Weltweite Solidaritätskundgebungen in der Folge des Massakers von Acteal: in Rom demonstrieren 50’000 Leute, in Zürich 500. In Genf wird das mexikanische Konsulat besetzt.
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22. Dezember
Massaker in Acteal im Bezirk Chenalhó: 45 Menschen werden von Paramilitärs erschossen oder niedergemetzelt. Polizei und Militär bleiben untätig. Der lokale PRI-Gemeindepräsident wird verhaftet, der Gouverneur von Chiapas und der Innenminister müssen den Hut nehmen, werden jedoch nicht zur Verantwortung gezogen. Insgesamt sind 20’000 Leute durch die paramilitärische Gewalt intern Vertrieben.
August – Dezember
Immer mehr autonome zapatistische Bezirke praktizieren offen ihre Selbstverwaltung und setzen so die Abkommen von San Andrés de facto um. Die Übergriffe der Paramilitärs mehren sich, nun auch in den Altos. Hunderte von Familien werden vertrieben.
9. September
Marsch von 1111 vermummten Zapatistas nach Mexiko Stadt, um die Umsetzung der Abkommen von San Andrés zu fordern und am zweiten „Nationalen Indigenen Kongress“ teilzunehmen.
29. Juli – 3. August
Zweites „Intergalaktisches Treffen für die Menschlichkeit und gegen den Neoliberalismus“ in Spanien. Die WTO und andere Institutionen des Neoliberalismus werden Thema.
16. Januar
Die Zapatistas lehnen den Vorschlag von Zedillo zu den indigenen Rechten ab. Die Friedensverhandlungen sind weiter unterbrochen.
20.-22. Dezember
In Zürich findet eine europaweite Sitzung der Soligruppen statt, an der 150 Delegierte teilnehmen. Das zweite Intergalaktische Treffen wird beschlossen.
November / Dezember
Die Parlamentskommission COCOPA legt ihren Gesetzesentwurf über die indigenen Rechte und Kultur vor, der von der EZLN akzeptiert, von Zedillo jedoch abgelehnt wird. Zedillo macht einen eigenen Vorschlag, der mit den ursprünglichen Abkommen von San Andrés nicht mehr viel zu tun hat.
10.-12. Oktober
Erster „Nationaler Indigener Kongress“ in Mexiko Stadt, an dem die Comandanta Ramona als Delegierte der EZLN teilnimmt.
29. Juli – 3. August
Erstes „Intergalaktisches Treffen für die Menschlichkeit und gegen den Neoliberalismus“ mit über 3000 Leuten aus 54 Ländern findet in den zapatistischen Gemeinden statt.
