr könnt das, was euch später der Subcomandante Insurgente Moisés en detail erklären wird, nicht verstehen, wenn ihr nicht die Geschichte von Dení kennt.
Dení ist ein maya-indigenes Mädchen, sie ist die Tochter einer Insurgenta und eines Insurgente Indígenas Zapatistas. Als sie vor etwa 5 Jahren geboren wurde, gaben sie ihr diesen Namen, um das Andenken einer Compañera, die vor vielen Jahren starb, zu ehren.
Dení hatte der verstorbene SupGaleano kennengelernt, als sie noch ein Patz war – rund und mit Babyspeck wie eine kleine Mais-Pastete.

Weiterlesen in Deutsch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2023/11/03/dritter-teil-deni/
Weiterlesen in Spanisch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2023/11/02/tercera-parte-deni/

PS: Subcomandante Insurgente Galeano von der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN), der im Mai 2014 „geboren“ wurde, „starb“ und machte Platz für Capitán Insurgente Marcos, wie im zweiten und dritten Teil der Communiqués zu lesen ist.
Weiterlesen in Spanisch: https://www.jornada.com.mx/noticia/2023/10/29/estados/el-subcomandante-galeano-201cmurio201d-da-paso-al-capitan-insurgente-marcos-5105

 

 

Zweiter Teil:

NIESEN DIE TOTEN?
Oktober 2023.
Der SupGaleano ist gestorben. Er starb so, wie er gelebt hat: unglücklich.
Dies ja, er hat sich, bevor er starb, darum gesorgt, den Namen an die*den zurückzugeben, die*der Nachkomme des Maestro Galeano (*1) ist. Er empfahl, diesen Namen lebendig zu halten, das heißt: kämpfend. Auf diese Weise wird Galeano weiterhin durch die Berge streifen.
Ansonsten war es ganz einfach. Er fing an zu trällern, so was wie: »Ich weiß, ich bin verrückt, verrückt, verrückt« (*2), und kurz vor dem letzten Atemzug sagte er, das heißt, fragte er: »Niesen die Toten?«, und das wars. Es waren seine letzten Worte. Keine Phrase für die Historie, den Grabstein oder eine am Lagerfeuer erzählte Anekdote. Lediglich diese absurde, anachronistische, nicht-zeitgemäße Frage: »Niesen die Toten?«

Weiterlesen in Deutsch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2023/10/30/zweiter-teil-niesen-die-toten/
Original in Spanisch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2023/10/29/segunda-parte-los-muertos-estornudan/

 

 

Erster Teil:

DIE MOTIVE DES WOLFES.
Rubén Darío.
Nicaragua.
Der Mann, der ein Herz aus Lilien trägt,
die Seele eines Cherubim, mit paradiesischer Sprache,
der kleine und sanfte Franziskus von Assisi,
traf zusammen mit einem rohen und wilden Tier,
einer gefürchteten Bestie, lüsternd nach Blut und Raub,
mit Wut erfülltem Schlund und bösen Augen:
Der Wolf von Gubbio, der schreckliche Wolf,
tollwütig hat er die Landschaften verwüstet,
all die Herden in Stücke zerrissen,
die Hirten und Lämmer zerfleischt.
Unzählbar sind seine Toten und Schädigungen.

Weiterlesen in Deutsch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2023/10/30/zweiter-teil-niesen-die-toten/
Original in Spanisch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2023/10/22/primera-parte-los-motivos-del-lobo/

 

GUERRERO

Katastrophe ohne Vorwarnung in Mexiko: Hurrikan Otis hinterlässt Spur der Zerstörung (28.10.23)
Das Ausmaß der Zerstörung durch den Hurrikan „Otis“ wird erst am Tag danach sichtbar. Otis war in der Nacht auf den 25. Oktober mit Windgeschwindigkeit von 265 Kilometern pro Stunde auf die Küste von Guerrero getroffen und schnitt die Region von jeglicher Kommunikation ab. Bis zum Abend des folgenden Tages registrierten die Behörden allein in Acapulco 36 Todesopfer. Ein Mädchen, das von den Wassermassen mitgerissen wurde, wird vermisst.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/10/266570/mexiko-katastrophe-ohne-vorwarnung-otis

EZLN – Kommuniqué (29.10.23):
In Unterstützung unserer Geschwister [der Pueblos] Originarios in Guerrero
Mit großer Bestürzung sahen wir, wie der Hurrikan Otis mit außergewöhnlicher Wucht die Küsten des Bundesstaates Guerrero getroffen hat; er hinterließ dutzende an toten Menschen und die Zerstörung von Dörfern und Städten. Unsere Geschwister der Organización Campesina de la Sierra del Sur [Organisation der Kleinbäuer:innen der Sierra del Sur] im Landkreis Coyuca, Bundesstaat Guerrero – Mitglieder des Congreso Nacional Indígena – haben uns über die Schäden informiert, welche der Hurrikan in den indigenen und kleinbäuerlichen Comunidades in Guerrero und besonders in den Pueblos der dortigen Costa Grande [Großen Küste] verursachte.
Weiterlesen in Deutsch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2023/10/28/in-unterstutzung-unserer-geschwister-der-pueblos-originarios-in-guerrero/
Original in Spanisch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2023/10/27/en-apoyo-a-nuestros-hermanos-originarios-en-guerrero/

 

MEXIKO

EZLN – Communiqué (30.10.23):

STOPPT DIE REPRESSION GEGEN DIE INDIGENE COMUNIDAD OTOMÍ IN MEXIKO-STADT

NEIN ZUR RÄUMUNG DER CASA DE LOS PUEBLOS »SAMIR FLORES SOBERANES«

Angesichts der jüngsten Repressionsakte gegen die Comunidad Indígena Otomí in Mexiko-Stadt und dem Räumungsversuch des Casa de los Pueblos y Comunidades Indígenas »Samir Flores Soberanes« erklären wir:
Am 16. Oktober 2023 hatten mehr als 500 Granadero-Polizisten das «Casa de los Pueblos y las Comunidades Indígenas [Haus der Indigenen Pueblos und Comunidades] Samir Flores Soberanes« eingekreist, mit dem Befehl die Comunidad Otomí dort zu räumen. Dieser Räumungsversuch hinterließ zehn wüst geschlagene und verletzte Compañer@s, unter ihnen eine 13jährige Jugendliche, ältere Compañer@s und Compañer@s mit unterschiedlichen Fähigkeiten.
Weiterlesen in Deutsch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2023/10/31/stoppt-die-repression-gegen-die-indigene-comunidad-otomi-in-mexiko-stadt/
Original in Spanisch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2023/10/30/alto-a-la-represion-en-contra-de-la-comunidad-indigena-otomi-residente-en-la-ciudad-de-mexico/

Konzernverantwortung für Umweltkatastrophe am Río Sonora offiziell bestätigt (26.10.23)
Ein neuer Bericht der mexikanischen Umweltbehörde bestätigt, dass das Bergbauunternehmen Buenavista del Cobre, das zur Grupo México gehört, die Flüsse Sonora und Bacanuchi chronisch verseucht hat und für die Folgekosten aufkommen muss.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/10/266491/mexiko-konzernverantwortung-rio-sonora

 

MIGRATION

Riesige Karawane durch Mexiko: Fussmarsch zur Grenze (3. 11.23)
Rund 5.000 Menschen haben sich Ende Oktober aus der Stadt Tapachula im Süden von Chiapas auf den Weg Richtung US-Amerikanischer Grenze gemacht. Die sogenannte “Karawane“ bietet den Migrant:innen den Schutz der Gruppe, denn die Route durch das mexikanische Inland gilt als besonders gefährlich.
Weiterlesen: https://taz.de/Riesige-Karawane-durch-Mexiko/!5970694/

Ebenfalls zu diesem Thema:
Flüchtende aus Mexiko: Die gefährlichste Route des Planeten (5.11.23)
Eine Rekordzahl an Schutzsuchenden trifft in Mexiko ein. Hilfe von der Regierung gibt es kaum.
Weiterlesen: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1177518.usa-fluechtende-aus-mexiko-die-gefaehrlichste-route-des-planeten.html

 

HINWEISE

4. – 7. Jan. 2024: NO-WEF-Winterquartier in Bern. Das Programm für 2024 folgt in Kürze!
Alle Veranstaltungen finden in der Reitschule (Neubrückstrasse 8, 3012 Bern) statt, im Tojo Theater und im Kino der Reitschule. Siehe https://nowef-winterquartier.ch/

Posted by Tamara Wagenbrenner in Chiapas, Communiqués, Migration, Newsletter

Südmexiko-Newsletter März 2023

SAVE THE DATE

«Flügel und Wurzeln der sozialen Bewegungen in Oaxaca, Mexico»

Veranstaltung der Direkten Solidarität mit Chiapas:
Eine Reihe von Kurzdokus über soziale Bewegungen in Oaxaca zeigen die Geschichte, aktuelle Beispiele und die Zukunft von Widerstandsprozessen in Südmexiko.  Zwischen den Filmen werden Vertretende der NGO Codigo DH und Educa über die Entstehung dieser Dokumentarfilme und die aktuelle Situation der sozialen Bewegungen in Mexiko sprechen.

Daten:
Do, 27. April, 19 Uhr, Waisenhausplatz 30, Progr. (Stube), Bern. (im Rahmen der Tour de Lorraine)
Sa, 29. April, 19 Uhr, Kasernenareal Zürich (im Rahmen des 1.Mai-Festes)

 

CHIAPAS

CNI – Dritter Aufruf zum Internationalen Treffen: Der Süden widersteht 2023!
»Globaler Kapitalismus der Konzerne, weltweites Patriarchat, Autonomien in Rebellion«
6. und 7. Mai 2023 im CIDECI/ Caracol Jacinto Canek, San Cristóbal de las Casas,
Chiapas, Mexiko
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.chiapas.eu/news.php?id=11898
Weierlesen auf Spanisch (Original): http://www.congresonacionalindigena.org/2023/02/24/tercera-llamada-encuentro-internacional-el-sur-resiste-2023-capitalismo-corporativo-mundial-patriarcado-planetario-autonomias-en-rebeldia-6-y-7-de-mayo-2023-cideci-caracol-j/

  

GUERRERO

Aufklärung im Fall Ayotzinapa fehlgeschlagen

Das mexikanische Menschenrechtszentrum Tlachinollan hat einen weiteren Bericht zum Fall Ayotzinapa veröffentlicht. Bei der Präsentation dieses Berichts stellte der Anwalt der Familien der 43 Studenten von Ayotzinapa, Vidulfo Rosales Sierra, fest, dass der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador trotz aller Wahlversprechen nicht genug zur Aufklärung beigetragen hat. Am 26. September 2014 wurden 43 Lehramtsstudenten in Iguala, Guerrero, entführt und wurden seitdem nie wieder gesehen. Eine vollständige Aufklärung des Falles hat es bis heute nicht gegeben. Es gibt jedoch Hinweise, dass das mexikanische Militär in das Verschwindenlassen und die mutmaßliche Ermordung der jungen Männer verwickelt ist.

Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/memoria-justicia/aufklaerung-im-fall-ayotzinapa-fehlgeschlagen/

 

NUEVO LEON

US-Konzern Tesla baut seine „Gigafactory 5“ in Mexiko

Die Entscheidung ist gefallen: Elon Musk wird ein Tesla-Werk in Monterrey im mexikanischen Bundesstaat Nuevo León an der US-Grenze errichten. Dies gab Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador nach Gesprächen mit dem Geschäftsführer des US-Konzerns bekannt. Der Standort ist wegen Wassermangels in der Region umstritten. Bedenken sind laut Obrador nach Gesprächen mit Musk ausgeräumt.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/03/262910/mexiko-tesla-gigafactory-5

 

HIDALGO

Gewaltsamer Tod eines weiteren Umweltaktivisten in Hidalgo

Der junge Umweltaktivist und Journalist Abisaí Pérez Romero ist am 13. Februar außerhalb der Stadt Tula auf einer Schotterstraße neben seinem Fahrrad tot aufgefunden worden. Seine Familie meldete ihn seit dem Vortag als vermisst. Pérez Romero dokumentierte verschiedene Widerstandsprozesse der indigenen Gemeinden im zentralmexikanischen Bundesstaat Hidalgo.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/02/262811/mexiko-gewaltsamer-tod-umweltaktivist

 

MICHOACÁN

Waldschützer getötet, der sich gegen Ausbreitung der Avocado-Industrie wehrte

Alfredo Cisneros Madrigal, ein Waldschützer aus der indigenen Gemeinde Sicuicho, ist in der Nacht zum 21. Februar erschossen worden. Das teilte der Oberste Indigene  Rat von Michoacán (Consejo Supremo Indígena de Michoacán, CSIM) mit.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/02/262867/mexiko-waldschuetzer-getoetet-avocadoanbau

 

MEXIKO

Verbot von Genmais für menschlichen Konsum und von Glyphosat-Einsatz in Mexiko

Der mexikanische Präsident Andres Manuel López Obrador hat ein neues Dekret erlassen, das die Verwendung von gentechnisch verändertem Mais für den menschlichen Konsum und den Einsatz des Herbizids Glyphosat untersagt.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/02/262832/mexiko-verbot-genmais-glyphosat

 

Kein Gen-Mais mehr aus den USA für Mexiko?

Im nordamerikanischen Freihandelsabkommen USMCA knirscht es: Die USA gehen gegen das mexikanische Importverbot von gentechnisch verändertem US-Mais vor. Am Ende könnten Strafzölle stehen. Droht ein Handelsstreit?

Der Handelskonflikt zwischen den USA und Mexiko spitzt sich zu. Die US-Regierung von Präsident Joe Biden erklärte am Montag, sie werde erste Schritte unternehmen, um das von Mexiko verhängte Einfuhrverbot von gentechnisch verändertem Mais aus den Vereinigten Staaten anzufechten. Konkret bedeutet dies zunächst technische Konsultationen auf Regierungsebene.

Weiterlesen: https://www.dw.com/de/kein-gen-mais-mehr-aus-den-usa-f%C3%BCr-mexiko/a-64917368

 

Präsident von Mexiko verstaatlicht Lithium-Vorkommen

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador hat per Dekret die Lithium-Vorkommen des Landes zum Eigentum der mexikanischen Nation erklärt und dem Staat die exklusive Vollmacht für ihren Abbau erteilt. Außerdem bestimmte er 234.850 Hektar Land im nordmexikanischen Bundesstaat Sonora zu Lithium-Reservaten. Mineral hat strategische Bedeutung für die Produktion von Hochleistungsbatterien, etwa für Elektroautos

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/02/262833/mexiko-nationalisiert-lithium

 

Mexiko: MazahuaApp zum Erhalt indigener Sprache im Einsatz

Die MazahuaApp für Mobiltelefone, die dazu dienen soll, die indigene Sprache Mazahua vor dem Verschwinden zu bewahren, wird jetzt eingesetzt. Entwickelt hat die Anwendung César Cruz, ein ehemaliger Mechatronik-Student der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (Unam).

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/03/262963/handyapp-zum-erhalt-indigener-sprache

 

HINWEISE

Solidarität mit Vio.Me !

Am 16.03.2023 haben Solidarische das griechische Generalkonsulat in Zürich besucht, um ihre Solidarität mit den kämpfenden Arbeiter*innen der selbstverwalteten Fabrik VIO.ME in Thessaloniki kundzutun – dies auf Grund des Verkaufs von Vio.Me an eine südafrikanische Fonds-Gesellschaft, wonach Vio.Me zu einer Solidaritätswoche aufrief.

Weiterlesen: https://barrikade.info/article/5740

 

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Südmexiko-Newsletter Januar/Februar 2023

IN EIGENER SACHE

Anpassung der Kaffeepreise

Aus verschiedenen Gründen mussten die Kaffeepreise auf den 1.1.2023 angehoben werden. Einerseits wird Kaffee heute zu einem hohen Preis gehandelt, wie vielerorts zu lesen ist. Weiter wurden die Transportkosten teurer und der Pesokurs ist gestiegen, was den Einkauf ebenfalls verteuert. Nachdem die Preise längere Zeit stabil gehalten werden konnten, wurde eine Erhöhung nun unumgänglich.

Die neuen Preise sind:

250 gr. – 9.- (unverändert)
500 gr neu 16.-
1 kg neu 30.-

Dies sind die Preise im Gebana-Online-Shop. Im Laden eures Vertrauens können die Preise variieren, da die Marge von den Händler:innen selber festgelegt wird.
Für Wiederverkäufer:innen werden die Preise in Relation zu den Preiserhöhungen angepasst.

Widerstand für Vio.ME

Die Kolleg:innen der selbstverwalteten Waschmittelfabrik Vio.Me sehen sich neuen Herausforderungen gegenüber. Die Fabrik in Athen, Griechenland, deren Seifen die Solig-Chiapasgruppe neben dem Kaffee vertreibt, läuft Gefahr, geräumt zu werden. Dies, weil das Gelände, auf dem die Fabrik steht, an eine Fondsgesellschaft verkauft wurde. Die Compas der Fabrik rufen zur Solidarität auf, um die Räumung abzuwenden. Weiterlesen : http://gskk.org/?p=10317#more-10317

 

CHIAPAS

EZLN und weitere indigene Gruppen in Mexiko solidarisch mit Lützerath-Aktivist:innen

Die selbstverwaltete Regierung der elften Gemeinde der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) hat der Klimabewegung von Lützerath ihre Solidarität bekundet. Sie begrüßte den Widerstand der Aktivist:innen, „die seit dem 2. Januar 2023 mit neuen Polizeiansätzen (sic) konfrontiert sind“. Die Zapatistas klagen  an, dass die Polizei die Klimaaktiven vertreiben will, um Platz für den Energiekonzern RWE zu schaffen.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/01/262135/ezln-solidarisch-mit-luetzerath

 

OAXACA

Mexikos Drogenbekämpfer vor Gericht – Der Prozess gegen Mexikos früheren Polizeichef hat begonnen. García Luna arbeitete gegen die Kartelle und bekam gleichzeitig Gelder der Narcos.

Sollte der Ex-Mafiaboss „der Große“ die Wahrheit sagen, könnte es einigen mexikanischen Politikern an den Kragen gehen. „Mit Hilfe der Regierung konnte das Kartell sein Territorium erweitern, den Drogenumsatz erhöhen und seine Gegner kaltstellen“, sagte der Zeuge Sergio Villareal Barragán („der Große“) im Prozess gegen den früheren mexikanischen Polizeichef Genaro García Luna in New York Anfang der Woche. Der Ex-Mafiaboss, der seinen Spitznamen „El Grande“ seiner Körpergröße verdankt, muss es wissen. Villareal Barragán agierte selbst in der kriminellen Organisation und heute sitzt in den USA im Gefängnis.
Weiterlesen: https://taz.de/Drogenkrieg-in-den-USA/!5911711/

 

MICHOACÁN

Attacken gegen organisierte Nahua-Gemeinden in Michoacán

Indigene Gruppierungen in der Gemeinde Aquila im mexikanischen Bundesstaat Michoacán sind seit Jahresbeginn mehrfach von Banden der organisierten Kriminalität angegriffen worden. Drei Mitglieder der Selbstverteidigungsstruktur „Guardia Comunal“ wurden am 12. Januar in einem Hinterhalt erschossen, kurz darauf verschwanden ein Menschenrechtsanwalt und ein Gemeindevertreter gewaltsam.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/01/262255/massive-attacken-nahua-gemeinden

Nahua-Indigene blockieren Stahlunternehmen

Nahua-Indigene aus der Gemeinde Aquila im Bundesstaat Michoacán blockieren seit dem 21. Januar den Eingang zum Bergbau Las Encinas der Firma Ternium. Sie fordern, dass die mexikanischen Behörden die Suche nach den Menschenrechtsaktivisten Ricardo Lagunes und Antonio Díaz intensivieren. Nach Auffassung von Angehörigen und Gemeindevertretern sei das lateinamerikanische Unternehmen mit Zentrale in Luxemburg in deren Verschwinden verwickelt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/01/262396/mexiko-nahua-indigene-stahlunternehmen

 

MEXIKO

Familien verurteilen weiterhin fehlende Aufklärung im Fall Ayotzinapa

Eltern und Verwandte der Opfer von Ayotzinapa haben am Montag erneut für Aufklärung und Gerechtigkeit demonstriert. Acht Jahre und drei Monate nach dem gewaltsamen Verschwindenlassen der 43 Studierenden im mexikanischen Bundesstaat Guerrero verurteilten sie die fehlenden Ermittlungsfortschritte und die Untätigkeit der Regierung im Bezug auf die Aufklärung des Verbrechens.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2022/12/261859/mexiko-ayotzinapa-fehlende-aufklaerung


Kunst als Medium für die Suche und das Erinnern

Überall spürbar in Mexiko ist die Dringlichkeit, ja die zwingende Notwendigkeit sich mit der schwerwiegendsten sozialen Krise der letzten hundert Jahre auseinanderzusetzen. Diese Dringlichkeit und Notwendigkeit sind nicht Ergebnis eines blinden Aktionismus. Im Gegenteil, sie sind Reaktion auf das Versagen des Staates, das Verschwinden von Personen aufzuklären, es aufzuhalten und Gerechtigkeit herzustellen. Doch es ist nicht nur der fehlende Wille: Es ist die aktive Rolle des Staates in kriminellen Strukturen, die dazu führt, dass er das Leben seiner Bürger*innen nicht schützen kann.
Auf dieses Problem reagieren einige Künstler*innen in der Ausstellung Performatividades de la búsqueda (Performativitäten der Suche) in der Galería Metropolitana UAM in Mexiko-Stadt.

Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/memoria-justicia/kunst-als-medium-fuer-die-suche-und-das-erinnern/

„Ley Malena“ soll in Mexiko Gerechtigkeit für die Opfer von Säureangriffen schaffen

Mehrere feministische Gruppen haben vergangenen Dienstag auf einer Pressekonferenz im Kongress der Hauptstadt eine neue Gesetzesinitiative vorgestellt. Diese hat zum Ziel, Säureangriffe auf Frauen als eigene Straftat zu kategorisieren und so Opfern von derartigen Attacken einen einfacheren Zugang zur Justiz zu gewähren.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/02/262555/mexiko-ley-malena

 

HINWEISE

Tour de Lorraine 2023 in Bern:
20.- 29. April
www.tourdelorraine.ch

Spendenaufruf für Erdbebenhilfe in Kurdistan
Medico International Schweiz sammelt Geld für die Partnerorganisation Kurdischer Roter Halbmond. Die Organisation
leistet Nothilfe in den vom Erdbeben des 6. Februar betroffenen Gebieten in Kurdistan.
https://www.medicointernational.ch/regionen-projekte/kurdistan/hintergruende/erdbebenhilfe-fuer-kurdistan.html#jump

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Südmexiko-Newsletter Oktober / November 2022

CHIAPAS

A Portrait of Resistance, Determination and Love: a Zapatista health promoter.

Portrait einer zapatistischen Gesundheitspromotorin während ihrer Arbeit auf dem Blog des Projekts Schools for Chiapas.

Weiterlesen auf Englisch: https://schoolsforchiapas.org/a-portrait-of-resistance/

 

Communiqué der Abejas vom 10. November

In diesen Zeiten verletzen die Parteimitglieder mehrerer Gemeinden der offiziellen Landkreises Chenalhó in eklatanter Weise die Menschenrechte mehrerer Familien, die Mitglieder unserer Organisation Las Abejas de Acteal sind.
Weiterlesen: https://www.chiapas.eu/news.php?id=11801
Auf Spanisch: http://acteal.blogspot.com/

 

OAXACA

Mord an Menschenrechtlern in Mexiko weiter straffrei, Fall soll vor internationale Instanz

Gut zwölf Jahre nach der Ermordung der Menschenrechtsverteidigerin in Oaxaca, Alberta Bety Cariño Trujillo, und des finnischen Aktivisten Jyri Jaakkola, sind die Angeklagten freigelassen worden. Die Familien der Opfer, die am 27. April 2010 als Teilnehmer einer humanitären Karawane nach San Juan Copala in den Hinterhalt einer bewaffneten Gruppe gerieten, gaben bekannt, dass sie den Fall der Interamerikanische Menschenrechtskommission vorlegen werden.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2022/10/260552/mord-menschenrechtlern-mexiko-straffrei

Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/strafloser-mord-an-menschenrechtlerinnen-soll-vor-cidh/?pk_campaign=feed&pk_kwd=strafloser-mord-an-menschenrechtlerinnen-soll-vor-cidh

 

Gemeindeaktivist in Oaxaca trotz staatlicher Schutzmaßnahmen ermordet

Unbekannte haben Filogonio Martínez Merino am 26. Oktober auf dem Weg in das Dorf Paso de la Reyna in der Küstengemeinde Santiago Jamiltepec des mexikanischen Bundesstaates Oaxaca erschossen. Martínez, beteiligte sich 15 Jahre lang aktiv an der Verteidigung des Flusses Río Verde gegen staatliche und privatwirtschaftliche Wasserkraftprojekte. Er ist das sechste Opfer innerhalb von zwei Jahren.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2022/10/260779/mexiko-mord-filogonio-martinez-merino

Weiterlesen auf Spanisch: https://www.jornada.com.mx/2022/10/29/opinion/008o1pol

 

Dokumentarfilmserie “Alas y Raíces de los movimientos sociales en Oaxaca” (Flügel und Wurzeln der sozialen Bewegungen in Oaxaca)

Im Zusammenhang mit Widerstandsprozessen in Oaxaca hat die NGO EDUCA eine Miniserie von Dokumentarfilmen veröffentlicht. Diese befassen sich mit der Geschichte, konkreten Beispielen und der Zukunft von Widerstandsprozessen im Bundesstaat Oaxaca.

Der 4. Teil der Serie befasst sich mit der Verteidigung des Río Verde (siehe vorheriger Beitrag).

Ansehen auf Spanisch (Englische Untertitel verfügbar): https://www.educaoaxaca.org/serie-documental-alas-y-raices-de-los-movimientos-sociales-en-oaxaca/

 

MEXIKO

Unterdrückung indigener Widerstandsbewegungen

In ihrem Gastbeitrag schildert Sozialarbeiterin Sophie Lindtner die schwierige Lage von indigenen Widerstandsbewegungen in Mexiko und berichtet über die Rolle von Menschenrechtsbeobachtung in zwei Gemeinden.

Weiterlesen: https://www.derstandard.de/story/2000139349323/mexiko-unterdrueckung-indigener-widerstandsbewegungen

 

Staat entschuldigt sich für Versagen bei Verfolgung des Mordes an Digna Ochoa

21 Jahre hat es gedauert, bis der mexikanische Staat anerkannt hat, dass die Menschenrechtsanwältin Digna Ochoa y Plácido ermordet wurde und keinen Selbstmord begangen hat, wie die Behörden in Mexiko-Stadt damals entschieden.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2022/10/260674/mexiko-staat-entschuldigung-fall-ochoa

 

Mexiko-Stadt: „Marcha de las Catrinas“ in Gedenken an ermordete Frauen

Mit der Demonstration erinnerten die Protestierenden an die in Mexiko ermordeten Frauen, die nach wie vor keine Gerechtigkeit erfahren. Die Person der Catrina steht in Mexiko symbolisch für den Tag der Toten, der am 31. Oktober beginnt und an dem verstorbenen Angehörigen gedacht wird.

Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/feminismus-queer/marcha-de-las-catrinas-in-gedenken-an-ermordete-frauen/

 

Gleichgeschlechtliche Ehe jetzt in ganz Mexiko erlaubt

Die „Ehe für alle“ ist jetzt in ganz Mexiko legal. Als letzter der 32 Bundesstaaten verabschiedete das Parlament von Tamaulipas eine entsprechende Gesetzesänderung.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2022/11/260804/gleichgeschlechtliche-ehe-ganz-mexiko

 

JALISCO: Kontaminierung und politisches Versagen im Grossraum Guadalajara. Interview mit dem Kollektiv Un Salto de Vida

El Salto und Juanacatlán sind zwei Gemeinden der Metropolregion Guadalajara im mexikanischen Bundesstaat Jalisco. Eine Brücke über den Fluss Santiago verbindet die beiden Orte. Was direkt auffällt, ist die braune Färbung des Wassers, sein fauliger Geruch und die Schaumbildung auch noch hunderte Meter nach dem Wasserfall, der dem Ort El Salto seinen Namen gegeben hat. In dieser Region liegt einer der größten Industriekorridore Mexikos, in dem unzählige Unternehmen, davon über 70 internationale, angesiedelt sind. Dies bringt den Gemeinden jedoch keinen Wohlstand, sondern Krankheit, Armut und Tod.

Weiterlesen: https://amerika21.de/analyse/260717/mexiko-umwelt-interview-un-salto-de-vida

 

Hacker veröffentlichen auch Militärunterlagen aus Mexiko

Die Hackergruppe „Guacamaya“ hat auf geheime Unterlagen aus dem mexikanischen Verteidigungsministerium (Sedena) zugegriffen und diese veröffentlicht. Es handelt sich um Mitteilungen und Berichte über umstrittene Aspekte der Regierung und über die Rolle der Streitkräfte.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2022/10/260513/mexiko-hacker-militaerunterlagen

 

Adios Sommerzeit

Das Plenum des mexikanischen Senats hat am 26. Oktober die sofortige Abschaffung der Sommerzeit gebilligt. 57 Stimmen unterstützten die Initiative mit dem Argument, die Zeitumstellung schade der Gesundheit. Zudem habe die Sommerzeit seit ihrer Einführung 1996 das Versprechen einer Stromeinsparung nicht erfüllt, sie lag in den ersten Jahren unter einem Prozentpunkt.

https://amerika21.de/2022/10/260749/adios-sommerzeit-mexiko

 

 

HINWEISE

Di. 22. Nov.: Film und Gespräch: Hebammen im Kampf gegen Gewalt rund um Schwangerschaft und Geburt in El Salvador. Der Dokumentarfilm MATRONAS porträtiert die salvadorianischen Hebammen der Vereinigung Rosa Andrade, die schon im Bürgerkrieg aktiv waren und bis heute für ihre Rechte kämpfen. Anschliessende Diskussion mit Maja Hess (Präsidentin von medico international schweiz) und Vilma Coreas Guzmán: Koordinatorin der Hebammenvereinigung «Rosa Andrade» (online zugeschaltet)

 

Mi. 23. Nov.: Diskussion und Abendessen mit einer Aktivistin aus Mexiko. Infoladen Kasama, Militärstr. 87A, 8004 Zürich.
Die Aktivistin Marcelina aus Zacatepec, Puebla, kommt ihm Rahmen einer Speaking Tour nach Zürich. Sie wird vom Widerstand gegen das wirtschaftliche Megaprojekt Proyecto Integral de Morelos berichten. Ausserdem wird eine Ethnologin von ihrer Forschung vor Ort berichten. Die Veranstaltung findet auf Spanisch statt, es gibt die Möglichkeit einer Flüsterübersetzung.

Es wird um eine Anmeldung gebeten: https://www.eventbrite.com/e/widerstand-gegen-megaprojekte-in-mexiko-diskussion-abendessen-tickets-458377879577?aff=ebdshpsearchautocomplete&keep_tld=1
Weitere Infos siehe Flyer unten.

 

So, 4. Dez.: Soli-Preisjassen Infoladen Kasama, Militärstr. 87A, 8004 Zürich

 

So. 28. Nov., 12:00 – 13:00: Webinar: Chile, Mexiko, Mercosur – Handelsabkommen der EU in der Pipeline und ihre Auswirkungen auf die Ernährungssouveränität. Veranstalter: Powershift, Attack, Naturfreunde, fdcl. Anmeldung: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_EaVs6okCQcmLN9V0eTYk4Q

Weitere Infos: https://power-shift.de/termin/chile-mexiko-mercosur-handelsabkommen-der-eu-in-der-pipeline-und-ihre-auswirkungen-auf-die-ernaehrungssouveraenitaet/

 

 

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Südmexiko-Newsletter März 2022

IN EIGENER SACHE

Der neue Café RebelDía Espresso – fein fair fuerte – ist nun da ! Auf unserer Homepage oder derjenigen von Gebana(.ch) könnt Ihr ihn ab 29. März bestellen !

Weiter wollen wir auf den Telegrammkanal zur Gira Zapatista hinweisen. Es ist ein moderierter Info-Kanal zu Chiapas/
Movimiento Zapatista/ Mexiko und Anlässe/Veranstaltungen dazu in CH.

Sprachen: sp, d, f, it
Anmeldung: https://t.me/caravanazapatista

Zapatistisches Kommuniqué und Mobilisierung gegen den Krieg in der Ukraine:

Die zapatistischen Gemeinden haben am Sonntag, dem 13.März 2022, in ihren Caracoles, in den Kreisstädten von San Cristóbal de las Casas, Yajalón, Palenque, Ocosingo, Las Margaritas, Altamirano und in den Gemeinden entlang der Landstraßen mit einigen Tausend Zapatistas „gegen alle kapitalistischen Kriege“ demonstriert. Sie rufen zudem dazu auf, eine weltweite Kampagne gegen die Kriege des Kapitals zu starten, egal wo sie stattfinden. Konzerte, Treffen, Festivals, Versammlungen usw. zu organisieren. Kurz gesagt: Künste gegen Kriege.

Kommuniqué zur Mobilisierung auf Deutsch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2022/03/10/sonntag-der-13/
Videos und Fotos der Mobilisierung: https://twitter.com/radiopozol und https://twitter.com/Desinformemonos

Die Zapatistas haben sich Anfangs März mit einem Kommuniqué zur Militärinvasion Russlands in der Ukraine geäussert. Sie verurteilen den Angriff und warnen von einer weiteren Eskalation. Sie verurteilen aber auch Nationalismus der ukrainischen Regierung. Sie hätten mit Russ*innen und Ukrainer*innen Kontakt aufgenommen, welche für die Freiheit kämpfen.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2022/03/257081/zapatistas-krieg-europa
Kommuniqué auf Deutsch: https://www.chiapas.eu/news.php?id=11517

In Ergänzung zum Kommuniqué der EZLN: https://jacobin.de/artikel/feministinnen-in-russland-protestieren-gegen-putins-krieg-ukraine-invasion-putin-opposition/

Auf dieser Seite findest du Übersetzungen von Operation Solidarity – ein Netzwerk von Anarchist*innen, die aktuell in der Ukraine aktiv sind. Eine Übersicht über mögliche Hilfsmöglichkeiten gibt es hier. Solidarität wird gewinnen!

CHIAPAS
Bulletin zu Angriffen gegen die Gemeinde Aldama:
Das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de las Casas dokumentiert unzählige Angriffe auf die Gemeinde Aldama im Hochland von Chiapas. Tausende Menschen wurden dadurch aus ihren Häusern vertrieben und leben unter prekärsten Bedingungen. Den mexikanischen Behörden gelingt es nach 3 Jahren immer noch nicht, Richtung Lösung des Konfliktes zu intervenieren.
Weiterlesen: https://www.chiapas.eu/news.php?id=11485

 

OAXACA

Angriffe auf Journalist*innen gehen weiter

Auch 2022 sind in Mexiko weitere Morde an Medienschaffenden zu verzeichnen. So erlag am 10. Februar der 39-jährige Heber López Vásquez den Schussverletzungen nach einem gezielten Attentat in Salina Cruz im südlichen Bundesstaat Oaxaca. López leitete das Online-Medium „Noticias Web“ und berichtete kurz vor seiner Ermordung kritisch über die Aktivitäten lokaler Politiker*innen im Zusammenhang mit dem Grossprojekt des transisthmischen Korridors, das Gütertransporte von der Hafenstadt Salina Cruz an der Pazifikküste nach Coatzacoalcos am Atlantik vorsieht. Pressevertreter*innen protestieren regelmässig gegen die Morde an ihren Kolleg*innen, dennoch ist die Straflosigkeit hoch. Im Fall von Heber López wurden zwei mutmassliche, bewaffnete Attentäter verhaftet.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2022/02/256810/mord-journalisten-mexiko

GUERRERO

Repression gegen Proteste

Lehramtsstudenten aus sowie Angehörige der 43 verschwundenen Student*innen von Ayotzinapa protestieren Ende Januar mit der Besetzung einer Mautstelle. Ihr Protest richtete sich gegen die schleppenden Ermittlungen im Falle der 43 vom September 2014. Die lokalen Behörden antworteten mit einem Grossaufgebot an Polizei und Nationalgarde. Es kam zu Verletzen und Festnahmen. In einem Kommunique der Eltern der 43 wurde das brutale Vorgehen der Behörden gegen soziale Bewegungen kritisiert, während die organisierte Kriminalität unbehelligt bleibt.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2022/02/256748/ayotzinapa-proteste-gewalt

Gloria Munoz in der Jornada zu den Übergriffen auf Angehörige der 43:
Spanisch: https://www.jornada.com.mx/2022/02/05/opinion/012o1pol
MEXIKO

Erste «internationale Brigade» hat Suche nach Verschwundenen begonnen

In Mexiko hat die erste „Internationale Brigade“ auf der Suche nach Verschwundenen ihre Arbeit aufgenommen und war bereits erfolgreich. Vergangenes Wochenende ist die Gruppe im Norden Mexikos auf die sterblichen Überreste dreier Menschen gestoßen und hat eine Person lebendig wiedergefunden.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2022/03/257068/international-brigade-verschwundene-mex

Neue Gewalt drei Jahre nach Mord an Samir Flores

Verschiedene soziale Bewegungen haben dem Tod Samir Flores Soberanes gedacht. Er wurde am 20. Februar 2019 in Amilcingo im Bundesstaat Morelos ermordet. Samir war ein Radioaktivist, der sich gegen das Grossprojekt Proyecto Integral Morelos (PIM) einsetzte. Dazu gehören eine Gasleitung in Risikozonen um die zentralmexikanischen Vulkane und ein Wärmekraftwerk. Seit dem Baustart 2012 wehrt sich die lokalen Bevölkerung gegen das Projekt. Dabei kommt es immer wieder zu Repressionen und Gewalt gegen die Opposition – wie etwa die Räumung des besetzten Bonafont-Gebäudes im Februar (s. letzter Newsletter).

Weiterlesen: https://amerika21.de/2022/02/256940/mexiko-gewalt-samir-flores
https://www.npla.de/?mailpoet_router&endpoint=track&action=click&data=WyIyNTkiLCIxZnJrbDh1NXRsMWM0b293Y3N3ODh3d3Nja3NjazBjZyIsIjg4IiwiODJhYTYzMzA1ZGZkIixmYWxzZV0

Rodungsschneise für Tren Maya

Auf der Halbinsel Yucatan im Bundestaat Quintana Roo wird für das Projekt des Tourismuszuges Tren Maya Urwald gerodet. Eine Umweltorganisation kritisiert die fehlenden Bewilligungsverfahren und Studien betreffend der Auswirkung des Grossprojektes.

Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/urwald-fuer-tren-maya-gerodet/
https://magazin.nzz.ch/nzz-am-sonntag/international/eine-dschungelbahn-fuer-mexikos-praesidenten-ld.1670731?reduced=true

 

VERANSTALTUNGEN

1.Mai 2022 (Uhrzeit wird noch bekanntgegeben), Veranstaltung: Luchar por la vida: Der Kampf um Wasser und die Organisierung von Widerstand in Mexiko gegen transnationale Unternehmen aus Europa, Kasernenareal Zürich.
Neben einer Veranstaltung zum Widerstand gegen den organisierten Wasserdiebstahl europäischer Konzerne werden wir dieses Jahr wieder mit einem Solistand und an der Demo präsent sein. Weitere Infos folgen. Auf einen kämpferischen 1. Mai!

31. März und 1. April 2022, Eine Halbzeitbilanz der Regierung López Obrador
Entlang der Themen- und Politikfelder Rechtsstaatlichkeit, geschlechtsspezifische Gewalt, Migration und Umweltauswirkungen von Industrieprojekten will die Veranstaltung eine Halbzeitbilanz der Regierung López Obrador ziehen. Wie ist die aktuelle Menschenrechtspolitik einzuschätzen? Worin unterscheidet sie sich von jener der Vorgängerregierungen? Welche Fortschritte sind im Bereich Rechtsstaatlichkeit zu verzeichnen? Und welchen Beitrag können wir von Deutschland und Europa aus zu strukturellen Reformen in Mexiko leisten? Über diese und weitere Fragen wird mit Menschenrechtsverteidiger*innen sowie Expert*innen aus Mexiko und Deutschland gesprochen.

Die Veranstaltung findet online per Zoom statt.
Sprache: Spanisch/Deutsch mit Simultanübersetzung
Programm und Anmeldung: https://www.mexiko-koordination.de/2022/02/28/online-tagung-menschenrechte-in-mexiko/?l=de

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Südmexiko-Newsletter Juli / August 2021

VIAJE POR LA VIDA

 

Auf in einen feministischen und zapatistischen Spätsommer!

In Basel finden vom 27. – 29. 8. die Aktionstage im Rahmen der Gira Zapatista statt.

Mit vielen interessanten Veranstaltungen und Aktionen, z.B. dem antipatriarchalen Prozess, einer Form des Protestes aus Abya Yala am Freitag um 18.00 Uhr. Der Esquadrón 421 wird anwesend sein. Es wird Raum für Austausch, Essen, Filme und Stände geben.

Das ausführliche Programm findet ihr auf https://chiapas.ch/basel/

 

===>>> Das Camp ist auch noch dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen!

https://wemakeit.com/projects/a-journey-for-life <<<====

 

 

Zapatistas demonstrieren in Madrid: „Ihr habt uns nicht erobert!“
Über 40 Grad heiß, aber dennoch sehr bewegt und bewegend ging es zu am 13. August in der spanischen Hauptstadt bei einer Demonstration der indigen geprägten, linksgerichteten Bewegung der Zapatistas (EZLN) aus Mexiko. Die begeistert empfangene siebenköpfige Delegation aus dem südmexikanischen Bundesstaat Chiapas sowie hunderte Kollektive aus Dutzenden Ländern brachten auf der Straße eindrucksvoll ihre Empörung zum Ausdruck über den Überfall europäischer Kriegsherren auf Lateinamerika und die bis heute andauernde Unterdrückung und Ausbeutung von Mensch und Umwelt.

Weiterlesen: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1155579.zapatistas-demonstrieren-in-madrid-ihr-habt-uns-nicht-erobert.html

https://amerika21.de/2021/08/253418/escuadron-421-reise-europa-madrid

 

Frankreich: Zapatistische Delegierte solidarisch mit der „Sans Papiers“-Bewegung
Hier lesen: https://amerika21.de/2021/07/252889/escuadron-421-reise-europa-sans-papiers

 

Europareise der Zapatistas in Gefahr
Der grosse Teil der Zapatistischen Delegation, die mit dem Flugzeug nach Europa einreisen möchte, wurden diverse bürokratische und rassistische Steine in den Weg gelegt. Einerseits seien sie ein bisschen „aus der Zeit“, weshalb sich die Aero-Delegation nun „Extemporánea“ nennt.

Erst wurden ihnen die Pässe von den mexikanischen Behörden verweigert: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2021/08/15/gerade-500-jahre-danach/

Anschliessend wurden ihre Covid-Zertifikate von den französischen Behörden nicht anerkannt.

 

 

CHIAPAS

 

Ein gefährlicher Zug
Im Süden Mexikos soll eine riesige Trasse für den „Maya-Zug“ gebaut werden, der Touristen und Waren transportieren soll. Mit Hilfe der Deutschen Bahn. Doch das Megaprojekt im Regenwald steht wegen Umweltzerstörung und Missachtung indigener Rechte in der Kritik. Passt das zum grünen Image der Bahn? Weiterlesen: https://taz.de/Ein-gefaehrlicher-Zug/!5791061/

 

Proteste gegen das Mega-Projekt Tren Maya
Anlässlich eines offiziellen Besuchs des Präsidenten Andrés Manuel López Obrador (Amlo) im Juli haben in Campeche, der Hauptstadt des gleichnamigen mexikanischen Bundesstaates, Proteste gegen das Infrastrukturprojekt Tren Maya (Maya-Zug) stattgefunden.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2021/07/252447/tren-maya-proteste-amlo-campeche

 

Neue Gewalt in Chiapas – und eine kleine Revolution der Bienen
Chiapas ist in Aufruhr, seit Monaten kommt es zu Gewalt durch Paramilitärs und Drogenbanden. Der mexikanische Bundesstaat war in den 90er-Jahren Ursprungsort der zapatistischen Revolution, die linke Strömungen weltweit beeinflusste und den Kampf gegen die neoliberale Globalisierung entscheidend prägte. Im Gespräch mit einem schweizerischen Aktivisten vor Ort versucht das Lamm, die Geschehnisse einzuordnen. Das Interview von Timo Krstin, 14.08.2021:
https://daslamm.ch/neue-gewalt-in-chiapas-und-eine-kleine-revolution-der-bienen/

 

Simón Pedro – Film der Abejas de Acteal – mit deutschen Untertiteln
GERECHTIGKEIT FÜR SIMÓN PEDRO!

Am 5. Juli 2021 wurde Simón Pedro Pérez von einem Auftragsmörder auf dem öffentlichen Markt in Simojovel, in Chiapas, Mexiko umgebracht. Der Mörder folgte Simón mehrere Stunden lang, bevor er ihn heimtückisch ermordete. Der Mord wurde vor den Augen von Simóns kleinem Sohn begangen. Simón Pedro war Vater, Ehemann, Sohn und Bruder. Er war Menschenrechtsverteidiger, Katechet und Mitglied der Organización Civil Las Abejas de Acteal.
2020 war er Vorstand der Mesa Directiva, der kollektiven, rotierenden Leitung seiner Organisation.
Am 31. Dezember 2020 gewährte er uns ein Interview, um mit uns zu teilen, was die Mesa Directiva de Las Abejas ist und was es beinhaltet deren Teil zu sein. An diesem Tag wurde die Aufgabe an die neuen Repräsentanten der Mesa Directiva übergeben.

»Simon wurde das Leben entrissen, weil er aktiv den Frieden suchte – angesichts des generalisierten Klimas der Gewalt, das wir in den Altos de Chiapas leben. Unser Bruder Simón Pedro repräsentiert die dritte Generation an Menschenrechtsverteidigern seiner Familie. Er nahm immer teil an den Bewegungen, um die Madre tierra, die Mutter Erde gegen die Mega-Projekte zu verteidigen. Mega-Projekte, die unsere Pueblos bedrohen und die andere Kleinbäuer*innen und Indigene in unserem Land und in anderen Teilen der Welt schädigen.

Auch suchte er immer das Wohl seines Pueblo, indem er in der Organisation kämpfte, nach den Vertrieben gemachten schaute und Gerechtigkeit für die Märtyrer*innen von Acteal und für alle durch die schlechte Regierung Verfolgten forderte. Immer hat er versucht diejenigen, die leiden zu schützen und sich um sie zu kümmern.«

(Organización de la Sociedad Civil Las Abejas de Acteal – Organisation der Zivilgesellschaft Las Abejas de Acteal. 22. Juli 2021.)

Anschauen und Weiterleiten: https://tresgatas.blackblogs.org/2021/08/09/simon-pedro/

SIMÓN PEDRO (Chiapas/Mexiko Juli 2021, R: Área de Comunicación de Las Abejas de Acteal und Xun Sero, Color, 12 min., tsotsil mit spanisch-deutschen UT)

 

 

GUERRERO

 

Aktivist gegen Staudammprojekt in Guerrero gewaltsam verschwunden
Der soziale Aktivist Vicente Suástegui Muños ist am 5. August in Acapulco von bewaffneten Männern entführt worden. Die Tat geschah um 23 Uhr, als er von seiner Arbeit als Taxifahrer nach Hause in den Stadtteil Renacimiento fuhr, seither fehlt von ihm jede Spur.
Vicente und sein Bruder Marco Antonio Suástegui sind bekannte Anführer der sozialen Bewegung „Rat der Ejidos und Gemeinden gegen La Parota“ (Cecop), die sich seit 18 Jahren erfolgreich gegen das Wasserkraftprojekt „La Parota“ wehrt, welches die Bundesstaatliche Energiekommission CFE seit 2001 im ruralen Hinterland von Acapulco am Lauf des Flusses Papagayo plant.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2021/08/253392/mexiko-aktivist-staudammprojektentfuehrt

 

 

MEXIKO

 

Referendum in Mexiko: Grosse Mehrheit für Aufarbeitung staatlicher Verbrechen
Die mexikanische Bevölkerung hat in einem Referendum dafür gestimmt, dass die von ehemaligen Präsidenten und anderen in vorherigen Amtsperioden begangenen Staatsverbrechen aufgearbeitet werden und die Opfer von Menschenrechtsverletzungen Gerechtigkeit erfahren sollen. Aufgrund der geringen Beteiligung ist jedoch eher unwahrscheinlich, dass sich daraus politische Konsequenzen ergeben werden.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2021/08/253189/referendum-mexiko-verbrechen-praesidenten

Communiqué der EZLN: Ergebnisse der Consulta Popular, der Volksbefragung(31. Juli)

Weiterlesen: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2021/08/01/laerste-ergebnisse-der-consulta-popular-der-volksbefragung/

 

Untersuchung von Frauenmorden in Mexiko inmitten der Pandemie
Vor etwas mehr als einem Jahr hat Sayuri Herrera Román das Amt der leitenden Staatsanwältin für Feminizide von Mexiko-Stadt übernommen. Sie hatte sich zuvor einen Namen gemacht als Verteidigerin und Nebenklageanwältin der Überlebenden sexueller Gewalt oder ihrer Angehörigen. Der bekannteste Fall war wohl der der Studentin Lesvy Berlín Rivera Osorio, deren Tod zunächst als Selbstmord gewertet wurde. Herrera Román erreichte, dass das Verbrechen als Feminizid eingestuft wurde. Lesvys Ex-Freund wurde als Täter überführt und erhielt eine Strafe von 45 Jahren Freiheitsentzug.
Weiterlesen: https://amerika21.de/analyse/252893/mexiko-untersuchung-frauenmorde-herrera

 

 

Widerstandsbewegung in Puebla besetzt Firmengelände von Bonafont (Danone)
In der Gemeinde Juan C. Bonilla in Puebla hat die organisierte Widerstandsbewegung der „Pueblos Unidos de la Región Cholulteca y de los volcanes“ (Vereinte Völker der Region Cholulteca und der Vulkane) am 8. August, dem Geburtstag des Revolutionshelden Emiliano Zapata, das Gelände der Trinkwasserfirma Bonafont besetzt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2021/08/253346/widerstandsbewegung-mexeiko-bonafont

Fotos zur Besetzung: https://www.somoselmedio.com/2021/08/08/galeria-fotografica-puebla-unidos-realizan-un-juicio-a-instituciones-federales-y-la-empresa-bonafont/

 

Indigene Medienvertreter*innen fordern Recht auf Kommunikation
Im Rahmen der dreizehnten Internationalen Biennale des Radios Mitte Juli haben Vertreter*innen von Community- und indigenen Medien aus Mexiko ihre Bedeutung in der Medienlandschaft für die Ausübung des demokratischen Rechts auf Kommunikation betont.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/kultur-medien/indigene-medienvertreterinnen-fordern-recht-auf-kommunikation/

 

Karussell des Terrors: Mexiko ist Kriegsgebiet
In immer mehr Regionen Mexikos sind die Menschen der organisierten Kriminalität ungeschützt ausgeliefert. Präsident López Obrador aber flüchtet sich in Allgemeinplätze.
Weiterlesen: https://www.fr.de/politik/das-karussell-des-terrors-dreht-sich-weiter-90895569.html

 

 

VERANSTALTUNGEN

 

27. – 29. 8. Zapatistisches Camp „Viaje por la Vida“ in Basel, mit vielen Veranstaltungen.
Genaues Programm: https://chiapas.ch/basel/

 

6. – 12. 9. enough-Festival – Aktionstage zu Migrationskämpfen und antirassistischem Widerstand, Zürich. Mit einer Veranstaltung zu Chiapas: https://aktionstage-enough.ch/programm/#donnerstag

 

11. September: Solidaritätslauf für Sans-Papiers, Münsterplatz Bern.
Weitere Infos: www.solidaritaetslauf.ch

 

17. September: PARKing Day: https://www.umverkehr.ch/projekte/parking-day

 

So, 19. September: 20. Lauf gegen Rassismus, Bäckeranlage Zürich, ab 10 Uhr.
Weitere Infos: www.laufgegenrassismus.ch

 

11. – 14. Nov. und 09. – 12. Dez. 2021 bei Kassel: Vorbereitungsseminar von CAREA: Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas/Mexiko
CAREA e.V. führt zweimal jährlich Vorbereitungsseminare für den Einsatz als Menschenrechtsbeobachter*in in Chiapas/Mexiko durch. Das nächste Seminar findet vom 11. bis 14. November und 09. bis 12. Dezember 2021 statt. Aktuell ist es als Präsenzseminar im üblichen Seminarort bei Kassel geplant.

In Vorträgen, Arbeitsgruppen und Rollenspielen werden grundlegende Kenntnisse und spezifische Themen vermittelt wie Geschichte und Politik Mexikos, Menschenrechte, aktuelle Situation in Chiapas, Aufgaben von Beobachter*innen, Verhalten in Konfliktsituationen. Weitere Voraussetzungen für den Einsatz sind neben der vollständigen Teilnahme an dem zweiteiligen Vorbereitungsseminar u.a. sehr gute Spanischkenntnisse (B2 Niveau), Teamfähigkeit, physische und psychische Belastbarkeit, ein Mindestalter von 21 Jahren sowie die Eigenfinanzierung des Aufenthaltes. Am Seminar können auch Leute teilnehmen, die sich noch nicht sicher sind, ob sie als Beobachter*in nach Chiapas gehen wollen. Die Plätze sind begrenzt. Deshalb meldet euch bitte rechtzeitig an!
Die Seminarkosten betragen 160 bis 200€ (nach Selbsteinschätzung) inklusive Unterkunft, Verpflegung und Seminarmaterialien zzgl. Fahrtkosten zum Seminarort und 10 € für den Chiapas-Reader. Die Anmeldung erfolgt über das CAREA Büro (Telefon: 030/42 805 666; Mail: info@carea-menschenrechte.de)

Posted by Andrea Steinauer in Communiqués, Newsletter

Südmexiko-Newsletter September / Oktober 2020

CHIAPAS

In eigener Sache: Unsere geplante Vorbereitung für Menschenrechtsbeobachtung im Oktober wird auf November/Dezember verschoben. Genaue Daten folgen demnächst auf unserer Homepage unter https://chiapas.ch/aktiv/einsatz-als-menschenrechtsbeobachterin/

Infos zu Chiapas, zur Arbeit des Frayba und zur Menschenrechtsbeobachtung: Es gibt neu einen deutschen Newsletter vom Frayba (Comunidad Frayba).

 

URGENT ACTION
Die bewaffneten Angriffe gegen die Gemeinde Aldama gehen weiter
Trotz eines dritten Abkommens gegen Gewalt zwischen den Nachbarlandkreisen Aldama und Chenalhó vom 30. Juli gehen die Attacken der Gruppen bewaffneter Zivilisten paramilitärischer Form gegen Aldama weiter. Anfang September wurden dort erneut zwei Personen verletzt.
Seit vor zweieinhalb Jahren die Angriffe begannen, gibt es bis heute 28 Verletzte (der/die letzte am 29.Sept.), 6 Tote und tausende aus ihren Gemeinden Vertriebene.

Die bewaffneten Angriffe durch „Gruppen paramilitärischen Zuschnitts“ aus Santa Martha, Landkreis Chenalhó, hören nicht auf; sie treffen Zapatistas und Nicht-Zapatistas. Die schlechten Regierungen stellen sich taub, inszenieren „Friedenspakte“, verdrehen Tatsachen und beschuldigen diejenigen, die angegriffen werden.

Aktuelle Info und Aufruf zur Urgent Action hier – Bitte unterschreibt!

https://frayba.org.mx/riesgo-para-la-vida-en-comunidades-del-pueblo-maya-tsotsil-en-el-municipio-de-aldama/

 

12. Oktober: 528 Jahre Widerstand. Quelle: educaoacaca.org

Dieses Verhalten gegenüber dem kleinen, ärmlichen und entlegenen Landkreis Aldama ist besorgniserregend, denn es motiviert die bewaffneten Gruppen ihre Angriffe gegen Aldama fortzusetzen oder sogar zu intensivieren. Seitdem sich im August eine der bewaffneten Gruppen aus Chenalhó, deren Existenz bis dahin verleugnet worden war, über ein Video bei Facebook selbst an die Öffentlichkeit gewandt hat, fordert Frayba den Bundesstaat Chiapas auf, die Vorfälle zu untersuchen, die paramilitärischen Gruppen zu entwaffnen und eine langfristige Lösung in dem Streit um Landflächen anzustreben.

Zur Erinnerung: Bereits im Februar 2019 haben Compañer@s Zapatistas – die Angriffe durch wohl dieselben Akteure gegen die Menschen in den Landkreisen Aldama und Chenalhó – öffentlich gemacht. Siehe Erklärung und Videos unter:

https://frayba.org.mx/informe-de-violaciones-a-derechos-humanos-a-pueblos-originarios-en-aldama-chenalho-junta-de-buen-gobierno-zapatista-de-oventik/

Solidarisiert Euch, schafft Öffentlichkeit, protestiert!

STOPP DEM KRIEG GEGEN DIE PUEBLOS IN CHIAPAS, MEXIKO!

 

OAXACA

Internationales Manifest zur Verteidigung des Urwaldes der Chimalapas

Aufruf lesen (Spanisch, Englisch, Deutsch): https://standugr.com/2020/09/08/manifiesto-internacional-en-defensa-de-la-selva-de-los-chimalapas-oaxaca-sur-de-mexico

Aufruf online unterschreiben: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSdmv0_zXGBazy9ZbZtbVE75yKpmik0AezDyq3TE3qtk30h5sQ/viewform

Mehr dazu (spanisch): Pueblo Zoque hace frente a exploración y explotación minera en los Chimalapas
https://avispa.org/pueblo-zoque-hace-frente-a-exploracion-y-explotacion-minera-en-los-chimalapas/

5 proyectos mineros en los Chimalapas violentan derechos territoriales, acusa Colectivo Matza
https://www.educaoaxaca.org/5-proyectos-mineros-en-los-chimalapas-violentan-derechos-territoriales-acusa-colectivo-matza/

Und mehr zum Colectivo Matza: https://piedepagina.mx/chimalapas-la-mineria-seria-catastrofica/

 

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Posted by Andrea Steinauer in Medien unter Beschuss, Newsletter, Urgent Action!

Südmexiko Newsletter Juni / Juli

OAXACA

Erdbeben inmitten der Pandemie – erster Bericht zur solidarischen Nothilfe in Oaxaca

Am 23. Juni erschütterte ein Beben der Stärke 7.5 den Süden und das Zentrum Mexikos. Laut dem Nationalen Seismologischen Institut ist das Epizentrum des gewaltigen Erdstoßes in Oaxaca zu verorten. In Gemeinden der Sierra Sur übergab OIDHO (Indigene Organisationen für Menschenrechte in Oaxaca) die erste Lieferung von solidarischer Hilfe, an der sich u.a. auch die Direkte Solidarität mit Chiapas beteiligte.

Weiterlesen auf unserer Homepage: https://chiapas.ch/

Zum Erdbeben: https://amerika21.de/2020/06/241153/erdbeben-mexiko

Morddrohungen gegen feministische Organisation in Mexiko

Mitarbeiterinnen der Frauenorganisation Consorcio in der südmexikanischen Stadt Oaxaca de Juárez sind mit dem Tod bedroht worden. Consorcio zählt zu den wichtigsten feministischen Organisationen des Landes. Sie setzt sich seit 17 Jahren für Frauenrechte, gegen Gewalt gegen Frauen und für das Recht auf Abtreibung in Mexiko und Zentralamerika ein.

Infos: https://amerika21.de/2020/06/240818/mexiko-drohungen-feministinnen-consorcio

Stellungnahme der deutschen Mexiko-Koordination zu den Todesdrohungen:

https://www.mexiko-koordination.de/2020/06/18/stellungnahme-zur-todesdrohung-gegen-die-mexikanische-menschenrechtsorganisation-consorcio/?l=de

Eskalation nach Angriff gegen Windparkgegner – 17 Tote

Am 21. Juni kam es zu einer schwerwiegenden Eskalation in einem andauernden Konflikt. Nachdem sechs Mitglieder der Gemeindeversammlung (Asamblea del pueblo) von San Mateo del Mar verletzt worden waren und auf der Durchreise zu einem Treffen beschossen wurden, eskalierte die Situation. Personen aus dem Umfeld des Gemeindepräsidenten wurden angegriffen. Die Nationalgarde – die zum Schutz gerufen wurde, setzt Tränengas ein, trägt hiermit zur Eskalation bei und verschwindet. 17 Personen aus dem Umfeld des Gemeindepräsidenten verstarben in Folge.

https://amerika21.de/2020/07/241149/anschlag-auf-windparkgegner-mexiko

 

VERACRUZ

Urgent Action: CIOAC mischt mit bei Landraub in Coatepec

Die Paramilitärische Organisation CIOAC, welche in Chiapas im Mai 2014 das Caracol La Realidad angegriffen hat und den Zapatist Galeano ermordet hat, treibt ihr Unwesen nun auch im Bundesstaat Veracruz, in der Gemeinde Coatepec, nähe der Hauptstadt Xalapa.

Das Gebiet ist ein Nebelwald, ein einzigartiges Oekosystem in Mexiko.

Es ist ein Kaffee Anbau Gebiet, der Wald bietet die idealen Sachttenbäume. Es handelt sich um schonenden Landbau der Kleinbauern, die im einklang der Natur leben.

Das Gebiet liefert auch den grössten Teil des Trinkwassers der Region: 40% der Hauptstadt Xalapa, 100% der Kleinstadt Coatepec.

Die Paramilitärs besetzen die Ländereien der Landbevölkerung. Sie stellen dort ihre Camps auf und schüchtern die Leute ein. Es wurden bereits Menschen von ihren Ländereinen vertrieben.

2019 anerkennt das SEDATU (Secretaria de Desarrollo Agrario, Territorial y Urbano – das Bundesstaatliche Amt für Landwirtschaft) die Besitzurkunde eines gewissen Sr. Francisco Ruiz über 2000 ha Grundstück. Dieser Herr beabsichtigt, das Gelände der CIOAC zu schenken.

Im Februar 2020 folgt ein Aufruf des SEDATU mittels lokaler Zeitungen, die Landbesitzer welche Anspruch auf diese Gebiete erheben sollen sich innert 30 Tagen melden. Da dieser Aufruf nicht alle Menschen erreichte, verstrich die Frist für viele ungenutzt.

Wegen der Pandemie Frist zwar noch offen, nichts desto trotz anerkannte die SEDATU in einem ersten Schritt den gefälschten Landtitel. Dieser wurde von einer Gemeinde Vertreterin offiziell als Fälschung deklariert.

Deshalb ist die Bevölkerung, die nun dran ist sich zu organisieren sehr beunrhigt:

Solche Vorfälle haben immer mit Korruption und illegalem Landverkauf zu tun-

Eine Autostunde entfernt von Coatepec, in Jalcomulco, wurde 2010 von der Firma Odebrecht ein Projekt für ein Wasserkraftwerk gestartet. in der Folge wird die Bevölkerung nun seit über 6 Jahren terrorisiert.

Der aktuelle Konflikt in Coatepec droht zu eskalieren.

Am 20.Juni wollte die SEDATU die 2000ha vermessen und abstecken.

Hierfür kam ein weisser, unbeschrifteter Kleinbus mit 4 Mitarbeitern. Diese wollten sich nicht auszuweisen. Daraufhin verweigerten die Landbesitzerinen diesen Menschenden Zutritt.

Derweilen fuhr ein weiterer Kleinbus mit bewaffneten Leuten an der Auseinandersetzung vorbei. der in der Gegend herumfuhr. Laut Augenzeugen waren Mitglieder der CIOAC die Ganze zeit in de Büschen rundherum und schüchterten die Bäuerinnen verbal ein.

Die Bewohner und Bauern der Wälder fürchten sich zu Recht vor Entführung, Folter und Mord.

Das Resource Wasser, welche in den Besagten 2000ha sehr reichlich ist, ist eine lukrative Investition für Multis.

Unterzeichnet die Petition:

https://www.change.org/p/lic-andr%C3%A9s-manuel-l%C3%B3pez-obrador-presidente-constitucional-de-los-estados-unidos-mexicanos-defendamos-los-bosques-de-coatepec-veracruz

Weiterlesen auf spanisch

https://formato7.com/2020/07/19/hora-libre-sembrando-muerte-2-mil-hectareas-en-coatepec-a-invasores/

http://www.jornadaveracruz.com.mx/Post.aspx?id=200716_091035_756

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Posted by Agi Biro in News, Newsletter