August 2007

3. – 6. August:
Auf dem Zócalo in Mexiko Stadt findet ein landesweites „tribunal popular“ statt . Bei der Verhandlung werden drei Instanzen gebildet, welche die Situation und die Verantwortlichkeiten jener, welche die grundlegenden Menschenrechte verletzt haben, in Oaxaca, Salvador Atenco (Repression gegen Blumenmarkt und Selbstorganisation), Pasta de Conchos (Methangrubenunfall), Ciudad Juárez (Frauenmord), Sicartsa (blutig niedergeschlagener Stahlarbeiterstreik in Michoacan) und La Parota (Stauzielerhöhung in Guerrero) analysieren. Diese Instanzen sind: eine Volksanwaltschaft, deren Aufgabe es ist, die Beweise und Zeugenaussagen gegen die „Verbrecher gegen die Menschlichkeit“ zusammenzustellen, ein Richter, welcher die vorgebrachten Elemente analysiert und ein Volkstribunal, welches die abschließende Entscheidung gegen die Verantwortlichen spricht.

 

6. August:
Zwei Drittel der Stimmberechtigten enthalten sich bei den Wahlen in Oaxaca ihrer Stimme.

 

11. & 18. August: 
Insgesamt sechs kleine Dörfer im Naturreservat Montes Azules, die sich weigern den, Wald zu verlassen, als das Amt für Landwirtschaftsreformen mit dem Umsiedlungsprozess beginnt, werden gewaltsam geräumt. Fünf weitere Niederlassungen sind von der Räumung bedroht, da sie sich auf den 36.000 Hektar Land befinden, die dem Biosphärenreservat kürzlich hinzugefügt wurden.
Mit mehreren Hubschraubern werden bewaffnete Polizisten in dunkelblau-
schwarzen Uniformen eingeflogen, die die Menschen an den Haaren zerren und mit Gewalt aus ihren Häusern treiben. Ohne irgendeine Erklärung werden sie mit den Hubschraubern fortgeschafft, auf einen Lastwagen der Sektorpolizei verladen und am folgenden Tag in die Quinta [Landhaus] Santa Isabel gebracht im Barrio von Pamalá, Bezirk La Trinitaria, wo sie seither festgehalten werden.
Denuncia der JBG von La Realidad