Ende September / Oktober / November / Dezember 2014

Ende September / Oktober / November / Dezember:
Wütende Proteste von Angehörigen und Studierenden. Massendemonstrationen in Mexiko Stadt und anderen Städten. Die Karawane #43×43 ist sieben Tage lang zu Fuß von Guerrero aus unterwegs nach DF. In Guerrero selbst werden u.a. dutzende Rathäuser besetzt, in Acapulco der Flughafen, weiter die Mautstation auf der Autobahn zwischen Chilpancingo und Acapulco und der Sitz der Staatsanwaltschaft. In Chilpancingo und in Hecelchakán brennt die Parteizentrale der Regierungspartei. Dabei kommt es immer wieder zu Zusammenstößen mit der Polizei, die Schusswaffen und Schlagstöcke einsetzt. Die Regierung versucht, die Lage zu beruhigen und die Studierenden zu kriminalisieren.
In Chiapas kommt es zu einem Treffen zwischen Angehörigen und Mitstreiter*innen der 43 Verschwundenen, der EZLN und der JBG.
Ayotzinapa schmerzt – Offener Brief der Zivilgesellschaft

Ayotzinapa und der neue zivile Aufstand – Bericht aus Mexiko

Der Staat funktioniert gut – Kein failed state

Wir danken euch für eure Wut, eure Rebellion, euren Widerstand! – Worte der EZLN

 

Mitte Dezember ruft die nationale Volksversammlung (ANP), die aus LehrerInnen, StudentInnen und sozialen Bewegungen besteht, dazu auf, weitere Volksversammlungen durchzuführen und autonome Gegenregierungen zu gründen. Die jetzigen lokalen und regionalen Regierungen seien aufgrund von Korruption und Verstrickungen mit der organisierten Kriminalität nicht in der Lage, die Sicherheit und den Schutz für die Bürger zu gewährleisten. BürgerInnenradios und unabhängige lokale Zeitungen sollen die Diffamierungskampagne der Regierung durchbrechen, ergänzt u.a. durch Besetzungen der Abgeordnetenkammer, Kundgebungen und landesweite Streiks. Außerdem durchsucht ein BürgerInnenkomitee verschiedene Gefängnisse und Kasernen nach den verschwundenen Studenten.