12. Februar
Attentat auf die indigene Organisation Codedi fordert 3 Tote
Am Abend des 12. Februar haben Bewaffnete im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca das Feuer auf ein Auto des Komitees für die Verteidigung der Indigenen Rechte (Codedi) eröffnet. Drei Mitglieder der Organisation wurden dabei getötet, deren Gründer Abraham Ramírez Vásquez überlebte das Attentat verletzt. Die Codedi-Vertreter unterbreiteten Stunden vor dem Angriff hohen Funktionären der lokalen Regierung in Oaxaca Stadt ihre sozialen Forderungen und befanden sich auf dem Rückweg in die Region Sierra Sur, als die Attentäter im Bezirk Miahuatlán zuschlugen.
19. Februar
In Mexiko wird es für die im Juli anstehenden Präsidentschaftswahlen keine parteiunabhängige Präsidentschaftskandidatin der linken und indigenen Bewegung geben. María de Jesús Patricio, »Marichuy« genannt, erreichte mit 267.115 Unterschriften lediglich 30,8 Prozent der für eine Zulassung notwendigen 866.593 Unterstützungserklärungen aus mindestens 17 der 32 Bundesstaaten. Nur wenn die vorgegebene Zahl bis zum 19. Februar erreicht worden wäre, hätte die Kandidatin des linken Nationalen Indigenen Kongresses (CNI) – die ideell auch von der EZLN unterstützt wurde – antreten können.
20. Februar
Die indigene Gemeinde Magdalena Teitipac (Valles Centrales) in Oaxaca feiert den 5-jährigen Widerstand gegen die Gold- und Silberminen auf ihrem Land, die eine Tochtergesellschaft der Sunshine Silver Company (USA) ohne vorherige Konsultation errichten wollte. Von 2009 bis 2012 bohrte diese 17 tiefe Löcher, wobei auch das Grundwasser verschmutzt wurde. So formierte sich die Gemeinde 2013, um die Gesellschaft Minera Plata Real zu vertreiben. Seither arbeiten sie daran, weitere Strategien des Widerstandes zu entwickeln und sich mit anderen betroffenen Gemeinden zu vernetzen.
