Menschenrechtsverteidigung

Südmexiko-Newsletter Juli / August 2025

CHIAPAS

Resümee des ersten zapatistischen Beitrags auf dem Treffen der Widerstände und Rebellionen, 4. August 2025:

In einer Versammlung einer zapatistischen Gemeinde sind sie am Diskutieren, wie sie sich organisieren werden angesichts der Probleme, die es in den zapatistischen autonomen rebellischen Landkreisen und innerhalb der Räte der Guten Regierungen gibt.
Das vollständige Communiqué der Zapatistas auf Deutsch mit Video auf Spanisch: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2025/08/06/resumee-des-ersten-zapatistischen-beitrags-auf-dem-treffen-der-widerstande-und-rebellionen-4-august-2025/
Auf Spanisch mit Video: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2025/08/05/resumen-de-la-primera-participacion-zapatista-en-el-encuentro-de-resistencias-y-rebeldias-dia-4-de-agosto-del-2025/

Proteste in Chiapas gegen Autobahnbau (21.06.25)
Indigene Organisationen im Südosten Mexikos haben in einer gemeinsamen Erklärung die sofortige Einstellung des Baus einer Autobahn von Palenque nach Ocosingo gefordert und die Durchsetzung des Großprojekts kritisiert. Am 8. Juni hatte der Gouverneur von Chiapas, Eduardo Ramírez Aguilar, trotz der Einwände betroffener Gemeinden die Arbeiten an der Straße eingeweiht. Die Organisation Modevite, die kommunitäre Regierung von Chilón und mehrere indigene Dörfer werfen der Regierung vor, das Projekt ohne die Zustimmung der betroffenen Gemeinden voranzutreiben.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/06/275787/proteste-autobahnbau

OAXACA

Casa Collin – Schutz für Migrant*innen in Oaxaca (22.07.25)
Anfang 2024 haben wir Andrew Johnson kennengelernt. Johnson, gebürtiger US-Amerikaner, nennt Oaxaca de Juárez mittlerweile seine Heimat. Im Zentrum der südmexikanischen Stadt hat er ein Restaurant gemietet, um durchreisende Migrant*innen zu unterstützen. Sein Ziel war aber, ihnen mehr als eine warme Mahlzeit zu bieten. Dem ist er einen großen Schritt nähergekommen. Seit dem Herbst 2024 gibt es die Casa Collin. Bei einem Besuch in der Herberge haben wir erfahren, welche Unterstützung Migrant:innen dort erhalten und welche neuen Herausforderungen mit der Trump-Regierung auf sie zukommen.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/flucht-migration/casa-collin-schutz-fuer-migrantinnen-in-oaxaca/

Verletzung der Menschenrechte in Oaxaca (16.06.25)
Mehr als 30 zivilgesellschaftliche Organisationen dokumentieren schwerwiegende Menschenrechtsverstöße im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca. Darunter die gewaltsame Vertreibung indigener Gemeinschaften, die Ermordung von Menschenrechtsverteidiger:innen, einen Anstieg geschlechtsspezifischer Gewalt sowie die Diskriminierung der LGBTQ+-Bevölkerung.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/06/275676/mexiko-menschenrechtsverletzungen-oaxaca

 

Oaxacas Küstendörfer organisieren sich gegen die Privatisierung ihrer Strände (12.06.25)

14 Organisationen und Dörfer nahmen an dem Widerstandstreffen teil – Quelle: FORO- Frente de Organizaciones Oaxaqueñas

Mehrere Gemeinden im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca haben bei einem Widerstandstreffen am vergangenen Wochenende die Privatisierung der Küstenregion angeprangert.
Mithilfe des Entwicklungs-Diskurses eigne sich eine „kriminelle Allianz“ von Geschäftsleuten, Notaren und Politikern mehrere Strände und andere für den Tourismus attraktive Landstriche an. Dieser Tourismus komme jedoch nur einigen wenigen zugute und verstärke die soziale Ungleichheit, betonten die Organisatoren des Treffens in einer gemeinsamen Erklärung.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/06/275639/mexiko-gegen-privatisierung-straende

YUCATÁN

Wie vierzehn Frauen den Mangrovenwald von Chelem retteten (05.08.25)
An der Küste von Yucatán, wo der Tourismus deutliche Spuren an Land und im Wasser hinterlassen hat, entschloss sich eine Gruppe von vierzehn Frauen dazu, etwas wiederherzustellen, das als irreparabel galt: den Mangrovenwald von Chelem. Ihnen gelang es, auf natürliche Weise über 60 Prozent der ursprünglichen Topographie und 90 Prozent des fließenden Wassers in einem zuvor wüstenähnlichen Gebiet zurückzubringen. Das Schutzgebiet, in dem sie arbeiten und neue Lebensräume für die örtliche Flora und Fauna schaffen, erstreckt sich über mehr als 100 Hektar – etwa 140 Fußballfelder.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/wie-vierzehn-frauen-den-mangrovenwald-von-chelem-retteten/

Maya-Gemeinden lehnen Heineken-Brauerei in Yucatán ab (02.07.25)
Maya-Gemeinden und -Aktivist*innen haben den Bau einer Heineken-Brauerei in der Gemeinde Kanasín im Bundesstaat Yucatán verurteilt und lehnen die angebliche indigene Konsultation ab, die das Unternehmen Ende 2024 zur Genehmigung durchgeführt haben will. „Wir kennen sie nicht“, erklärten die Gemeinden, die Teil der Versammlung der Verteidiger*innen des Maya-Territoriums Múuch’ Xíinbal sind, in Bezug auf die angebliche Konsultation zur Errichtung der Brauerei.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/maya-gemeinden-lehnen-heineken-brauerei-in-yucatan-ab/

 

NACHRICHTEN AUS EINIGEN ANDEREN ECKEN MEXIKOS

MICHOACÁN

Angriffe auf autonome Gemeinden in Mexiko nehmen zu (10.07.25)
Bewaffnete Personen haben am 2. Juli die Purépecha-Gemeinde Cherán K’eri im mexikanischen Bundesstaat Michoacán angegriffen und ein Mitglied der kommunitären Sicherheitskräfte getötet. Der Angriff auf Cherán K’eri findet in einem Kontext zunehmender Gewalt durch das organisierte Verbrechen gegen ländliche und indigene Gemeinden in der Region statt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/07/276052/angriff-auf-cheran

JALISCO

Mexiko: Täter von Teuchitlán zu 141 Jahren Haft für Mord und Entführung verurteilt (14.07.25)


Diese Menschen suchen gegen alle Widerstände nach verschwundenen Personen und verdienen höchste Anerkennung für ihren Mut: Das Kollektiv Guerreros Buscadores de Jalisco
Quelle: Guerreros Buscadores De Jalisco/facebook

Täter von der „Horror-Ranch“ zu Höchststrafen verurteilt. Weitere versteckte Massengräber in Jalisco. Opfer fordern Aufklärung
Ein Lokalgericht des mexikanischen Bundesstaates Jalisco hat am 8. Juli zehn Männer wegen gewaltsamen Verschwindenlassens und Mord zu jeweils 141 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Taten fanden auf der Ranch Izaguirre in Teuchitlán statt, die zur Tatzeit von der Mafia kontrolliert wurde. Die Staatsanwaltschaft von Jalisco betonte, das Gericht habe eine der härtesten Strafen verhängt, die für diese Verbrechen vorgesehen sind. „Der Kampf gegen die Straflosigkeit in Fällen des Verschwindenlassens“ werde damit gestärkt, so die Staatsanwaltschaft.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/07/276107/urteil-izaguirre-teuchitlan

 

 

GUANAJUATO

Wenn suchende Frauen selbst verschwinden 03.07.25
In Mexiko bedeutet es mittlerweile eine doppelte Strafe, eine mujer buscadora, also eine Frau zu sein, die nach Verschwundenen sucht. Fünf Frauen aus dem Bundesstaat Guanajuato, die ihr Leben der Suche nach ihren verschwundenen Angehörigen gewidmet hatten, sind nun selbst verschwunden: Lorenza Cano Flores, Luz Alejandra Lara Cárdenas, Martha Leticia Gallardo Martínez, Teresa Magueyal Ramírez und María del Carmen Vázquez Ramírez. Ihre Schicksale zeigen die Brutalität, mit der gegen Menschen vorgegangen wird, die für Wahrheit und Gerechtigkeit kämpfen – und lassen ein alarmierendes Muster von Gewalt erkennen.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/wenn-suchende-frauen-selbst-verschwinden/

Plakat bei einer Demonstration von Müttern verschwundener Söhne und Töchter.
Quelle: WIKIMEDIA COMMONS

MEXIKO-CITY

Mexiko in Aufruhr: Warum stößt ein Luxusviertel in Mexiko-Stadt so viele vor den Kopf? (24.07.25)
Aktivisten und Anwohner haben am 20. Juli in Mexiko-Stadt gegen steigende Mieten und Luxusprojekte protestiert. Die Demonstration im südlichen Stadtbezirk Tlalpan wurde mit Spannung erwartet, da es nach Kundgebungen am 4. Juli in den stark gentrifizierten Stadtvierteln La Condesa und Roma zu Sachbeschädigungen kam (amerika21 berichtete). Bei der Demonstration am Sonntag wurde der Protestzug von Hunderten Polizisten dicht überwacht und zeitweise eingekesselt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/07/276233/mexiko-proteste-gentrifizierung

Proteste gegen Gentrifizierung und Tourismus in Mexiko-Stadt eskalieren (06.07.25)
Hunderte Menschen haben in Mexikos Hauptstadt gegen steigende Mieten, Luxussanierungen und Massentourismus protestiert. Die Kundgebung begann friedlich im Parque México im stark von Gentrifizierung betroffenen Stadtviertel Condesa. Im Verlauf des Tages kam es jedoch zu heftigen Konfrontationen, die sich auf andere Stadtteile wie Roma, Juárez und Del Valle ausweiteten.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/07/276012/proteste-mexiko-gentrifizierung

Zwei LGBT-Aktivisten nach Pride-Marsch erschossen (04.07.25)
In Mexiko sind die bekannten LGBT-Aktivisten Jesús Laiza González und Isaí López Rodríguez ermordet worden. Als sie am 29. Juni nach der Teilnahme am Pride-Marsch in Mexiko-Stadt nach Tizayuca im Bundesstaat Hidalgo zurückkehrten, feuerten Unbekannte gezielt mehrere Schüsse auf sie ab.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2025/07/275977/lgbt-aktivisten-ermordet

 

HINWEISE

21. – 24. August, No Borders – No Nations, vor und in Reitschule, Bern
Weitere Infos und Programm: https://reitschule.ch/reitschule/

So, 13. September, Solilauf für Sans-Papiers ab 14 Uhr, Münsterplatz, Bern
Mehr Infos: https://sanspapiersbern.ch/solilauf/

19./20. September: Park(ing) Day 2025 – in vielen Städten.
Mehr Infos und sich anmelden: https://www.umverkehr.ch/projekte/parking-day

So, 21. September: 24. Lauf gegen Rassismus, Bäckeranlage, Hohlstrasse 64, Zürich.
Mehr Infos: https://sans-papiers-zuerich.ch/veranstaltungen/24-lauf-gegen-rassismus/

 

Posted by Tamara Wagenbrenner in News

Südmexiko-Newsletter März 2023

SAVE THE DATE

«Flügel und Wurzeln der sozialen Bewegungen in Oaxaca, Mexico»

Veranstaltung der Direkten Solidarität mit Chiapas:
Eine Reihe von Kurzdokus über soziale Bewegungen in Oaxaca zeigen die Geschichte, aktuelle Beispiele und die Zukunft von Widerstandsprozessen in Südmexiko.  Zwischen den Filmen werden Vertretende der NGO Codigo DH und Educa über die Entstehung dieser Dokumentarfilme und die aktuelle Situation der sozialen Bewegungen in Mexiko sprechen.

Daten:
Do, 27. April, 19 Uhr, Waisenhausplatz 30, Progr. (Stube), Bern. (im Rahmen der Tour de Lorraine)
Sa, 29. April, 19 Uhr, Kasernenareal Zürich (im Rahmen des 1.Mai-Festes)

 

CHIAPAS

CNI – Dritter Aufruf zum Internationalen Treffen: Der Süden widersteht 2023!
»Globaler Kapitalismus der Konzerne, weltweites Patriarchat, Autonomien in Rebellion«
6. und 7. Mai 2023 im CIDECI/ Caracol Jacinto Canek, San Cristóbal de las Casas,
Chiapas, Mexiko
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.chiapas.eu/news.php?id=11898
Weierlesen auf Spanisch (Original): http://www.congresonacionalindigena.org/2023/02/24/tercera-llamada-encuentro-internacional-el-sur-resiste-2023-capitalismo-corporativo-mundial-patriarcado-planetario-autonomias-en-rebeldia-6-y-7-de-mayo-2023-cideci-caracol-j/

  

GUERRERO

Aufklärung im Fall Ayotzinapa fehlgeschlagen

Das mexikanische Menschenrechtszentrum Tlachinollan hat einen weiteren Bericht zum Fall Ayotzinapa veröffentlicht. Bei der Präsentation dieses Berichts stellte der Anwalt der Familien der 43 Studenten von Ayotzinapa, Vidulfo Rosales Sierra, fest, dass der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador trotz aller Wahlversprechen nicht genug zur Aufklärung beigetragen hat. Am 26. September 2014 wurden 43 Lehramtsstudenten in Iguala, Guerrero, entführt und wurden seitdem nie wieder gesehen. Eine vollständige Aufklärung des Falles hat es bis heute nicht gegeben. Es gibt jedoch Hinweise, dass das mexikanische Militär in das Verschwindenlassen und die mutmaßliche Ermordung der jungen Männer verwickelt ist.

Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/memoria-justicia/aufklaerung-im-fall-ayotzinapa-fehlgeschlagen/

 

NUEVO LEON

US-Konzern Tesla baut seine „Gigafactory 5“ in Mexiko

Die Entscheidung ist gefallen: Elon Musk wird ein Tesla-Werk in Monterrey im mexikanischen Bundesstaat Nuevo León an der US-Grenze errichten. Dies gab Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador nach Gesprächen mit dem Geschäftsführer des US-Konzerns bekannt. Der Standort ist wegen Wassermangels in der Region umstritten. Bedenken sind laut Obrador nach Gesprächen mit Musk ausgeräumt.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/03/262910/mexiko-tesla-gigafactory-5

 

HIDALGO

Gewaltsamer Tod eines weiteren Umweltaktivisten in Hidalgo

Der junge Umweltaktivist und Journalist Abisaí Pérez Romero ist am 13. Februar außerhalb der Stadt Tula auf einer Schotterstraße neben seinem Fahrrad tot aufgefunden worden. Seine Familie meldete ihn seit dem Vortag als vermisst. Pérez Romero dokumentierte verschiedene Widerstandsprozesse der indigenen Gemeinden im zentralmexikanischen Bundesstaat Hidalgo.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/02/262811/mexiko-gewaltsamer-tod-umweltaktivist

 

MICHOACÁN

Waldschützer getötet, der sich gegen Ausbreitung der Avocado-Industrie wehrte

Alfredo Cisneros Madrigal, ein Waldschützer aus der indigenen Gemeinde Sicuicho, ist in der Nacht zum 21. Februar erschossen worden. Das teilte der Oberste Indigene  Rat von Michoacán (Consejo Supremo Indígena de Michoacán, CSIM) mit.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/02/262867/mexiko-waldschuetzer-getoetet-avocadoanbau

 

MEXIKO

Verbot von Genmais für menschlichen Konsum und von Glyphosat-Einsatz in Mexiko

Der mexikanische Präsident Andres Manuel López Obrador hat ein neues Dekret erlassen, das die Verwendung von gentechnisch verändertem Mais für den menschlichen Konsum und den Einsatz des Herbizids Glyphosat untersagt.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/02/262832/mexiko-verbot-genmais-glyphosat

 

Kein Gen-Mais mehr aus den USA für Mexiko?

Im nordamerikanischen Freihandelsabkommen USMCA knirscht es: Die USA gehen gegen das mexikanische Importverbot von gentechnisch verändertem US-Mais vor. Am Ende könnten Strafzölle stehen. Droht ein Handelsstreit?

Der Handelskonflikt zwischen den USA und Mexiko spitzt sich zu. Die US-Regierung von Präsident Joe Biden erklärte am Montag, sie werde erste Schritte unternehmen, um das von Mexiko verhängte Einfuhrverbot von gentechnisch verändertem Mais aus den Vereinigten Staaten anzufechten. Konkret bedeutet dies zunächst technische Konsultationen auf Regierungsebene.

Weiterlesen: https://www.dw.com/de/kein-gen-mais-mehr-aus-den-usa-f%C3%BCr-mexiko/a-64917368

 

Präsident von Mexiko verstaatlicht Lithium-Vorkommen

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador hat per Dekret die Lithium-Vorkommen des Landes zum Eigentum der mexikanischen Nation erklärt und dem Staat die exklusive Vollmacht für ihren Abbau erteilt. Außerdem bestimmte er 234.850 Hektar Land im nordmexikanischen Bundesstaat Sonora zu Lithium-Reservaten. Mineral hat strategische Bedeutung für die Produktion von Hochleistungsbatterien, etwa für Elektroautos

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/02/262833/mexiko-nationalisiert-lithium

 

Mexiko: MazahuaApp zum Erhalt indigener Sprache im Einsatz

Die MazahuaApp für Mobiltelefone, die dazu dienen soll, die indigene Sprache Mazahua vor dem Verschwinden zu bewahren, wird jetzt eingesetzt. Entwickelt hat die Anwendung César Cruz, ein ehemaliger Mechatronik-Student der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (Unam).

Weiterlesen: https://amerika21.de/2023/03/262963/handyapp-zum-erhalt-indigener-sprache

 

HINWEISE

Solidarität mit Vio.Me !

Am 16.03.2023 haben Solidarische das griechische Generalkonsulat in Zürich besucht, um ihre Solidarität mit den kämpfenden Arbeiter*innen der selbstverwalteten Fabrik VIO.ME in Thessaloniki kundzutun – dies auf Grund des Verkaufs von Vio.Me an eine südafrikanische Fonds-Gesellschaft, wonach Vio.Me zu einer Solidaritätswoche aufrief.

Weiterlesen: https://barrikade.info/article/5740

 

Posted by Soli Chiapas in Bergbau, Chiapas, Communiqués, News, Newsletter, Oaxaca, Schweizer Firmen

Südmexiko-Newsletter Dezember 2022

CHIAPAS

No al tren

2. Aufruf zu Karawane und internationales Treffen 2023: Der Süden widersteht!
Wir (Koordinierungs- und Organisierungskommission Der Süden widersteht!, Congreso Nacional Indígena (CNI) − Indigener Regierungsrat (CIG)) laden alle mexikoweiten und internationalen Organisationen ein, sich für ihre Teilnahme am Internationalen Treffen am 6. und 7. Mai 2023 vorzubereiten.

Darüber hinaus rufen wir alle Organisationen, Gemeinschaften, Bewegungen, Kollektive und solidarischen Menschen dazu auf, sich an der globalen Spendenkampagne zu beteiligen, indem sie Foren, Diskussionen, Austausch, Festivals, Tanzveranstaltungen, Sammlungen, Tombolas organisieren, den Hut herumgehen lassen, Lassos werfen, T-Shirts, Poster, Aufkleber drucken und verkaufen und alles Mögliche tun, um damit die kollektive Finanzierung dieser Aktivitäten des nächsten Jahres unterstützen zu können.

Weiterlesen: https://www.chiapas.eu/news.php?id=11842

 

In Chiapas werden die Menschenrechte nicht garantiert oder geschützt
Anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags vom 10. Dezember erklären wir vom Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas (Frayba), dass es in Chiapas eine schwere humanitäre Krise gibt, die sich in allgemeiner und institutioneller Gewalt gegen Gemeinschaften und Gruppen äußert, die ihre Gebiete verteidigen. die andauernde Straflosigkeit im Justizsystem, in einem wiederkehrenden Muster gegen Menschenrechtsverteidiger, die kriminalisiert, bedroht, angegriffen und ermordet werden; ein Umfeld mehrerer schwerwiegender Situationen von Rechtsverletzungen, die einen tiefen Zusammenbruch des sozialen Gefüges verursachen.

Weiterlesen auf Spanisch: https://frayba.org.mx/dia-internacional-dh

 

In Mexiko gehen die Spionagepraktiken gegen Menschenrechtsverteidiger weiter
Am Internationalen Tag der Informationssicherheit (30. Nov.) schließt sich das Frayba dem Bewusstsein an, wie wichtig es ist, unsere Gewohnheiten in Bezug auf die Informationssicherheit zu verbessern; Wir verurteilen auch die Spionage und Zensur von Journalisten, Aktivisten und Menschenrechtsverteidigern durch digitale Medien.

Weiterlesen auf Spanisch: https://frayba.org.mx/espiojane_informatico_mx

 

Worte weben Dez. 22_Quelle: frayba.org

Communiqué des Treffens «Das Wort weben: Dialog zwischen den Völkern» (18. Dez.)
Einzelpersonen und Organisationen, die an dem Treffen »Das Wort weben: Dialog zwischen den Völkern« teilnehmen, erklären ihren Widerstand gegen die Gewalt, der indigene Völker und Gemeinschaften ausgesetzt sind, die Land und Territorium verteidigen, insbesondere gegen die bedauerlichen Morde an Verteidigern in den Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca, die ungestraft geblieben sind, gegen die illegale Wiederaufnahme der Bergbauaktivitäten in der Gemeinde Chicomuselo und gegen den Widerstand gegen die Entwicklung des Interozeanischen Industrieparks.

Weiterlesen: https://www.chiapas.eu/news.php?id=11839

 

OAXACA

Union Hidalgo erkämpft Rückgabe seines Landes
Die im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca gelegene Gemeinde Union Hidalgo hat einen historischen Sieg errungen. Mitte November erging ein Urteil, dass die Verträge, mit denen die Firma Desarollos Eólicos Mexicanos (Demex) Land für die Errichtung eines Windparks gepachtet hatte, für ungültig erklärte. Die zum spanischen Unternehmen Renovalia Energy gehörende Demex muss jetzt Grundstücke wieder herausgeben, die sie für die Errichtung des Windparks „Piedra Larga“ gepachtet hatte.

Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/union-hidalgo-erkaempft-rueckgabe-seines-landes/

 

 

MEXIKO

Indigene aus Mexiko protestieren in Frankreich gegen Danone-Konzern
Der Widerstand gegen den Danone-Ableger Bonafont in Mexiko hat Frankreich erreicht. Am 21. November protestierte eine Delegation der indigenen Nahuas mit der symbolischen Übergabe von knapp 50.000 Unterschriften vor der Zentrale des Lebensmittelkonzerns in Paris. Sie werfen dem Unternehmen den fortgesetzen Diebstahl von Grundwasser vor.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2022/11/261227/danone-wasserraub-mexiko

 

Mexiko: Einwohner von San Gregorio kämpfen um Wasser
Die Einwohner des Dorfes San Gregorio Atlapulco im Bezirk Xochimilco in Mexiko-Stadt verlangen den sofortigen Stopp des Aufbauprojekts des Wasser-Sammelstrangs Actopan. Denn statt einer Sanierung des Entwässerungskanals, wie die Behörden anfänglich behaupteten, handle es sich gegenwärtig um die Umleitung von Trinkwasser von San Gregorio Atlapulco nach Mexiko-Stadt.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2022/12/261528/stadtplanungspolitik-mexiko-stadt

 

Nach Gerichtsurteil: Einsatz des Militärs für innere Sicherheit in Mexiko bleibt umstritten
Der mexikanische oberste Gerichtshof (SCJN) hat das Gesetz über den Einsatz des Militärs für Aufgaben der Inneren Sicherheit für verfassungskonform erklärt. Der Einsatz von Armee und Marine soll bis 2028 erfolgen, bis die im Jahr 2019 gegründete Nationalgarde fertig ausgebildet und organisiert ist.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2022/12/261566/mexiko-militaereinsatz-im-inneren

 

 

UNTER BESCHUSS

Mexiko wieder gefährlichstes Land für Journalisten
Mexiko ist laut der Jahresbilanz von «Reporter Ohne Grenzen» zum vierten Jahr in Folge das gefährlichste Land für Journalisten. Mindestens 11 Medienschaffende wurden 2022 getötet – mehr als in jedem anderen Land. „Es gelang mehreren Staaten nicht, die bei ihnen grassierende Gewalt einzudämmen und Medienschaffende zu schützen. Allein in Mexiko wurden mindestens elf Journalistinnen und Journalisten ermordet“, steht im Bericht von Reporter Ohne Grenzen. Das sind 20 Prozent der Opfer weltweit. Gefolgt wird Mexiko an der traurigen Spitze von der Ukraine (8 Tote) und Haiti (6 Tote).

Weiterlesen: https://www.blickpunkt-lateinamerika.de/artikel/mexiko-wieder-gefaehrlichstes-land-fuer-journalisten/

 

Journalisten in Mexiko: Kriegsreporter im eigenen Land
Zuletzt traf es Pedro Pablo Kumul. Der Moderator des mexikanischen Onlineportals AX Noticias fuhr vergangene Woche gerade in seinem Auto, als ihn Unbekannte mit Schüssen töteten. Der junge Mann aus dem Bundesstaat Veracruz ist der 17. Medienschaffende, der dieses Jahr in Mexiko gewaltsam ums Leben kam. Das ist selbst für das ohnehin für Journalist*innen gefährliche Land trauriger Rekord.

Weiterlesen: https://taz.de/Journalistenmorde-in-Mexiko/!5899581/

 

HINWEISE

Sa/So, 14./15. Januar 2023: STRIKE WEF – Winterwanderung nach Davos
Infos dazu: https://strikewef.org/

Sa, 4. Februar 2023: 30. RojiNegro Solidaritätsjassen. Nach 2 Jahren Zwangspause werden wieder die Karten gemischt! Kulturmarkt Zürich, Aemtlerstrasse 23, 8003 Zürich.
Infos: https://www.rojinegro-jassen.ch/

 

Posted by Andrea Steinauer in Communiqués

Südmexiko-Newsletter Januar / Februar 2021

CHIAPAS

Urgent Action: Erneute bewaffnete Angriffe der ORCAO auf die zapatistische Gemeinde  Moisés-Gandhi
Das Menschenrechtszentrum von Fray Bartolomé de Las Casas, A.C. (Frayba) hat Informationen vom Rat der Guten Regierung (Junta de Buen Gobierno) Patria Nueva, Caracol 10 „Floreciendo la semilla rebelde“ aus Ocosingo, Chiapas, Mexiko, erhalten. Laut dieser haben Mitglieder der Regionalen Organisation der Kaffeebauern von Ocosingo (ORCAO), die Gemeinde Moisés Gandhi im autonomen Landkreis Lucio Cabañas seit dem 18. Januar 2021 bis heute immer wieder mit Schusswaffen angegriffen.
Infos auf Deutsch: https://frayba.org.mx/wp-content/uploads/2021/01/210121_AU1_MoisesGandhi_aleman.pdf
UA unterschreiben: https://frayba.org.mx/nuevas-agresiones-armadas-de-la-orcao-a-la-comunidad-moises-gandhi/

 

Solidaritäts- und Beobachtungskarawane begleitet bedrohte Zapatistas

Quelle: desinformenonos.org

Die Beobachtungs- und Solidaritätskarawane mit Mitgliedern von Basisorganisationen der Anderen Kampagne brach am 11. Januar zur Ortschaft Nuevo San Gregorio und Moisés-Gandhi im Bezirk Lucio Cabañas auf, um die zapatistischen Bäuer*innen auf ihre Felder zur Arbeit zu begleiten. Diese werden seit dem November 2019 belagert, als eines der Mittel, welches eine bewaffnete Gruppe zur Bedrohung benutzt. Im Oktober 2020 fand eine erste Beobachtungskarawane statt, seither wurden weiterhin Bedrohungen durch die Belagernden verzeichnet. Aktuell werden wieder bewaffnete Angriffe auf die Gemeinde Moisés-Gandhi verzeichnet.
Weiterlesen auf Spanisch: https://desinformemonos.org/acompanara-caravana-de-observacion-a-zapatistas-amenazados-en-chiapas/

Communique Nr. 2: Das Wirtshaus
In einem Kommuniqué vom Dezember 2020 beschreibt EZLN-Subcomandante Galeano literarisch, analytisch und humorvoll die Verwerfungen des kapitalistisch-patriarchalen Systems – sowie den Widerstand dagegen aus der Perspektive der Zapatistas.
Martin Baxmeyer, ein guter Freund und Genosse der Gruppe Basta, hat den Text eingesprochen. Er steht zur freien Verfügung und kann gerne in Online-Formate eingebunden werden oder bei freien Radios gesendet werden.
Hier der Download-Link: https://www.gruppe-basta.de/?page_id=10

 

OAXACA

In Andenken an Marcelino Nolasco Martínez, Menschenrechtsverteidiger und Koordinator des Menschenrechtszentrum CDH Tepeyac
Am Montag, 25. Januar verstarb Marcelino im Spital in Juchitán de Zaragoza aufgrund seines Leidens an Covid-19. Marcelino war ein engagierter Menschenrechtsverteidiger. Er verstand es, Prozesse an der Basis anzustossen und zuverlässig zu begleiten. Insbesondere im Bereich der Bildung sowie Verteidigung der Menschenrechte und des Territoriums hat er wichtige Projekte und Kämpfe mitgetragen, wie beispielsweise weiterführende Landschulen in San Mateo del Mar oder in der Organisierung gegen Windkraft-Megaprojekte. Wir bedauern sein frühzeitiges Hinscheiden sehr und werden ihn in guter Erinnerung behalten.

Verteidigungsministerium in Mexiko verweigert Informationen im Fall Iguala
Das mexikanische Verteidigungsministerium (Sedena) hat noch nicht alle Informationen im Fall der seit 2014 verschwundenen Lehramtsstudenten aus Ayotzinapa zur Verfügung gestellt. Das prangerten Angehörige nach einem Treffen mit drei Amtsträgern des Ministeriums und dem amtierenden Präsidenten Andrés Manuel López Obrador (Amlo) an.
Weiterlesen auf Deutsch: https://amerika21.de/2021/01/247001/ayotzinapa-verteidigungsministerium

MIGRATION

Militär gegen die Karawane
Angesichts zahlreicher Migrantinnen und Migranten, die sich gerade vom Süden her auf den Weg in die USA machen, haben Guatemala und Mexiko Maßnahmen ergriffen, um die Karawanen zu stoppen. Die guatemaltekische Regierung hat am 14. Januar in mehreren Departements einen Ausnahmezustand verfügt, damit Sicherheitskräfte die Märsche auflösen können. In Mexiko wurden mindestens 500 Nationalgardisten an die Südgrenze des Landes mobilisiert.
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.npla.de/thema/flucht-migration/militaer-gegen-die-karawane/

MEXIKO

Existenznöte in Mexiko
In Mexiko haben viele Menschen wegen der Corona-Pandemie ihre Arbeit im Tourismus verloren. Um in der Krise zu überleben, gehen Inselbewohner zum Tauschhandel und zur Selbstversorgung über. Doch die Existenznot macht sich auch das organisierte Verbrechen zunutze, Prostitution und Menschenhandel nehmen zu. Von ARD-Korrespondentin Jenny Barke aus Mexiko
Hören auf Deutsch: https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/weltsichten/202101/17/mexiko-corona-pandemie-existenznot-kriminalitaet-kartelle.html

Schrittweises Aus für Genmais und Glyphosat
Mit einem Anfang Januar in Kraft getretenen Dekret hat Präsident López Obrador das schrittweise Aus für Genmais und Glyphosat in die Wege geleitet. Bis Ende Januar 2024 sollen sowohl das Herbizid Glyphosat als auch genmanipulierter Mais von Mexikos Feldern verschwinden. Damit wird Mexiko nicht nur zu einem Vorreiter in Lateinamerika, sondern zieht auch mit Deutschland und der EU gleich, wo Glyphosat ebenfalls ab Januar 2024 verboten sein soll.
Weiterlesen auf Deutsch: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/schrittweises-aus-fuer-genmais-und-glyphosat/

Lopez Obrador schlägt Referendum über Abtreibungsrecht vor
Frauenkollektive halten Referendum für „falschen Weg“.
Präsident Andrés Manuel López Obrador (Amlo) hat vorgeschlagen, über die Legalisierung der Abtreibung in Mexiko in einem Referendum abstimmen zu lassen. Die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs bis zur 14. Woche in Argentinien Ende Dezember hatte in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern eine erneute Debatte über die reproduktiven Rechte von Frauen angestossen, so auch in Mexiko.
Weiterlesen auf Deutsch: https://amerika21.de/2021/01/246751/mexiko-abtreibung-referendum-amlo

Als wären Frauen eine Wegwerfware
Nirgendwo in Mexiko werden mehr Frauen umgebracht als in Ciudad Juarez. Ein Bericht von Kathrin Zeiske:
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1147922.femizide-als-waeren-frauen-eine-wegwerfware.html

 

Posted by Andrea Steinauer in Communiqués, Migration