Juli:
Verstärkte Repression gegen die AktivistInnen des CIPO-RFM in Oaxaca: Nach gewaltsamen Übergriffen am 10. Juli in Cruz Huatulco durch PRIistas und Polizeieinheiten wird Edgar Torija Pérez in Etla am 11. Juli beim Plakatieren überrascht und durch Messerstiche tödlich verwundet. Einen Tag darauf werden mehrere CIPO-AktivistInnen in Santa Cruz
Hutulco durch PRIistas verletzt und Pedro Cruz Salazar (beide CIPO-Aktivisten) in Yocunicuca (Gemeinde Yosonotu) durch Paramilitärs aus Santa Lucía Monteverde ermordet. Am Tag darauf tauchen die Mörder erneut in der indigenen Gemeinde auf, feuern um sich und drohen mit weiteren Anschlägen.
Als Reaktion darauf stürmen am 15. Juli mehr als 1.000 Indígenas Oaxaca-Stadt mit brennenden Fackeln mehrere öffentliche Gebäude in Tlaxiaco, Nochixtlán, Etla, Ixtlán und Oaxaca. Die Besetzungen verlaufen friedlich, phantasievoll und entschlossen. Lediglich dem Obersten Gerichtshof gelingt es, rechtzeitig die Eingangstüren zu verschließen, und so genügen sich die DemonstrantInnen damit, das Gebäude zu umzingeln.
Die Aufforderung zum Dialog wird jedoch von sämtlichen Regierungsvertretern ignoriert, daher schließen sich die portestierenden Indígenas den Mahnwachen an mehreren öffentlichen Plätzen in der Stadt an, die seit dem 20. April ausharren und Gerechtigkeit und ein Ende der Repression fordern.
