15. September:
Wie überall in Mexiko versammeln am mexikanischen Nationalfeiertag sich tausende Menschen am Hauptplatz, um am traditionellen „Grito de la Independencia“ teilzunehmen. Unbekannte werfen in Morelia im Bundesstaat Michoacán zwei Handgranaten in die feiernde Menge, töten 8 Menschen und verletzen über 100.
Regierung und Medien sprechen von „einem Akt des Narcoterrorismus“ und fordern schärfere Maßnahmen – zusätzlich zu den 36.000 Soldaten, die sich bereits im „Kampf gegen die feigen Verrätern des Vaterlandes“ (Calderón) befinden, werden die Einführung der Todesstrafe bis zum unbeschränkten Einsatz der Armee zur Wiederherstellung der Ordnung gefordert. Für Calderon kommt dieser Anschlag zumindest zu einem günstigen Zeitpunkt, da er ihm innenpolitisch Luft und seiner „Politik der Härte“ Unterstützung in der Bevölkerung verschafft.
Anschlag in Morelia
Hintergrund: Der „Drogenkrieg“
