November 2018

Erneut ist die Bevölkerung einer indigenen Gemeinde im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas gewaltsam vertrieben worden.
Nach mehreren Gewalttaten in Chavajebal, Bezirk El Bosque, sind alle 1.764 Bewohner, darunter auch Mitglieder der zapatistischen Unterstützungsbasis, in die Wälder und in umliegende Dörfer geflohen. Der Exodus begann am 7. November, nachdem während einer Gemeindeversammlung Schüsse aus automatischen Waffen auf die Dorfbewohner abgegeben wurden. Dabei wurde ein Mann getötet, wie das Menschenrechtszentrum Fray Bartolomé de Las Casas mit Sitz in der Stadt San Cristóbal berichtet.

 

Karawane der MigrantInnen: Massenfestnahmen und ein tödlicher Unfall in Chiapas
Am 21. November wurden im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas 500 TeilnehmerInnen der sechsten Karawane der MigrantInnen von 200 Bundespolizisten und BeamtInnen der Nationalen Einwanderungsbehörde Mexikos INM (Instituto Nacional de Migración) festgenommen. Die grösstenteils aus El Salvador stammende Gruppe, der auch acht Minderjährige und einige Frauen angehörten, wurde von den Behörden in der chiapanekischen Gemeinde Metapa de Domínguez beim Versuch festgesetzt, den Grenzfluss Río Suchitate von Guatemala nach Mexiko zu überqueren. Zwar versuchten einige, ihrer Verhaftung zu entkommen, letztlich mussten aber alle in die bereit stehenden Busse steigen, die sie zur Haftzentrum für MigrantInnen Siglo XXI nach Tapachula brachten. Von dort werden sie vermutlich wieder abgeschoben.