1. Mai:
Euro-Caravana 43 zu den verschwundenen Studenten aus Ayotzinapa
Ein überlebender Student, der Vater eines verschwundenen Studenten und ein Mitarbeiter des Menschenrechtszentrums Tlachinollan in Guerrero bereisten von Mitte April bis Mitte Mai Europa. Sie besuchten dreizehn europäische Städte, um über die 43 verschwundenen Studenten und die Manipulationsversuche des mexikanischen Staates zu berichten, der statt den Fall aufzuklären ihn für abgeschlossen erklärt. Sie rufen die EuropäerInnen dazu auf, die internationale Aufmerksamkeit aufrecht zu halten und informiert zu bleiben. Vor allem die Repression des mexikanischen Staates gegen die Bewegung um die Lehramtstudenten soll weiter beobachtet werden.
Am 1. Mai machten sie in Zürich Halt, wo sie sich am Demonstrationszug anschlossen und abends aus erster Hand die „Nicht-Regierungsversion“ der Ereignisse in Ayotzinapa erzählten.
3. bis 9. Mai:
Tagung: Kritisches Denken im Angesicht der kapitalistischen Hydra
An der von der EZLN organisierten Tagung, an der mehr als 1500 Personen teilnahmen, diskutierten AktivistInnen, linke Intellektuelle, die Zivilbevölkerung und Zapatisten über die Auswirkungen des kapitalistischen Systems und darüber, wie dieses überwunden werden kann. Unter den ReferentInnen waren nebst Mitgliedern der zapatistischen autonomen Gebiete auch Eltern der verschwundenen Lehramtsstudenten aus Ayotzinapa und bekannte Intellektuelle wie John Halloway, Adolfo Gilly, Raul Zibechi, Luis Villoro, Silvia Federici, Sylvia Marcos und viele andere.
26. Mai:
Kommandantin der Gemeindepolizei Guerreros im Hungerstreik
Nestora Salgado, Koordinatorin der Gemeindepolizei Olinalá, verweigerte nach 21 Tagen Hungerstreik auch die Flüssigkeit. Sie befand sich in einem Hochsicherheitsgefängnis in Nayarit, zwei Tagesreisen von ihrem Zuhause entfernt. Den Durststreik brach sie nach fünf Tagen wieder ab. Am 30. Mai wurde sie endlich in den Spitaltrakt eines Gefängnisses in Mexiko Stadt verlegt, wo sie auch mehr Besuche der Familie und der Verteidigung erhält. Auf Wunsch ihrer Familie beendete sie den Hungerstreik nach 31 Tagen. Nestora und 13 andere befinden sich seit August 2013 unschuldig in Haft. Sie kämpften mit ihrer autonomen Gemeinde-Polizei gegen das organisierte Verbrechen.
