Januar 2013

17. – 20. Januar:
In der Gemeinde Capulálpam de Méndez in der Sierra Juárez (Oaxaca) findet das emxoamerikanische Treffen „Ja zum Leben, nein zum Bergbau“ statt, bei dem 500 Delegierte aus 12 Ländern die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Bergbauindustrie in Zentral- und Nordamerika diskutieren und Erfahrungen über den Widerstand austauschen.

 

23. Januar:
Die Anführer autonomer regionaler Bauernorganisationen aus über 20 Bundesstaaten beginnen einen kollektiven Hungerstreik vor dem symbolträchtigen Denkmal des Unabhängigkeitsengels in Mexiko-Stadt. Damit beginnt eine neue Phase des Kampfes gegen die Aussaat von gentechnisch verändertem Mais in Mexiko. Entgegen den am Vortag mit der Stadtverwaltung getroffenen Vereinbarungen wurde ein direkter Zugang zu dem Monument durch ein massives Polizeiaufkommen verhindert. Alberto Gómez Flores, Sprecher des Dachverbandes der Autonomen Regionalen Bauernorganisationen (UNORCA): Es ist bezeichnend, dass den Bürgern der Zugang zu dem Monument verweigert wird, während der Staat Konzernen wie Monsanto, Du Pont und Pioneer Dienste erweist.“ Der Hungerstreik soll zugleich daran erinnern, dass täglich Millionen Mexikaner hungrig zu Bett gehen.

 

Ende Januar:
Mehr als 10.000 Katholiken sammeln sich in San Cristóbal zu einem Pilgermarsch, um an den zweiten Jahrestag des Todes von Samuel Ruiz García, dem ehemaligen Bischof von San Cristóbal (1960-2000), zu erinnern. Sie begrüssen den Schweigemarsch der EZLN als „unmissverständliches Zeichen ihres Willens für den Frieden“, kritisieren den von der mexikanischen Bundesregierung angekündigten „Kreuzzug gegen den Hunger“ und zwei geplante Staudämme im Hochland von Chiapas. Bereits bei früheren Gelegenheiten hatten die katholischen Basisaktivisten Pilgermärsche in San Cristóbal durchgeführt, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen und ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.