Februar 2008

1. Februar:
Eliseo Silvano Espinosa und sein Vater, die gerade eine Hütte für die Campamentistas der Menschenrechtsbeobachtung aufbauen, werden in der Gemeinde Betel Yochip‘ von staatlichen Polizisten und zwei bewaffneten Unbekannten am Bein angeschossen und schwer zusammengeschlagen. Danach werden sie nach Palenque verfrachtet, im Polizeigebäude sieben Stunden lang gefoltert und gezwungen, sich Skimasken überzuziehen, Waffen zu halten und sich damit fotografieren zu lassen.
Nach heftigen Protesten durch Menschenrechtsorganisationen werden die beiden eine Woche später wieder freigelassen, sind durch die zugefügten Verletzungen jedoch schwer gezeichnet und traumatisiert.
Bericht des Menschenrechtszentrums FrayBa (San Cristóbal)

 

16. Februar:
Die 6. Delegation der Internationalen Menschenrechtskommission CCIODH präsentiert ihren Abschlussbericht: Vergangene Empfehlungen wurden nicht berücksichtigt, die Straflosigkeit von Beamten und Paramilitärs besteht weiter, zahlreiche neue Fälle von systematischen Menschenrechtsverletzungen wurden aufgedeckt.
Schlußfolgerungen und Empfehlungen für Chiapas
Schlußfolgerungen und Empfehlungen für Oaxaca
Schlußfolgerungen und Empfehlungen für Mexiko

 

22. – 24. Februar:
Repräsentanten und Autoritäten der indigenen Völker der Nahuas, Triquis und Mixtecos bereisen das autonome zapatistische Gebiet. Sie überzeugen sich von der Funktionsweise der JBG und bestätigen die „Aggressionen, Drohungen und Angriffe“ von Seiten der Regierung.

 

26. Februar:
Im autonomen Bezirk Vicente Guerrero kommt es erneut zu Übergriffen von 3 OPDDIC-Mitgliedern gegen die BewohnerInnen des 1994 besetzten Landes durch dessen angebliche „Besitzer“.

 

28. Februar:
2.000 OPDDIC-Mitglieder treten in Ocosingo aus dieser Organisation aus und schließen sich dem CNC (Nationaler Campesinoverband der PRI) an. Ein Zeichen der Schwächung aufgrund der weltweit anhaltenden Proteste gegen die OPDDIC-Aggressionen oder lediglich eine weitere Maskerade?