August / September:
Tausende streikende Lehrer blockieren im August unter anderem die Zufahrtsstrasse zum Flughafen in Mexiko-Stadt, das Abgeordnetenhaus und den Senat. Im Süden des Landes legten 70.000 Lehrer ihre Arbeit nieder. Für mehr als eine Million Schüler fiel der Unterricht zum Beginn des Schuljahres am Montag aus. Sie protestieren gegen die Bildungsreform der Regierung.
Ein massives Polizeiaufgebot räumt im September den von streikenden Lehrern besetzten Hauptlatz von Mexiko-Stadt. Hunderte Sicherheitskräfte mit gepanzerten Fahrzeugen, Wasserwerfern und Tränengas gehen gewaltsam gegen die Demonstranten vor, die sich hartnäckig einer umstrittenen Bildungsreform der Regierung widersetzen. Ihre Protestcamps auf dem Zocalo-Platz waren drei Wochen zuvor errichtet worden und sollten nach dem Willen der Staatsführung vor den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag geräumt werden.
Allein im September mehmen sogar Regierungsberichten zufolge allein in Mexiko Stadt 982.000 Menschen an knapp 700 angemeldeten Demonstrationen teil. Menschenrechtsorganisationen kritisieren den verstärkten Einsatz von Tränengas, Pfefferspray und Schlagstöcken, die sich häufenden willkürlichen Festnahmen und den Einsatz von Zivilpolizisten, um Gewalttaten zu inszenieren, die „die Öffentlichkeit von der Notwendigkeit des brutalen Vorgehens der Polizei überzeugen sollen“.
