Januar 2015

3. Januar:
Das Erste Weltweite Festival für Widerstand und Rebellion gegen den Kapitalismus endet mit einergemeinsamen Erklärung der EZLN, des CNI und der Sexta: „Die 43 verschwundenen Studenten aus Ayotzinapa sind Symbol für das weltweite kapitalistische Verbrechen. Gemeinsam müssen wir uns organisieren, gegenseitig müssen wir uns schützen und im Widerstand unterstützen. Gemeinsam schaffen wir eine neue Welt!“

 

9. Januar:
900 Polizisten räumen das wiedergewonnene Land in San Sebastián Bachajón. Die vertriebenen BewohnerInnen antworten mit einer Straßenblockade, die von der Polizei zwar mehrfach bewaffnet angegriffen wird, jedoch standhält. Am 29. Januar eröffnen sie ein neues regionales Zentrum in der Nähe der besetzten Kreuzung unter dem Motto: „Während die von oben zerstören, bauen wir von unten wieder auf!“

 

22. Januar:
Zwei indigene Frauen hatten im April 2010 die Tötung der Menschenrechtsaktivisten Bety Cariño und Jyri Jaakkola durch Paramilitärs beobachtet. Am 22. Januar 2015 sind sie bedroht worden, um sie von ihrer kurz bevorstehenden Aussage vor Gericht abzuhalten. Sie wurden in ihrem Heimatort im Bundestaat Oaxaca von den Verwandten des Tatverdächtigen aufgesucht und aufgefordert, ihre schriftlichen Zeugenaussagen zurückzuziehen.

 

Januar:
Der Generalstaatsanwalt Mexikos erklärte die am 26. September 2014 verschleppten Lehramtsstudenten aus Ayotzinapa offiziell für tot – und möchte so den Fall schliessen.
Nicht so die Angehörigen und Sympathisanten der gewaltsam Verschwundenen, die der Regierung vorwerfen, selbst in den Fall verwickelt zu sein. Ihr Anwalt weist darauf hin, dass in den Ermittlungen vieles noch nicht aufgeklärt worden sei. Bis jetzt gebe es auch keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass alle der 42 noch vermissten Studenten ermordet worden seien.