8. März:
100.000 Menschen beteiligen sich in Oaxaca an der 10. Megamarcha.
10. März:
An der 19. Vollversammlung des Nationalen Indigenen Kongresses der Zentrum-Pazifik Region nehmen mehr als 200 Repräsentanten in Vertretung der indigenen Stämme und Nationen der Nahua aus Jalisco, Colima, Michoacán und Guerreo; der Coca aus Jalisco; der Ñahñú aus dem Bundesstaat México; der Triqui aus Oaxaca; der Amuzgo und Mixteken aus Guerrero, der Zoque aus Chiapas; der Huichol aus Jalisco, Nayarit und Durango; der Purépecha aus Michoacán und der Chichimeca aus Guanajuato teil.
12. März:
In der Gemeinde Huitepec im Landkreis San Cristóbal wird zum Auftakt der zweiten Etappe der Anderen Kampagne ein neues ziviles Friedenscamp errichtet, um das autonome Naturschutzgebiet und die Gemeinde vor (staatlichem) Zugriff zu schützen.
Vor ein paar Jahren hat die Regierung einen Teil dieses Gebietes (inklusive des zapatistischen Dorfes) zum Naturschutzgebiet erklärt und damit gleichzeitig die Ansiedlung kriminalisiert, Anbau und Nutzung (auch nur zum Eigenbedarf der Anwohner) verboten, ohne dabei die Bewohner darüber zu informieren. Im September 2006 z.B. wurden zwei Compañeros angeklagt, weil sie „illegal auf föderalen Eigentum“ (deshalb ein Delikt für die Bundesanwaltschaft) gesät hatten. Das Land wird den Bewohner durch den Staat entzogen, um es multinationalen Konzernen zur Verfügung zu stellen.
In einem ähnlichen Kontext steht die Errichtung eines Friedenscamps in Baja California, im Norden von Mexico. Dort wurden die Fangquoten für den Fischfang aus vorgeschobenen Gründen des Naturschutzes drastisch reduziert und die von Fischfang lebende Bevölkerung in ihrer Existenz bedroht, während der Fischfang für Konzerne weiterhin unreglementiert erlaubt ist.
„Viele haben heute ein Interesse daran, uns unserer Anhöhen, Berge und Quellen zu berauben. Zuerst nahmen sie uns unser Land in den Tälern, unser gutes Land und vertrieben uns in die Berge, wo die Böden schlecht sind; dort passten wir uns an und lernten zu überleben und zu sterben. In den Bergen, wie diesem von Huitepec, entwickelten wir uns wie ein indigenes Volk: Wir ernähren uns von den Bergen; wir trinken ihr Wasser und decken uns mit ihren Bäumen zu; wir heilen uns mit ihren Medizinpflanzen und durch Heilige Orte, an denen wir beten. Aber all dies taten wir stets in dem Respekt, den man einer Mutter entgegenbringt und deshalb ist unser Berg reich; eine Überfülle an Pflanzen, Tieren und vielem Wasser und genau deshalb wollen die transnationalen Unternehmen, mit der Unterstützung der schlechten Regierungen, ihn uns jetzt wegnehmen“.
20. März:
Das Protestcamp der APPO in México-Stadt wird mit Knüppeln und durch Grenadiere geräumt. Seit dem 9. Oktober vergangenen Jahres hatten Mitglieder der APPO vor dem Senatsgebäude für ihre Forderungen protestiert.
