November 2009

14. November:
In einem Strategiepapier der Generalstaatsanwaltschaft entwirft diese die Thesse eines breiten „staatsfeindlichen“ Netzwerkes, in dessen Mittelpunkt der katholische Pfarrer Jesús Landín Garciá und José Manuel Hernández Martínez, Leiter der OCEZ-Carranza, stehen sollen. Landín, so der Bericht, soll „in den marginalisierten indigenen Zonen volle Akzeptanz genießen, aufgrund seines radikalen Charakters und seines Diskurses der Ablehnung der festgesetzten Ordnung und der Regierungsinstitutionen“. Dazu kommen die üblichen schwachsinnigen Vorwürfe von „Drogenhandel und Menschenschmuggel“, mit denen die kürzlich erfolgten polizeilichen und militärischen Aktionen, Verhaftungen, Hausdurchsuchungen und Straßensperren in den Gemeinden von Carranza und den umliegenden Bezirken gerechtfertigt werden sollen, bei denen u.a. Martínez und andere soziale Aktivisten verhaftet und eingesperrt wurden.
17. November:
Am 16. Jahrestag der Gründung der EZLN protestiert die Kirche von San Cristóbal gegen Verfolgung und Verleumdung von Seiten der Staatsregierung. Anhand der Erfahrungen in den Gemeinden erklären die Geistlichen: „Der Grund der Verfolgung gegen die Kirche und die Gemeinden von Chiapas sind die Bergbaukonzessionen für ausländische Konzerne, um die unterirdischen Schätze auszubeuten.“ Weiter protestieren sie gegen die Einmischung von Polizeispitzeln bei Gottesdiensten.