April 2004

April: 
Das Internationale Rote Kreuz kündigt an, Chiapas innerhalb der nächsten drei Monate zu verlassen und seine Bemühungen anderen Bevölkerungen zu widmen, die wie in Kolumbien und Irak unter den Zerstörungen kriegerischer Konflikte leiden.

 

10. April:
4.000 Zapatistas werden in Zinacantán nahe Oventik von Mitgliedern der PRD mit Steinwürfen, Feuerwerkskörpern und Schußwaffen angegriffen, als sie von einer Demonstration zur Unterstützung von rund 70 zapatistischen Familien zurückkehren, denen vom PRD-Bürgermeister die Wasserzufuhr abgestellt wurde. Es ist der schwerste Angriff auf die Anhänger des zapatistischen Befreiungsheers EZLN seit Jahren (20 Verletzte, 2 Schwerverletzte).

 

19. April:
Pável Gónzalez, Aktivist im Streik der UNAM und der Kooperative Smaliyel, wird in Mexiko-Stadt entführt, gefoltert, vergewaltigt und ermordet.

 

25. April:
101 indigene Familien kehren unter dem Schutz von MenschenrechtsbeobachterInnen, dem Rat der Guten Regierung von Oventik und EZLN-VertreterInnen in ihre zerstörten Häuser in Zinacantán zurück.