April 2018

April
Karawane von 1’000 Menschen tritt für Rechte von Migranten ein.
Die Karawane zog in der Osterwoche unter dem Titel „Kreuzweg der Migranten“ auf verschiedenen Routen durch Mexiko, um auf die prekäre Situation von Migranten aufmerksam zu machen und für ihre Rechte zu demonstrieren. Dazu organisierten sie mit Unterstützung lokaler Nichtregierungsorganisationen (NGO) Veranstaltungen und Kundgebungen.

 

Mexiko und Europäische Union schließen Freihandelsabkommen ab.
Die Europäische Union und Mexiko haben die im Mai 2016 aufgenommenen Verhandlungen über eine Neuauflage eines gemeinsamen Handelsabkommens abgeschlossen und die Unterzeichnung nach der Klärung letzter technischer Details angekündigt. Damit können praktisch alle Waren zollfrei zwischen Mexiko und der EU gehandelt werden. Kritik wurde bereits unter anderem hinsichtlich der handelspolitischen Ausrichtung des Abkommens und des Verzichts auf die Stärkung der Menschenrechte laut.

 

15. – 25. April
Die EZLN hat Intellektuelle, Künstler, Journalisten und Aktivisten nach San Cristóbal de las Casas eingeladen, um – auch mit Blick auf die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen – das gemeinsame weitere Vorgehen zu besprechen. Zugleich wurde Bilanz der Kampagne des Indigenen Regierungsrates (Consejo Indígena de Gobierno, CIG) gezogen.

 

26. April
Proteste: 43 Studenten seit 43 Monaten verschwunden
Auch 43 Monate nach dem Verschwinden von 43 Lehramtsstudenten der linken Hochschule Escuela Normal Rural de Ayotzinapa gehen die Suche ihrer Angehörigen und die Proteste weiter. Unter dem Motto «43 x 43» fanden in der letzten Aprilwoche in ganz Mexiko und weltweit Demonstrationen und Kundgebungen statt, die sich gegen die „historische Wahrheit“ der Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto richten.